19.06.13 12:11 Uhr
 92
 

Seit 2009 wieder höhere Tarifabschlüsse in Deutschland als in Frankreich

Nach vier Jahren hat Deutschland wieder höhere Tarifabschlüsse als in Frankreich erreicht. Während hierzulande die tariflichen Lohnerhöhung je nach Branche stark schwanken, ist das Gefälle in Frankreich nicht so hoch.

Die Franzosen haben noch einen Vorteil, denn sie haben schon einen einheitlichen Mindestlohn, der im Moment bei ca. 9,50 Euro liegt.

In Deutschland gibt es nur verbindliche Mindestlöhne in einzelnen Branchen, die je nach Gewerbe zwischen sieben Euro (Wach-und Objektschutz) und 13,40 Euro (Baugewerbe) liegen sollen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Frankreich, Branche, Tarifabschluss
Quelle: www.t-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

American-Airlines-Angestellte bekommen Juckreiz und Kopfweh wegen neuer Uniform
Türkische Währung auf Talfahrt: Präsident ruft Landsleute zum Devisentausch auf!
Marktforschung: Menschen in Deutschland geben mehr Geld für Schokonikoläuse aus

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
19.06.2013 12:11 Uhr von Nightvision
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Was ist denn mit den Friseurinnen,die für 3-4 € arbeiten müssen,oder den ganzen anderen Menschen,die viel weniger bekommen als die sogenannten verbindlichen Mindestlöhne.Was wir brauchen ist auch ein einheitlicher Mindestlohn, und der muss bei 13,50 € liegen, damit man nicht aufstocken muss. Es kann nicht sein,das man arbeitet und aufstocken muss.Das ist soziale Ungerechtigkeit gegen alle normal arbeitenden Menschen,denn die Nichtaufstocker finanzieren Hartz4 voll mit.Was ist mit den Konzernen?
Kommentar ansehen
19.06.2013 12:34 Uhr von Perisecor
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@ Nightvision

Die "müssen" nicht für den Lohn arbeiten.

Wer aber heute eine Friseurausbildung beginnt, auch noch im Osten, der weiß, dass der Beruf total überlaufen ist und oft schlecht bezahlt wird.

Wie auch bei Apotheken hat jede 20.000 Einwohner-Stadt ihre 60-80 Friseure - ist doch klar, dass das viel zu viele sind.




".Was wir brauchen ist auch ein einheitlicher Mindestlohn, und der muss bei 13,50 € liegen, damit man nicht aufstocken muss."

Das würde Millionen Arbeitsplätze kosten. Die ganze Convenience-Industrie, vor allem im Osten, wäre mit einem Schlag weg - was auch wiederum bedeutet, dass die allgemeinen Nahrungsmittelpreise steigen. Der Friseurbesuch kostet dann statt 17€ eben 25€ (Herren, kurze Haare) - und alle günstigeren Alternativen, die es jetzt schon gibt, fehlen.
Die Monatstickets für Busse dürften um 50-150% steigen - und so zieht sich das durch alle Branchen, die derzeit unter deinen 13,50€ liegen.


ICH kann mir das leisten. Aber ich weiß auch, dass sich viele das dann nicht mehr leisten können. Aber gut, muss man halt wieder selbst kochen, sich die Haare von Mama oder der Freundin schneiden lassen und zu Fuß gehen.



Statt die Löhne zu erhöhen, werden viele Firmen einfach schließen, weil sie nicht nur keinen Profit erwirtschaften können, sondern auch noch Verlust machen.
Dann wird das Firmengebäude eben statt täglich nur noch alle vier Wochen gereinigt und die Mitarbeiter müssen ihren Papierkorb selbst leeren, wenn er voll ist. Statt des Hausmeisterservices wird einmalig eine Baufirma kommen, welche Bäume beseitigt und Beete teert. Und für den Winterdienst steigt dann eben die Miete um 10%.
Eine allgemeine Preiserhöhung findet dann sowieso statt, weil gerade in der Logistikbranche - und zwar überall - weniger gezahlt wird. Egal ob LKW- oder Staplerfahrer.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
Kommentar ansehen
19.06.2013 12:52 Uhr von Nightvision
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
19.06.2013 12:34 Uhr von Perisecor,mir sind die struktuellen Probleme bewusst , aber mit irgendwas muss man anfangen,um das Problem anzugehen.Es kann nicht sein ,dass die großen Konzerne alle ihre Versprechen gebrochen haben und keine Steuern zahlen . Die Last trägt nur noch die arbeitende Schicht und das ist der Kern des Problems.Mehr Steuer-und Abgabengerechtigkeit wäre auch schon ein anfang. Wir könnten doch mit der EEG-Umlage anfangen.
Kommentar ansehen
19.06.2013 13:00 Uhr von Perisecor
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
@ Nightvision

Die großen Konzerne machen einerseits nur einen kleinen Teil der Arbeitgeber aus, andererseits ist das verbreiteter Unsinn, dass alle großen Konzerne keine Steuern zahlen.

