20.06.13 09:40 Uhr
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Ein-Euro-Jobs bringen nicht den erhofften Erfolg

Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, räumte jetzt ein, dass die Ein-Euro-Jobs nicht den erhofften Erfolg bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit gebracht hätten.

Heinrich Alt möchte lieber ein System, in dem Betriebe eine Förderung bekommen, wenn sie Langzeitarbeitslose beschäftigen. Er möchte aber auch keine falschen Hoffnungen wecken bei den Langzeitarbeitslosen.

Sollte auch diese Strategie nicht zum Erfolg führen, dann sollte man sich fragen ob jemand noch Erwerbsfähig sei. Leider haben nicht alle am stattfindenden Jobwunder in Deutschland teilnehmen können.


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WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Erfolg, Arbeitsagentur, Jobs
Quelle: www.t-online.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2013 09:40 Uhr von Nightvision
 
+23 | -1
 
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Jobwunder oder Lohnsklaverei und Ausbeutung , das kommt auf den Standpunkt des Betrachters an. Das diese ganze Idee nicht funktionieren kann war doch von Anfang an offensichtlich,aber das wohl der Menschen ist diesem System schon lange egal.
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20.06.2013 09:44 Uhr von Miietzii
 
+2 | -8
 
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Zum gefühlten 1.000 mal die gleiche News!
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20.06.2013 09:48 Uhr von Johnny Cache
 
+14 | -1
 
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Warum sollte man noch normal bezahlen wenn man sich auch Sklaven für einen Euro besorgen kann? Allerdings geht es mit entsprechenden Praktika noch billiger wenn man sich nur geschickt dabei anstellt.
Und wenn die Konkurrenz dann dank des Preisdumpings eingegangen ist, gibt es noch mehr zu vermittelnde "Praktikanten".
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20.06.2013 09:53 Uhr von Nightvision
 
+10 | -0
 
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@ 20.06.2013 09:44 Uhr von Miietzii , mißstände muss man solange ansprechen bis sie beseitigt sind, da gibt es kein zu oft.
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20.06.2013 09:56 Uhr von ThomasHambrecht
 
+7 | -14
 
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Macht doch alle mal einen Betrieb auf.
Dann kommt die Ernüchterung, dass man nur das Gehalt zahlen kann, das ein Mitarbeiter auch erwirtschaftet. Da alle Kunden Geiz geil finden, kaufen sie nur das Billigste. Das drückt dann auch auf das Gehaltsniveau.
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20.06.2013 10:01 Uhr von Bildungsminister
 
+14 | -1
 
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Natürlich ist das Modell ein Erfolg. Es hat den Kommunen und lokalen Arbeitgebern jede Menge Geld gespart. Arbeit die bis dahin sozialversicherungspflichtig war, die eventuell von Firmen hätte erledigt werden müssen, konnte so von 1,50-Euro-Kräften erledigt werden. Es ging nie um etwas anderes.

Das man dadurch reguläre Jobs zerstört hat, und andere Arbeitgeber vor unfaire Bedingungen gestellt hat, das muss man ja niemandem sagen.

Auch das Modell was der Herr Alt hier vorschlägt ist doch Mumpitz. Als hätten wir nichts gelernt. Ähnliche Modelle gab es bereits, und was passiert ist war, dass Arbeitgeber dann die Förderung abgegriffen haben, subventionierte Arbeitnehmer, und dann wurden diese zum schnellstmöglichen Zeitpunkt wieder entlassen.

Arbeit darf schlicht nicht subventioniert werden. Ein Arbeitgeber der Arbeitnehmer braucht, der sollte diese auch fair und vernünftig bezahlen. Alles andere ist eine temporäre Lösung, die vor allem dem Arbeitnehmer nichts bringt. Im Grunde subventioniert man damit nur die Firmen, aber nicht die Leute, die Arbeit suchen. Es kann aber nicht angehen, dass der Staat die Löhne für Arbeitnehmer bezahlt, die im Wettbewerb am Markt stehen. Mit 400-Euro-Jobs und Leiharbeit ist der Missbrauch sowieso schon hoch genug.

