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Landgericht München: Urheberrechtsschutz zählt nicht für Pornofilme

Vor Kurzem wurde vor dem Landgericht München I ein Urteil gesprochen, das vielen Anwaltskanzleien nicht gefallen wird. Das Gericht entschied, dass Pornofilme nicht unter Urheberrechtsschutz stehen. Geklagt hatte die Anwaltsvertretung einer US-Produktionsfirma.

Das Gericht in München begründetet seine Entscheidung damit, dass die beiden Filme, die Gegenstand der Verhandlung waren, nicht geschützt sind, weil sie "lediglich sexuelle Vorgänge in primitiver Weise" zeigen.

Nach Ansicht des Gerichts fehle es damit "an einer persönlichen geistigen Schöpfung", welche in Deutschland notwendig ist, um urheberrechtlichen Schutz geltend machen zu können. Damit setzt sich das Landgericht von der Großzahl der Gerichte ab, die normalerweise zu Gunsten der Kläger entscheiden.


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WebReporter: Mankind3
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: München, Schutz, Urheberrecht, Landgericht, Pornofilm
Quelle: www.heise.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2013 16:55 Uhr von Mankind3
 
+2 | -0
 
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Das bedeutet jetzt nicht, das es immer so laufen wird. Immerhin ging es dabei nur um 2 bestimmte Filme bei denen geklagt wurde. Allerdings wird das der Produktionsfirma trotzdem nicht schmecken.
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29.06.2013 17:04 Uhr von Bud_Bundyy
 
+10 | -1
 
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Jippy das Leben hat wieder einen sinn :D
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29.06.2013 17:22 Uhr von onecryeu
 
+4 | -2
 
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Warum leute noch pornofilme kaufen ist mir ein rätsel .. 3 Begriffe in google free porn tube und man findet kostenlos alles was das einsamme männerherz benötigt um sich paar Minuten naja ihr wisst schon.. und mittlerweile wird eigentlich sogar jeder shice abgedeckt.. für 5 oder 10min privaten fun haben muss man doch heutzutage kein geld mehr ausgeben..
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29.06.2013 18:38 Uhr von montolui
 
+2 | -0
 
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"lediglich sexuelle Vorgänge in primitiver Weise"

"an einer persönlichen geistigen Schöpfung fehlt"

...hört sich nach Dschungelcamp an...
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29.06.2013 18:51 Uhr von gnom1942
 
+0 | -1
 
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"...Filme, die Gegenstand der Verhandlung waren, nicht geschützt sind, weil sie "lediglich sexuelle Vorgänge in primitiver Weise" zeigen. ..."

Im Urheberschutzgesetz geschützte Werke UrhG § 2

Ziff. (1) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

Nr. 6 Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;

Ziff (2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.

Schon die Auswahl eines Bildauschnitts ist m. E. ein gestaltender geistiger Akt, ob unfromm, unästhetisch oder nicht!
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29.06.2013 21:09 Uhr von deoroller
 
+3 | -0
 
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Pornos gehören ins Grundgesetz, Grundbedarf!
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30.06.2013 19:40 Uhr von gnom1942
 
+0 | -0
 
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@deoroller
Im Prinzip ja, aber leider nur gut gemeint! Dieser Bereich ist schon in den Artikeln zu Kunst- und Meinungsfreiheit behandelt.
Zumindest aber soltte es mehr Duldsamkeit gegenüber Pornographie geben, solange es sich um:
-gleichberechtigte,
-freiwillige und "geschlechtsmündige"
Darsteller handelt,
-der Kinder- und Jugendlichenschutz und natürlich
-der Tierschutz beachtet wird.
Nicht jedem liegt es, in prostata-therapeutischer Absicht Erleicherung durch die Inanspruchname von
Prostitutierten zu erfahren, und wohl dem, dem pronografische Darstellungen ersatzweise hilfreich sind.

[ nachträglich editiert von gnom1942 ]
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02.07.2013 17:41 Uhr von mike4k
 
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Sehr fraglich, das Urteil.
Besoners, wenn man bedenkt, das sich hier ein Gericht bzw. ein Richter anmaßt, festzulegen, was "primitv", "wertvoll", "schützenswert" und eine "persönliche geistliche Schöpfung" ist.
Nur weil ich was scheiße finde, gilt dafür kein Urheberrecht?!

Lob aber an O2, die nicht einfach die Daten rausgerückt haben, sondern vor Gericht gegangen sind!
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03.07.2013 11:41 Uhr von CMLK
 
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gilt das auch für diese sog "frauen pornos"? oder diese neue welle der film-pornoparodien? oder nur um eklige GGG formate?

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