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Prism: Die Lüge vom unbescholtenen Bürger, der nichts zu befürchten hat

In Augen von Algorithmen ist jeder verdächtig. Dies zeigte der US-Spionagesystem Prism. Denn wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.

So war im Dezember 2010 ein Mann von zwei Bundespolizisten in einem Regionalexpress aufgefordert worden, seinen Ausweis zu zeigen. Der Mann weigerte sich, weil er dachte, nur wegen seiner Hautfarbe angesprochen worden zu sein. Dies stimmte auch, denn die Polizisten suchten gezielt nach Ausländern.

Die beiden Bundespolizisten gingen dabei nach einem bestimmten Muster vor. Aufgefallen sei der Mann aufgrund seiner dunklen Hautfarbe. Außerdem saß er alleine in einem Abteil. Algorithmen im Internet tun das Gleiche, wie auch das Spionagesystem Prism.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bürger, Lüge, Befürchtung, Prism
Quelle: www.handelsblatt.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2013 20:54 Uhr von Petabyte-SSD
 
+3 | -7
 
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Selber Schuld, wäre er nicht Schwarz geworden, wäre er nicht verhaftet worden...
Bundespolizei, die vorurteilsfrei handeln können gibt es wohl nicht mehr?

[ nachträglich editiert von Petabyte-SSD ]
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22.06.2013 21:12 Uhr von Garstl
 
+22 | -2
 
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Wenn die Russen oder andere Länder soetwas machen würden , wären diese sofort als Terroristen einzustufen.
Wer sind die wahren Terroristen in diesem Spiel?
Drechsbande elende.
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22.06.2013 22:10 Uhr von DerMaus
 
+3 | -2
 
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“Cheery was aware that Commander Vimes didn´t like the phrase ´The innocent have nothing to fear´, believing the innocent had everything to fear, mostly from the guilty but in the longer term even more from those who say things like ´The innocent have nothing to fear´.” ~Terry Pratchett in ´Snuff´~
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22.06.2013 22:56 Uhr von ray83
 
+6 | -2
 
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ein ausländer is nimmer schwarz, woran willst du nen schweizer erkennen, die können genauso illegal hier sein
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22.06.2013 23:29 Uhr von Dracultepes
 
+12 | -6
 
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Der Spruch ist ganz richtig. Wer nichts illegales tut, der kann theoretisch sich auch überwachen lassen. Zu befürchten hat er im strafrechtlichen Sinne nichts.

Schamgefühl(Onanie) und z.b. ein Bedürfnis nach Privatsphäre, haben ja mit erstmal nichts mit der Strafe zu tun.

Doch wenn die Mechanismen zur Überwachung erstmal etabliert sind, dann können auch die die jetzt nichts zu befürchten haben in den Mittelpunkt rücken, weil neuere Gesetze erlassen werden.

Das muss nicht so passieren, aber es kann.
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22.06.2013 23:45 Uhr von