Letztendlich geht es doch nur darum, dass diese Leute aus der Statistik sind. Wenn die Kommune dadurch noch billige Arbeitskräfte hat, umso besser.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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20.06.2013 10:09 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -13
 
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20.06.2013 10:25 Uhr von Bildungsminister
 
+18 | -1
 
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@PeterLustig2009

Wie nennt sich die Welt in der du lebst? Ponyhof-Hausen? Schlaraffenland, oder doch das Wunderland?

Erst einmal liegst du mit deiner schamlosen Unterstellung, dass nur ungelernte Arbeitskräfte auf solche Jobs angewiesen sind meilenweit daneben. Eine Ausbildung ist längst keine Garantie mehr für einen Arbeitsplatz, oder für eine gerechte Bezahlung. Die Zeiten sind wohl lange vorbei. Jeder der jenseits der 50 arbeitslos wird hat es danach schwer einen neuen Job zu finden.

"Es darf nicht sein dass sich ein Studium oder eine Ausbildung hinterher beim Lohn nur maginal von dem eines ungelernten Arbeiters unterscheidet!!"

Warum darf das nicht sein? Erkläre es mir bitte sachlich. Warum hat jemand der Toiletten putzt weniger Entlohnung verdient, als jemand der z.B. Webseiten am PC erstellt? Ist seine Arbeit weniger wert? Weniger wichtig? Hat jemand der eventuell Maurer gelernt hat weniger für seinen Arbeitsaufwand verdient, als jemand der sich drei Jahre durchs Studium gemogelt hat? Was macht da den Unterschied? Intelligenz? Mit welchem Recht bekommen Menschen bei meist unbeliebten Jobs einen Hungerlohn und andere werden besser entlohnt? Und selbst wenn, warum müssen die Unterschiede derart eklatant sein?

Das jeder in Deutschland eine Ausbildung machen kann, oder ein Studium ist eine glatte Lüge, aber das weißt du wahrscheinlich. Über die Ausbildung entscheidet noch immer ganz oft der soziale und finanzielle Status. Mal davon ab, dass viele Studienfächer wegen extrem überlaufener Studiengänge einen hohen NC haben, woran schon sehr viele scheitern. Es gibt gar nicht genug Studienplätze damit alle studieren könnten.

Das was du hier los lässt sind die typisch leeren Argumente von Arbeitgebern und Verbänden. Da steht aber meist nichts dahinter, weil schon allein die Fakten nicht stimmen. Du gehst davon aus, dass das alles ungelernte Kräfte sind, was so schlicht nicht stimmt. Damit geht deine ganze Argumentation schon nicht auf.
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20.06.2013 10:44 Uhr von jens3001
 
+11 | -0
 
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Ja ach ne. Wie? Die Firmen haben einfach nur die billigen Arbeitskräfte ausgenutzt und sie gar nicht ernsthaft übernehmen wollen?

Also das hätte ja mal jemand vorher sagen können.


Welches "stattfindende Jobwunder"?
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20.06.2013 10:53 Uhr von HumancentiPad
 
+1 | -3
 
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"Heinrich Alt möchte lieber ein System, in dem Betriebe eine Förderung bekommen, wenn sie Langzeitarbeitslose beschäftigen."
Also anstatt vernünftige Kontakte zu den Arbeitgebern zu haben, wie früher lieber Kohle auf den Tisch legen damit die Langzeitarbeitslosen einen Job bekommen.
!Mit Geld bekommt man sie alle!
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20.06.2013 11:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -5
 
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@Bildungsminister
Du vergisst die Gesetze des Marktes.

Jemand der in einer Hochsprache Webseiten programmieren kann, den kannst du lange suchen gehen - ergo diktiert der seinen Preis. Der kann sich den Arbeitgeber nämlich aussuchen, der ihm am meisten bezahlt.

Toiletten putzen kann jeder. Der Arbeitgeber hat freie Wahl unter zahllosen Bewerbern - und nimmt den billigsten Arbeitnehmer.

Und eine Ausbildung ist nur soviel wert, wie es Betriebe gibt, die solche Leute suchen. Blöde gesagt: ein diplomierter Tapezierer und Maler, malt beim Kunden die Wände nicht schneller - und bekommt deshalb den gleichen Lohn wie ungelernte Maler.

