22.06.13 13:31 Uhr
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Dortmund: Klassenlehrerin monatelang krank - Versetzung der Schüler fraglich

An der Steinhamer-Grundschule im Dortmunder Vorort Marten war die Klassenlehrerin einer zweiten Klasse mehrere Monate krank. Dadurch fiel über 50 Prozent des Unterrichts aus. Trotz Nachfragen der Eltern kümmerte sich die Leitung der Schule nicht um eine Vertretung.

Seit März diesen Jahres hat die Klasse eine neue Klassenlehrerin. Allerdings konnte diese in der knappen Zeit den Schülern den kompletten versäumten Stoff nicht beibringen. Dadurch ist jetzt für einen großen Teil der betroffenen Kinder die Versetzung in die dritte Klasse gefährdet.

Das Schulamt kümmert sich jetzt um die Angelegenheit, so soll es individuelle Förderprogramme geben. "Wir haben beschlossen, mit den Eltern Einzelgespräche zu führen und dann gemeinsam zu überlegen, ob die Kinder wiederholen oder nicht", so das Schulamt.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schüler, Dortmund, Grundschule, Versetzung
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2013 13:43 Uhr von ZzaiH
 
+5 | -2
 
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ist doch nix besonderes das einzelne lehrer teilweise mehr fehl- als anwesenheit haben
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22.06.2013 14:00 Uhr von Floppy77
 
+6 | -2
 
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Zusammen in die dritte Klasse versetzen und dann intensiver Stoff vermitteln. Das kann man beim Singen und Klatschen einsparen.
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22.06.2013 14:17 Uhr von NilsGH
 
+4 | -1
 
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Leider hat ZzaiH recht.

Das Problem ist aber in aller Regel nicht bei der Schule zu suchen.

Ich glaube auch kaum, dass diese - wie hier impliziert wird - sich nicht um Vertretung gekümmert hätte.

In aller Regel werden Lehrer zum Semester (also Schulhalbjahr) eingestellt oder gar erst zum Schuljahreswechsel.

Ist die Lehrerin zunächst einige Wochen krank, die Arbeitsunfähigkeit verlängert sich jedoch nach und nach immer wieder, so kann die Schule gar keinen anderen Lehrer einstellen. Der Schulleitung sind die Hände gebunden.

Und aufgrund der Regelungen für Vertretungslehrer ist es auch gar nicht so einfach, eine Vertretung zu finden.

Das Ganze wird in der Regel noch weiter durch die Praktiken im Umgang mit Vertretungslehrern verschlimmert: Ich kenne die Gesetze in Dortumund nicht. Jedoch ist es gängige Praxis, Vertretungslehrer nur für exakt den Zeitraum und die Stunden einzustellen, die durch die Erkrankung ausfallen.

Wer bitte ist bereit, für wenige Stunden und auf unbestimmte Zeit (man muss quasi alle vier bis sechs Wochen um seine Stelle bangen!) dort zu arbeiten? Und ob es eine "Lehrerfeuerwehr" für Grundschulen in NRW gibt ist fraglich.

Die Länder sind häufig nicht bereit, Vertretungslehrer einzustellen, die dann bei Bedarf einspringen. Man müsste sie ja evtl. auch für Stunden bezahlen, die dann nicht anfallen, wenn keine Lehrer krank sind. Ist zwar auch verständlich, aber im Zuge einer qualitativ guten Bildung und der Möglichkeit einer kurzfristigen Besetzung einer Stelle wäre das wohl die beste Lösung. Aber wie gesagt: Für Bildung ist leider kein zusätzliches Geld da.
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22.06.2013 14:20 Uhr von NilsGH
 
+2 | -2
 
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@Floppy77:

Genau! Du hast das Ei des Kolumbus gefunden. Wie einfach die Lösung doch ist.

Und wenn eines dieser Kinder deines wäre, würdest du am lautesten schreien, wenn in der 3. Klasse im Hau-Ruck-Verfahren mit KINDERN Stoff gepaukt wird, deins es nicht versteht und dann in der 4. und 5 Klasse, sowie für den Rest seiner Schulkarriere nicht mehr klar kommt, weil es die Grundlagen nicht vernünftig vermittelt bekam.

Unsinn hoch drei!

Wir reden hier von Kindern. Man MUSS in diesem Alter die Grundlagen SORGFÄLTIGST vermitteln. Das wird auch ohne unterrichtsausfall bereits leider nicht gründlich gemacht und die Kinder bekommen ab der 5. Klasse massive Probleme, da in der Sek I der Stoff nochmals wesentlich komprimiert auf sie einprasselt. Zum Üben und besonders zum Nacharbeiten von Bildungsschwächen aus der Primarstufe bleibt bis auf das erste Halbjahr der 5. Klasse KEINE Zeit.

Bestes Beispiel ist Mathematik: Kleines 1x1, schriftliche Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division werden zwar nochmal geübt, aber man kann es nicht noch einmal von Grund auf lehrern. Wenn da nun wie in diesem Beispiel ein komplettes Jahr fehlt, dann gute Nacht!

Und was ist daran nun überhaupt so schlimm, wenn man die Kinder das Schuljahr wiederholen lässt? Ich meine außer das Ehrgefühl der Eltern zu verletzen?
Die Kinder bleiben ja nicht sitzen, weil sie eine mäßige INtelligenz an den Tag legen, sondern weil es ein Problem in der Schule gab.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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22.06.2013 17:06 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+0 | -1
 
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Jeder ist seines Glückes eigener Schmied? Erzählt das mal diesen Kindern!
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23.06.2013 07:51 Uhr von Nothung
 
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Ich dachte, in NRW gibt´s kein Sitzenbleiben mehr.

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