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Urteil: Vergewaltigung auf dem Weg zur Arbeit nicht immer ein Arbeitsunfall

Normalerweise ist jeder, der auf dem Arbeitsweg das Opfer eines Verbrechens wird, über seine Unfallversicherung versichert. Doch dies wurde nun von Richtern des Bundessozialgerichts in Kassel eingegrenzt.

Die Richter haben entschieden, dass eine Vergewaltigung auf dem Arbeitsweg dann kein Arbeitsunfall ist, wenn der Täter seine Tat aus persönlichen Gründen verübt hat (Aktenzeichen: B 2 U 10/12 R).

Die Revision einer Frau, die von ihrem ehemaligen Freund vor ihrem Haus vergewaltigt wurde, haben die Richter zurückgewiesen. Für die Richter war die persönliche Beziehung von dem Mann zu der Frau "prägend".


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arbeit, Urteil, Vergewaltigung, Weg, Arbeitsunfall
Quelle: www.sueddeutsche.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2013 09:00 Uhr von NoBurt
 
+29 | -2
 
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Was spielt die persönliche Beziehung für eine Rolle????

Vergewaltigung in der Ehe ist auch verboten. Und immerhin war sie schon aus dem Haus, ergo auf dem WEG!

Was für Schwachsinn! Genauso wie damals der Typ, der bei einem Banküberfall für nicht zurechnungsfähig gesprochen wurde, weil er vorher eine Banane gegessen hat und im Glücksrausch war...

Ich zieh mir jetzt auch mal ne Banane rein, brauch noch etwas Kohle ...
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19.06.2013 09:04 Uhr von SN_Spitfire
 
+6 | -7
 
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@NoBurt
Dass der Tatvorwurf der Vergewaltigung aber erstmal eindeutig bewiesen werden muss, sollte dir klar sein.
Erinnerst dich doch sicherlich an die Geschichte mit Hr. Kachelmann, oder? ;)
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19.06.2013 09:08 Uhr von deoroller
 
+9 | -2
 
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Der Staat setzt wirklich alles durch, damit Vergewaltiger so wenig Strafen wie möglich und die Opfer so viel Spot wie möglich kriegen. Sehr unverständlich! Anstatt dauernd sich zu überlegen, dass der kleine Steuerschuldner jedes Jahr weniger Geld vom Finanzamt zurückerhält, sollten sich die "Volksvertreter" (welches Volk will denn so vertreten werden???) um die Bürger kümmern.
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19.06.2013 09:13 Uhr von NoBurt
 
+9 | -2
 
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@Spitfire
Klar weiß ich das und kenne den Vorfall. Auch hasse ich es, dass man hier keine Unschuldsvermutung bekommt, sondern hier zuerst geschossen und dann gefragt wird. Gab schon viele Typen, die wegen so einer FALSCHaussage ihre Existenz verloren haben.

Das ist aber nicht das Thema der News. Für mich ist Vergewaltigung auch Vergewaltigung - egal, in welcher Beziehung man zueinander steht. Das muss dann auch klarer definiert werden.

Was mir auffällt:
Ist das nicht ein Wegeunfall? Ein Arbeitsunfall ist es doch erst, wenn ich AUF der Arbeit bin. Hm...
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19.06.2013 09:20 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+18 | -1
 
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Könnt Ihr lesen?

Hier geht es nicht um die Strafbarkeit einer Vergewaltigung, sondern ob eine Vergewaltigung auf dem Arbeitsweg ein Arbeitsunfall ist.

Und das ist laut Richter nur so, wenn das Opfer willkürlich ausgesucht wurde und keine Beziehungstat vorliegt.
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19.06.2013 09:23 Uhr von jschling
 
+7 | -1
 
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die Kommentare sind mal wieder.... was ist denn an dieser News so schwer zu verstehen ?
es geht NICHT um die Frage der Vergewaltigung als solches und wie diese zu bestrafen ist, das ist eine ganz andere Sache, die mit dem Urteil hier nichts zu tun hat.

Grundsätzlich ist auch der ARBEITSWEG über die ARBEISTSUNFALLVERSICHERUNG versichert. Ich weiss nicht was die Frau hat/haben möchte, aber eigentlich kein Geheimnis, dass die ARBEITSUNFALLVERSICHERUNG deutlich bessere Leistungen bietet, als die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse (Angefangen von Taxifahrten zum Arzt/Krankenhaus, hat mich selber mal positiv überrascht *g*).