Mit anderen Worten: Der Lohn ist immer von der Nachfrage abhängig - und wie viele Leute das Gleiche können.
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20.06.2013 11:38 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -2
 
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@ Mister-L
Nicht nur für Jobs die einen körperlich fordern. Viele haben schon mit 40 Jahren massive Probleme an die Anforderungen eines modernen Büros anzupassen und beherrschen ihre Arbeitsgeräte bestenfalls rudimentär.
Ich habe jetzt schon in zwei Firmen als IT´ler nebenher tonnenweise kaufmännische Aufgaben erledigen dürfen, weil die Kaufleute hoffnungslos überfordert waren.
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20.06.2013 11:46 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -3
 
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@Bildungsminister
[...]Wie nennt sich die Welt in der du lebst? Ponyhof-Hausen? Schlaraffenland, oder doch das Wunderland?[...]

Ponyland klingt auch nicht schlecht ;)

[...]Erst einmal liegst du mit deiner schamlosen Unterstellung, dass nur ungelernte Arbeitskräfte auf solche Jobs angewiesen sind meilenweit daneben. Eine Ausbildung ist längst keine Garantie mehr für einen Arbeitsplatz, oder für eine gerechte Bezahlung. Die Zeiten sind wohl lange vorbei. Jeder der jenseits der 50 arbeitslos wird hat es danach schwer einen neuen Job zu finden.[...]

Wann habe ich nochmal behauptet dass 1€ Jobs per se nur von ungelernten benötigt würden? Kann die Passage in meinem Post trotz mehrmaligem Lesen nicht finden


[...]Warum darf das nicht sein? Erkläre es mir bitte sachlich. Warum hat jemand der Toiletten putzt weniger Entlohnung verdient, als jemand der z.B. Webseiten am PC erstellt? Ist seine Arbeit weniger wert? Weniger wichtig? Hat jemand der eventuell Maurer gelernt hat weniger für seinen Arbeitsaufwand verdient, als jemand der sich drei Jahre durchs Studium gemogelt hat? Was macht da den Unterschied? Intelligenz? Mit welchem Recht bekommen Menschen bei meist unbeliebten Jobs einen Hungerlohn und andere werden besser entlohnt? Und selbst wenn, warum müssen die Unterschiede derart eklatant sein?[...]

Warum es Unterschiede geben muss die man auch spüren soll?

Wenn ich meine Schule ist scheisse und ich geh mit 15 oder 16 ans Fließband und maloch meine 10 Stunden ist das okay und soll auch bezahlt werden keine Frage. Aber jeder der in seine Bildung investiert sollte unterm Strich hinterher soviel mehr verdienen dass nicht nur er sondern auch andere merken dass es sich lohnt in Bildung zu investieren!

Übrigens ist es fakt dass ein proletarischer nutzloser Student durch seinen höheren Verdienst" nach 65 Jahren im Schnitt genausoviel verdient hat wie jemand der nach der 9 oder 10 Klasse sich ans Fließband stellt und schuftet oder jemand der zwischenzeitlich noch eine Ausbildung gemacht hat.

Bildung kostet und dieser Einsatz muss sich hinterher lohnen!!

[...]Über die Ausbildung entscheidet noch immer ganz oft der soziale und finanzielle Status.[...]
Das ist falsch. Klar kann man die Hände in den Schoß legen und jammern dass Mama und Papa Hartz4 bekommen und man selber deswegen auch nur Hartz4 bekommt oder bestenfalls irgendwo als Hilfskraft anfangen kann, aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dem ist nicht so

Man muss einfach nur genug Ehrgeiz haben, dann schafft man es sogar sein Studium selbst zu finanzieren.

Ich habe studiert und habe seinerzeit neben dem Studium als Putze, in der Diskothek, als Kellner und hinterher fachbezogen gejobbt. Klar meine Freizeit war gering, aber ich habe mein Studium selbst finanziert! Und das kann jeder andere auch!

[...]Mal davon ab, dass viele Studienfächer wegen extrem überlaufener Studiengänge einen hohen NC haben, woran schon sehr viele scheitern. Es gibt gar nicht genug Studienplätze damit alle studieren könnten.[...]
Und wo ist das Problem ein Semester oder auch zwei zu warten und die Zeit mit jobben oder sonstwas zu überbrücken? Nicht nur weil man es nicht sofort bekommt ist es unmöglich!!


