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Papst Franziskus räumt im Vatikan auf - kommen tiefgreifende Reformen?

Schon vor seiner Amtseinführung sprach Papst Franziskus davon, dass die Kirche "egoistisch" und "krank" sei und zu prunkvoll auftritt. Er selbst lebt es vor, arbeitet lieber länger am Schreibtisch, als im Konzertsaal zu entspannen, trägt Stahl anstatt Gold, wohnt lieber im Gästehaus, als im Palast.

Nun räumt er in der Vatikan-Bank auf, die seit Jahren wegen diverser Affären nicht aus den negativen Schlagzeilen kommt. Schon Papst Benedikt XVI versprach Aufklärung und schärfere Regeln, konnte diese aber niemals umsetzen. Jetzt mussten mehrere Verantwortliche ihre Ämter niederlegen.

Der neue Chef, Ernst von Freyberg, soll die Aufgaben der Bank "in Einklang mit der Mission der Kirche" bringen. Der Prunk soll aus dem Vatikan verschwinden. Gerne umgeht Franziskus dabei den vatikanischen Apparat. "Wen haben wir da nur gewählt, der glaubt ja, was er predigt", wird schon gelästert.


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WebReporter: MegaTefyt82
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Bank, Vatikan, Reform, Papst Franziskus
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2013 16:40 Uhr von MegaTefyt82
 
+10 | -0
 
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Ich bin Atheist und kein Kirchen-Fan, aber der Artikel hat mich dennoch dazu bewegt, eine Papst-News einzureichen, weil ich gut finde, wie er auftritt und wie er sich durchsetzt. Ein Spruch aus der Geschichte: "Sie predigten Wasser und tranken Wein." - scheinbar ist Franziskus kein Vertreter davon. Wenn er wirklich tief greifende Reformen plant, dann macht er sich sicher keine Freunde im Vatikan und man kann hoffen, dass er lange im Amt verweilt und nicht "plötzlich" verschwindet.
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03.07.2013 16:45 Uhr von Samsara
 
+5 | -0
 
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Der wird bestimmt noch an einen "unglücklichen" Unfall sterben :-)))
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03.07.2013 17:16 Uhr von muhkuh27
 
+3 | -2
 
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Wir nähern uns dem 17. Jahrhundert :)
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03.07.2013 18:43 Uhr von Phrixotrichus
 
+8 | -0
 
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Der erste Papst der tatsächlich lebt was diese Heuchler seit Jahrhunderten sonst nur predigen.

[ nachträglich editiert von Phrixotrichus ]
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03.07.2013 21:18 Uhr von suppenteller
 
+5 | -0
 
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Der letzte Papst, der wirklich reformieren wollte, hatte eine sehr kurze Amtszeit und einen frühen Tod...
Ich hoffe, daß Franziskus sich nicht irgendeine tödlich verlaufende Krankheit zuzieht oder einen bedauerlichen Unfall hat.
Man hat ja schnell mal was falsches gegessen oder stolpert über ein Messer.
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04.07.2013 09:09 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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suppenteller,
in jedem Fall wirds für seinen Nachfolger dann ziemlich schwierig, zur gewohnten Linie zurückzukehren- der neue Papst hat der Kirche genau jenen Aufschwung gegeben, der seit langem überfällig war, weil er eben genau das tut, worüber da nun gestöhnt wird...

Wer da jetzt als Nachfolger versucht, wieder zum Prunk zurückzukehren, wird sich mehr Kritik anhören dürfen als Franziskus, schließlich ist "der Vatikan" nicht "die Kirche"...auch, wenn sie das gerne hätten, und jetzt, wo die Katholiken gesehen haben, daß es eben auch anders geht, führt so schnell kein Weg mehr zurück zu den alten Verhältnissen.

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