16.06.13 11:38 Uhr
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Der deutsche Bundesnachrichtendienst investiert massiv in Netzüberwachung

Im Zuge der Enthüllungen um das NSA-Spähprogramm PRISM berichtet der "Spiegel" darüber, dass auch der deutsche Auslandsgeheimdienst BND seine Anstrengungen zu einer umfassenderen Überwachung des Internets erhöht. Hierzu wurde ein Programm über 100 Millionen Euro aufgelegt.

Mit den Geldern, von denen bereits fünf Millionen Euro durch die Bundesregierung freigegeben wurden, sollen mitunter 100 neue Mitarbeiter für die Abteilung "Technische Aufklärung" angestellt werden. Auch sollen die Server- und Rechenkapazitäten massiv erhöht werden.

Der BND unterhält an wichtigen deutschen Knotenpunkten, zum Beispiel in Frankfurt, eigene Räumlichkeiten, wo die gesammelten Daten aus Internet und Telefonie gefiltert werden. Die Daten werden auf Basis des G-10-Gesetzes gesammelt, das erlaubt, 20 Prozent der Kommunikation zu sichten.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Internet, Überwachung, Geheimdienst, BND, PRISM
Quelle: www.n-tv.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.06.2013 11:38 Uhr von Bildungsminister
 
+9 | -1
 
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Gab es wirklich jemanden, der geglaubt hat, dass nur die USA solche Programme betreiben? Ich weiß, es ist wenig populär, aber auch hier in Deutschland wird der Datenverkehr massiv geprüft. Neben diesen Maßnahmen mehren sich die Hinweise, dass auch deutsche Behörden Zugriff auf die PRISM-Daten hatten, auch wenn das von offizieller Seite weiter bestritten wird. Das der BND daneben ein eigenes Programm betreibt war indes abzusehen und nur eine Frage der Zeit bis es publik wird.
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16.06.2013 11:43 Uhr von masteroftheuniverse
 
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jetzt wo ich das gelesen habe fühle ich mich gleich viel sicherer..

und jeder der hier dagegen ist hat natürlich was zu verbergen..

DANKE hans-peter..
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16.06.2013 13:30 Uhr von T.Eufel
 
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Man muss sich eben technisch zur Wehr setzen und seine Kommunikation und den E-Mailverkehr verschlüsseln

Wer eine Mail verschickt und vertrauliche Inhalte reinschreibt, muss sich nicht wundern, wenn es von Schnüfflern durchgelesen wird. Eine E-Mail ist wie eine Postkarte. Will man sichergehen, dass Vertrauliches geheim bleibt, nutzt man PGP. Das ist dann so wie ein Brief im Umschlag.

https://www.youtube.com/...
https://www.youtube.com/...

Gegängelt und überwacht werden nur die, welche es sich gefallen lassen. Ist man jedoch bereit, ein wenig Mühe auf sich zu nehmen und sich mit dem Thema zu befassen, kann man dagegen vorgehen und Überwacher bleiben aussen vor und können speichern, soviel sie wollen.

Auch das Tor-Netzwerk ist zu empfehlen, wenn man seine Privatsphäre schützen muss. https://www.torproject.org/ Tor runterladen, ausführen und fertig.
Wem Tor zu langsam ist, kann alternativ auf VPN zurückgreifen.
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16.06.2013 13:36 Uhr von Perisecor
 
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@ T.Eufel

Deine Verschlüsselungsmethoden sind wertlos, wenn du tatsächlich ins Visier von T1 Diensten kommst.

Gegen manche Hacker, die bösen Eltern, die neugierige Stalkerfreundin etc. mag das helfen - wer sich aber gegen staatliche Stellen schützen möchte (warum eigentlich?), der muss schon komplett auf das Internet verzichten.
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16.06.2013 14:10 Uhr von Lombardie
 
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@Perisecor
"warum eigentlich?"

Warum nicht?
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16.06.2013 14:17 Uhr von Perisecor
 
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@ Lombardie

Was hast du denn zu verbergen? Als ob sich ein Geheimdienst für die schmutzigen Mails mit deiner Freundin interessiert.


