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Interview mit Heiner Flassbeck: Die Schuldenkrise ist in Wahrheit eine Ideologie

Im Interview bei "n-tv.de" machte nun der ehemalige Finanzstaatssekretär Heiner Flassbeck seinem Unmut über die angebliche Schuldenkrise und das deutsche Krisenmanagement Luft. Demnach gibt es eigentlich keine Schuldenkrise, sondern maximal eine Bankenkrise, welche die Staatsschulden bedingt.

Flassbeck führt weiter aus, dass Staatsschulden normalerweise kein Problem seien, da die Staaten Schulden immer auch zurück zahlen könnten. Haushalte würden sich bei einem Hauskauf auch um etwa 150 bis 250 Prozent ihres Einkommens verschulden, und könnten diese Schulden abtragen.

Die Schuldenkrise hält er demnach für eine Ideologie, bei der es darum geht, den Staat immer mehr zu reduzieren, während der Markt weiter ausgedehnt wird. Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit sieht er vor allem darin begründet, dass die Löhne hier kaum angehoben wurden.


WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Interview, Schuldenkrise, Wahrheit, Ideologie
Quelle: www.n-tv.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2013 11:29 Uhr von Bildungsminister
 
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Das Interview ist extrem ausführlich, und unmöglich in eine solchen News unterzubringen. Viele der Thesen Flassbecks sind sehr gut nachvollziehbar und zumindest subjektiv betrachtet richtig. Im Kern sagt er, dass man uns die Wahrheit über die aktuelle Situation nicht sagen will, aber das auch nicht auf ewig so gehen würde. Den Euro sieht er grundsätzlich positiv, allerdings sei er durch die verantwortlichen Personen verhunzt worden. Er plädiert auch für eine Ausstiegsmöglichkeit.
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05.07.2013 12:49 Uhr von Perisecor
 
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Da hat er schlicht recht.

Dem Westen wird versucht einzureden, er hätte zu hohe Schulden - dabei stehen selbst Staaten wie Griechenland und Spanien besser da, als 150 andere Länder der Welt - inklusive z.B. Russland oder Indien.
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05.07.2013 13:08 Uhr von dragoneye
 
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Pfui Teufel ist ja bald Wahl.

Jeder darf gerne freiwillig Griechenland sein eigenes Geld leihen.
Nur leider verhält sich Griechenland (stellvertretend für einen schlechten Schuldner) so, das man den Eindruck erhält, daß man sein Investment nicht mehr vollständig zurückerhält - Schuldenschnitt.
Das Resultat sind deutlich erhöhte Zinsen, also Miete für das geliehene Geld. Und diese sind wohl das Hauptproblem für Länder wie Griechenland.

PS: Heiner Flassbeck ist offenbar Keynesianer und hat Lafontaine im Kabinett Schröder I zugearbeitet.
Der Erfolg von Lafontaine als Finanzminister war ja eher bescheiden.

Keynesianismus ist zuerst eine Lehrrichtung innerhalb der Ökonomie. Aber wenn sie derart penetrant in die Öffentlichkeit getragen wird wie hier, wird sie selber zur Ideologie. Der Scheiss hat vor 50 Jahren nicht funktioniert und er wird heutzutage auch nicht funktionieren.
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06.07.2013 08:40 Uhr von artefaktum
 
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@dragoneye

"Keynesianismus ist zuerst eine Lehrrichtung innerhalb der Ökonomie. Aber wenn sie derart penetrant in die Öffentlichkeit getragen wird wie hier, wird sie selber zur Ideologie."

Die Ökonomie ist grundsätzlich ideologisch wie jede Sozialwissenschaft. Hier kann es von der Natur der Sache her keine objektiven Meinungen und Aussagen geben.

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