10.06.13 16:24 Uhr
 116
 

Türkei: Staatsanwaltschaft lässt Twitter-User wieder laufen

Die Staatsanwaltschaft in der Türkei hat dreizehn Twitter-User, die zuvor unter dem Vorwurf "Anstiftung zum Aufruhr" standen, wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hatte zuvor die sozialen Medien für die Ausweitung der Demonstrationen mitverantwortlich gemacht.

"Es gibt jetzt eine neue Plage namens Twitter. Dort werden bodenlose Lügen verbreitet. Für mich sind die Sozialen Medien die schlimmste Bedrohung der Gesellschaften", so Erdogan in einer seiner Reden.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Haberal
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Twitter, User, Staatsanwaltschaft
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Österreich: Wegen Frauen und Gebildeten hat Van der Bellen die Wahl gewonnen
Russland: Neue Strategie zur Informationssicherheit
Diskussion über Kanzlerbefähigung von Martin Schulz: Kein Abitur

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.06.2013 16:33 Uhr von Bildungsminister
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
"Staatsanwaltschaft lässt Twitter-User wieder laufen"

Wahrscheinlich hat selbst die Staatsanwaltschaft erkannt, dass der Vorwurf lächerlich ist, und die Türkei in ein noch schlechteres Licht rücken könnte, als es die eigene Regierung aktuell schon tut.

Man hätte sie wohl kaum laufen lassen, wenn man ihnen etwas hätte nachweisen können. Wer in der Türkei seine freie Meinung äußert landet in aller Regel im Gefängnis, wie es zig Journalisten aktuell tun. Laut ROG rangiert die Türkei bei der Pressefreiheit knapp vor Ländern wie Nordkorea, und insgesamt sind dort die meisten Journalisten auf die Bevölkerung gerechnet eingesperrt.

Ich kann nur hoffen, dass die türkischen Demonstranten nicht klein beigeben. Die Journalisten sind ja nicht ohne Grund eingesperrt, sondern weil sie ansonsten wahrscheinlich die Wahrheit ans Licht befördert hätten, was sich ein Autokrat wie Erdogan nicht erlauben kann.

Twitter und Facebook zeigen hier ein einziges mal, dass sie auch zu etwas Gutem fähig sein können. Denn so können Informationen ausgetauscht werden, die ansonsten durch die Presse niemals veröffentlicht worden wären. Das Erdogan so gegen diese Netzwerke wettert zeigt was für eine unglaubliche Angst er vor der freien Meinung hat. Es stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis er diese Mittel einschränkt.
Kommentar ansehen
10.06.2013 16:39 Uhr von Tamerlan
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
Einige Tweets waren wirklich mehr als harmlos. Angeblich rückt Twitter keine IP-Adressen raus, im Gegensatz zu Facebook und Skype. Wahrscheinlich war das ein Versuch den wirklichen Provokateuren zu zeigen, dass es auch sie treffen könnte und man hat sich die gepackt, die unvorsichtig beim twittern waren. :/

Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball/Champions League: Borussia Dortmund wird Gruppensieger
London: Night Tube fährt nun 24 Stunden am Tag
Herzzerreißender Werbespot aus Polen rührt alle zu Tränen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?