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Fall Edward Snowden - Ecuador nimmt Verschlechterung der Beziehungen zu den USA in Kauf

Ecuador hat am heutigen Donnerstag auf die Vergünstigungen verzichtet, welche die USA dem Land im Rahmen des Kampfes gegen den Drogenhandel gewährt hat. Dies geschah im Zuge der Affäre um den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden.

"Ecuador akzeptiert weder Druck noch Drohungen von irgendjemandem, und treibt keinen Handel mit Prinzipien, noch unterwirft es sie Handelsinteressen, so wichtig sie auch seien", so die Erklärung durch den Informationsminister, Fernando Alvarado.

Edward Snowden wird derzeit von den USA wegen der Enthüllung von Überwachungsprogrammen per Haftbefehl gesucht. Ecuador hatte Snowden die Flucht von Hongkong aus nach Russland ermöglicht.


WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Fall, Kauf, Edward Snowden, Ecuador, Verschlechterung
Quelle: de.nachrichten.yahoo.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.06.2013 20:44 Uhr von Bildungsminister
 
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Naja, am Ende schadet sich Ecuador damit nur selbst. Ihnen werden wichtige Gelder zur Bekämpfung des Drogenhandels fehlen und sie müssen höhere Zölle zahlen, weil die USA zugleich ihr wichtigster Handelspartner sind.

Die Bevölkerung wird es ihnen danken, wenn das Geld an anderer Stelle fehlt. Und das alles für einen einzigen Menschen, der eventuell nicht mal dort landen wird. Ob es das wert ist? Ich weiß ja nicht.

Davon ab stimmt das mit dem Abkommen so nicht. Ecuador hatte bisher den Status "most favored nations", was in den USA einer Art Freihandelsabkommen, bzw. zollfreier Zone gleich kommt, wie man es auch aus der EU kennt. Das hatte aber nichts mit dem Drogenkampf zu tun. Diesen haben die USA separat über ein Abkommen unterstützt, indem sie viel Geld investiert haben, was nun natürlich weg fällt.

Aber nun gut. Ecuador wird hier offenbar glorifiziert. Dabei wurde das Land zuletzt für seinen Umgang mit der indigen Bevölkerung kritisiert, und Präsident Correa sieht sich einem riesigen Polizeiskandel gegenüber, an dem er selbst beteiligt ist.

Wer mit solchen Staaten paktiert, und gleichzeitig behauptet, er würde Gutes tun, weil er ein schlechtes Gewissen hat, kann man den dann noch ernst nehmen? Snowden kritisert auf der einen Seite die USA, bzw. verrät sein Land, um dann in China, Russland und Ecuador Unterschlupf zu suchen. Da hat er sich offenbar lupenreine Demokratien für eine Kooperation ausgesucht...
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27.06.2013 21:57 Uhr von quade34
 
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Ein Volk wird darben für einen, der noch nicht einmal weiß, was er wirklich will. Eigentlich müssten die Terrorunterstützerstaaten den Snowden aufnehmen, weil sie am meisten von der Ausspähung betroffen sind. Aber die haben sich ganz still in ihre Ecken gesetzt und warten ab, ob es eine Verflachung der Ausspähung gibt.
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28.06.2013 01:25 Uhr von meisterthomas
 
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„Die Machtpolitik der USA missbraucht die Freiheits- und Menschenrechte zur Legitimation ihrer Gewaltanwendung.“
(Noam Chomsky)

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