29.06.13 20:59 Uhr
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Kommentar: Fremdsprachliche Einflüsse sind eine Bereicherung für jede Sprache

Autor Harvey Morris kommentiert in einem Artikel in der Blog-Sparte der "New York Times" die aktuelle Debatte über "Denglisch", die in Deutschland seiner Ansicht nach periodisch wiederkehrt und aktuell von der Anti-Anglizismen-Kampagne der Deutschen Bahn ausgelöst wurde (ShortNews berichtete).

Der Autor amüsiert sich in dem Artikel besonders über Anglizismen wie "Handy", "Sprayer", "Peeling" oder "Smoking", die zwar offensichtlich ihre Basis in der englischen Sprache haben, jedoch in keinem englischsprachigen Land verwendet werden. Morris bezieht sich weiterhin auf die Gesellschaft für deutsche Sprache, die 2011 vor einem zunehmenden Bedeutungsverlust des Deutschen warnte.

Der Blogger jedoch sieht fremdsprachliche Einflüsse für jede Sprache als Bereicherung an und führt an, dass die englischen Muttersprachler selbst deutlich entspannter seien, was solche Einflüsse angeht, zumal das Englische von Haus aus eine Mischung aus Angelsächsisch (Germanisch), Altnordisch und Altfranzösisch ist.


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WebReporter: Thallian
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Deutsch, Sprache, Blog, Kommentar, Englisch
Quelle: rendezvous.blogs.nytimes.com

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2013 21:12 Uhr von syndikatM
 
+8 | -15
 
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Soll Autor Harvey Morris doch seine Mutter bereichern wenn´s so wahnsinnig toll ist. Die freut sich sicher welch cooler Typ ihr Sprössling doch ist.
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29.06.2013 21:12 Uhr von erw
 
+5 | -16
 
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29.06.2013 21:17 Uhr von Thallian
 
+5 | -2
 
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Ist ein amüsanter Artikel, auch wenn ich da eher zwiegespaltener Meinung bin - Sprache ist immer ein lebendiges Konstrukt, das sich weiterentwickelt und was richtig oder falsch ist, bestimmen letztlich immer die Sprecher, deswegen kommt jetzt "Shitstorm" in den Duden und das Deppenapostroph ("Martin´s Imbiss") ist schon als Variante drin. Allerdings erweckt man eben auch einen gewissen Eindruck, je nachdem welches Sprachregister man verwendet. Letztlich ist gerade in der Online-Welt der Einfluss des Englischen nicht zu vermeiden, doch fürwahr, ich rufe immer gerne dazu auf, vermehrt hanebüchene Wörter zu verwenden, die es beinahe nicht mehr gibt - daher unterlasse ich nun die Visimatenten und trage meiner leutseligen Natur Rechnung. ;)

[ nachträglich editiert von Thallian ]
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29.06.2013 21:26 Uhr von NoPq
 
+10 | -6
 
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@syndikatM

"cooler Typ". Hör´ erst mal selbst auf, die deutsche Sprache zu bereichern ^^
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29.06.2013 21:55 Uhr von Major_Sepp
 
+0 | -0
 
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Mist ich finde die Quelle nicht mehr. Ich meine erst vor kurzem gelesen zu haben, dass sich im englischsprachigen Raum das Wort "handy" schon teilweise eingebürgert hat....
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29.06.2013 21:55 Uhr von erw
 
+2 | -1
 
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Thallian

Dank Gutenberg ist Sprache nicht mehr ganz so lebendig und entwickelt sich nicht mehr so schnell entsprechend kultureller Änderungen. Die Konservierung der Sprache begann mit dem ersten Massenmedium... dem in Serie gedruckten Buch.
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29.06.2013 22:21 Uhr von Thallian
 
+2 | -1
 
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@erw

Das ist durchaus wahr, auch wenn man immer zwischen gesprochener und geschriebener Sprache unterteilen muss. Vorher waren eher die SpracheN lebendiger, weil es bevor es keinen Buchdruck und keine Luther-Bibel gab auch keine Standardsprache gab, sondern nur die verschiedenen Dialekte des Deutschen. Wenn ich also Änderungen an einer Gesamtsprache mit so vielen Sprechern erreichen will, brauche ich zwangsläufig Massenmedien, weil die erst dazu führen, dass eine Sprache überhaupt über größere geografische Distanzen hinweg einigermaßen konstant bleiben kann.
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29.06.2013 22:30 Uhr von Tamerlan
 
+4 | -6
 
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@Presseorgan
Dann fange mal an die Wörter Kaffee, Joghurt, Algebra, Ziffer, Kiosk, Horde, Kaviar, Zucker, Sofa, Alkohol und viele viele weitere Wörter zu meiden. :)
"Noch haben wir uns nicht ergeben!" So ein Mist. :D
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29.06.2013 22:34 Uhr von miyoko
 
+5 | -5
 
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@Presseorgan
Ach du meine Güte... hast du die Niederlage deiner Gesinnungsgenossen immer noch nicht verarbeitet?

