30.06.13 11:52 Uhr
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Steht die privaten Krankenversicherung vor dem Aus?

Die privaten Krankenversicherungen in Deutschland wehren sich gegen die Bürgerversicherung. Die Einführung würde nämlich das Ende der PKV bedeuten.

Deutschland ist weltweit das einzige Land das sich solches Zweiklassen System leistet. Das System besteht so seit 130 Jahren. Die PKVs haben ca. neun Millionen Mitglieder und verfügen über Rücklagen von 170 Milliarden Euro. Sie haben aber auch mit einer Überalterung ihrer Mitglieder zu kämpfen.

Es geht auch um Arbeitsplätze, denn die Branche beschäftigt 41.000 Angestellte und 266.000 Versicherungsmakler. Es sieht nicht so gut aus, denn erstmals bröckelt auch die Unterstützung durch Union und FDP.


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WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: FDP, Aus, Union, Krankenversicherung
Quelle: www.zeit.de

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44 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.06.2013 11:52 Uhr von Nightvision
 
+21 | -12
 
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Mal schauen was dabei raus kommt. Ich denke wer mehr zahlt , der hat auch eine bessere Behandlung verdient.Ich als Kassenpatient fühle mich bei meinen Ärzten gut behandelt,aber vlt habe ich auch nur Glück mit denen.
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30.06.2013 12:21 Uhr von Bud_Bundyy
 
+46 | -15
 
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Ich hoffe die werden Abgewickelt.
Privat als Zusatz gerne, aber die Solidargemeinschaft sollte pflicht sein!
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30.06.2013 12:28 Uhr von ThomasHambrecht
 
+23 | -14
 
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Die PKV gehört absolut abgeschafft. Eine Versicherung soll für alle Bürger in Deutschland zuständig sein.
Zusatzversicherungen für Sonderleistungen kann dann jeder selbst abschließen.
Auch ich habe mich als freiwillig gesetzlich Versicherter nie schlecht behandelt gefühlt. Da ich mich erst im Alter von etwas über 40 Jahren selbständig gemacht habe, hätte ich auch ein Mehrfaches für die Private Kassen müssen - für weniger Leistung. Für Menschen > 40 sind die Privaten unbezahlbar.
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30.06.2013 14:13 Uhr von LucasXXL
 
+10 | -3
 
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schon wieder sollen in Deutschland meine Rechte beschitten werden. Warum kann nicht jeder selbst entscheiden wie er versichert sein möchte!
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30.06.2013 14:24 Uhr von blaupunkt123
 
+8 | -7
 
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Ich würde noch weiter gehen.

Nur noch eine Versicherung und die in staatliche Hand.
Und das Geld sollte auch nur fürs Gesundheitssystem genutzt werden dürfen, nicht dass sie wie bei der Rentenversicherung wieder heimlich Gelder verschiebenen.

So würde es den Blödsinn nicht mehr geben, dass bei den BKK´s die Jüngeren sich befinden und in den anderen die kostenintensiveren Älteren.

So würde es nur noch einen Topf für alle geben und man bekommt vielleicht auch wieder eine Zahnfüllung, ohne dass man auch da Zuzahlen muss.

Finde es nämlich bald eine Frechheit, wieviel man jährlich als Arbeitnehmer einzahlt, und wenn man nichts braucht, als eine Füllung, muss man diese auch noch extra bezahlen, um nicht billiges Zement zu bekommen ?
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30.06.2013 14:30 Uhr von UICC
 
+5 | -6
 
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@nochmalblabla
Zumindest würde ohne PKV keine Rückläufer mehr in die GKV kommen die sich erst versucht und dem Solidarsystem entzogen haben und dann da wieder rein wollen.
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30.06.2013 15:08 Uhr von no_trespassing
 
+5 | -2
 
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266.000 Versicherungsmakler - die dann genauso arbeiten, wie dieser Gangster Mehmet E. Göker.

Da zahlen PKVs in ihrer Gier 10-15 monatsbeiträge Provision nur für die Vermittlung. DAS Geld könnten sie ja theoretisch auch dem Kunden erlassen. Aber das wird nie passieren.

