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Bolivien droht mit Schließung der US-Botschaft (Update)

Boliviens Präsident Evo Morales will die erzwungene Zwischenlandung seiner Präsidentenmaschine (ShortNews berichtete) nicht ohne Weiteres hinnehmen: er droht jetzt mit der Schließung der US-Botschaft. Morales sagte, er würde keine Sekunde zögern, dies tatsächlich zu machen.

Morales sagte weiter, Bolivien habe Würde und Souveränität. Man wäre politisch und demokratisch gesehen sogar besser dran ohne die Vereinigten Staaten. Außerdem wirft er Washington vor, die europäischen Staaten unter Druck gesetzt zu haben und so die Zwischenlandung forciert.

Präsident Rafael Correa (Ecuador) fügte noch hinzu, hätte man sich so etwas mit der amerikanischen Präsidentenmaschine geleistet, wäre dies mit Sicherheit als Anlass zu einem Krieg genommen worden.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Update, US, Botschaft, Schließung, Bolivien
Quelle: www.bbc.co.uk

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2013 15:06 Uhr von Perisecor
 
+3 | -21
 
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05.07.2013 15:27 Uhr von Falap6
 
+9 | -3
 
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@Perisecor
südamerikanische Staaten, DENKEN DARÜBER NACH, Snowden Asyl zu gewähren, was sie ohne Frage dürfen, und die USA bedrohen die. Was für I....

"Aber gut, die Botschaft ist sowieso erst wieder seit 2011 geöffnet und was so ein armer, unbedeutender Zwergstaat macht, interessiert die USA wenig."
Na toll, die USA sind größer und stärker, also interessieren wir uns einfach nicht dafür, was mit anderen ist.

Dass das ganze legal ist, ist ja wohl keine Frage, ist ja Staatssouveränität. Aber ganz schön unverschämt ist das trotzdem. Wo kommen wir denn da hin?
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05.07.2013 15:27 Uhr von call_me_a_yardie
 
+7 | -3
 
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@Perisecor:

ahja da ist er wieder der heimliche Offizier der "World Police"

Die Amerikaner sind für NIEMANDEN wichtig, sie drängen sich nur auf und setzen andere unter Druck und die Staaten spuren weil sie keine Lust auf "Stress" haben und nicht gleich einen Krieg vor der Haustür haben wollen.

"This is how Democracy Looks like"

Russland und U.S.A führen den Zusatz "Demokratie" nur aus Scheinheilligen Gründen... wer bei euch regiert ? Die sogenannte Elite und das wars...und als Präsident werden traurige Marionetten vorgeschickt...hoch gelobte Menschenrechte ? Nicht existent....

U.S.A ein trauriges Beispiel was passiert wenn die sogenannten Anführer zuviel Orwell gelesen haben !!!

Yankee go home !
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05.07.2013 15:41 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -2
 
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@Perisecor

Du glaubst doch nicht wirklich dass die europäischen Staaten von sich aus den Luftraum für diese Maschine gesperrt haben?

Wir haben ja leider eine Person ohne Eier an der Spitze. Eigentlich sollte Deutschland Snowden Asyl gewähren und eine Auslieferung verneinen. Das wäre Anständig und ein Zeichen.
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05.07.2013 16:07 Uhr von Perisecor
 
+1 | -11
 
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05.07.2013 16:21 Uhr von RickJames
 
+6 | -1
 
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"Die USA bedrohen niemanden, sie drohen Konsequenzen an, falls ein Staat einen gesuchten mutmaßlichen Kapitalverbrecher aufnimmt und nicht ausliefert."

lol.
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05.07.2013 16:32 Uhr von Falap6
 
+4 | -1
 
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"Die USA bedrohen niemanden, sie drohen Konsequenzen an, falls ein Staat einen gesuchten mutmaßlichen Kapitalverbrecher aufnimmt und nicht ausliefert.
Das ist völlig legitim."

Oh man, dann kann man ja genau so sagen, Die bedrohen USA nicht, sondern drohen Konsequenzen an. Wo ist da der Unterschied?

