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Türkei: Premier Erdogan kritisiert Haltung der EU zu Putsch in Ägypten

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die EU wegen ihrer Haltung zu der aktuellen Lage in Ägypten kritisiert.

Demnach habe die EU die geputschte Regierung Ägyptens nicht die gleiche Unterstützung wie Griechenland zukommen lassen und würde, indem die EU nicht den Putsch verurteilt, ihren eigenen Prinzipien untreu werden.

"Griechenland hat nur zwölf Millionen Einwohner und kriegt es trotz der Finanzspritzen immer noch nicht auf die Reihe. Ägypten hat 85 Millionen Einwohner und hat weitaus geringere finanzielle Hilfen bekommen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", so Erdogan.


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Türkei, Premier, Ägypten, Putsch, Haltung
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2013 18:06 Uhr von montolui
 
+13 | -3
 
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Grund für zweierlei Maß:
Griechenland = EU
Ägypten weit weg...
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05.07.2013 18:08 Uhr von rashil
 
+4 | -18
 
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05.07.2013 18:16 Uhr von Patreo
 
+10 | -4
 
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Griechenland ist in der EU.
Griechische Banken wurden finanziert nicht GRIECHENLAND.
Die Türkei hat auch Spanien nicht finanziell geholfen, ebenso wenig Zypern.

Natürlich werden bei solchen Finanzmitteln eigene Interessen gewahrt.

Das macht die Türkei ja nicht anders, wenn diese beispielsweise beim Bergkarabachkonflikt klar Aserbaidschan unterstützt und nicht Armenien


Zu der türkischen Regierung selbst gibt es einen interessanten Bericht:
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/...
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05.07.2013 18:27 Uhr von Bildungsminister
 
+9 | -3
 
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Wie so oft macht der Despot und Menschenfeind Erdogan den Bock zum Gärtner. Was aber nicht verwunderlich ist, denn im Grunde herrscht Erdogan mit ähnlichen Mitteln und Methoden über sein Volk, wie es Mursi getan hat.

Letztendlich war Erdogan nur weiter, weil er schalten und walten konnte, während man den Verbrecher in Ägypten rechtzeitig gestoppt hat. Ägypten hätte sich in 2 Jahren auf dem gleichen Weg der Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Medien und Meinungen wie die Türkei befunden. Vor allem aber was die Islamisierung und Radikalisierung anbelangt. Darin besteht kein Zweifel.

Im Grunde hat der gute Erdogan nur Angst, dass ihm eines Tages das gleiche Schicksal droht. Verhindern kann er das nur, in dem er die Teile des türkischen Volkes unterdrückt, die anders denken als er, und indem er Medien und Militär an der kurzen Leine hält. So ist das mit Diktatoren. Sie müssen ständig Angst um ihre Macht haben, und schuldig sind immer ausländische Aggressoren oder die bösen, bösen Medien.

Erdogan ist am Ende nur sauer und bockig wie ein kleines Mädchen, weil ihm mit Mursi ein Freund im Geiste genommen wurde, und er nun damit rechnen muss, dass der nächste Machthaber nicht so hörig gegenüber der Türkei ist. Demokratie und die Menschen haben ihn noch nie interessiert.

Davon ab ist Ägypten extrem abhängig von den USA, die große Teile der Wirtschaft und des Militärs am Laufen halten. Es wäre doch ein feiner Zug, wenn sich Erdogan an diesen Kosten beteiligen würde. Er kann ja das Geld nehmen, was die Türkei so generös von anderen Staaten als Hilfe erhält, damit in dem Land wirtschaftlich überhaupt etwas vorwärts geht. Neben Haselnüssen, versteht sich.

[ nachträglich editiert von Bildungs