Ganz abgesehen davon, dass selbst PKV-Versicherte schon längst nicht mehr so gut gestellt sind. Oft bekommt man nur Leistungen knapp über dem gesetzlichen Regelkatalog.

Wir haben mittlerweile ein 3-Klasse-System:

- Gesetzlich Versicherte
- Privat Versicherte
- Barzahler
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30.06.2013 16:57 Uhr von arcorado
 
+4 | -1
 
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Ich denke pauschale Verteilungen sind schlecht. Mein Makler macht sich schon einige Gedanken und ich habe den Wechsel in die private Krankenversicherung bisher nicht bereut. Günstiger und bessere Leistungen. Falls jetzt jemand auf die Idee mit den Preissteigerungen kommt, der soll diese mal mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichen. Denke da tun sich beide Bereiche nicht viel. Wenn jetzt nur eine Klasse kommt, glaubt ihr wirklich das wird dann besser günstiger oder sonst was ? Im Gegenteil. Bürokratie hoch 3 und dann die Kosten für die Versicherten. Im übrigen werden auch für mich Altersrückstellungen gebildet. Ob diese ausreichen werden wir dann sehen. Bei der gesetzlichen habe ich den Höchstbeitrag gezahlt. Jetzt kann ich selber aufbauen.

Meine Leistungen sind weit über dem Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Nach meiner Meinung sollte sich die Regierung anderen Aufgaben zuwenden.

Bin gespannt was passiert.
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30.06.2013 17:12 Uhr von ladyinpink
 
+9 | -1
 
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Schwachsinn, in anderen Ländern gibt es genauso Privatversicherungen.

Ich wohne nicht in D und habe eine Privatvollversicherung.
Für zusätzliche RIsiken ist es oft nötig, sich privatzusatzversichern zu lassen.

@ Wil: Wo läuft es bitte gut in der Schweiz?
Muss ich übersehen haben und ich arbeite selbst dort.

500 CHF für eine Versicherung pro Monat + Franchise von mind. 500 CHF pro Jahr, alles klar.

Dafür, dass ich nie Kosten habe, müsste ich ne teure Versicherung zahlen UND alle Kosten, die mal aufkommen würden noch selbst (bis 500 CHF im Jahre,manche wählen sogar eine Franchise von 1.500 CHF im Jahr).
Für was habe ich eine Versicherung, wenn ich bisher folglich jeden Cent selbst hätte zahlen müssen???

In D und F wird mir alles bezahlt (bzw anteilig), sowas wie ne Selbstbeteiligung gibts dort nicht bzw ich habe keine.
Sorry, aber die Schweiz sollte absolut kein Beispiel sein, das System ist teuer und ineffizient.


[ nachträglich editiert von ladyinpink ]
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30.06.2013 17:16 Uhr von Bud_Bundyy
 
+4 | -6
 
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@nochmalblabla
Wieso sollen nicht alle in der Solidargemeinschaft eine Grundabsicherung auf GKV Level erhalten und sich je nach Bedarfslage zusatzversichern, wie das heute schon viele im Bereich Zahnersatz machen.

Ich finde da spricht überhaupt nichts dagegen und das sich einzelne mehr leisten können wird es auch da geben, aber ohne sich der Solidargemeinschaft zu entziehen.
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30.06.2013 17:16 Uhr von Bud_Bundyy
 
+4 | -6
 
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@LucasXXL
"schon wieder sollen in Deutschland meine Rechte beschitten werden. Warum kann nicht jeder selbst entscheiden wie er versichert sein möchte!"

Weil wir zum Glück nicht in der USA leben!
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30.06.2013 17:17 Uhr von arcorado
 
+4 | -3
 
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Einfach mal pauschal alle Versicherungsmakler verurteilen finde ich zu allgemein und auch unfair.

Mit meinem Makler bin ich sehr zufrieden.

Bin besser versichert, zahle weniger als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Nur ein System ist in meinen Augen nicht günstiger besser oder was sonst noch.
Im Gegenteil. Der Bürokratie und der Kontrolle werden Tür und Tor geöffnet.

