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USA: Homo-Ehe wird rechtlich gleichgestellt

Der Oberste Gerichtshof der USA hat jetzt ein Bundesgesetz gekippt, das Homo-Ehen benachteiligt hatte. Das Gericht stellt damit die Homo-Ehe mit der klassischen Ehe gleich.

Das Urteil wurde damit begründet, dass das Bundesgesetz gegen das Gleichheitsgebot verstoße, was als Verfassungsbruch bezeichnet wurde.

Das ist für die gleichgeschlechtlichen Ehen sehr wichtig, da sie dadurch auch die Privilegien einer klassischen Ehe genießen können, wie etwa bei den Steuern, der Krankenversicherung und der Rente.


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WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Homo-Ehe, Gleichstellung, Supreme Court
Quelle: www.zeit.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2013 17:21 Uhr von Nightvision
 
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Man denkt ja immer die USA wären da viel weiter als wir.Das ist zumindest das was uns Hollywood immer weiß machen möchte,aber die Amis sind viel Rückständiger als wir in Europa^^.
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26.06.2013 17:37 Uhr von cheetah181
 
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@Nightvision: Teils teils. In einigen US-Staaten sind Schwule und Lesben gleichberechtigt. Im Gegensatz zu Deutschland. In (vielen) anderen kann man dafür für seine sexuelle Orientierung entlassen werden oder die Wohnung verlieren.

@kafir: Im Mittelalter wurden Homosexuelle hingerichtet. Ich glaube du bringst da was durcheinander auf deiner Zeitskala.
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26.06.2013 17:40 Uhr von shane12627
 
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@kafir
Im Mittelalter wurden Homosexuelle verfolgt. Klar, dass dann das Gleichstellen der Homo-Ehe ein Schritt zurück ins Mittelalter ist. Du stellst deine Intelligenz mal wieder gut zur Schau.
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26.06.2013 18:08 Uhr von Major_Sepp
 
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Es wurde ja in letzter Zeit viel darüber diskutiert, daher fasse ich mich kurz wenn ich mich schon wiederhole...^^

Grundsätzlich gut, der richtige Schirtt und längst überfällig. Der Streitpunkt liegt ja immer beim Ehegatten-Splitting. Dieses soll ja Menschen finanziell entlasten, damit es ihnen leichter fällt eine Familie zu gründen.

Wird gleiches Recht homosexuellen gewährt, erfolgt auf die Allgemeinheit bezogen keine Gleichstellung sondern eine finanzielle Besserstellung!

Also entweder man Ehegattensplitting und Familienförderung klar voneinander oder man darf homosexuellen keine Steuervorteile gewähren.

Die Gesetze machten früher immer Sinn, heute bedürfen sie einer radikalen Reform um sie an die Gesellschaft anzupassen.
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26.06.2013 18:33 Uhr von cheetah181
 
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@Major_Sepp: Sieh es doch mal unter dem Blickwinkel: ohne Ehegattensplitting wären Ehepartner die unterschiedlich verdienen gegenüber Ehepaaren die gleich viel verdienen benachteiligt. Denn Paare die gleich viel verdienen erhalten überhaupt keinen Vorteil aus dem Ehegattensplitting. So gesehen kann man das Splitting nicht als finanzielle Entlastung zum Kinder bekommen bezeichnen.
Hierfür ist (bzw. sollte) das Kindergeld zuständig sein.
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26.06.2013 18:46 Uhr von Alkatrazz
 
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Zitat: "Der Oberste Gerichtshof der USA hat jetzt ein Bundesgesetz gekippt, das Homo-Ehen benachteiligt hatte. Das Gericht stellt damit die Homo-Ehe mit der klassischen Ehe gleich."

Und somit kann der Zerfall von Moral, Ethik, und der gesellschaftliche Suizid seinen freien Lauf nehmen.
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26.06.2013 20:12 Uhr von wombie
 
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Bloedsinn. Durch das Urteil hat sich von der praktischen Seite her garnichts geaendert. Schwule (in geringerem Umfang auch Lesben) leben in Teilen der USA genauso gefaehrlich wie in Teilen Deutschlands.

Die Republikaner wuerden eher alle Schwulen, Lesben und Transsexuellen erschiessen als dass die da irgendwas durchgehen lassen wuerden. Die diskriminieren ja immer noch munter gegen Frauen wie auch Schwarze, trotz wiederholter Rechtsprechung die das Ende solcher Diskriminierung fordert.

Der Gipfel der Unverschaemtheit ist dann dass die dortigen "Christen" fix behaupten dass sie verfolgt, bedroht und gar diskriminiert werden durch solche Urteile. Und das sind noch nicht mal so Spinnergruppen wie die Westboro-Inzucht.

Dass es dergleichen Wixer auch in DE gibt sieht man ja auch hier in SN.
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26.06.2013 20:18 Uhr von Major_Sepp
 
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cheetah

Das ist schlichtweg falsch! Eheleute die das gleiche zu versteuernde Einkommen haben, haben praktisch keinen Vorteil. Und das ist doch ein Unterschied. So etwas kommt im realen Leben seltenst vor. Das Splitting hat Vorteile, eigentlich immer, da Freibeträge und Progression besser ausgenutzt werden.

