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Verzicht auf Hartz IV: Häufig Scham der Betroffenen die Ursache

Millionen von Menschen verzichten auf Hartz IV. Dies haben nun Experten von der Bundesagentur für Arbeit berechnet. Durch den Verzicht auf Hartz IV spart der Staat jedes Jahr mehr als 20 Milliarden Euro.

Ein Grund für den Verzicht auf die Sozialleistung ist Scham der betroffenen. Zwischen 3,1 und 4,9 Milliarden Menschen leben demnach in verdeckter Armut. Davon geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus.

"Angesichts der entwürdigenden Prozeduren auf den Jobcentern ist es kein Wunder, dass Millionen auf Leistungen verzichten. Die Abschreckung durch Diskriminierung spart dem Staat pro Jahr mindestens 20 Milliarden Euro", so Katja Kipping, Linken-Vorsitzende.


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WebReporter: foxed-out
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hartz IV, Ursache, Verzicht, Scham
Quelle: www.n-tv.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.06.2013 20:39 Uhr von Schmollschwund
 
+11 | -18
 
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Selbst Schuld solche Leute. Wenn man sich nicht zurück holt was man an Steuern gezahlt hat, nur weil man Scham hat...tsts.. Der Staat verzichtet schließlich auch nicht auf einen Teil seiner Forderungen. Normalerweise müsste er sich schämen uns so viel für z.B. kaputte Straßen aus der Tasche zu ziehen.
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30.06.2013 20:46 Uhr von neisi
 
+24 | -3
 
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Es ist nicht Scham, es ist ANGST, einmal drin und nie wieder raus !
UND der Ärger ist grösser als der Nutzen.
Wozu all die Daten abgeben, hat der BND die nicht schon gesammelt, oder horchen die nur am Telefon...
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30.06.2013 21:34 Uhr von blaupunkt123
 
+6 | -0
 
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Da braucht man sich wirklich nicht zu schämen, wenn es einen erwischt.

Immerhin hat man Jahrelang eingezahlt.

Und wenn man sieht, was die Poltiker in die Nachbarländer pumpen und immer mehr Asylanten nach Deutschland geschleust werden, ist es wirklich keine Scham.
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30.06.2013 23:09 Uhr von HelgaMaria
 
+15 | -1
 
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@ so..isses "gibt aber genug,die keine "scham" haben,und fleissig am euter der sozialgemeinschaft saugen...
und nicht wenige davon schreiben hier...."

Und die ganzen Minuse hast du bestimmt von faulen Arbeitslosen erhalten, welche sich Sorgen machen, mann könne ihnen die Zitze der Sozialgemeinschaft wegnehmen.

Bei dir hat diese ganze Hetzkampagne gegen arbeitlose Menschen offenbar bestens funktioniert.

Sind es nicht immer noch unsere Mitbürger, welche nichts für die Fehler am Arbeitsmarkt können? Es sind nicht alles Arno Dübel´s, furchtbar, dass man bedürftige Menschen mit sowas assoziiert hat.

DIe hohen Lohnnebenkosten sorgen dafür, dass Selbstständige nur wenige Leute einstellen. Habe doch mit Personen gesprochen welche eine Firma haben. die Rechnung ergab, 10 Euro für den Arbeitnehmer, 30 Euro Abgaben (sehr vereinfacht ausgedrückt). 40 Euro in der Stunde wollen erstmal erarbeitet sein.

Und Minijobs und Zeitarbeit sind weitere Fehler, welche anständige Löhne drücken und Menschen zwingt, am Euter der Sozialgemeinschaft zu saugen.

Aber nein...die bösen, faulen Arbeitslosen. Nehmen wir mal die Leute davon weg, welche arbeiten möchten, dann die, welche zu alt sind, körperlich eingeschränkt und schlecht ausgebildet worden....dann bleiben nicht viele Arno Dübel´s übrig.

Hoffentlich verlierst du nicht deinen Job und musst mal von Hartz leben, das würde dich ja automatisch zu einem schlechteren Menschen machen, als der, der du jetzt bist.

[ nachträglich editiert von HelgaMaria ]
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01.07.2013 02:40 Uhr von HelgaMaria
 
+8 | -0
 
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@ steffi78

Schön dass wenigstens noch einige der User nicht von Falschaussagen eine verdrehte Meinung haben.

Klar fallen morgen Einige über meinen Kommentar her, aber ich denke, die Plus werden überwiegen und Diskussionen scheue ich nicht.

Die von mir genannten Zahlen habe ich nicht aus dem Internet, das mit den Lohnnebenkosten sagte mir ein eigenständiger Steinmetz und ein Dackdecker.

Diese beiden sind keine Fremden für mich, nachdem keiner mich einstellen wollte (trotz guter Auftragslage, der Steinmetz hatte die Werkstatt voller Grabsteine und konnte es kaum bewältigen), gingen wir ins Detail und so kamen wir auf die Kosten eines Arbeiters zu sprechen.

