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Vermittlungsstatistik: Bundesrechnungshof wirft Arbeitsagentur Manipulation vor

Der Bundesrechnungshof wirft der Agentur für Arbeit in einem seit Monaten unter Verschluss gehaltenem Prüfbericht Manipulation vor.

Die Agentur würde sich vorrangig um leicht vermittelbare Arbeitssuchende kümmern und Langzeitarbeitslose werden angeblich ignoriert. So wolle man eine bessere Erfolgsbilanz vortäuschen.

Drei Monate lang wurden sieben Agenturen von 156 per Stichprobe überprüft. Die Arbeitsvermittler hatten in der Zeit keinen Stellensuchlauf für über 50 Prozent der Langzeitarbeitslosen durchgeführt. Ebenso wurden zu 45 Prozent nicht einmal ein Kontakt hergestellt.


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WebReporter: Miietzii
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Manipulation, Arbeitslose, Arbeitsagentur, Bundesrechnungshof
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.06.2013 10:51 Uhr von jschling
 
+10 | -0
 
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das ist echt traurig: wenn die Vermittler korrekt arbeiten würden, hätten wir also nur noch halb soviele Arbeitslose :-((
Eventuell haben zumindest einige Vermittler auch verstanden, dass ihre Arbeit hauptsächlich im Verwalten von Arbeitslosen besteht. Und wenn die Priorität beim Vermitteln von Arbeit besteht, dann halte ich es auch für sinnvoll bei denen anzufangen, die noch gute Chancen auf einen Job haben.
Das Animationsprogramm für Langzeitarbeitslose dient doch hauptsächlich dazu Verfehlungen der "Kunden" zu erzeugen um die Leistungen zu kürzen.
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23.06.2013 10:52 Uhr von HumancentiPad
 
+7 | -1
 
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Das haben wir doch alle schon gewusst.
Das selbe mit sog. Maßnahmen alles um die Leute aus der Statistik zu nehmen.
Die Arbeitsvermittler haben keinen guten draht zur Industrie mehr, gute Arbeitgeberkontakte sind nunmal wichtig aber viele Arbeitgeber haben von der ARGE keine gute Meinung.
Zum guten verändern kann man die Vermittlungsstatistik wenn man sich anstrengt und passende Angebote für den einzelnen schafft.

[ nachträglich editiert von HumancentiPad ]
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23.06.2013 11:04 Uhr von Suffkopp
 
+4 | -10
 
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Mann soll sich eben als (Langzeits-)Arbeitsloser nicht nur auf das Jobcenter verlassen, sondern selber tätig werden.
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23.06.2013 11:09 Uhr von HumancentiPad
 
+12 | -1
 
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@Suffkopp
Stimmt, aber wenn von den Arbeitsvermittlern nichts gescheites an Angeboten kommt, gerät man ins grübeln denn schließlich sind diese Leute dafür da Arbeitgeberkontakte herzustellen und bei allen Angeboten das beste für einen zu finden.
Manchmal sind Mitarbeiter der ARGE schlechter informiert als der Arbeitslose, da fragt man sich warum die so viel Geld fürs nichts tun bekommen.
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23.06.2013 11:57 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -1
 
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Meine Freundin wird ja einmal jährlich arbeitslos, da immer alle Jobs im Sicherheitsdienst (auf die Länge eines Projektes) befristet sind.

In 10 Jahren und 10 gewechselten Jobs hat das Amt noch nie einen Bewerbungsvorschlag gemacht.
In der Regel hänge ich kurz im Internet, schreibe 10 Bewerbungen für sie, sie erhält 7 Vorstellungsgespräche - und sie nimmt einen Job an.
Auf das Amt darf man sich nicht verlassen - sonst ist man verlassen.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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23.06.2013 11:58 Uhr von delerium72