"Hast du dich auch so aufgeregt, als 2011 Merkel der Überflug über den Iran verweigert wurde? "
Ich "rege" mich ja nicht auf, finde ich gleichermaßen schlimm. Sie musste wenigstens nicht landen, sondern konnte nach 2h weiter fliegen. Und abgesehen davon geht es ja um den IRAN, die machen noch ganze andere Sachen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Da lege ich schon für uns Europäer schon eine andere Messlatte an, die Souveränität anderer Staaten zu respektieren.
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05.07.2013 16:32 Uhr von Perisecor
 
+1 | -5
 
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@ RickJames

"lol" ist natürlich ein knallhartes Argument.

Das Androhen von Konsequenzen im legalen Rahmen (z.B. Abbruch von Wirtschaftsbeziehungen, Ausweisungen von Arbeitern etc.) ist keine Bedrohung.


Eine Bedrohung wäre die Ankündigung eines nicht durch das Völkerrecht gedeckten Krieges. Gab es so etwas? Nein. Im Gegenteil, Obama hat das sogar ausgeschlossen.
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05.07.2013 16:37 Uhr von Perisecor
 
+1 | -6
 
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@ Falap6

Der Unterschied ist doch ganz einfach. Bedrohen ist ein feindlicher Akt der in aller Regel eine Überschreitung von Gesetzen beinhaltet.

Beispiel:
Wenn ich sage: "Ich bringe dich um!" dann ist das eine Bedrohung.
Wenn ich sage: "Ich werde dich anzeigen, weil du Ordnungswidrigkeit XY begangen hast!", dann ist das eine Androhung von Konsequenzen.



"Da lege ich schon für uns Europäer schon eine andere Messlatte an, die Souveränität anderer Staaten zu respektieren."

Die Souveränität irgendeines Staates wurde doch gar nicht respektlos behandelt. Im Gegenteil - das, was in Südamerika gerade abgeht, ist die respektlose Behandlung der europäischen Souveränität.

Frankreich und die anderen Staaten haben das Recht ihren Luftraum zu sperren - für jeden und ohne Angaben von Gründen, theoretisch auch für immer.

Mit der grundlosen Drohung von Botschaftsschließungen, mit dem Einbestellen von Botschaftern und mit der Forderung nach Entschuldigungen wird die Souveränität der europäischen Staaten mit Füßen getreten.

Und ein paar stellen sich hier tatsächlich hin und finden das gut. Lustigerweise dieselben Typen, die ganz dolle empört waren und seitenlang diskutiert haben, dass die USA ebenfalls die Souveränität dieser Länder nicht respektiert haben.
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05.07.2013 16:38 Uhr von RickJames
 
+5 | -1
 
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@Perisecor
Das ist deine Interpretation. Niemand hier weiß womit die USA den einzelnen Staaten wirklich droht. Auch Du nicht.
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05.07.2013 16:52 Uhr von Falap6
 
+2 | -1
 
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Ich meinte nicht den Unterschied zwischen drohen und bedrohen, das war wohl ganz offensichtlich ein Fehler von mir, musst du darauf jetzt rumreiten, ist doch klar, was ich meinte, falls nicht, hier gestehe ich meinen Fehler ein. Ich meinte, was ist der Unterschied zwischen den Aktionen der beiden Länder?

"Die Souveränität irgendeines Staates wurde doch gar nicht respektlos behandelt. Im Gegenteil - das, was in Südamerika gerade abgeht, ist die respektlose Behandlung der europäischen Souveränität."

Wieso? Sie sind empört über ihre Behandlung, die sehr wohl respektlos war, auch wenn total legal. Sie respektieren ja die europäische Souveränität, echauffieren sich nur über die nach ihrer Meinung ungerechten und unüblichen Behandlung, die ja offiziell nur technische Ursache hatte, was ganz offensichtlich aber auf Druck der USA passiert ist. Beweise habe ich dafür natürlich nicht, ich fordere aber auch keine juristischen Konsequenzen.

"Frankreich und die anderen Staaten haben das Recht ihren Luftraum zu sperren - für jeden und ohne Angaben von Gründen, theoretisch auch für immer. "

Natürlich haben sie das Recht, das bestreitet ja hier niemand (ich zumindest nicht, die anderen Kommentare lese ich gerade nicht). Genauso hat Bolivien das recht, sich aufzuregen, Beschwerde einzulegen und Botschaften zu schließen.

