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Pränatale Gentests sollen zum Standard werden

Bisher konnten Chromosomenstörungen bei Föten nur durch riskante Fruchtwasseruntersuchungen festgestellt werden, sodass diese nur in Ausnahmefällen mit erhöhtem Krankheitsrisiko durchgeführt wurden.

Dank der neuen, unkomplizierteren Untersuchungsmethoden mit Hilfe von Mutterblut sollen diese Gentests aber nun zur selbstverständlichen Schwangerschaftsvorsorge werden. Der Bluttest sei nicht nur ungefährlicher sondern auch zuverlässiger.

Die letzten Testrunden sind noch nicht abgeschlossen, doch die Experten sind sich sicher, dass sich diese nicht invasive Methode durchsetzen wird. In einer Testreihe in China an 100.000 Frauen hat sich der Bluttest bereits als sehr sicher erwiesen. Der Test kostet momentan noch um die 800 Euro.


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WebReporter: Sterchen
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Schwangerschaft, Standard, Gentest, Fötus
Quelle: www.zeit.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.06.2013 15:06 Uhr von Sterchen
 
+9 | -2
 
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Mal sehen, wann nun die Abtreibungsgegner auf den Plan treten, die um das Lebensrecht der Down-Kinder kämpfen, die auf diesem Weg frühzeitig erkannt werden können und einige Frauen zur Abtreibung bewegen werden.
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16.06.2013 15:51 Uhr von Pils28
 
+7 | -0
 
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Was hier vielleicht zu wenig durchklingt ist, dass es um einen gezielten Test auf Trisomie 21 geht. Ein schwerwiegender Chromosomaler Defekt. Das Genom des Kindes besitzt Drei statt zwei mal das Chromosom 21. Gendefekte bzw. Details des Genoms lassen sich dabei nicht bzw. vielleicht noch nicht untersuchen. Man isoliert die Genfragmente aus untergegangenen Zellen des Kindes aus dem Blut des Kindes. Ist dabei auffällig viel Material aus dem Chromosom 21 vorhanden, ist eine Trisomie sehr wahrscheinlich. Jeder Betroffene sollte sich mit dem Thema ernsthaft ausenandersetzen und nicht nur die Paradebeispiele aus Film und Fernsehen angucken. Dortige Kinder sind zumeist keine reinen Trisomie 21, sondern Mosaik Fälle, in denen nicht alle Zelllinien von dem Defekt betroffen sind, was zu einer meist deutlich abgemilderten Form der Fehlbildungen führt.
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16.06.2013 16:55 Uhr von Pils28
 
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Die endgültige Entscheidung treffen die Eltern. Diese sollten so gut wie möglich informiert und so wenig wie möglich beeinflusst sein. Nur ohne Information haben sie nicht die Gelegenheit eine Entscheidung zu treffen.
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16.06.2013 20:42 Uhr von blaupunkt123
 
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Finde ich sehr gut.

Und die ganzen Abtreibungsgegner müsste man mal fragen, ob sie es überhaupt mal erlebt haben, wie es ist einen Behinderten Menschen von der Geburt an, bis zum Lebensende tag täglich zu pflegen.
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16.06.2013 22:01 Uhr von Pils28
 
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Asozial wäre dann aber auch nicht auf jeden Kriminellen nicht die Todesstrafe anzuwenden oder jedes nicht erwerbsfähige Unfallopfer nicht sterben zu lassen. Auch gibt es Leute, die glücklich mit ihrem behinderten Kind sind. Sind vermutlich die überragende Mehrheit. Wenn man die Entscheidung nicht treffen will, weil man sie, zu Recht irgendwie, unmenschlich empfindet, dann soll man halt nicht testen lassen. Keine der Optionen sind zu verurteilen.
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16.06.2013 23:48 Uhr von Draco Nobilis
 
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Die Frage ist was passiert wenn man die nächsten 10000 Jahre alle Menschen egal welche Missbildungen/Krankheiten etc sie aufweisen mit allen Mitteln der Technik das Leben ermöglichen.
2 primitive erste Einfälle die mir kamen:

1. Man kann irgendwann alle Genfehler beseitigen und es ist alles gut.

2. Man kann dies nicht und die Rate der Fehler nimmt über die Jahrtausende extrem zu da sich alle Fehler in die Zukunft fortpflanzen, was dazu führt das die Spezies als solches immer schwächer wird.

Wir haben uns längst aus der Evolution ausgeschlossen.
Es wird langsam Zeit sich Gedanken darüber zu machen ob das Klug ist oder wie wir damit umgehen sollen.
Allerdings wohl kaum an so einem Stammtisch wie diesem hier. Hier geht es ja schon darum ab wann man menschliches Leben als solches empfindet etc. pp.
Also auch ein philosophisches Problem.
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17.06.2013 00:09 Uhr von Pils28
 
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Wieso verhindert man Evolution, wenn man einem größeren Spektrum an Vielfalt das Lebens ermöglicht? Evolution benötigt keine natürliche Auslese. Man ermöglicht nicht jeder Mißbildung das Leben durch moderne Technik. Die meisten nicht lebensfähigen Säuglinge sterben. Niemand hält die unnötig am Leben, wenn eine angemessene Lebensqualität nicht möglich ist. Ja, man wird vermutlich in den nächsten Jahrzehnten immer mehr an Gendefekten heilen können. Wobei Down Syndrome ein Chromosomenfehler und kein Gendefekt ist. Bisher gibt es nur Einzelfälle, in denen man versucht durch Gentherapie vorher unheilbare Krankheiten zu therapieren. In Zukunft wird es vermtlich möglich sein direkt das Genom eines Embryos auf Defekte zu untersuchen und direkt im Mutterleib zu beheben.
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18.06.2013 07:22 Uhr von mort76
 
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Pils,
ich arbeite in dem Sektor, und ich kann dir sagen: die komplette erste Hälfte deines Posts ist Wunschdenken, auf ca. 10% der Kundschaft trifft das exakte Gegenteil zu.
Und mit eben jenen verdient man das meiste Geld.
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18.06.2013 18:06 Uhr von Pils28
 
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Dann gibt es da regionale Unterschiede. Aber hier wird auch deutlich weniger von den Kassen bezahlt als in D. Zum einen versteh ich die Eltern und zum anderen ist die Gesetzeslage in D etwas ungeklärt. Da droht jedem Mediziner schnell das Verfahren wegen Tötung durch Unterlassung.

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