Wir werden ja sehen was kommt.

Ich für meinen Teil werde solange es geht in der privaten Krankenversicherung bleiben.

Falls jetzt jemand auf die "Kosten" im Alter usw. anspielt.

Bitte mal die Kosten der gesetzlichen inkl. der gestrichenen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sich anschauen.
Dann kann einem nur Angst und Bange werden was so in 20 oder 30 Jahren noch alles bezahlt wird.
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30.06.2013 17:28 Uhr von arcorado
 
+3 | -1
 
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Solidargemeinschaft ist eine gute Grundidee.

Wann wird die umgesetzt ?

Ich denke das wir weit davon entfernt sind solidarisch zu denken und zu handeln hier in Deutschland.

Siehe gesetzliche Rente, siehe gesetzliche Krankenversicherung ......

Liste könnte man sehr lang machen.

Solange da immer ein Wasserkopf und Bürokratie oben drüber steht, der unverhältnismäßig verdient, wird es sehr schwierig von einer Solidargemeinschaft zu reden.
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30.06.2013 17:35 Uhr von ladyinpink
 
+5 | -2
 
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@Arcorado:

Seh ich genauso.

Als Privatversicherter ist man besser versichert, bekommt schneller Termine etc. außerdem wird ein Großteil der Einnahmen durch die PKV gesichert.

In der GKV würde ich immense Beiträge zahlen bzw noch schlimmer, das Doppelte (700-800 € pro Monat), da ich als Grenzgänger dann den doppelten Beitragssatz auf meinen Bruttolohn bezogen zahlen würde (da der AG in der Schweiz keinen Cent zur Krankenversicherung zahlt).
Das wäre finanziell eine Katastrophe.

Steuererhöhung bei >60k im Jahr, Bürgerversicherung etc, was kommt noch?

Die Gutverdiener mit guter und langer Ausbildung schröpfen bis sie bluten und das Geld denen geben, die mit 16 Kinder bekommen, nie eine Ausbildung gemacht haben (nicht alle natürlich) und die laut schreien: nehmt doch den Reichen/Gutverdienern alles und soziale Ungerechtigkeit....

Das, was politisch abläuft geht völlig gegen das Leistungsprinzip einer Gesellschaft.

Aber gut, aus dem Grunde bin ich auch schon ausgewandert und verdiene mein Geld in der Schweiz.

Ob ich nach D zurückkehre (wo der gutverdienende Leistungsbewusste immer mehr abgezockt wird) ist die Frage....
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30.06.2013 17:41 Uhr von arcorado
 
+4 | -2
 
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Ein Wissender ;-)

Habe mich auch sehr lange mit dem Thema private Krankenversicherung beschäftigt, auch mit dem 204er.

Jeder, der sich ein Auto kaufen möchte, lässt sich vom Papa Staat auch nicht sagen welche Marke, Farbe, PS Zahl usw.

Das gab es mal und die DDR ist Geschichte.

Ich für meinen Teil arbeite teilweise 12 bis 14 Stunden pro Tag als Selbständiger. Ich kenne die Hürden der Bürokratie schon seit ca. 20 Jahren.

Da hilft einem niemand. Die die helfen wollen Kohle dafür haben. Jeder Berater macht das nicht aus Spaß an der Freud, sondern wegen Kohle, genau wie ich.

Fazit für mich:

Abbau der Bürokratie und freie Marktwirtschaft.
Am Schluss darf man allerdings dann auch nicht jammern wenn dann im Alter die Kohle nicht stimmt.

Aber mal ganz ehrlich:
glaubt hier irgendeiner das er im Alter genug Geld von Papa Staat bekommt, damit er seinen Lebensstandard halten kann ?

Wenn ja, sorry hast den Gong nicht gehört.

Wenn ich mich auf Papa Staat verlassen würde, bin ich verlassen. Egal in welchem Bereich.
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30.06.2013 19:43 Uhr von Bud_Bundyy
 
+2 | -3
 
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@nochmalblabla
"Wer Geld hat leistet sich Zusatzversicherungen oder zahlt ganz privat."