Die Familienförderung besteht darüber hinaus doch nicht im Unterhalt des Kindes! Sie besteht darin, dass einer der beiden im Job kürzer treten kann um sich um das Kind zu kümmern. Gleiches zu versteuerndes Einkommen hin oder her (gibt es wie gesagt eigentlich nicht), spätestens wenn das Kind kommt tritt einer kürzer. Und dann fällt die Steuerersparnis schon recht hoch aus.

[ nachträglich editiert von Major_Sepp ]
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26.06.2013 21:04 Uhr von cheetah181
 
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@Major_Sepp: "Eheleute die das gleiche zu versteuernde Einkommen haben, haben praktisch keinen Vorteil."

Das hab ich doch gesagt?

"Und das ist doch ein Unterschied. So etwas kommt im realen Leben seltenst vor."

Das mag sein, aber ist ja auch nur die Extremform. Je weiter die Einkommen der Ehepartner voneinander entfernt sind desto größer ist diese angebliche "Unterstützung". Fürs Kinderkriegen hat der Unterschied der elterlichen Einkommen aber überhaupt keine Relevanz. Oder wieso sollte eine Fließbandarbeiterin und ihr Fließbandarbeitermann weniger Unterstützung bekommen als ein Manager und seine Hausfrau?

"Die Familienförderung besteht darüber hinaus doch nicht im Unterhalt des Kindes! Sie besteht darin, dass einer der beiden im Job kürzer treten kann um sich um das Kind zu kümmern."

Na dann ist die Regelung aber sehr seltsam schon Splitting-Vorteile zu haben wenn man gar keine Kinder hat oder wenn jeder 8 Stunden in unterschiedlich bezahlten Jobs arbeitet.

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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26.06.2013 21:17 Uhr von cheetah181
 
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@wombie: "Bloedsinn. Durch das Urteil hat sich von der praktischen Seite her garnichts geaendert."

Ich würde schon sagen, dass die 1138 (Stand: 2004) Rechte, die in den USA an den Ehestatus gebunden sind für Viele auch von der praktischen Seite her etwas ändern. Zum Beispiel für diejenigen, deren Partner nicht in die USA ziehen durften, weil sie keine Staatsbürgerschaft besitzen.

"Die Republikaner wuerden eher alle Schwulen, Lesben und Transsexuellen erschiessen als dass die da irgendwas durchgehen lassen wuerden."

Die Republikaner würden lieber Wahlen gewinnen und sehen langsam ein, dass sie den Kampf verloren haben. Und irgendwann sterben auch die letzten weg, die lieber einen Gottesstaat hätten als sich um richtige Probleme zu kümmern.
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26.06.2013 23:13 Uhr von Major_Sepp
 
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Cheetah.

Früher machte das alles Sinn, ich habe einen Artikel gefunden der wie die Faust aufs Auge zu unserer Unterhaltung passt. Logisch ist es nicht unbedingt aber es ist wie es ist :-)

http://www.cecu.de/...

Aber auch heute ist es größtenteils sinnvoll. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass jemand der heiratet zumindestens plant Kinder zu bekommen. Klar profitieren aber auch andere davon...

Ich wehre mich nur dagegen, dass Homosexuellen diese Vorteile pauschal gewährt werden sollen (diese Diskussionen gibt es ja auch in D). Denn hier ist Familienplanung von vorne herein ausgeschlossen. Das wäre eine grobe finanzielle Bevorzugung.

Ebenfalls habe ich in meinem ersten Kommentar ja schon geschrieben, dass es dringender Reformen benötigt. Die Gesellschaft ist nicht mehr die von 1958. Ich befürchte allerdings, dass man aufgrund der Komplexität letzterer nicht mehr so leicht eine Lösung finden wird die für alle gerecht ist. Das könnte auch ein Grund dafür sein warum man sich davor drückt....

Die Probleme sind ja schon lange bekannt.

Nachtrag:

Verdienen und zu versteuerndes Einkommen sind verschiedene paar Stiefel. Darauf hatte ich angespielt...

[ nachträglich editiert von Major_Sepp ]
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27.06.2013 07:04 Uhr von wombie
 
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@cheetah: Theoretisch sicher, nur ist es praktisch so dass dieses Urteil sich nur auf Staaten bezieht die ueberhaupt die Gleichgeschlechtliche Ehe erlauben. Fuer alle anderen aendert sich da nichts.

In den Bundesstaaten die das erlauben laesst sich das Gesetz auch einfach umgehen: Es wird einfach "Lebenspartnerschaft" genannt und schwupps ist die Gleichstellung hinfaellig.

