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Mercedes befüllt Tausende Klimaanlagen weiter mit verbotenem Kühlmittel

Mercedes missachtet seit Jahresbeginn eine neue EU-Richtlinie und befüllt seine Klimaanlagen in Autos weiter mit dem Kälteschutzmittel R134a, das seit Jahresbeginn verboten ist.

Der Autobauer stellte bei Crash-Tests fest, dass sich das neue Kälteschutzmittel R1234yf bei einem Leck im Motorraum durch die Motorhitze entzünden kann. Dabei können dann giftige Gase entstehen.

Andere Autobauer wie Opel befanden das Kältemittel für ungefährlich und setzen es seit Jahresbeginn in ihren Klimaanlagen ein. Deutschland wird in dieser Sache kritisch von der EU-Kommission beobachtet, diese droht mit Sanktionen.


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WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Mercedes, Verbot, Klimaanlage, Kältemittel, R1234yf
Quelle: www.zeit.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2013 15:49 Uhr von Nightvision
 
+23 | -2
 
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Das ist doch wohl unverantwortlich von der EU,wenn das stimmt mit der Entzündungsgefahr.Wie kann man da Menschenleben aufs Spiel setzen.Ich finde das von Mercedes gut das sie sich widersetzen.
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26.06.2013 15:57 Uhr von Superplopp
 
+16 | -1
 
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Jaja die EU droht mit Sanktionen, etwas Besseres kann dieser Drecksverein eh nicht.
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26.06.2013 16:16 Uhr von montolui
 
+2 | -11
 
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...nehmt denen den Stern ab...
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26.06.2013 16:25 Uhr von T¡ppfehler
 
+10 | -1
 
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Mercedes hatte damit mehrere Motorbrände und weil bei Opel bisher alles gut ging, ist es laut EU-Experten ungefährlich.

Das ist fast, wie mit den quecksilberhaltigen Energiesparlampen, nur dass man durch diese EU-Regelung schneller tot sein kann.
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26.06.2013 18:34 Uhr von |Erzi|
 
+1 | -3
 
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Man sollte auch bedenken das dieses neue Kaeltemittel uebelst teuer ist. Ich hab mal gehoert so um die 500 - 1000 Euro fuer 1kg.
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26.06.2013 18:47 Uhr von keineahnung13
 
+5 | -0
 
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richtig so^^ nur weil das andere Zeug ganze 2 Grad kälter kühlen kann^^

ne das andere ist Sau gefährlich... nur weils bei Opel beim Crahstest nicht dazu gekommen ist... aber im Realen kannllen auch die Autos mit 100 Sachen mal wo gegegen... und nicht nur mit 20 Sachen...
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26.06.2013 19:37 Uhr von TeKILLA100101
 
+1 | -0
 
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@keineahnung13

wenn du mit tempo 100 mal irgendwo gegen fährst, hast du eh wohl kaum noch was zu befürchten... kann man bei youtube ja mal suchen, da gibbet crashtests mit tempo 100..
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26.06.2013 19:44 Uhr von Tuvok_
 
+7 | -2
 
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Das OPEL das neue Zeug gut finden ( muss ) ist ja wohl klar.. Schließlich gehören die zu GM und die finden das gut Honeywell ist schließlich ein US Unternehmen
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26.06.2013 20:13 Uhr von Miauta
 
+3 | -1
 
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Sanktionen? Die haben schon genug Kohle von uns bekommen! Drecksverein!
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26.06.2013 20:21 Uhr von deutscher-junge
 
+4 | -1
 
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der neue spruch von opel--->wir geben ein dreck auf menschenleben.
kein wunder das niemand opel gut findet das ändert auch die reklame nicht!
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26.06.2013 20:24 Uhr von Mankind3
 
+1 | -0
 
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Warum wurde das andere Kühlmittel überhaupt verboten?
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26.06.2013 20:29 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -0
 
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Man muss nicht nur Einfluss und einen großen Namen haben, man muss auch ein großes Arschloch sein! Das scheint hier Tradition zu haben!
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26.06.2013 20:40 Uhr von |Erzi|
 
