20.06.13 14:27 Uhr
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Jemenetischer Journalist bleibt wegen Barack Obamas Intervention weiter in Haft

Seit fünf Jahren befindet sich der jemenitische Journalist Abdul-Elah Haydar Shaye nun in Haft, weil er einen Top-Terroristen interviewt hatte.

Da er zudem kritisch über amerikanische Methoden im sogenannten "War on Terror" sprach, intervenierte nun Barack Obama persönlich, als der Reporter freigelassen werden sollte.

"Human Rights Watch" halten das Verfahren für unfair und sind von den Beweisen nicht überzeugt.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Haft, Barack Obama, Journalist, Intervention
Quelle: www.ndr.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2013 14:40 Uhr von sub__zero
 
+7 | -1
 
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Das nenne ich doch mal einen lupenreinen Demokraten - oder wie nennt man diese Sorte von Präsidenten doch gleich? xD
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20.06.2013 16:16 Uhr von ElChefo
 
+3 | -3
 
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Intreressant. Sucht man selbst ein wenig weiter, findet man heraus, das der gute Herr nicht aufgrund dieses Interviews verhaftet wurde, sondern aufgrund seiner - durch jemenitische Behörden festgestellte - Nähe zu AQAP.

Das der Präsident eines Landes, das mindestens drei Mal auf spektakuläre Weise durch AQ angegriffen wurde und dabei hunderte bzw. tausende eigene Opfer zu beklagen hatte, nicht gerade glücklich über die Freilassung eines solchen Mannes ist, dürfte auf der Hand liegen. Die Behauptung, die ganze Kampagne käme direkt von Obama stammt nebenbei ausschliesslich von Shaye und seinem Anwalt - in Art, Form und Ausprägung entspricht sie dem üblichen "Die Anderen* sind schuld" (*lies: Amerikaner)

Überraschung: Obama macht Politik im Interesse seines Landes. Lustigerweise beschwert man sich hier, das unsere Politiker das nicht genügend tun. Macht es ein anderer, soll das dann wieder schlecht sein?!
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20.06.2013 17:52 Uhr von sub__zero
 
+1 | -0
 
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ElChefo
"Die Behauptung, die ganze Kampagne käme direkt von Obama stammt nebenbei ausschliesslich von Shaye und seinem Anwalt"

Hast du eine Quelle?
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20.06.2013 21:35 Uhr von ElChefo
 
+0 | -1
 
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sub zero


Seine Behauptung:

"“It’s inaccurate to say the Americans imprisoned me because some of them defended and supported me and opposed my detention,” Shaye wrote, according to a translation of the letter that was published this week on the Yemen Times’ website. “Actually, the only person responsible for kidnapping and detaining me is Obama.”"

Die Begründung seiner Inhaftierung:

"Shaye’s ability to garner rare access to leaders of al Qaida in the Arabian Peninsula aroused the suspicion of authorities, and he was arrested in August 2010."

Die Meinung seines Anwalts:

"“What this is really about is his reporting on Majalla and other issues,” said Abdulrahman Barman, Shaye’s lawyer. “That’s why America wants him in jail.”"

http://www.mcclatchydc.com/...

Diese Aussagen wurden dann von AI und HRW aufgenommen. Naja, wie auch anders, die jemenitischen Behörden - gerade unter Saleh - waren/sind ja jetzt nicht gerade für Transparenz bekannt. Kurios hierbei auch, das ihm zwar einerseits ein Anwalt verweigert wurde, andererseits "sein" Anwalt in seinem Namen Verlautbarungen tätigt.

Interessant ist dabei auch die "Rolle" der Amerikaner, denn entgegen anderer Meldungen - wie hier - ist der offizielle Regierungsstandpunkt, das man "Bedenken" ("concerns") gegen eine unkonditionelle Freilassung hat. Kann man denen auch kaum verdenken, wenn man die Basis betrachtet, auf der sie urteilen (müssen). Die Untersuchung und Strafverfolgung ist nicht Aufgabe der Amerikaner, sondern der Jemeniten - diese haben den Amerikanern jedoch versichert, das eben die Beweise für eine Inhaftierung existieren. Also sind Bedenken nur logisch.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

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