Und heute kann jeder in die PKV? Nö ergo ist dein Argument nicht sehr solide. Wieso bekommen Besserverdienende das Recht sich nicht am Solidartransfer im gesundheitswesen beteiligen zu müssen, während z.B. jede Erzieherin es muss?

"Wer das nicht kann hat dann die immer schlechter werdenden Leistungen der GKV."

Das hat heute schon jeder der nicht in die PKV darf.

"Beantworte mir aber bitte mal, was Du selbst Dir für Vorteile versprichst wenn es keine Privaten mehr gibt und nur noch eine Kasse!?"

Ob es nun eine oder mehrere Kassen gibt ist mir gleich, aber durch den wegfall der Privaten Vollversicherung verspreche ich mir Gerechtigkeit. Gerade die "Reichen" sollen nicht vor Kosten des Sozialtransfers flüchten dürfen, dafür gibt es überhaupt keinen Grund!

"Ganzn einfach: weil die USA nicht mit D vergleichbar sind."
Weswegen wohl?
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30.06.2013 22:43 Uhr von Bud_Bundyy
 
+2 | -3
 
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@nochmalblabla
"nein, es ist der gleiche Sozialgedanke: Alle für einen und einer für alle."

Das glaubst du doch nicht selbst, wer finanziert die Gesundheitskosten der Arbeitslosen, der Hilfsarbeiter im Niedriglohnsektor? Die normalen Arbeiter! ...und glaube mir, die meisten Selbständigen und Beamte sind finanziell besser gestellt, als eine Zahnarzthelferin oder Verkäuferin. Aber genau diese müssen für die "Armen" des Landes einspringen und der Arzt, Lehrer und Bauunternehmer nicht!

Ist das gerecht?

"Dass alle schlecht versichert sind?"

Was heißt schlecht, es wird nicht jedem in der Praxis Goldstaub in den Arsch gepustet, da das Geld für den Transfer zu Einkommensschwächeren genutzt wird.

"Warum forderst Du die Herabsetzung von Sozialleistungen statt das Gegenteil?"

Weil das gegenteil bezahlt werden muss, wenn du diese Leistung für 80 Mio Bundesbürger möchtest wird das Geld wo anders fehlen.

...wer besseres will und dem es das wert ist kann sich ja zusätzlich absichern.
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30.06.2013 23:40 Uhr von Misuke
 
+4 | -1
 
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Hier spricht nur der Neid derjenigen die die Grundvoraussetzung einer PKV nicht erfüllen
Beispiel : mir als selbstständiger wurde angeboten entweder 300€ PKV oder standartsatz 650 € GKV

Warum soll ich etwas in Anspruch nehmen was mir schlechtere Leistungen bietet und deren Chefs sich lieber nen neuen Prachttower hinknallen und dann noch jammern die Praxisgebühr fehlt ihnen bei ihrem Absahngeschäft.

Beispiel: Patient nutzt Medikament A seit 10 Jahren verträgt es gut und ist zufrieden. Konzern sagt hier ist ein Alternativprodukt und GKV sagt du musst das ab jetzt nehmen das andere ist tabu . patient verträgt medikament B 0,000
Er hat keine Chance in der GKV
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30.06.2013 23:56 Uhr von hofn4rr
 
+4 | -3
 
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eine bürgerversicherung wo alle versichert sind wäre wünschenswert und würde der mehrheit zugute kommen.

widerstände kann man dahingehend auch von der ärzteschaft erwarten, deren honorare bei privatpatienten etwa dreimal höher liegen als bei kassenpatienten.

für einige privatpatienten dürfte so eine bürgerversicherung auch eine katastrophe sein, wenn gewisse behandlungen plötzlich nicht mehr gewährleistet wären.

mit dem hintergrund, das die versicherer traditionell eng mit der politik verbandelt sind (die meisten staatsdiener sind privatversicherte), kann man eine schnelle einführung einer bürgerversicherung praktisch ausschließen.

sowas dürfte nur nach einem reset der ökonomie/finanzsystems möglich sein, wenn man wieder bei null anfängt.
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01.07.2013 09:43 Uhr von ladyinpink
 
+2 | -0
 
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@Wil:

Ich finde es immer wieder lustig,dass Leute, die nicht in der Schweiz arbeiten, meinen, es besser zu wissen, weil sie das und das im Internet gelesen haben.