+1 | -0
 
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Mankind3 es wurde nicht so richtig verboten. In die ganzen "herkoemmlichen" Fahrzeuge wird es ja noch eingefuellt und in andere Kuehl- und Klimaanlagen auch. Nur bei Neufahrzeugen wollen die halt wieder neue Standards. Ist wie mit dem Tagfahrlich was jetzt bei den neuen Autos Pflicht ist.
Warum das neue Mittel? Weil es nicht so klimaschaedlich wie das aeltere ist.
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26.06.2013 21:10 Uhr von Tuvok_
 
+1 | -0
 
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@Erzi Nicht Klimaschädlich ???? HA HA HA HA
Dann guck dir mal an zu was das tolle 1234yf zerfällt...
Zur Trifluoressigsäure !!!! Das Zeug ist extrem stabil und reichert sich dann in Böden und im Wasser an... Herrlich..

Ne CO2 Klimaanlage DIE wäre nicht schädllich

[ nachträglich editiert von Tuvok_ ]
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26.06.2013 21:17 Uhr von grosserbaer2
 
+3 | -0
 
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Die wichtigsten Ergebnisse der im Juni 2010 abgeschlossenen BAM-Untersuchungen PDF / 2,29 MB lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Die BAM hat für das Kältemittel 1234yf eine untere Explosionsgrenze von 6,2 mol-% und eine obere Explosionsgrenze von 14,4 mol-% ermittelt. 1234yf ist nicht so leicht entzündlich wie Propan oder Benzindämpfe, es muss aber wegen seiner niedrigen unteren Explosionsgrenze als leicht entzündlich gekennzeichnet werden.
Bei der unteren Explosionsgrenze mit einer Konzentration von 6 mol-% konnte keine selbsterhaltende „Flammenfortpflanzung“ des Kältemittels 1234yf beobachtet werden, aber extrem ausgedehnte typisch blaue Flammen.
Bei der Beobachtung einer derartigen Flammenausbreitung konnte festgestellt werden, dass sich Teile der Flamme abgelöst haben. Diese Flammen können zu Bränden führen, abhängig von der Umgebung der Flammenabtrennung.
Das Entzündungsverhalten 1234yf gegenüber entzündlichen Quellen wie Funkensprühen ist unberechenbar und unvorhersehbar. Es hängt stark von den Gegebenheiten ab, unter denen das Kältemittel freigesetzt wird (z. B. Unfallsituation, Veränderungen am Fahrzeug durch den Unfall, Fahrsituation davor, Brandentstehung, Einbausituation der Klimaanlage, Motorraum­geometrie). Damit ist ein vorsorgendes Risikomanagement erschwert.
Die minimale Entzündungstemperatur von 1234yf beträgt 405°C. Dies ist die niedrigste Temperatur, bei der eine eigenständige Entzündung in Luft erfolgt. In der Praxis sind meist höhere Oberflächentemperaturen für eine Entzündung des reinen Gemisches von 1234yf mit Luft erforderlich.
Bei einer Freisetzung von 1234yf aus einer Automobilklimaanlage tritt immer auch Kälteöl mit aus. Im Falle eines Unfalls oder eines durch andere Ursachen ausgelösten Brands können auch Kraftstoffdämpfe in der Luft vorhanden sein. Beides senkt die Entzündungstemperatur und die untere Explosionsgrenze.
Die BAM weist daraufhin, dass die durch 1234yf verursachte zusätzliche Brand- und Explosionsgefahr im Hinblick auf die Gefährdung durch alle anderen Brennstoffe und Materialien vergleichbar niedrig ist. Die Gefahren durch 1234yf ergeben sich aus den Zersetzungsprodukten im Brandfall (Anmerkung: In Deutschland brennen jährlich 30.000 bis 40.000 Fahrzeuge).
Eindeutig kritisch bewertet die BAM die Bildung gefährlicher Mengen von Flusssäure, wenn 1234yf auf Entzündungsquellen trifft, beispielsweise auf offene Flammen oder heiße Oberflächen. Bei beinahe allen Tests, in denen das Kältemittel unter definierten Testbedingungen freigesetzt wurde, überschritten die ermittelten Werte von Flusssäure den auch von der Automobilindustrie als Maßstab gewählten Wert für die menschliche Gesundheit (AELG 2-Wert von 95 ppm für eine Expositionszeit von 10 min). Eine Überschreitung des AEGL 2 Wertes führt zu irreversiblen Schäden für die menschliche Gesundheit. Auch bei den Untersuchungen in einem Fahrzeug wurde dieser Wert deutlich überschritten.
Die BAM hat die Tests im Vergleich zum Kältemittel R134a durchgeführt, um die Gefahren von 1234yf in Relation zum heutigen Stand zu setzen. R134a ist bei atmosphärischen Bedingungen nicht entflammbar. Es kann sich nur, bei höherer Temperatur und / oder höherem Druck oder in Gegenwart anderer brennbarer Stoffe entzünden. R134a ist jedoch nicht so reaktiv wie 1234yf, so dass die BAM die Gefahren bei R134a hinsichtlich der Bildung von Flusssäure als deutlich geringer bewertet.