Eine Sprache ist nunmal keine Konstante. War es nicht und wird es auch nicht werden. Es wird immer fremdsprachliche Einflüsse geben, die die Sprache wieder ändert. Englisch, Französisch, usw... zählen alle zu den germanischen Sprachen. Durch die sehr bewegte Geschichte Europas sind diese Sprachen hin und her gewandert. Aber wo ist das Problem?
Woran erkennst du denn die Einflüße aus dem arabischen Raum? Mir fällt da gerade nichts ein. Darfst uns aber gerne aufklären.
Uns selbst wenn... wo ist da das genaue Problem dabei? Wie oben bereits erwähnt entwickelt sich jede Sprache weiter. Warum sollte man versuchen etwas aufzuhalten, wenn es keinen eindeutigen Nachteil bringt?

Aber bei vielen mag sowas eher an der Paranoia vor dem Fremden liegen. Eigentlich schade. Wenn man etwas über den Tellerrand schaut, lernt man fremde Kulturen zu wertschätzen. Nur so ist es möglic sich auch sozial weiterzu entwickeln. Denn keine Kultur ist ausgereift und vollkommen.
Wir können alle von Anderen lernen. Und Andere von uns. Punkt Aus.
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29.06.2013 22:47 Uhr von Tamerlan
 
+1 | -4
 
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Chillen, dies das, ya. Schon einen Döner gegessen heut, bennie? :)
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30.06.2013 03:23 Uhr von Eleanor_Rigby
 
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@Thalian

"daher unterlasse ich nun die Visimatenten und trage meiner leutseligen Natur Rechnung. ;)"

Wenn schon klugscheißen, dan aber doch bitte richtig: ´Fisimatenten´ heißt das!
http://de.wikipedia.org/...

:)

[ nachträglich editiert von Eleanor_Rigby ]
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30.06.2013 03:26 Uhr von Eleanor_Rigby
 
+1 | -0
 
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Und bevor jetzt irgendwer auf die Idee kommt, mich auf meinen eigenen Fehler hinzuweisen: Ja, ich weiß, daß ich im obigen Kommentar ein N vergessen habe :(
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30.06.2013 09:23 Uhr von T¡ppfehler
 
+2 | -1
 
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"Warum sollte man versuchen etwas aufzuhalten, wenn es keinen eindeutigen Nachteil bringt?"

Es gibt Nachteile.
Meine Eltern z. B. haben große Probleme zu verstehen, was mit den Anglizismen überhaupt gemeint ist.
Für die meisten jungen Leute ist es natürlich kein Problem, aber ältere Leute, die kein Englisch in der Schule hatten, werden damit benachteiligt.
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30.06.2013 11:41 Uhr von erdengott
 
+2 | -0
 
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Gegen bereichernde Einflüsse haben die wenigsten was. Eher gegen krampfhaft übernommene oder erfundene Begriffe für die es oft sogar bessere einheimische Begriffe gibt. Begriffe die nur eingeführt werden um deren Banalität zu verbergen - hier nicht zuletzt Berufsbezeichnungen.
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01.07.2013 01:42 Uhr von Jarmo1
 
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Kleine Korrektur: Mit der in dem Blog zitierten German Language Association ist nicht die Gesellschaft für deutsche Sprache, sondern der Verein Deutsche Sprache gemeint: http://www.vds-ev.de/... Eine verzeihliche falsche Rückübersetzung...

Zitat: "Der Blogger jedoch sieht fremdsprachliche Einflüsse für jede Sprache als Bereicherung an und führt an, dass die englischen Muttersprachler selbst deutlich entspannter seien, was solche Einflüsse angeht."

Kunststück. Wenn man englischen Muttersprachlern in den letzten 20-30 Jahren so viele Germanismen zugemutet hätte wie uns Deutschen Anglizismen, würden sie sich kaum so "relaxed" geben. Der frischföhliche Vokabelaustausch zwischen dem Englischen und Deutschen ist eine Einbahnstraße, auf der das Englische allemal Vorfahrtrecht hat.

Nicht jeder numerische Zuwachs ist automatisch eine "Bereicherung", oft ist weniger mehr. Das gilt insbesondere für die vielen englischen Neuwörter, die auf breiter Front ihre deutschen Pendants verdrängen. Dann schlägt die angebliche Bereicherung in Verarmung des deutschen Wortschatzes um.

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