Den Großteil der Steuerlast tragen übrigens die Reichen.
Kommentar ansehen
19.06.2013 14:30 Uhr von Nightvision
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
19.06.2013 13:00 Uhr von Perisecor , ich werde jetzt keine Diskussion mit dir hier anfangen über das Thema ^^. Das wird sicher nicht auf Shortnews gelöst werden^^.Mir sind alle Argumente bekannt , aber ich bin jemand der glaubt, das man das System gerechter gestalten könnte.Geistige oder körperliche Überlegenheit sollten in einer Solidargemeinschaft nicht dazu dienen sich schamlos zu bereichern^^.Ich glaube eher das die starken die Verpflichtung haben sich um die Schwächeren zu kümmern. In diesem Sinn , wünsche ich dir noch einen schonen Sommertag ^^.
Kommentar ansehen
19.06.2013 15:45 Uhr von CoffeMaker
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
"Wie auch bei Apotheken hat jede 20.000 Einwohner-Stadt ihre 60-80 Friseure - ist doch klar, dass das viel zu viele sind."

Welche Stadt soll´n das sein?
Das Thema hatten wir schon, in meiner Stadt muss man Friseure suchen und trotzdem werden die Angestellten scheiße bezahlt. Warum? Na weil hier kaum einer richtig Geld verdient, ergo können sich die meisten keine großnen Friseurpreise leisten, ergo nimmt der Friseur wenig ein.
Wenn man kaum Geld hat spart man da auf das wo man darauf verzichten kann. Ich schneide mir meine Haare auch selber, weil verdiene nur knapp 1000€, von denen gehen 75% in den Lebenserhalt (Wohnung + Nahrung) na und da bleibt nicht viel übrig. Und die meisten die ich kenne verdienen nicht viel mehr.
Da liegt der Hund begraben, würden die anderen mehr verdienen könnte der Friseur auch höhere Preise nehmen und trotzdem Kundschaft haben.
Kommentar ansehen
20.06.2013 12:22 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
-- "Den Großteil der Steuerlast tragen übrigens die Reichen."

Gerne verbreitetes Märchen! Der Großteil der Steuern kommt über indirekte Steuern rein.
Kommentar ansehen
20.06.2013 12:35 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
-- "Den Großteil der Steuerlast tragen übrigens die Reichen."

Edit: Hier noch eine Grafik zur Veranschulichung (siehe "04968 - Steueraufkommen 2011..." und darüberstehende Erläuterung):

http://andreasrudolf.blogspot.de/...

"Entgegen ständig, vor allem von der FDP, wiederholten Behauptungen zahlen die Reichen in Deutschland nicht den Löwenanteil an Steuern. Das gesamte Steueraufkommen von 2009 (ohne Gemeindesteuern) lag bei 485 Mrd Euro. Lediglich 51 Mrd Euro oder knapp 11 % davon enfielen auf veranlagte Einkommenssteuer, nicht veranlagte Einkommenssteuer und Zinsabschlagsteuer, also Steuern die ganz überwiegend bei den höheren Einkommensklassen erhoben werden (Abb. 04968). Der Löwenanteil entfällt auf die Umsatzsteuer und die Verbrauchssteuern, die zum allergrößten Teil von normalen Steuerzahlern zum gleichen Steuersatz wie bei den hohen Einkommensbeziehern erbracht werden. Bei den normalen Steuerzahlern wird auch ein viel rößerer Einkommensanteil über so versteuerte Waren und Dienstleistungen konsumiert als bei den Wohlhabenden."

Die ganze Seite ist übrigens sehr interessant, was unser "Steuerparadies" Deutschland betrifft.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Politiker warnen vor Stimmungsmache und Hetze gegen Flüchtlinge
Fußball/1. Bundesliga: Darmstadt 98 entlässt Trainer Norbert Meier
"Tagesschau" berichtet nun doch über Mord an Freiburger Studentin


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?