[...]Du gehst davon aus, dass das alles ungelernte Kräfte sind, was so schlicht nicht stimmt. Damit geht deine ganze Argumentation schon nicht auf. [...]
Habe ich zu keinem Zeitpunkt behauptet.

Sicherlich ist es nciht so dass für alle Arbeitsplätze oder Ausbildungsplätze/Studienplätze vorhanden sind. Das wäre auch tödlich für unser Land

Aber mind. (und damit bewege ich mich am unteren Rand der Schätzung 20% aller Arbeits/Ausbildungs oder Studienpläzte werden nicht besetzt weil der Bewerber sich weigert umzuziehen, eine Arbeit anzunehmen die seinem Traum nicht ganz entspricht etc.

Aber alles was nicht gegen den Staat geht ist ja eh nur blabla nicht wahr
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20.06.2013 11:50 Uhr von PeterLustig2009
 
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@kafir
[...]Doch sind sie, weil sie von meiner Arbeit leben, weil sie die Hälfte von dem was ich erwirtschafte behalten.[...]
1. Wenn das Verhältnis wirklich so wäre hast du schelcht verhandelt
2. Die ZA hat erstmal Arbeit damit dich überhaupt zu vermitteln, dann suchen sie nach neuen Jobs wenn dein Projekt ausläuft damit du nicht wochenlang Pause hast zwischendurch. Und das sollen sie natürlich alles unentgeldlich tun oder wie?

[...]Ich selber mache eine ungelernte Hilfstätigkeit und bekomme 13 Euro Stundenlohn.[....]
Das ist doch gut. Spricht ja auch nichts gegen dass man gute Arbeit entsprechend entlohnt.
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20.06.2013 11:52 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -2
 
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@Bleissy
Wo arbeitest du dass ein regulärer Arbeitsplatz nur 15 Wochenarbeitsstunden hat.

Und nein die Firma darf keine 100 1€Jobber anstellen um das Zeitpensum vollzubekommen :D
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20.06.2013 12:19 Uhr von Bildungsminister
 
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@PeterLustig2009

Ich glaube wir leben in zwei vollkommen verschiedenen Welten. nur zur Aufklärung: Ich habe auch studiert, bin mittlerweile selbstständig und Teilhaber einer Agentur. Ich würde deswegen aber nie auf die Idee kommen, dass mir das irgendwelche Privilegien eröffnen sollte. Jemand der putzt oder kellnert, oder was auch immer, der verrichtet genauso seinen Dienst an der Gesellschaft. Oftmals sind diese Tätigkeiten sogar wichtiger als das was gelernte Kräfte tun. Denn irgendjemand muss es machen.

Ich kann deine Argumentation nicht ganz verstehen. Bildung bedeutet für dich also mehr Geld. Warum das so ist verstehe ich nicht. Wie definiert man das? Es gibt so viele Berufe, in denen man keine Lehre oder kein Studium braucht, die aber trotzdem wichtig sind. Ich würde es ja noch gelten lassen, dass man Erfahrung als Faktor heran zieht, aber die kann es eben auch in jedem Beruf geben.

Das über Studium und Ausbildung der soziale Status entscheidet ist weder falsch, noch hat es mit jammern zu tun. Das belegen Studien, unter anderem auch des Bildungsministeriums. Nicht umsonst wird seit Jahren versucht diese Lücke zu schließen, mit mäßigem Erfolg. Es mag sein, dass sich der ein oder andere durchbeißen kann, viele Studenten tun das ja, aber das ist eben auch nicht für jeden möglich. Ich kenne nicht wenige Studenten, die neben dem Studium schlicht keinen Job finden, da diese nun auch nicht unendlich verfügbar sind.

Mal davon ab, dass dein Vorschlag mit den Wartesemestern an der Realität vorbei geht, wie auch so vieles Andere von deinen Ideen. Es gibt Menschen, die haben Verantwortung, die können nicht mal eben 2 Jahre warten, um dann drauf zu hoffen, dass es einen Platz gibt. Nicht jeder kann die Zeit mit Reisen oder bei Muttern auf der Couch verbringen. Da ist es elementar wichtig, dass man die Chance entweder direkt, oder eben gar nicht mehr bekommt, weil sonst der Zug abgefahren ist.

