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USA: Das Geschäft mit dem Sammeln von Daten

Im Zuge der Enthüllung um die NSA durch Edward Snowden rückten die Erkenntnisse um das Ausspähen durch Unternehmen in den USA aus dem Fokus der Öffentlichkeit. So wurde vor kurzem bekannt, dass die Firma Nordstrom einen externen Dienstleister anheuerte, um Kunden mittels ihrer Handys auszuspähen.

Dabei wurde sich automatisch mit den Mobiltelefonen der Kunden verbunden, welche den Laden betraten. Die ausführende Firma, Euclid Analytics, hat so bereits 50 Millionen Daten an 4000 Orten für über 100 Unternehmen gesammelt.

Auch andere große Firmen spähen und analysieren ihre Kunden. So durchsucht Google Emails und Amazon schlägt Kunden Angebote anhand ihres Einkaufverhaltens vor. Spiele wie Angry Birds übermitteln positionsbezogene Daten an den Entwickler der Software.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Google, Daten, Geschäft, Amazon, Angry Birds, Sammeln
Quelle: www.latimes.com

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01.07.2013 16:29 Uhr von Bildungsminister
 
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Die Quelle ist sehr ausführlich, weswegen schlicht nicht alles in die News passt. So ermittelt das LAPD Gefahrenpunkte anhand von Ansammlungen von Handys. Firmen wie Verizon haben längst damit begonnen diese Big Data genannten Sammlungen zu verkaufen. Obgleich es hier um die USA geht, wird es hierzulande kaum anders sein, als dass auch hier Facebook und Co genutzt werden, und Datenhandel ist auch hier ein riesen Geschäft. Die Frage ist, ob davon nicht eine viel größere Gefahr ausgeht?
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01.07.2013 16:48 Uhr von Crawlerbot
 
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*Amazon schlägt Kunden Angebote anhand ihres Einkaufverhaltens vor.*

Häää was hat das jetzt mit illegalem Abhören zu tun, nichts.

Hier auf ShortNews wird Werbung geschaltet, zu Sachen die ich mir heute Morgen angeschaut habe, wie illegal.

[ nachträglich editiert von Crawlerbot ]
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01.07.2013 16:58 Uhr von Bildungsminister
 
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@ Crawlerbot

Wo liest du denn da etwas von illegal? Versuchs noch mal mit dem Lesen, eventuell verstehst du es dann auch.

Es geht hier nicht zwingend um illegale Daten, sondern darum, dass Daten, ob illegal oder nicht, gesammelt werden, um so auf Menschen einzuwirken. Wenn du dir die Mühe machen würdest die Quelle zu lesen, dann würdest du dort z.B. lesen, dass mitunter Netflix 3/4 seiner Verkäufe aus angepassten Vorschlägen erzielt.

Wie in der Quelle weiter zu lesen ist, müsste man sich digital vollkommen abkapseln, um dieser Analyse und Ortung entgegen zu wirken. Das krude dabei ist doch letztendlich, dass viele dieser Daten, längst nicht alle, freiwillig von Kunden veräußert werden, und sie danach nicht einmal wissen was damit passiert.

Dieses Sammeln der Big Datas durch Drittunternehmen und die Veräußerung der selbigen nimmt nicht zuletzt ähnliche, wenn nicht sogar größere Ausmaße an, als die gesammelten Daten der NSA. Hier ist nur der Unterschied, dass sie oft aus kommerzieller Nutzung heraus veräußert werden. Das ist mindestens, wenn nicht sogar deutlich gefährlicher, als entsprechende Abhörtaktionen, weil es groß angelegt ist, und diese Daten wirklich "gegen" Bürger angewendet werden. Das scheint nur niemand wahr zu nehmen. Daten- und Adresshandel ist ein riesen Geschäft und es nimmt immer größere Ausmaße an.

Im Hinblick auf NSA und Co sollte man solche Themen und Bereiche nicht einfach ignorieren. Für mich ist das ein deutlich größeres Problem, weil es da vor allem um Geld und Gewinn geht.
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01.07.2013 17:31 Uhr von T¡ppfehler
 
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@ Bildungsminister
Ob ich morgens in Guantanamo aufwache, oder ungewollt auf meinem Smartphone ein Happy-Meal angeboten bekomme, ist doch irgendwie unterschiedlich.
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01.07.2013 17:43 Uhr von Bildungsminister
 
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@ T¡ppfehler

Das was du da von dir gibst ist wirklich interessant. Wenn ich mir die Argumente der letzten Tage gegen das Auswerten von Daten der NSA so ansehe, dann war da eigentlich immer ganz oben dabei, dass die Leute Angst vor dem Missbrauch der gesammelten Daten hätten. Kann ich vom Grundsatz her durchaus verstehen.

Was ich nicht verstehe ist, wo du da nun den Unterschied machst. Mal davon ab, dass du stark dramatisierst, ist doch die Frage, warum man Angst vor dem Missbrauch staatlicher Institutionen dieser Daten hat, aber wenn Firmen mit stark finanziellen Interessen Daten sammeln, dann ist das eine Lappalie? Irgendwie komme ich da nicht mehr mit.

Wer sagt dir denn, um mal bei den Argumenten der NSA-Gegner zu bleiben, dass es bei diesen Happy-Meal-Angeboten bleibt? Ganz ehrlich, ich habe persönlich viel mehr Sorge dafür, dass irgendwelche dubiosen Firmen meine Daten kaufen um damit Geschäfte zu betreiben, als wenn eine staatliche Organisation meine Emails checkt. Denn das mit dem Happy-Meal ist wohl nur eines der Anwendungsgebiete und ein sehr simpler Fall was man mit solchen Daten tun kann.