Mit diesen Nebenkosten kann man nicht mehr am Markt konkurrieren. Wenn man diese Summen auf des Kunden Rechnung setzt, hat man keine Kunden mehr. Das bedeutet, der Selbständige arbeitet umso länger und es gehen Arbeitsplätze verloren.

Zu guter Letzt interessierte mich, wenn die Nebenkosten nicht so hoch wären, würdet ihr Arbeiter einstellen?

Der Steinmetz hat auf der Stelle gesagt, dass er vier Arbeiter einstellen würde, der Dackdecker immerhin noch zwei.

Das sind lediglich zwei Fälle, wo sechs Arbeiter einen Job finden könnten. Seitdem ich das weiss, kann ich Arbeitslosen nicht mehr die Schuld geben.

Lasst uns die Beispiele auf das ganze Land anwenden und Vollbeschäftigung rückt in erreichbare Nähe.

[ nachträglich editiert von HelgaMaria ]
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01.07.2013 08:02 Uhr von FamousK
 
+4 | -0
 
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@Helga: Mit Vielem magst du Recht haben, aber Vollbeschäftigung in der modernen Welt ist eine, von den Anfängen der Industrialisierung mal abgesehen, utopische Idee; es sei denn wir "schaffen" noch mehr Arbeitsplätze ohne eigtl Sinn (mehr Verwaltung und Ähnliches) und Mehrwert.

Zur eigentliche Wetschaffung tragen nähmlich nur wenige bei, viele Berufszweige vernichten eher noch Werte.
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01.07.2013 18:37 Uhr von xDP02
 
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Ich war in genau derselben Situation, das Amt wollte mich in 1€ Jobs zwingen und mir die Hoffnung machen das ich doch evtl übernommen werden könnte (glaubt mir der Job war das Letzte, in die Gegend setzt kein normaldeutscher einen Fuss). Ich verweigerte, versuchte mir selbst zu helfen und mich mit 29Cent Nudeln über den Tag zu retten, welche ich mir auch nicht immer leisten konnte, also hungerte ich mich durch den Tag. Irgendwann kam die Rettung durch einen Freund mit dem ich in seiner Firma arbeitete, solange bis ich wieder in meine alte Firma kam, welche ich dank der Wirtschaftskrise verlassen durfte.

Man sagte mir das ich als Langzeitareitsloser wieder an das Berufsleben herangeführt werden solle und deshalb einen 1€ Job glücklich sein solle. Ich bin von 0 auf 12 Stunden Nachtschicht gewechselt, es war hart aber es hat bewiesen das die Heranführungsscheisse Bullshit ist.

Aber zurück zum Thema: Es ist nicht nur Scham der einen dazu treibt auf H4 zu verzichten, es ist auch der Stolz und die Leute die denken, H4 wäre gleich keine Lust zu arbeiten. Als H4´ler bist du doch in der Gesellschaft gleich der Assi der schmarotzen will.
Nen Freund den ich zu den ehrlichsten Leuten zähle die ich kenne drückte mir seinen Respekt aus, aber gleichzeitig betonte er auch das ich selbst Schuld an meiner Situation wäre, recht hatte er.
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18.07.2013 12:51 Uhr von PeterLustig2009
 
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@Butzelmann
[...]Sind natürlich 3.1 - 4.9 Millionen...trotzdem: Bei 40 Millionen erwerbsfähigen Menschen in D und 5 Millionen H4 - Empfängern macht das mit der Dunkelziffer in der Summe 20% tatsächliche Arbeitslose in Deutschland...Respect !

Wenn ich dann noch die 30% abrechne die direkt und indirekt für die Regierung arbeiten, dann komme ich auf nur ca. 25% die wirkliche Werte schaffen...also nur noch jeder 4. arbeitet in D und muss die anderen mit durchfüttern...
[...]
Und wenn du dann noch die Aufstocker die du mal kurzerhand zu Arbeitslosen gemacht hast wieder draufrechnest + die die in der Verwaltung des Landes arbeiten (keine Ahnung wie du auf die Idee kommst sie würden es nicht tun) dann bist wieder dabei dass jeder 3 von 4 arbeiten ;)
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18.07.2013 12:54 Uhr von PeterLustig2009
 
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@Anonimaj
[...]Evtl. zuvor die Frage stellen, ob Sie ihre Arbeit aufgeben würden, wenn sie zu 25Mio Euro kämen.
Dann die Frage ob ihnen ihre Arbeit wirklich Spaß macht, und die Bitte wirklich ehrlich zu sein. [...]
Weil man nur mit ganz vierl Geld glücklich sein kann?

Ich habe einen Bekannten der bringt 1500 € nach Hause. Das ist nciht viel aber er ist damit glücklich weil er sein Leben damit finanzieren kann und sogar noch ab und an was zurücklegen kann. Und wenn ich 25 Mio bekommen würde, würde ich meine Arbeit nicht aufgeben. Es gibt tatsächlich Leute die nicht in den ewigen Nörgeltrott fallen sondern ihre Arbeit mögen!!

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