Was deine Schätzungen angeht, so kann ich dazu nichts sagen. Mag sein, dass es solche Verweigerer gibt, aber ich beteilige mich nicht an solchen Spekulationen, weil es wohl auch kaum die Masse sein wird.

Deinen letzten Satz hättest du dir klemmen können, weil es die Diskussion auf ein Niveau hebt, welches unnötig ist, und mich auch an deiner Ernsthaftigkeit zweifeln lässt.

Mir geht es hier nicht um den Staat. Mir geht es darum, dass Arbeit, egal welche, ordentlich bezahlt gehört, ohne dass der Staat diese subventionieren muss, weil sie sich der entsprechende Arbeitgeber eigentlich nicht leisten kann. Wo ist da der Wettbewerb? Jemand der auf dem Markt nicht existieren kann, der hat auch keine Berechtigung zu existieren. Es wird schon jemand nach rücken.

Und wenn man von Geiz ist Geil spricht, dann ist das ein eher systemisches Problem. Wir haben diese Dumping-Löhne und damit die "alles muss billig sein"-Mentalität über Jahre hinweg gefördert. Heute können wir bei den Löhnen mit China konkurrieren, während andere Länder, die ihre Mitarbeiter richtig und fair bezahlen, das Nachsehen haben. Und das nur, weil wir Menschen die hart arbeiten ein Gnadenbrot zugestehen, damit sie zumindest auf H4-Niveau kommen. Das kann es doch nicht sein.

Und sei doch bitte so ehrlich, und sage, dass es dir nicht um Bildung geht. Du willst einfach mehr Geld haben, weil du glaubst dass dich dein Bildungsgrad dazu befähigt. Ich bin besser als andere, nichts anderes ist die Aussage dahinter, also gebt mir auch mehr Geld.

Ich denke aber, dass wir in zwei vollkommen unterschiedlichen Welten leben. Du lebst den Kapitalismus in Reinkultur. Ich bin, als gebt mir! Was mit denen dort unten ist, dass ist mir völlig egal. Immerhin bin ich durch meine Bildung etwas besseres. So wurde ich persönlich nicht erzogen, weswegen ich es nicht nachvollziehen kann. Es ist aber natürlich jedem seine Meinung überlassen, die will ich dir auch gar nicht absprechen!

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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20.06.2013 12:31 Uhr von majorpain
 
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Also mein Senf zu 1 € Jobber. Mein Cousine wollte immer was mit Pferden machen was war das Ende sie durfte in einem E.V die Ställe ausmisten etc. Pferde sind aber dort sehr Teuer unterzustellen. Sorry da kann man auch jemand normales einstellen. Anderer bekannter er war Mahler er durfte nachher die U-Bahnen streichen okay muss gemacht werden aber kann auch ein festangestellter durchführen.

Was Zeitarbeit angeht. Finde ich eigentlich gut. Wenn eine Firma einen Großauftrag hat das sie schnell mehr Leute bekommen. Das andere sie sollen normal entlohnt werden. Nicht das sie nachher auf das Amt müssen etc. Wäre mindestens Tarif Lohn angebracht eigentlich etwas mehr da sie nachher sowieso gekündigt werden
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20.06.2013 12:47 Uhr von stimpfal
 
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@PeterLustig2009
Hat Amazon aber doch in Deutschland gemacht. Die haben sich billige Eurojobber geholt und der Staat hat deren Gehalt dann von Steuergeldern finanziert. Und das waren mehr als 100.

Damit haben sie dann das brunmmende Weihnachtsgeschäft überbrückt. Und es war schon vorher klar, dass nicht geplant ist jemanden davon fest anzustellen.
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20.06.2013 12:51 Uhr von ArrowTiger
 
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"Jobwunder" ist an Zynismus kaum zu überbieten!

Zudem gibt es das schon lange, daß Betriebe für bis zu einem Jahr einen guten Teil des Lohns vom Amt erhalten, wenn dies der Einstellung eines Arbeitslosen dient. Und dies ganz unabhängig vom halbseidenen Lohndumping durch Aufstocker.