"Mit der grundlosen Drohung von Botschaftsschließungen, mit dem Einbestellen von Botschaftern und mit der Forderung nach Entschuldigungen wird die Souveränität der europäischen Staaten mit Füßen getreten."
Wieso europäische Souveränität, sie haben ja gedroht die US-Botschaft zu schließen? Ist doch ein völlig legitimes Verhalten, wenn sie bestimmten, wer sich auf ihrem Hoheitsgebiet alles aufhält.
Wieso wird durch die FORDERUNG NACH EINER ENTSCHULDIGUNG die Souveränität europäischer Staaten mit FÜSSEN GETRETEN?

Man kann doch -wenn auch nicht gesetzlich geregelt- ein freundliches und übliches Verhalten einfordern.

"Und ein paar stellen sich hier tatsächlich hin und finden das gut. Lustigerweise dieselben Typen, die ganz dolle empört waren und seitenlang diskutiert haben, dass die USA ebenfalls die Souveränität dieser Länder nicht respektiert haben."
Ich vermute du meinst damit nicht mich?
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05.07.2013 16:59 Uhr von Perisecor
 
+1 | -4
 
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@ RickJames

Ah, ok. Meine "Interpretation", die sich u.a. auf Obama´s "Ich werde keine Jets schicken" bezieht und darauf, dass es keine bekannten Drohungen gibt, sind natürlich weit weniger wert als irgendeine verschwörungsmäßige Vermutung, dass über Geheimkanäle die USA mit der totalen nuklearen Vernichtung o.ä. drohen.

Schon klar. Danke für die fundierte Diskussion.
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05.07.2013 17:05 Uhr von Perisecor
 
+1 | -5
 
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@ Falap6

" Ich meinte, was ist der Unterschied zwischen den Aktionen der beiden Länder?"

Dass außer einer vermuteten Verflechtung der nicht gewährten Überflugrechte nichts existiert, was die USA damit in Verbindung bringt?


"Sie respektieren ja die europäische Souveränität..."

Nein, tun sie nicht. Sie fordern Entschuldigungen, Aufklärungen und haben das Verhalten der Staaten öffentlich als illegal und Angriff auf die bolivianische Souveränität bezeichnet!



"Genauso hat Bolivien das recht, sich aufzuregen, Beschwerde einzulegen und Botschaften zu schließen."

Natürlich. Die Quintessenz meines ersten Kommentares war aber, dass das Bolivien weit härter trifft als die USA. Und dass nicht nur du keine Beweise dafür hast, dass die USA dafür verantwortlich sind, sondern auch Bolivien nicht.



"Wieso europäische Souveränität, sie haben ja gedroht die US-Botschaft zu schließen?"

Die europäische Souveränität über den europäischen Luftraum zu bestimmen.



"Ist doch ein völlig legitimes Verhalten, wenn sie bestimmten, wer sich auf ihrem Hoheitsgebiet alles aufhält. "

De jure sind die Botschaften Hoheitsgebiet des jeweiligen Gastlandes...



"Wieso wird durch die FORDERUNG NACH EINER ENTSCHULDIGUNG die Souveränität europäischer Staaten mit FÜSSEN GETRETEN? "

Weil sich diese Staaten für etwas entschuldigen sollen, was kein Fehler war, was nicht illegal war. Oder entschuldigst du dich bei Edeka an der Kasse dafür, dass du jetzt dort eingekauft hast? Nö, weil´s ganz normales Verhalten ist.
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05.07.2013 17:31 Uhr von RickJames
 
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@Perisecor
"Ah, ok. Meine "Interpretation", die sich u.a. auf Obama´s "Ich werde keine Jets schicken" bezieht und darauf, dass es keine bekannten Drohungen gibt, sind natürlich weit weniger wert als irgendeine verschwörungsmäßige Vermutung, dass über Geheimkanäle die USA mit der totalen nuklearen Vernichtung o.ä. drohen."

