29.06.13 10:17 Uhr
 125
 

USA: 26 Senatoren fordern öffentliche Aufklärung der NSA-Datensammlerei

Nachdem in den USA der Überwachungsskandal der NSA bekannt wurde, fühlen sich nun auch Senatoren in der Pflicht. 26 Politiker haben von der NSA gefordert, die Affäre öffentlich aufzuklären. Die Senatoren befürchten, dass der Patriot Act verletzt wurde.

Die Politikern forderten in einem Schreiben, dass James Clapper, Direktor des Nationalen Geheimdienstes, den Umfang und die Dauer des Überwachungsprogramms der NSA öffentlich darlegen soll. Außerdem soll erklärt werden, warum massenhaft erhobene Telefondaten Geheimdienstinformationen geliefert haben sollen.

Der Brief der insgesamt 26 Senatoren, unter denen sowohl demokratische als auch republikanische Politiker sind, wurde am vergangenen Freitag abgeschickt. Die Senatoren befürchten, dass die Datensammlung der NSA mit einer geheimen Auslegung des Patriot Act verbunden sein könnte.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Forderung, NSA, Aufklärung, Datensammlung
Quelle: www.handelsblatt.com

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Offene Stellen beim Bundeskriminalamt: Bewerber fallen bei Deutsch-Tests durch
Ermutigung für Whistleblower: Netzwerk gründete Rechtshilfefonds
Volker Beck ohne sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
29.06.2013 10:56 Uhr von ZzaiH
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
26 von 100 - eindeutig zu wenig - aber immerhin
Kommentar ansehen
29.06.2013 12:24 Uhr von Perisecor
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
Ach, wenn es doch nur eine Institution gäbe, welche Nachrichtendienste wie die NSA überwachen soll.

Achso, gibt es ja - den Kongress. Kein Wunder, dass kaum jemand die Bundesregierung ernst nimmt. Da hilft auch übertriebener Aktionismus nicht weiter.
Kommentar ansehen
29.06.2013 22:14 Uhr von Silenius
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Der Aufruhr in den USA dreht sich allerdings leider nur darum, dass die NSA im Inland die eigenen Bürger so ausspäht.

Dass die NSA hier in Europa auch die Verbündeten "angreift", danach kräht drüben kein Hahn.
Kommentar ansehen
29.06.2013 22:18 Uhr von Perisecor
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
@ Silenius

Warum auch?

Was meinst du denn, wozu ein Auslandsnachrichtendienst da ist? Und glaubst du ernsthaft, DGSE, BND, GCHQ sammeln nicht auch in den USA Daten oder zumindest über US-Bürger?


Ich hatte gehofft, nachdem manche nun ganz massiv mit der Naivitäts-Bratpfanne getroffen wurden, würde ein wenig ins Bewusstsein treten, wie die Welt läuft. Aber offensichtlich glauben manche wirklich, nur und ausschließlich die USA würden ein solches Programm unterhalten.
Kommentar ansehen
29.06.2013 22:59 Uhr von Silenius
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Perisecor
Zum einen bin ich davon überzeugt, dass unsere Geheimdienste schlicht und einfach zu inkompetent sind, da das gute Personal dorthin geht, wo sie gut bezahlt werden, und das ist nicht der Tarif im öffentlichen Dienst.
Und zum anderen geht es nicht um ein "bisschen rumspionieren", sondern um einen krassen Verstoß im großen Stil.
Wenn so ein umfassender Skandal über China aufgedeckt werden würde, dann würde ich gerne mal wissen, wie du reagierst.
Klar, die Chinesen spionieren und hacken auch im großen Stil, kein Zweifel, aber darum geht es hier nicht.
Und wenn die EU oder Deutschland mit so einer allumfassenden Überwachung auffallen würden, dann fände ich das genauso verabscheuungswürdig.

Ich gehe dann aber recht in der Annahme, dass es für dich okay ist, Verbündete in dem Maße auszuspähen und zu überwachen?
Kommentar ansehen
29.06.2013 23:33 Uhr von Perisecor
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@ Silenius

BND und MAD als inkompetent zu bezeichnen zeugt nicht von großer Kompetenz. Nicht jeder rennt außerdem stets dem Geld hinterher - die Arbeit für eine solche Regierungsorganisation macht sich extrem gut im Lebenslauf, von Idealisten mal ganz zu schweigen.


Ein solcher "Skandal" über die VR China wird, aufgrund einer völlig anderen Lebensart, nicht aufgedeckt. Es ist aber dumm anzunehmen, dass das MfS und PLAGSD der VR China keine ähnlichen Programme unterhalten - offensive Angriffe u.a. auf NSA, DOD und NASA sind ja bereits bekannt geworden, während PRISM z.B. passiv abläuft.



"Ich gehe dann aber recht in der Annahme, dass es für dich okay ist, Verbündete in dem Maße auszuspähen und zu überwachen?"

Jeder macht es. Natürlich wäre es schön, wenn alle Staaten das lassen würden - aber das ist unrealistisch und nicht nachprüfbar. Also spioniert jeder jeden aus und dann teilt man einen Teil der Ergebnisse oder auch nicht.



"Und wenn die EU oder Deutschland mit so einer allumfassenden Überwachung auffallen würden, dann fände ich das genauso verabscheuungswürdig."

Großbritannien und Deutschland haben bereits zugegeben, Programme ähnlicher Größe zu unterhalten. Die Niederlande, Belgien und mutmaßlich weitere EU- und NATO-Staaten sind sogar direkte PRISM-Teilhaber, haben also direkten Zugriff auf die PRISM-Daten.

Wie deutlich muss denn noch gemacht werden, dass Deutschland und quasi jedes andere Land _exakt dasselbe_ machen?


Mich stört´s nicht wirklich. 95% der Daten werden maschinell aussortiert, die restlichen 5% werden weiter vorsortiert (ebenfalls computerisiert) und erst danach schaut sich das ein Analyst an. Wenn ich so weit komme, dann habe ich idR sowieso direkt oder indirekt Dreck am Stecken. Und wenn alles ein Irrtum war, dann hat eben irgendein Analyst den ich nicht kenne und niemals kennen werde irgendwo am Arsch der Welt meine Liebes-E-Mail an meine Freundin gelesen. Und dann? Ändert sich eh nichts.

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gelsenkirchen: Heftige Schlägerei vor Teestube
Tirol/Österreich: Flüchtlinge sterben im Güterzug
Offene Stellen beim Bundeskriminalamt: Bewerber fallen bei Deutsch-Tests durch


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?