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Bundeswehr will Helikopter-Drohnen kaufen

Das Bundesverteidigungsministerium lässt sich vom Aus der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" nicht bremsen. Bis Ende August soll ein Vertrag entworfen werden, der den Kauf von Hubschrauber-Drohnen des Typs Camcopter S-100 festhält.

Wie der "Spiegel" berichtet, kosten die Hubschrauber, die aus Österreich stammen, insgesamt etwa 30 Millionen Euro. Doch schon vor dem Kauf gibt es Probleme: Es ist unklar, ob die Drohnen überhaupt zertifiziert und damit im deutschen Luftraum eingesetzt werden können.

Drohnen sind für die deutsche Bundeswehr immer wieder ein heikles Thema: 2004 hätte es bei Kabul fast einen Zusammenstoß zwischen einer Drohne vom Typ "Luna" und einem Airbus gegeben. Die Opposition kritisiert zudem, die hohe Absturzquote der Drohnen sei lebensgefährlich für die Bevölkerung.


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WebReporter: tom.leonhardt
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundeswehr, Kauf, Drohne, Helikopter
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.06.2013 12:28 Uhr von Borgir
 
+7 | -1
 
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Genau, kost ja nix und so lange es nur unklar ist kann man schön einkaufen.....wenn sich nachher rausstellt dass sie nicht fliegen dürfen und man das Geld zum Fenster rausgeworfen hat, hat das ohnehin keine Folgen. Also immer Fenster auf und raus mit der Kohle....
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16.06.2013 12:37 Uhr von ElChefo
 
+2 | -1
 
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S100 wird dieselben Zulassungen zum Betrieb erhalten wie etwa die Drohnen KZO und LUNA. Ist also kein Problem. Vergleichbar mit EuroHawk sind alle drei nicht, da sie für vollkommen unterschiedliche Zwecke gebaut wurden und in vollkommen verschiedenen Gefilden eingesetzt werden.

Die Quelle ist auch missverständlich, es wurden ingesamt, also typenübergreifend, 52 Drohnen verloren. Da zählen auch einkalkulierte CFIT zu, Gebrauchsverluste bei Aladin und CWO-Abschreibungen. Daraus eine "hohe" Verlustquote zu basteln ist Unsinn, spricht allerdings wieder Bände für die fachliche Kompetenz der Beurteilenden. Erst recht, wenn es um eine "Bedrohung der Bevölkerung" geht. Da sollte die Opposition mal schauen, in welchen Räumen in Deutschland überhaupt geflogen wird. Aber dann könnte man ja nicht mehr rumstänkern.


@Neu555

Für das vorliegende Beispiel reichen die ED-R vollkommen aus. Da wird auch niemand gefährdet.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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16.06.2013 13:04 Uhr von Pils28
 
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Wozu benötigt man Drohnen zur Landesverteidigung? Die benötigt man lediglich, um besetztes Gebiet zu überwachen. Das ist genau das, was unsere Bundeswehr laut Grundgesetz nicht darf. Land besetzen.
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16.06.2013 13:17 Uhr von Near
 
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Och, warum auch nicht? Unsicherheiten beinhalten ja auch das Risikon dass es klappen könnte!.
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16.06.2013 13:18 Uhr von ElChefo
 
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Das Problem ist, das EuroHawk auch als Ergänzung bzw. Ersatz für die Nord- und Ostseeüberwachung durch P3C und Breguet Atlantic gedacht war. Dafür braucht man einen regulären Luftraumteilnehmer, der halt nach den Spielregeln der EASA arbeitet.

...warum das zu einem Projektabbruch führen musste, ist mir allerdings auch schleierhaft. Die verbauten ATC- und ACAS-Geräte an Bord des GlobalHawks hätten einfach durch europäisch zugelassene Alternativen (...gibt es sogar bei derselben Firma, die die momentan verbauten Exemplare liefert...) ersetzt werden müssen. Das lässt nur einen Schluss zu: All diese Berichterstattung wurde gezielt durch Interessengruppen in der Politik lanciert und forciert, um einen möglichst effektiven Wahlkampf mit dem Thema "Drohne" führen zu können. Einfach genug, mit dem allgemeinen Image von Drohnen durch den Reaper in Afghanistan und Pakistan.


@Pils

Auf welchen Artikel genau beziehst du dich, der nicht durch das OOA-Urteil des BVG abgedeckt wurde?

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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16.06.2013 13:30 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ Pils28

Nur weil du keinerlei militärstrategisches Denken besitzt bedeutet das doch nicht, dass Drohnen nur ein ganz bestimmtes Aufgabengebiet haben.

Nur als Beispiele: Drohnen liefern, egal wo, CAS und Aufklärung. Und gerade im Kalten Krieg wären Drohnen auf NATO-Seite unglaublich wichtig gewesen - sie hätten sich platzsparend in Europa aufbewahren lassen, während die Bedienmannschaften in den USA gesessen hätten und nicht unter schwierigen Bedingungen nach Europa gebracht hätten müssen.

Gleichzeitig sind Drohnen relativ unauffällig, man kann den Feind also überwachen, ohne dass er merkt, dass er überwacht wird - und dabei gefährdet man nicht einmal wertvolle HOT-Helikopter etc.

Auch für gefährliche CAS-Einsätze sind Drohnen besser. Die beschweren sich nicht, wenn man sie auf Einsätze ohne realistische Rückkehrchance schicken muss.



Wie man also nun schließen kann, dass Drohnen zur Landesverteidigung sinnfrei sind, ergibt sich mir kein Stück.

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