@ Zensus

Genau. Da wird gerade ein Hilfspaket von 8+ Milliarden Euro für ein paar Hochwasseropfer geschnürt, während der BND 5 Millionen Euro für das Projekt erhalten hat.

Und du redest davon, für sowas sei immer genug Geld da - und implizierst, für andere Sachen sei eben kein Geld da.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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16.06.2013 14:42 Uhr von T.Eufel
 
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@Perisecor
"Deine Verschlüsselungsmethoden sind wertlos, wenn du tatsächlich ins Visier von T1 Diensten kommst.

Gegen manche Hacker, die bösen Eltern, die neugierige Stalkerfreundin etc. mag das helfen - wer sich aber gegen staatliche Stellen schützen möchte (warum eigentlich?), der muss schon komplett auf das Internet verzichten."

Das hast du dir nicht so recht durchgedacht, bevor du es getippt hast.^^ Wenn die staatlichen Stellen so allmächtig wären, gäbe es beispielsweise das Darknet nicht, wo ganz frech und offen Heroin angeboten und verkauft wird. Silkroad, Blackmarket, Hacking Services und vieles mehr. Wenn Kriminelle ihr Tun verbergen wollen, dann tun sie es und daran wird sich nichts ändern. Überwacht und bespitzelt werden wieder mal nur die Normalbürger.
Wenn es wer technisch drauf hat, kann er sich auch vor behördlichen Schnüffeleien gut schützen. Bis jetzt habe ich noch nie gehört, dass ausser PPTP wegen dem unsicheren MS-CHAPv2 irgendwas Anderes geknackt wurde. Und PPTP galt schon einige Jahre als unsicher. Die Emailkonversation kann trotz PGP mit MITM Attacken kompromittiert werden. Wer also ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis hat, sollte mit seinen Kommunikationspartnern die Fingerprints austauschen.

[ nachträglich editiert von T.Eufel ]
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16.06.2013 15:06 Uhr von Justus5
 
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Irgendwie gibts keinen so richtigen Aufschrei.
Irgendwie glaubts jeder, schon geahnt (oder gewusst) zu haben.

Wie dieser Blog
http://www.speicherguide.de/...
bin ich bissel ambivalent, was ich eigentlich davon halten soll.... :(
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16.06.2013 15:09 Uhr von Perisecor
 
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@ T.Eufel

Ich rede hier nicht von allen möglichen staatlichen Stellen, sondern von einer kleinen und bestimmten Auswahl an Nachrichtendiensten.

GRU, Mossad, vor allem aber die NSA interessiert der Heroindealer in der Stadt nebenan nicht und der gehört auch nicht zu ihren Aufgabenbereichen. Klar, läuft der vor die Flinte, wird - sofern das nicht zu einer Aufdeckung der Operation führt - das weitergegeben.



"Bis jetzt habe ich noch nie gehört..."

Ja. Das ist immer so bei Nachrichtendiensten. Man hört ganz viele Dinge nicht, bevor sie plötzlich passieren. Vor dem Einsatz gegen Osama bin Laden hat auch niemand etwas von Stealth-Blackhawks gehört, welche das pakistanische Radar ineffektiv geschaltet haben.

Und bevor der Mossad angefangen hat, die Verantwortlichen von München ´72 zu jagen und umzubringen, kannte auch kaum jemand den Mossad.



"Wer also ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis hat, sollte mit seinen Kommunikationspartnern die Fingerprints austauschen."

Nicht grundlos gibt es Geheimhaltungsstufen, die explizit verlangen, dass Material nicht elektronisch erfasst werden darf.


Wie gesagt: Die Chance, dass ein T1 Dienst sich für normale Bürger interessiert, ist quasi 0. Aber dennoch sollte kein absolutes Sicherheitsgefühl verbreitet werden, das gibt es nämlich faktisch nicht.
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16.06.2013 15:37 Uhr von T.Eufel
 
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@Perisecor
"Ich rede hier nicht von allen möglichen staatlichen Stellen, sondern von einer kleinen und bestimmten Auswahl an Nachrichtendiensten."