Dass die Republikaner lieber Wahlen gewinnen wuerden ist klar, aber ich glaube nicht dass deren Einfluss speziell in den Bible-Belt-Staaten in irgendeiner Form zurueckgegangen ist. Nicht umsonst faseln z.B. Texas und co immer noch regelmaessig vom Austritt aus der Union. Wogegen ich persoenlich auch nichts haette, aber die USA sind ja nicht mein Land. Ich lebe da nur, Staatsbuergerschaft habe und will ich auch nicht.
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27.06.2013 19:24 Uhr von cheetah181
 
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@Major_Sepp: "Früher machte das alles Sinn, ich habe einen Artikel gefunden der wie die Faust aufs Auge zu unserer Unterhaltung passt."

In der Tat. :)

"Logisch ist es nicht unbedingt aber es ist wie es ist :-)"

Dann sind wir uns ja einig, dass das einer Überarbeitung bedarf.

"Die Gesellschaft ist nicht mehr die von 1958. Ich befürchte allerdings, dass man aufgrund der Komplexität letzterer nicht mehr so leicht eine Lösung finden wird die für alle gerecht ist. Das könnte auch ein Grund dafür sein warum man sich davor drückt..."

Das glaube ich eigentlich nicht. Eine gute Regelung wäre es meiner Meinung nach eben das Splitting (und zwar für alle) so zu lassen und zusätzlich das Kindergeld zumindest für ärmere Familien zu erhöhen. Klar, da wird man dann wieder behauptet, dass man sich das nicht leisten könne. Aber ich finde Familien sollten Vorrang haben, dann sollen sie halt was Anderes kürzen.

@wombie: "Theoretisch sicher, nur ist es praktisch so dass dieses Urteil sich nur auf Staaten bezieht die ueberhaupt die Gleichgeschlechtliche Ehe erlauben. Fuer alle anderen aendert sich da nichts."

Die anderen können umziehen oder müssen halt noch ein paar Jahre warten. Immerhin ist die Ehe im bevölkerungsreichsten Staat Kalifornien bald wieder allen erlaubt. Da hat sich also schon einiges geändert.

"In den Bundesstaaten die das erlauben laesst sich das Gesetz auch einfach umgehen: Es wird einfach "Lebenspartnerschaft" genannt und schwupps ist die Gleichstellung hinfaellig."

Klar, bei den "civil unions" ändert sich nichts. Trotzdem können 30% der Bevölkerung theoretisch richtig gleichgeschlechtlich heiraten. (und keine Ahnung ob da Kalifornien schon dabei ist)

"ich glaube nicht dass deren Einfluss speziell in den Bible-Belt-Staaten in irgendeiner Form zurueckgegangen ist. Nicht umsonst faseln z.B. Texas und co immer noch regelmaessig vom Austritt aus der Union."

Schon, aber wer nimmt denn sowas noch ernst? Sicher hat man es in Alabama oder Mississippi nicht leicht und das wird auch noch eine Weile dauern. Auf Bundesebene hat die letzte Wahl aber eindrucksvoll bewiesen dass die Gruppe der alten, weißen, heterosexuellen Männer eben nicht mehr die Wahl zugunsten der Republikaner entscheiden kann.

"aber die USA sind ja nicht mein Land. Ich lebe da nur, Staatsbuergerschaft habe und will ich auch nicht."

Aufgrund der Republikaner? Ich bin ja ziemlich zwiegespalten den USA gegenüber. Klar haben die z.B. die WBC, aber auf der anderen Seite auch Menschen die sich mit Elan und Begeisterungsfähigkeit wirklich für gute Ziele einsetzen. In Deutschland ist (gefühlt) jedem alles egal.
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28.06.2013 05:30 Uhr von wombie
 
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Umziehen und woanders heiraten ist natuerlich theoretisch eine Moeglichkeit, und in den USA ja durchaus auch eher normal als z.B. in DE wo solch eine Mobilitaet doch glaube ich immer noch eher selten ist. Inwiefern das aber "nur" fuer die Ehe sinnvoll und machbar ist, steht glaube ich auf einem anderen Blatt.

Ich hoffe schon dass du recht hast und sich das in der naeheren Zukunft aendert. In Utah haben sie ja die Landesverfassung geaendert um gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu unterbinden, und um z.B. partnerschaften aus anderen Staaten nicht anerkennen zu muessen. Extremes Beispiel, zum Glueck.

Staatsbuergerschaft hat in meinem Fall nichts mit Republikanern zu tun, eher mit indifferenz und unwillen den Staatsbuergerschafts-Test abzulegen.

Bis vor kurzem war die Vorstellung fuer mich auch noch irgendwann wieder nach DE zurueckzukehren. Nur... nach einem Besuch in der alten Heimat musste ich feststellen dass ich dort wohl nicht mehr in Frieden leben koennte. Das hat mich doch schon sehr erschuettert. DE wurde glaube ich aber auch intoleranter in den vergangenen zehn Jahren, oder meine Erinnerung war durch die bekannte rosa Brille gefiltert.

n.B.: Es ist erfrischend auf SN so eine angenehme Diskussion zu haben. Danke sehr, cheetah.

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