Aber bei dem Laden wundert mich nix mehr: Die Hamburgerin Inge Hanneman wurde kürzlich auch per öffentlicher Stellungname geschasst. Peinlich dabei, daß die Stellungname vor Lügen nur so strotzt!
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20.06.2013 12:54 Uhr von ArrowTiger
 
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@ThomasHambrecht:

-- "Macht doch alle mal einen Betrieb auf.
Dann kommt die Ernüchterung, dass man nur das Gehalt zahlen kann, das ein Mitarbeiter auch erwirtschaftet."

Dann bist du zu billig oder dein Unternehmenskonzept ist nicht tragfähig. Am besten mehr in Qualität und Werbung investieren oder den Laden gleich schließen!

Es gibt keinen (langfristigen!) Grund für Lohndumping, außer Gier...
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20.06.2013 13:00 Uhr von ArrowTiger
 
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@PeterLustig2009:

-- "Klar sind 4€ für ne Putzfrau oder ne Friseurin zu wenig Stundenlohn. Aber eine Putzfrau (für die Tätigkeit brauche ich keine Ausbildung) muss auch keine 10,00 € pro Stunde bekommen"

Wenn die Lebensunterhaltskosten in Deutschland entsprechend hoch sind, dann sind 10€ sicher gerechtfertigt. Das hat überhaupt nichts mit gelernt oder ungelernt zu tun, denn arbeiten tun die auch, und das nicht zu schlecht. Wem das zu teuer ist, der soll gefälligst selber putzen, statt Lohnanteile auf den Steuerzahler abzuwälzen.

-- "Es darf nicht sein dass sich ein Studium oder eine Ausbildung hinterher beim Lohn nur maginal von dem eines ungelernten Arbeiters unterscheidet!!"

Auf die Idee, daß evtl. die Gehälter von gut Ausgebildeten oft zu niedrig sind, kommst du aber auch, oder?

Wir können uns aber auch weiter auf einer Abwärtsspirale bewegen, bis die Putzfrau nur noch 1€/Std und der Dipl.Ing 3€/Std. erhält.
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20.06.2013 13:55 Uhr von PeterLustig2009
 
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@Bildungsminister
Ich denke nicht dass wir in 2 verschiedenen Welten leben. Vielmehr glaube ich dass wir aneinander vorbeireden.

Ich finde die Entlohnung sollte sich nach einigen Kriterien wie
- Verantwortung
- nötige Ausbildung
- Schwierigkeit
- Erfahrung
etc. richten

Und nein Bildung schafft keine Privilegien.

Aber es kann nicht sein dass der Bauleiter "nur" genausoviel bekommt wie der Bauarbeiter. Der Bauleiter braucht viel mehr Wissen, hat viel mehr Verantwortung und das muss entsprechend entlohnt werden

Und ich habe mich nie hingestellt und gesagt putzen kann jeder also muss das nicht gut bezahlt werden.

Aber es muss auch ein Anreiz geschaafen werden dass man nach der Schule sagt ich verzichte jetzt nochmal ein paar Jahre auf gutes Geld und investiere das in Bildung!

[...]Es gibt Menschen, die haben Verantwortung, die können nicht mal eben 2 Jahre warten, um dann drauf zu hoffen, dass es einen Platz gibt. [...]
Die Verantwortung hält sich aber bei nem frischgebackenen Abiturienten aber dann doch sehr in Grenzen, auch wenn das Alter der "Mütter" und "Väter" immer weiter runter geht.

[...]Nicht jeder kann die Zeit mit Reisen oder bei Muttern auf der Couch verbringen. [...]
as spricht dagegen das Jahr am Fließband zu arbeiten oder sonstige Tätigkeiten anzunehmen? Gibt es nur Wunschberuf oder gammeln?


Klar muss sich arbeit lohnen und immer ordentlich bezahlt werden so dass man ohne Subventionen vom Staat auskommt. Aber dafür reichen rd. 1300€ im Monat aus!!!

[...]Jemand der auf dem Markt nicht existieren kann, der hat auch keine Berechtigung zu existieren. Es wird schon jemand nach rücken.[...]
Interessante Einstellung die ich als selbstständiger (auch wenn ich am Markt existieren kann) nur bedingt teile


[...]Und wenn man von Geiz ist Geil spricht, dann ist das ein eher systemisches Problem. Wir haben diese Dumping-Löhne und damit die "alles muss billig sein"-Mentalität über Jahre hinweg gefördert. [...]
Tja nur dumm wenn man jammert wenn man das was man über Jahre gewollt hat jetzt fressen muss.
Nicht der Staat hat dafür gesorgt dass Waren und Leistungen nichts mehr kosten dürfen!!