Naja ok, da hast du schon recht. Aber wenn die einen mal in der Mangel haben, dann wars das sowieso...Die haben aber auch noch mehr zu bieten als ein bisschen Internetüberwachung.

"Wie gesagt: Die Chance, dass ein T1 Dienst sich für normale Bürger interessiert, ist quasi 0. Aber dennoch sollte kein absolutes Sicherheitsgefühl verbreitet werden, das gibt es nämlich faktisch nicht."

Ok. Trotzdem sollte man die Versuche, uns Bürgern Überwachung reinzudrücken mit Argusaugen betrachten und torpedieren wo immer man kann. Wenn ich daran denke wie die verfassungswidrige Bestandsdatenauskunft durchgewunken wurde, nämlich heimlich, still und leise und mit der Gewissheit, die Verfassung zu brechen sollte einem klar sein, dass im Bundestag viele Volksvertreter mit Hang zur Diktatur ihr Unwesen treiben.
Mit dem Beginn der Bestandsdatenauskunft kann jede Behörde ohne Schwierigkeiten Zugriff auf private Onlinekonten und E-mailaccounts in Deutschland bekommen. Auch bei Ordnungswidrigkeiten. Ich jedenfalls, habe keine Accounts mehr in diesem Land.
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16.06.2013 16:19 Uhr von Lombardie
 
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@Pericesor
"Als ob sich ein Geheimdienst für die schmutzigen Mails mit deiner Freundin interessiert."

Warum dann überwachen?
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16.06.2013 18:21 Uhr von ptahotep
 
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Machen sich die Organe die den Datenstrom überwachen dann nicht als Mitwisser oer gar als Mittätter schuldig wenn mal wieder eine Spam-Flut durchs Internet jagt die einem "P*nisvergrößerung", "Vi*gra", Betäubungsmittel und co anbieten und ein Anbieter von Gewalt- und Kinderporno dahinter steckt?
So weit ich informiert bin ist jeder der von einer Straftat Kenntnis erlangt dazu verpflichtet was dagegen zu unternehmen und sei es "nur" eine Meldung bei der Polizei.
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16.06.2013 19:12 Uhr von Perisecor
 
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@ Lombardie

Um Leute zu finden, die nicht über ihren Chef lästern oder mit ihrer Freundin schreiben, sondern Terrorakte planen.

Die Polizei fischt bei Radarkontrollen auf Straßen ja auch nicht alle raus, sondern nur die, die nicht nur schneller als erlaubt fahren, sondern auch noch über eine zusätzliche Toleranz hinaus.
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16.06.2013 20:01 Uhr von Lombardie
 
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@Pericesor

Zwei Sachen dazu:
1. Um die "bösen" und deren Absichten zu identifizieren, müssen die Inhalte von Mails und Verbindungsdaten überprüft werden.
Man mag sich für meine Korrespondenz nicht interessieren, wird sie aber trotzdem einsehen.

2. Um von der Polizei geblitzt zu werden, muss ich vorher mit überhöhter Geschwindigkeit über die Straße gefahren sein; also gegen das Gesetz verstoßen haben.
Um die Analogie perfekt zu machen, sollte noch gesagt werden, dass man auch gegen Blitzerfotos klagen kann, da sie ein Eingriff in die Privatsphäre des Fahrzeughalters darstellen.
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16.06.2013 20:13 Uhr von Perisecor
 
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@ Lombardie

1) "Man mag sich für meine Korrespondenz nicht interessieren, wird sie aber trotzdem einsehen."

Das geschieht in aller Regel automatisiert. Nur das, was auffällig ist, wird manuell nachgeprüft - und dann auch erstmal nur grob überflogen.

Erst der nächste Schritt ist dann ein genaueres Lesen. Und ich glaube nicht, dass deine normalen Privatmails dieses Stadium erleben.