Von daher kann und wird der Mann für seine Vergewaltigung unabhängig von diesem Urteil genau so verurteilt, als hätte er eine Frau ganz ohne Krankenversicherung vergewaltigt. Nur die Ansprüche der Frau bzw die zu erwartenten (geringeren) Leistungen erhält sie von ihrer Krankenversicherung und nicht von der Unfallversicherung.

...und ich kann mich dem Urteil anschliessen. Hier war nicht die Arbeit/der Weg zur Arbeit der Auslöser für "den Unfall" sondern die persönliche Beziehung zu dem Mann

[ nachträglich editiert von jschling ]
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19.06.2013 10:23 Uhr von MerZomX
 
+1 | -4
 
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Oder einfach sagen wenn man zu spät kommt

"Mir ist da etwas dazwischengekommen"


MerZomX
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19.06.2013 10:39 Uhr von Leimy
 
+0 | -4
 
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Wieso sollte eine Vergewaltigung, egal ob mit persönlichen Gründen oder nicht, egal ob auf Arbeit, auf dem Weg dorthin, in der Freizeit oder zuhause, egal ob im Ausland, Inland oder auf einem Weltmeer oder im Weltraum, JEMALS ein UNFALL sein? Obwohl, wenn es ein Tier wäre, könnte ich das mit dem Unfall verstehen. Aber von einem Menschen ist es immer ein Verbrechen und kein Unfall!
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19.06.2013 11:34 Uhr von Rychveldir
 
+0 | -1
 
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"Was spielt die persönliche Beziehung für eine Rolle????

Vergewaltigung in der Ehe ist auch verboten. Und immerhin war sie schon aus dem Haus, ergo auf dem WEG!"

Wo steht denn hier, dass es erlaubt war? Es steht nur hier, dass es nicht als Arbeitsunfall gilt.
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19.06.2013 11:35 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
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@deoroller
Schlat mein dein Oberstübchen ein bevor du postest auch wenn es warm ist.

Es geht hier nicht um Strafmilderung oder sonstwas sondern ob für spätere Schäden wie Verdienstausfall, evtl. ärztliche Behandlungen, etc. die Versicherung des Arbeitgebers haften muss oder die des Opfers bzw Täters

Aber hauptsache wieder den entrüsteten spielen
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19.06.2013 11:36 Uhr von rubberduck09
 
+0 | -1
 
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@ Wolfsburger

Ganz so einfach ist es nun doch wieder nicht.

Was ist wenn eine Frau Schichtarbeit macht und nur deshalb zu ´unchristlichen´ Zeiten draussen rumläuft? Und eben diese Unzeiten die Vergewaltigung erst möglich machten?

Was ist wenn das Haus und die sonst angelaufenen Geschäfte des täglichen Bedarfs immer von ausreichend Zeugen umgeben sind sodass die Frau _ohne_ in die Arbeit zu müssen nie durch die entsprechende Gegend die den Fall erst begünstigt hat, gelaufen wäre?

Sie ist aufgrund der Arbeit regelmäßig wo langgelaufen und vergewaltigt worden. Diese Tatsache (dass sie wg. der Arbeit um die und die Zeit da und dort langläuft) hat der Vergewaltiger ggf. genutzt. Also ist es schon irgendwo im Zusammenhang mit der Arbeit zu sehen.

Wenn sich rausstellen sollte (wie eigentlich?) dass der Typ sie sowieso vergewaltigt hätte auch woanders, dann würd ich dem Richter recht geben wollen.
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19.06.2013 12:30 Uhr von dagi
 
+0 | -0
 
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welcher richter spricht schon ein urteil " im namen des volkes "
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19.06.2013 13:44 Uhr von jschling
 
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@wok
DANKE das du mir zustimmst, dann brauch ich es ja eigentlich nicht nochmal erklären :-))
Das hier war eben keine "normale Vergewaltigung" eines typischen Vergewaltigers, sondern die Tat ihres Ex-Freundes, der kein typischer Vergewaltiger ist, sondern die Tat aus persönlichen Gründen begangen hat.
Grundsätzlich wäre eine Vergewaltigung auf dem Arbeitsweg versichert ->>> daher ist die Leistung hier ja auch nicht pauschal abgelehnt worden, sondern es kam zu einem Prozess - und ich denke der Richter hat da richtig entschieden.

rubberduck09
welches Wort an der Formulierung "von ihrem ehemaligen Freund vor ihrem Haus vergewaltigt wurde" verstehst du nicht ???
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19.06.2013 14:14 Uhr von azru-ino
 
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wenns geplant gewesen ist kann es ja auch kein Unfall sein, so die Annahme des Richters, aber wahrscheinlich wollte die versicherung die kosten auf den Vergewaltiger abwälzen

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