So ein Schwachsinn, das 4-fache Gehalt, habe ich wohl übersehen.

Bitte Leute, geht selbst erstmal in die Schweiz (habt die 2-3 fachen Lebenshaltungskosten) und dann können wir weiter reden.

Da relativiert sich das Gehalt nämlich sehr schnell. Um von dem schweizer Gehalt zu profitieren, darf man nicht in der Schweiz wohnen, dann hat man für den selben Beruf mehr als in Deutschland.

In der Schweiz zahlst du als junger, gesunder Mensch umgerechnet zwischen 300 und 500 € für eine Krankenversicherung, der AG zahlt keinen Cent.
Für ein belegtes Brötchen zahlst du 5 €, eine einzige Kinokarte 16 €.

Gut, was stimmt ist, dass ich mit umgerechnet knapp 4.000 netto um einiges mehr als meinen gleichaltrigen Kollegen in Deutschland verdiene als Berufsanfänger, aber man muss auch oben bereits erwähntes beachten.

Sorry, bitte nicht einfach irgendwelches Halbwissen aus dem Internet ziehen.
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01.07.2013 10:24 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@Misuke
"Hier spricht nur der Neid derjenigen die die Grundvoraussetzung einer PKV nicht erfüllen "

Was bitte hat Neid mit Gerechtigkeitssinn zu tun?

"Warum soll ich etwas in Anspruch nehmen was mir schlechtere Leistungen bietet "

Klar es spricht vieles dafür und das ist im Einzelfall auch Nachvollziehbar, daher gehört das System geändert.

Das ist genau das gleiche wenn Unternehmen Gewinne ins (Niedrigsteuer-) Ausland verlagern. Dies ist gut verständlich, aber trotzdem sollte der Staat dies nicht fördern.
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01.07.2013 11:10 Uhr von ladyinpink
 
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Was die Leute nicht kapieren ist, dass, selbst wenn die PKV wegfällt und sich die Leute alle privat zusatzversichern könnten, das Grund“problem“ bestehen bleibt.


D.h. selbst wenn JEDER in der GKV bzw Einheitskrankenkasse wäre, könnten sich ebenfalls nur die Besserverdiener eine Zusatzversicherung leisten, d.h. die bessere Leistung bekommen wieder die Privatzusatzversicherten.

Und das ist auch in Ordnung, wer mehr investiert und bezahlt, soll auch eine bessere Leistung erhalten, es sei denn wir wollen irgendwann beim Kommunismus landen.


Wer nicht weiß, wieviel so eine Zusatzversicherung kostet, kann sich diese anhand von Beispielen gerne durchrechnen lassen.

Es gibt jetzt schon 22,5 Mio Privatzusatzversicherungen, also würde sich von der Gesamtsituation eh nichts ändern, wenn die Vollprivatversicherten jetzt in die GKV müssten und sich dann eben privat zusatzversichern.


Beispiele für eine 25 Jährige Person, um den GKV –Versicherungsschutz zu ergänzen:

private ambulante Zusatzversicherung: 16 € - 138€ /Monat
Zahnzusatzversicherung: 10 € -14 €/Monat
Stationäre Zusatzversicherung: ca.5€ -52€/Monat
Pflegezusatzversicherung: ca.3 € -42€
Auslandskrankenversicherung: 8,50 € -132€/Monat
Krankentagegeldversicherung: 3,10€ -154€/Monat


Macht (bei Auswahl aller Versicherungen) 45,6€ - 532€/Monat

Der niedrigste Wert jeweils bietet kaum einen „Zusatzschutz“, d.h. der bringt einem so gut wie keine bessere Behandlung.