Falls aber doch - ja, dann liest irgendein Analyst in irgendeinem NSA-Zentrum in den USA deine Mail. Und dann? Er wird sicher nicht das nächste Flugzeug nehmen, mit dem Taxi zu deinem Haus fahren, mit dem Finger auf dich zeigen und dich auslachen. :)



2) "Um von der Polizei geblitzt zu werden, muss ich vorher mit überhöhter Geschwindigkeit über die Straße gefahren sein; also gegen das Gesetz verstoßen haben."

Bei einer Verkehrsüberwachung wird die Geschwindigkeit JEDES Fahrzeuges gemessen. Und nur die, die auffällig sind, werden verfolgt (= geblitzt).


"...sollte noch gesagt werden, dass man auch gegen Blitzerfotos klagen kann, da sie ein Eingriff in die Privatsphäre des Fahrzeughalters darstellen."

Nein. Mit dem Fahrzeughalter hat das schon mal nichts zu tun, es ist höchstrichterlich entschieden, dass PKW keine Privatsphäre sind - selbst erkennbare Kennzeichen in aller Regel nicht.

Und auch als Fahrer hast du keine Handhabe gegen Blitzer. Was gekippt wurde, war eine generelle Videoüberwachung mit späterer (!) Auswertung zur Abstandskontrolle.

Verboten wäre hingegen, wenn der Blitzer jeden PKW fotografiert und nur die, die zu schnell waren, bekämen dann auch Post.


Aber, wie gesagt, die Analogie entsteht bereits dadurch, dass der Blitzer die Geschwindigkeit jedes Fahrzeuges überprüft - und nur auslöst, wenn eine Übertretung vermutet wird.

Dienste wie die NSA überprüfen jede Mail, leiten diese aber nur dann zur näheren Überprüfung weiter, wenn sie elektronisch für überprüfenswert gilt.
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16.06.2013 20:41 Uhr von Lombardie
 
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@Peri

Zu dem anderen: Touche,
aber:
"Aber, wie gesagt, die Analogie entsteht bereits dadurch, dass der Blitzer die Geschwindigkeit jedes Fahrzeuges überprüft - und nur auslöst, wenn eine Übertretung vermutet wird."

Er wird nicht "nur" ausgelöst weil eine Übertretung vermutet wird, sondern IMMER wen eine Übertretung statt findet (technische Fehler mal ausgenommen).
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16.06.2013 20:55 Uhr von Perisecor
 
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@ Lombardie

"Er wird nicht "nur" ausgelöst weil eine Übertretung vermutet wird, sondern IMMER wen eine Übertretung statt findet (technische Fehler mal ausgenommen)."

Bitte verzeih mir meine juristischen Spitzfindigkeiten. :)

Tatsächlich besteht immer die Möglichkeit eines Fehlers - des Bedienpersonals, des Gerätes o.ä.

Es besteht also vorerst eine Vermutung. Erst im späteren Verlauf wird daraus eine Feststellung, die entsprechend geahndet wird - oder eben auch nicht, falls doch etwas nicht gepasst hat.

Fehler bei Geschwindigkeitsmessungen sind übrigens gar nicht so selten. Ich kann hier nur das http://www.verkehrsportal.de Forum empfehlen.
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17.06.2013 08:46 Uhr von wombie
 
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In dem Zusammenhang finde ich immer die typische Vollverbloedeten-Aussage witzig die allgemein Anfaengt mit "Wer nichts zu verbergen hat..."

So koennen eigentlich nur Leute denken die glauben dass Menschen alle nur Engel sind.

1) Die Vergangenheit hat oft genug (in den USA wie auch in DE) bewiesen dass es harmlos anfaengt aber eben nicht da endet. Stichwort McCarthy oder Nixon in den USA. Wer den Anfaengen nicht entgegensteht hat grundsaetzlich sein Recht auf Freiheit verwirkt.

2) Hinter solchen Systemen stehen grundsaetzlich Menschen. Menschen sind u.U. korrupt, machtgeil oder einfach nur dumm. D.h. dass die dort erhobenen Daten alles andere als sicher sind. Es braucht nur ein Vollidiot der Meinung zu sein man muesste mal fix alle Schwulen/Lesben/sonstige Randgruppe "fertigmachen" und Datensaetze veroeffentlichen und schon ist der Schaden da.