*Seufz* Ach Peri was soll denn das nun wieder? Du kennst doch selbst das Spiel mit den impliziten und expliziten Drohungen aus dem Diplomaten Jargon, oder? Wenn nicht würde ich dir Henry Kissingers Buch "Diplomacy" ans Herz legen. Wie dünn der Unterschied zwischen "Androhung von Konsequenzen" und Bedrohung ist zeigt uns Operation Just Cause.
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05.07.2013 17:37 Uhr von Falap6
 
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"Dass außer einer vermuteten Verflechtung der nicht gewährten Überflugrechte nichts existiert, was die USA damit in Verbindung bringt?"

Genau, und dementsprechend drohen sie auch nur mit legalen Konsequenzen.

"Nein, tun sie nicht. Sie fordern Entschuldigungen, Aufklärungen und haben das Verhalten der Staaten öffentlich als illegal und Angriff auf die bolivianische Souveränität bezeichnet!"

Entschuldigen und Aufklärungen fordern und Angriff auf Souveränität behaupten sind doch alles kein Angriff auf Souveränität. In jedem Fall sind sie legitim, was deiner Argumentation nach ja schon mal keine Souveränitätsverletzung sind.

"Natürlich. Die Quintessenz meines ersten Kommentares war aber, dass das Bolivien weit härter trifft als die USA. Und dass nicht nur du keine Beweise dafür hast, dass die USA dafür verantwortlich sind, sondern auch Bolivien nicht."
Habe ich beides niemals angezweifelt und von Anfang an betont.

"Die europäische Souveränität über den europäischen Luftraum zu bestimmen."
Genau so können Botschaften jederzeit verwiesen werden.

"De jure sind die Botschaften Hoheitsgebiet des jeweiligen Gastlandes... "
Aus Wiki: " [...]Das Gelände der Botschaft ist jedoch nicht exterritorial. Die Botschaft und ihre Diplomaten genießen jedoch diplomatischen Schutz und diplomatische Vorrechte."

Genau so wie Präsidentenflugzeuge diplomatischen Schutz genießen. Es wurde doch auch damals diskutiert, ob GB jetzt die die Botschaft schließen lässt und Assange da rausholt. Sie haben es nicht gemacht, obwohl sie es hätten machen können.

"Weil sich diese Staaten für etwas entschuldigen sollen, was kein Fehler war, was nicht illegal war. Oder entschuldigst du dich bei Edeka an der Kasse dafür, dass du jetzt dort eingekauft hast? Nö, weil´s ganz normales Verhalten ist."
Es ist vllt kein illegales Verhalten, aber NORMAL ist das sicher nicht, einfach anderen Staaten Überflugrechte plötzlich zu entziehen und sie zur Landung zu zwingen. Nur weil der Iran das macht, wird das ganze dadurch noch lange nicht OK oder "normal".


Meine Quintessenz: Dass das ganze unverhältnismäßig ist, will ich nicht mal bestreiten. Aber genauso ist es auch unverhältnimäßig sind auch die Drohungen der USA. Es geht ja nüchtern betrachtet "nur" um einen Einzelnen mutmaßlichen Verbrecher, dessen Festnahme laut Obama angeblich ein rein juristisches und kein politisches Unterfangen ist. Dass dann plötzlich Handelsbeziehungen gefährdet sind, und Staatspräsidenten am Weiterflug gehindert werden ist ein unglaublicher Rattenschwanz.
Man stelle sich mal vor, Schweden und und Großbritannien würden so eine Show veranstalten, weil ein mutmaßlicher Vergewaltiger nicht ausgeliefert wird.
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05.07.2013 22:25 Uhr von Dracultepes
 
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@Perisecor
Ich sprach von glauben, nicht von Wissen. Und ich habe dich nur gefragt ob du was anderes glaubst.

Ich weise niemanden aus. Ich kann aber verstehen das sie es tun. Sie Pokern hoch. Mal sehen was passiert.

"Auf welcher Rechtsgrundlage denn?"

Keiner, ich bin Verfechter von "Pisst du mir ans Bein, piss ich dir ans Bein". Und die USA haben so ziemlich allen ans Bein gepisst.

Asyl kann man sicher aufgrund einer Rechtsgrundlage gewähren.

Wann man das Auslieferungsabkommen kündigen kann weiss ich nicht. Ist mir aber auch egal. Man muss auch mal auf Konfrontation gehen.

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