26.06.13 19:58 Uhr
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BGH-Urteil: Beschreibung von Kindersex führt nur zu milderer Strafe

Ein Pädophiler hatte in einer E-Mail den Sex mit einem Kind detailliert beschrieben, aber keinerlei Bildmaterial des Missbrauchs angehängt.

Deshalb urteilte der Bundesgerichtshof nun, dass der Mann eine mildere Strafe zu erwarten habe, als wenn er Videos oder Bilder beigefügt hätte.

Eine reine Wortschilderung verschaffe nicht im gleichen Maße einen Reiz zur Nachahmung, wie Fotos dies täten, so die Richter in ihrem Urteil. Nur wegen des Textes könne der Mann nicht verurteilt werden.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, BGH, Pädophiler
Quelle: www.n-tv.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2013 20:27 Uhr von erw
 
+17 | -2
 
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Also wenn ich mir so eine Geschichte ausdenke und das irgendjemandem detailliert geschildert schicke, kann ich mit einem immerhin noch "milderen" Strafverfahren rechnen? Was ist das bloß für ein Rechtsstaat, meine Gedanken sind immernoch frei!

[ nachträglich editiert von erw ]
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26.06.2013 20:31 Uhr von Jones111
 
+7 | -2
 
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Ja... klar. Wenn man das sehen würde, hätte das einen viel größeren "Reiz zur Nachahmung".

Hängt´s bei denen, oder was? Hat der Richter selber Angst, dass wenn er das sieht ein "Nachahmer" wird?

Mir fehlen echt die Worte...
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26.06.2013 20:36 Uhr von Jones111
 
+1 | -8
 
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@erw:
Wenn das jemanden anstiftet, dann kannst du auch belangt werden.

Außerdem glaube ich nicht, dass irgendjemand über eine solch gewalttätige Handlung an einem unentwickelten Kind wirklich lesen möchte.
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26.06.2013 20:37 Uhr von keakzzz
 
+21 | -1
 
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es ist lächerlich, daß "Kinderpornographie" ohne echtes Opfer überhaupt strafbar ist. denn darum sollte es doch gehen.

wenn aber jemand eine Geschichte aufschreibt oder eine Zeichnung anfertigt, wurde niemandem ein Haar gekrümmt.


im Endeffekt wäre das so ähnlich, als würde jemand eine Geschichte schreiben, in der ein Ich-Erzähler jemanden vergewaltigt - und der Autor wird daraufhin aufgrund virtueller Vergewaltigung angezeigt.


[ nachträglich editiert von keakzzz ]
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26.06.2013 20:39 Uhr von keakzzz
 
+10 | -0
 
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zumal das doch z.b. auch die gleiche Logik wäre, nach der man bspw. fps games wie Call of Duty verbieten müßte: ist Darstellungen von Mord, die zu Nachahmungstaten führen könnten.

[ nachträglich editiert von keakzzz ]
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26.06.2013 21:36 Uhr von supermeier
 
+0 | -8
 
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Das fällt unter Verherrlichung von Gewalt, bzw. Straftaten, und das ist strafbar.
Die Gedanken sind so lange frei, wie ich sie für mich behalte.
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27.06.2013 04:15 Uhr von erw
 
+5 | -0
 
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Jones111

Wenn ich über Mord schreibe und damit jemanden anstifte, werde ich dann auch eine "mildere" Strafe bekommen? Dann wären so gut wie alle Schriftsteller in einem Gefängnis.

Pädophilie wird seit über einem Jahrzehnt falsch angepackt, es ist eine Straftat wie viele andere auch, wird aber mit einer abartigen Paranoia verfolgt (in den USA, hier hält man sich gottseidank noch ein wenig zurück). Sehr oft werden Leute ins Gefängnis gesteckt wegen irgendwelchen gefundenen Fotos, die die irgendwo im Netz aufschnappten oder ähnlichem, während Missbrauchsfälle in Schulen etc. erst nach Jahrzehnten ans Licht kommen, GENAU die Fälle, die die Beachtung der Strafverfolgung verdienen... wenn ich daran denke, dass jemand mal in New York ins Gefängnis kam, weil er ein Bild der Simpsons auf dem Rechner hatte, wo Bart und Lisa Sex miteinander haben, wird einem echt übel... Hexenjagd ist keine Strafverfolgung.

[ nachträglich editiert von erw ]
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27.06.2013 06:03 Uhr von montolui
 
+1 | -0
 
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...wenn ich in Gehörlosen-Zeicheinsprache Kinderpornos erzähle, dann Schwanz ab....

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