[...]Und sei doch bitte so ehrlich, und sage, dass es dir nicht um Bildung geht. Du willst einfach mehr Geld haben, weil du glaubst dass dich dein Bildungsgrad dazu befähigt. [...]
Da liegst du falsch! Aber wenn ich mein leben lang dafür gekämpft habe und Zeit und Geld in Bildung investiert habe dann muss sich das für mich auch lohnen. Kann ja sein dass du alles aus Nächstenliebe machst.

[...]Was mit denen dort unten ist, dass ist mir völlig egal. Immerhin bin ich durch meine Bildung etwas besseres[...]
Leider hast du gar nichts verstanden
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20.06.2013 13:57 Uhr von PeterLustig2009
 
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@stimpfal
Und diese These resultiert aus ner gefakten Reportage oder aus Fakten?

Amazon erfüllt nichtmal ansatzweise die Voraussetzungen 1€-Jobber zu beschäftigen, nur mal so am Rande
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20.06.2013 14:02 Uhr von PeterLustig2009
 
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@ArrowTiger
[...]Wenn die Lebensunterhaltskosten in Deutschland entsprechend hoch sind, dann sind 10€ sicher gerechtfertigt. Das hat überhaupt nichts mit gelernt oder ungelernt zu tun, denn arbeiten tun die auch, und das nicht zu schlecht. Wem das zu teuer ist, der soll gefälligst selber putzen, statt Lohnanteile auf den Steuerzahler abzuwälzen.[...]
Sind sie aber nicht. Und wenn sie es wären dann müsste man halt an eine Anpassung denken

[...]Auf die Idee, daß evtl. die Gehälter von gut Ausgebildeten oft zu niedrig sind, kommst du aber auch, oder?[...]
Es geht um grundsätzliches nicht dass im "Niedriglohnsektor" weniger bezahlt werden soll damit die Spanne wieder passt!!

[...]Wir können uns aber auch weiter auf einer Abwärtsspirale bewegen, bis die Putzfrau nur noch 1€/Std und der Dipl.Ing 3€/Std. erhält. [...]
Aber nur wenn die Putzfrau Mitte 20 schlank ist und nackt putzt ansonsten weniger :D

Sorry der musste sein.
Ich habe nie gesagt dass die Löhne die teilweise gezahlt werden zu niedrig sind (zum Glück nur im geringen Maße)

Aber ebenso wie es die Minderheit ist die sich Sozialleistungen erschleicht ist es auch die Minderheit der Arbeitgeber die Dumpinglöhne zahlt
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20.06.2013 14:47 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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@ThomasHambrecht

"Mit anderen Worten: Der Lohn ist immer von der Nachfrage abhängig - und wie viele Leute das Gleiche können. "

In einer 100%igen Marktwirtschaft ja, daher gibt es in weiter entwickelten Staaten auch regulierungen, damit Niemand unter Existensnot arbeiten gehen muss, nennt sich auch Mindestlohn (nicht aufstockendes Alg II)

Theoretisch kann ja jeder putzen und alte Leute pflegen und Haare schneiden und Taxi fahren. Wenn es einen Mindestlohn gibt und die Preise erhöht werden, verzichten dann alla auf diese DIenstleistungen um die realen Preise nicht mher zu bezahlen?

Mit welchem Recht erwarten Unternehmen die Angestellte ihren Lohn von Alg II aufstocken lassen, das diese von guten Unternehmen und realen Steuerzahlern in Millionenhöhe (insgesamt Milliarden) subventioniert werden?

Mit welchem Recht?


Wieso soll ich mit meinen Steuern irgendwelche Unternehmen deren Luxusexistenz finanzieren? 36 Millionen € gehen jährlich an Call-Center über Hartz IV-Subvetionen, wieso soll ich das zahlen? (Hat sich diese Frage mal Jemand gestellt?)


Wenn das mit den Arbeitsbedingungen erstmal geklärt ist, dann können wir über die sprechen die nicht arbeiten wollen, aber eins nach dem anderen, nicht alles auf einmal.

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