Fazit

Die Untersuchungen der BAM zeigen, dass mit dem Einsatz von 1234yf Gefahren verbunden sind. Die Gefahren ergeben sich aus dem beim Brandfall und bei hohen Temperaturen bereits ohne Brand aus dem Kältemittel 1234yf entstehenden Fluorwasserstoff. In Deutschland brennen jährlich zwischen 30.000 bis 40.000 Fahrzeuge. Die Bildung von Fluorwasserstoff bei einem solchen Ereignis ist zu erwarten. Die BAM hat das zusätzliche Risiko auftragsgemäß nicht quantifiziert – dies können nur die Automobilhersteller für konkrete Fahrzeuge tun – verweist aber darauf, dass im Falle eines Einsatzes von 1234yf eine umfassende Gefahrenanalyse erforderlich ist und viele Maßnahmen zur Vorsoge getroffen werden müssen, z. B. konsequente Abschirmung heißer Oberfläche im Motorraum, Einbau eines automatischen Löschsystems im Motorraum, Maßnahmen, die eine Einleitung von Fluorwasserstoff in den Passagierraum im Gefahrenfall unmöglich machen, Maßnahmen zur Vermeidung der Funkenbildung auch im Falle eines Unfalls (u. a. Abschaltung der Stromzufuhr) sowie Information von Rettungskräften.

Die Untersuchungen der BAM sind ein wichtiger Beitrag zur laufenden Sicherheitsdiskussion über den Einsatz des Kältemittels 1234yf in Automobil­klimaanlagen. Die Automobilhersteller sind aufgefordert, sie bei ihren Maßnahmen und Entscheidungen zu berücksichtigen.
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27.06.2013 11:04 Uhr von Dr.Eck
 
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Richtig so. Die EU wird schon sehen was sie davon hat. Mercedes will das Zeug nicht, Volkswagen u.a. auch nicht. Damit sind schon 2 der größten Automobilhersteller Europas und der Welt gegen das Zeug. Schön wenn die Asiaten und u.a. Opel das Zeug nutzen wollen .. ich hoffe die bekommen ihre Quittung dafür ! Hauptsache das neue Zeug ist billig und man muss nicht viel Geld in die Forschung für z.B. eine CO2 Klimaanlage investieren.

Ich bin froh in diesem Fall "das richtige" Auto zu fahren (Marke wird nicht genannt ;) ) nämlich von einem Hersteller der nicht nur auf Geld schielt sondern dem das Wohl der Leute (jedenfalls in diesem Fall) mal am Herzen liegt.
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27.06.2013 17:27 Uhr von DarkBluesky
 
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typisch EU, alles Regeln ohne Gedanken zu Machen. eher hätten die die LED Lampe fördern sollen, statt eine Kampangne für Leuchtstoff zu machen. Das sieht man mal wie weit die EU von der Intelligenz weg ist,

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