Das ist nur auf eine Person berechnet, die jung ist. Man muss sich das ganze Mal 4 bei einer 4 köpfigen Familie vorstellen und schon befindet man sich bei Beträgen, die Schlechtverdiener definitiv nicht mehr bezahlen können.


D.h. bitte, wenn alle eine Einheitsversicherung wollen, die bessere Versorgung wird trotzdem bei denen bleiben, die einfach mehr dafür zahlen (können).

[ nachträglich editiert von ladyinpink ]
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01.07.2013 11:33 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@ladyinpink
"Was die Leute nicht kapieren ist, dass, selbst wenn die PKV wegfällt und sich die Leute alle privat zusatzversichern könnten, das Grund“problem“ bestehen bleibt."

Das ist doch überhaupt nicht das Problem!

Das Problem ist das der Besserverdiener, Beamte,etc. nicht am Gesundheitstransfer in Richtung Geringverdienern beteiligt wird.


Was denkst du wieso in der PKV oft höhere Leistung preiswerter ist? Weil die so gut wirtschaften? ...oder weil sie die "Schwachen" mitschleppen?
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01.07.2013 11:57 Uhr von ladyinpink
 
+3 | -0
 
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Hier regt sich doch jeder über die Zwei-Klassenmedizin auf und dabei geht es um die Tatsache, dass GKV Versicherte schlechteren Zugang zu guten Leistungen und nicht woher das Geld kommt (das ist nur die Ursache, wenn du so willst).

Es interessiert keinen armen Menschen, wie der "Geldfluss" etc zustande kommt, sondern WAS er letztendlich erhält.

Oder andere Frage an dich:
Wenn in der momentanen Situation die Gutverdiener ebenfalls in die GKV einzahlen würden, würde die Zweiklassenmedizin plötzlich keinen mehr strören???

Übrigens, die GKV wird auch jetzt schon von der PVK quersubventioniert.

"Das Problem ist, dass der Besserverdiener, Beamte etc nicht am Gesundheitstransfer in Richtung Geringverdiener beteiligt wird."

Und du meinst, nur wenn die Gutverdiener in das System einzahlen, ändert das die Zweiklassenmedizin??

Ganz falsch, es gewinnen immer die, die sich die beste Absicherung erkaufen können.

Wenn alle jetzt Privatversicherten in das System einzahlen ändert sich maximal etwas am Beitrag etc (und das Gefühl der Ärmeren, dass die Gutverdiener für sie mitzahlen), aber zusatzversichern werden sich ebenfalls nur die Gutverdiener können und somit wird sich folglich an der Zweiklassenmedizin nichts ändern.

Mir solls egal sein, ich kann es mir leisten, aber das gilt eben nicht für jeden und nur zu sagen, jaja, lasst die Gutverdiener für alle andren zahlen, trägt nicht dazu bei, das Grundproblem zu lösen.

Oder hast du einen Vorschlag?

[ nachträglich editiert von ladyinpink ]
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01.07.2013 13:24 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@ladyinpink

"Es interessiert keinen armen Menschen, wie der "Geldfluss" etc zustande kommt, sondern WAS er letztendlich erhält.
(...)
Wenn in der momentanen Situation die Gutverdiener ebenfalls in die GKV einzahlen würden, würde die Zweiklassenmedizin plötzlich keinen mehr strören???"

Es gibt immer Unterschiede!. Das ist jedem klar.
..und das stört auch nicht, wenn alle das notwendige bekommen. Es stört auch nicht den Armen wer dafür bezahlt.

Es stört das Reiche nicht dafür zahlen und dann sich dadurch eine bessere Leistung sichern.

"Mir solls egal sein, ich kann es mir leisten, aber das gilt eben nicht für jeden "

Aber dir geling nicht zu sehen das dies für andere ungerecht ist, du siehst nur deinen Vorteil.

----------------------------

Was ist mit denen die an Diabetes leiden oder deren Kind autistische Züge hat? Kommen die Problemlos in die PKV?
Was ist wenn sie sich die Risikozuschläge nicht leisten können?

Ach ja dann sollen sie in die GKV und die Allgemeinheit trägt das Risiko!

Es lebe das Rosinenpicken!

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