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Bürger sollen sich für Rendite freiwillig am Netzausbau beteiligen

Nachdem sich der Netzausbau durch Bürgerproteste zu verzögern droht, versuchen es Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) nun mit neuen Methoden. Mittels einer "Bürgerdividende" soll die Akzeptanz bei Anwohnern für den Netzausbau gesteigert werden.

Darauf einigten sich Beide mit Vertretern von 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW, welche die Übertragungsnetze betreiben. Bürger sollen sich dabei mit bis zu 15 Prozent der Gesamtsumme an neuen Leitungen beteiligen können, mindestens aber mit 1.000 Euro.

Als Dividende aus den Investitionen winken bis zu fünf Prozent Rendite. Mittels der Maßnahmen sollen bisherige Planungs- und Bauzeiten von bis zu zehn Jahren auf vier Jahre gedrückt werden. Richtig umgesetzt werden soll das Projekt allerdings erst nach der Bundestagswahl.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bürger, Beteiligung, Rendite, Netzausbau
Quelle: www.stern.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2013 14:04 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -0
 
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Ein interessantes Konzept. Man versucht den Bürger mit Geld zu locken um ihn so gefügig zu machen. Ob das insgesamt aufgeht wage ich aber zu bezweifeln. Mal von den doch merklichen Summen von 1000 Euro und mehr abgesehen, bin ich mir nicht sicher, ob Geld wirklich jede Hürde überwinden kann. Ein echtes Dilemma, denn letztendlich ist auch klar, dass der Strom irgendwie von Nord nach Süd muss, und wie beim Atommüll will es einfach niemand vor der eigenen Haustür haben.
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05.07.2013 14:20 Uhr von Schmollschwund
 
+3 | -0
 
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Sorry, aber im ersten Satz sollte man schreiben:"AUCH durch Bürgerproteste" So wie es jetzt da steht, suggeriert es das mal wieder irgendwelche "Wutbürger" dieses Projekt allein aufhalten ;)

Ich denke man sollte sein Geld lieber wo anders anlegen. Bürgerdividende heißt nur: Trotz horrender Gewinne der Stromunternehmen wollen wir nichts davon abgeben. Lassen wir lieber den dummen Verbraucher doppelt bezahlen." Außerdem handelt es sich hier mal wieder nur um Versprechungen. Was aus denen wird, kann man nach jeder Wahl erleben.
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05.07.2013 14:23 Uhr von erw
 
+9 | -1
 
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Was soll der Scheiß? Die Konzerne verdienen sich (verglichen mit den Ausgaben) eine goldene Nase und erhöhen die Preise, und den Lobbyistenpennern von der FDP fällt nichts besseres ein als noch weitere Melkerei des Bürgers? Wie wärs denn, wenn die Konzerne dazu gezwungen werden, ihre Gewinne in den Netzausbau zu stecken? Zum kotzen, sowas.
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05.07.2013 15:07 Uhr von ghostinside
 
+5 | -1
 
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Die Beteiligung gibt es schon. Nennt sich Steuern, ihr Handlampen aus der Regierung. So eine Abzocke...
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05.07.2013 15:24 Uhr von mort76
 
+0 | -0
 
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erw,
das ist auch eigentlich der Fall...die Konzerne halten sich nur nicht dran.
Sie hätten laut Vertrag die Infrastruktur modernisieren müssen, speziell auch für die Einspeisung erneuerbarer Energie, aber...niemand zwang sie dazu.

Die immensen Gewinne wurden als Dividende ausgeschüttet, da blieb nichts mehr übrig für sowas wie eine "angemessene Wartung der Strommasten" oder eine Modernisierung der Stromtrassen.
So gut wie niemand machte höhere Profite als unsere Stromkonzerne- aber der Gewinn wurde nicht investiert, sondern einkassiert.

Die durch diese Taktik entstehenden Unterkapazitäten werden nun als Argument gegen die Ökostrom-Konkurrenz benutzt.

Gleichzeitig beschwert man sich über die "Verspargelung" durch Windräder, plant die neuen Trassen aber mit Strommasten, die doppelt so hoch sind wie ein normaler, großer Strommast.

Und die neuen Stromtrassen, die angeblich gebaut werden sollen, werden mit Absicht so geplant, daß sie genau so verlaufen, daß man mit Bürgerprotesten rechnen kann, die dann den Vorwand liefern, warum die Trasse nicht gebaut wird- eine Höchstspannungsleitung muß nicht unbedingt quer durch ein Dorf verlaufen, hier in Deutschland gibts genug Platz.

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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05.07.2013 15:56 Uhr von RickJames
 
+1 | -0
 
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Warum machen wir es nicht so wie die Japaner? Die haben ihre Telekom (NPTT) dazu verdonnert 50% ihres Reingewinns in ihre Netze zu stecken.

Und siehe da seit 2005 haben die dort 1Gbit Leitungen und das in fast allen Städten.
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05.07.2013 16:02 Uhr von rolling_a
 
+2 | -0
 
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@RickJames
Die Deutschen wählen lieber die Parteien, die zu Gunsten der Wirtschaft arbeiten, sich aber einen Scheiss um die Interessen der Menschen in diesem Land scheren. Die Parteien die solche Dinge auf die Weise wie in deinem Beispiel regulieren würden, werden als sozialistische Kommunisten-Gutmenschen diskreditiert.
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05.07.2013 18:33 Uhr von RycoDePsyco
 
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Die Antwort heist dezentrale Energieversorgung und nicht Netzausbau.

Beispiel:
Würdest du ein Gaswerk im Ozian bauen und dann komplett neue und sehr teure Leitungen zu legen, die natürlich jetzt schon auf den Kunden umgewälzt werden, die dann km für km bezahlt werden statt bei dir im Ort, oder direkt im oder auf dem Haus eine Stromversorgung hast die kein Netz benötigt.

Ja?
Weil du lieber bezahlst als dich mal richtig zu informieren!
Und sich gegen diesen scheiss zu wehren?

Ich kann es, und zahle 20 Cent/kWh und das unendlich lang, mit der Möglichkeit auf 14 cent zu senken.

Lokal im Plattenbau.

Mfg

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