3) Die Ueberwachung verhindert moeglicherweise einzelne Angriffe. Aber wie z.B. Boston bewiesen hat nicht mal annaehernd alle. Das ist schlicht unmoeglich.

4) Verschluesselung. Mittlerweile hat auch der duemmste Verbrecher kapiert dass Kommunikation nur dann sicher ist wenn sie vernuenftig Verschluesselt ist. Um genau zu sein: Verschluesselung ist durchaus so machbar dass auch der beste Geheimdienst da mit aller Rechenleistung keine Chance hat.

Andererseits wird hier ein Rechtsgrundsatz ganz dreist umgewandelt: Aus "Unschuldig bis Schuld bewiesen" wird "Schuldig bis Unschuld bewiesen".

Weiterhin wird zumindest in den USA die Verfassung mit Fuessen getreten. Ist nicht mein Land von daher geht´s mir am Arsch vorbei, zumal ich als Auslaenderin in den USA eh keine Rechte habe solange der Patriot-Act aktiv bleibt.
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17.06.2013 09:13 Uhr von Perisecor
 
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@ wombie

1) Ah, dann gibt es in den USA also nun noch immer die McCarthy-Ära?

Nein. Das wurde bis zu einem gewissen Punkt als akzeptabel empfunden - und dann nicht mehr.


2) Wie soll das denn im Detail funktionieren?


3) Woher willst du das wissen? Ist dir die Anzahl der verhinderten Anschläge bekannt? Und wenn ja, wie groß ist diese im Vergleich zu nicht verhinderten Anschlägen?


4) "Um genau zu sein: Verschluesselung ist durchaus so machbar dass auch der beste Geheimdienst da mit aller Rechenleistung keine Chance hat."

Das ist ein Wunschdenken. Bei entsprechendem Interesse wird jede Verschlüsselung geknackt.



"Andererseits wird hier ein Rechtsgrundsatz ganz dreist umgewandelt: Aus "Unschuldig bis Schuld bewiesen" wird "Schuldig bis Unschuld bewiesen"."

Wie bei Geschwindigkeitsüberwachungen in Deutschland. Oder den Ausweiskontrollen bei Discos.



"Weiterhin wird zumindest in den USA die Verfassung mit Fuessen getreten."

Achso? Hast du dafür belastbare Argumente?



"...zumal ich als Auslaenderin in den USA eh keine Rechte habe solange der Patriot-Act aktiv bleibt."

Das ist schlicht unwahr. Dir stehen nicht dieselben Rechte wie US-Bürgern zu, aber du hast dennoch Grundrechte, auf die du dich auch berufen kannst.
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17.06.2013 10:12 Uhr von T.Eufel
 
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@Perisecor
"Das ist ein Wunschdenken. Bei entsprechendem Interesse wird jede Verschlüsselung geknackt."

Zum Teil hast du recht. Du brauchst nur genügend Rechenleistung und vor allem viel Zeit. Wenn du eine AES 256 Verschlüsselung knacken willst würde ich langsam damit anfangen. In 7 Milliarden Jahren wird sich die Sonne zu einem roten Riesen aufblähen und die Erde verschlingen. Wenn du gleich mit dem Hochrechnen des Schlüssels anfängst und über genug Supercomputer verfügst könntest du es bis dahin vielleicht schaffen...
Der Spruch: Alles ist knackbar ist nur eine Phrase.

[ nachträglich editiert von T.Eufel ]
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17.06.2013 10:26 Uhr von Perisecor
 
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@ T.Eufel

Ich darf und werde mich hier nicht zu Details äußern, aber das totale Gefühl von Sicher- und Überlegenheit ist nahezu immer ein Trugschluss.

Wenn META-Daten, auf die du keinen Einfluss hast, verdächtig sind, und dazu noch hochkomplexe Verschlüsselungen kommen, ist das dann unter Umständen auch kein Fall mehr für COMINT, sondern OPERATIONS.

Ob man sich völlig unnötig zu einer solchen Zielscheibe machen möchte, muss natürlich jeder für sich selbst wissen.

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