Aber ich sehe schon. Im Grunde geht es wahrscheinlich immer noch um tumbes USA-Gebashe und nicht um die Thematik an sich. Anders ist das für mich nicht zu erklären. Wie kann man Firmen wie Facebook und Co, oder Firmen die man nicht einmal kennt, und deren Kanäle man nicht kennt, seine Daten mit einer derart simplen Sichtweise in den Rachen schmeißen, und bei der NSA tut man so, als ginge es um das eigene Leben.

Aber ich bezweifle auch, dass mir da jemand den Unterschied sachlich erklären kann. Wenn schon so Schlagworte wie Guantanamo in einem Zweisatz-Statement genutzt werden, dann ist wohl jede Sachlichkeit dahin.

Trotzdem mag es natürlich deine Meinung bleiben. Jeder so wie er mag.
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01.07.2013 18:37 Uhr von ROBKAYE
 
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Ich erinnere nur an den Handy-Abhörskandal von Medienmogul Rupert Murdoch, der die Handys unzähliger Stars und Politiker mit Trojanern belauscht hat... wenn man Milliardär ist und zu den oberen 10.000 gehört, dann kommt man für so etwas nicht in den Knast... heute gelten folgende Regeln 1. "too big to fail" und 2. "too rich to jail" ... Diese Ungerechtigkeit muss aufhören!
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01.07.2013 18:40 Uhr von Schaumschlaeger
 
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Tja und in den meisten Fällen stimmt man dem Ganzen sogar noch selbst zu!

Das Problem an der Sache ist, dass man sich all dem kaum entziehen kann, wenn man nicht in den Wald ziehen möchte.
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01.07.2013 18:45 Uhr von T¡ppfehler
 
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@ Bildungsminister
Du hast einen komischen Humor.
Wer gegen die Datensammelwut der Geheimdienste ist, findet automatisch die Datensammlungen von Privatfirmen gut?

Nach deutschen und EU-Gesetzen arbeiten diese Firmen illegal.
Man könnte das Problem unterbinden. Darüber braucht man eigentlich nicht zu reden. Es wurden auch schon Anzeigen gemacht.
Gegen die Geheimdienste ist man aber machtlos.

Ich habe es vielleicht für Dich falsch ausgedrückt. Ich wollte damit nur sagen, dass ich es im Gegensatz zu Dir schlimmer finde, wenn die von uns gewählte Regierung, die verpflichtet ist, uns zu schützen und sich natürlich auch an unsere Gesetze halten muss, Datenschutz predigt und gleichzeitig die Daten missbraucht.
Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Datensammelwut der Firmen gut finde, ganz im Gegenteil.

Außerdem mache ich keinen Unterschied zwischen USA und Deutschland. Es gibt nur das Problem, dass wir die USA nicht daran hindern können und das macht die Sache ärgerlicher.
Außerdem wurde zuerst Prism aufgedeckt. Also wird zuerst das kritisiert. Auch da habe ich schon geschrieben, dass wohl demnächst unsere Regierung als Schnüffler enttarnt werden wird.
Man beachte auch den genialen "Neuland"-Schachzug der Kanzlerin. Sie wusste, dass sie auch bald dran ist.

Die deutschen und europäischen Behörden könnte man von hier aus in ihrer Datensammelwut behindern, solange die EU-Gesetze das noch zulassen.
Es ist höchste Zeit zum handeln.

[ nachträglich editiert von T¡ppfehler ]
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01.07.2013 20:01 Uhr von Bildungsminister
 
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@ T¡ppfehler

Natürlich ist jemand der gegen das eine ist nicht automatisch für das andere. Mit deinem verharmlosenden Kommentar, in dem du Happy Meal und Guantanoma gegenüber stellst, relativierst du es aber. Datensammlungen von Unternehmen sind mindestens genauso gefährlich wie die von Staaten, und dir droht da gewiss nicht nur Happy-Meal-Werbung.

Und das diese Firmen illegal handeln stimmt nur in einem Teil der Fälle, nämlich dort wo es in hohem Maße unwissentlich geschieht. Firmen wie Amazon oder Google erstellen aber ganz legal Profile von dir, indem sie es zur Auflage der Nutzung ihrer Dienste machen. Das eigentlich schlimme daran, die Leute prostituieren sich für Seiten wie Facebook, Twitter und Co ganz freiwillig, und durch die mediale Reflexion auch vollkommen wissentlich.

Ich denke aber, dass wir hier ganz grundsätzlich auf unterschiedlichen Standpunkten stehen. Ich finde es viel gefährlicher und auch beängstigender wenn Firmen Daten sammeln, welche auch immer, und sie damit Geld verdienen, indem sie diese mit unter an Drittunternehmen verkaufen. Das mag illegal sein, aber a) wirst du dich da längst auch nicht immer wehren können, maximal meiden, und b) passiert es trotzdem.

Vor allem sehe ich für die Zukunft große Gefahr, wenn die Big Datas wirklich zum Handelsgut werden, und wo es dann nicht mehr nur um Bewegungsprofile oder maßgeschneiderte Werbung geht. Dann wenn solche Daten wirklich in das Leben eingreifen und über relevante Dinge im Alltag entscheiden. Etwas das man viel eher eindämmen müsste, als die Datensammlung von Staaten. Obgleich ich dir natürlich recht gebe, indem auch das seine Gefahren bergen kann.

"Die deutschen und europäischen Behörden könnte man von hier aus in ihrer Datensammelwut behindern..."

Glaubst du das wirklich? Dann wird der britische Geheimdienst "Tempora" ja wohl bald einstellen, und der BND sein 100-Millionen-Euro-Programm beenden. Mag ich zwar bezweifeln, aber ich lasse mich gerne überraschen. Als ob Gesetze da einen Unterschied machen, oder man da irgendeinen Einfluss drauf hätte.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]

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