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Studie: Aus Gleichgültigkeit entsteht Wahlmüdigkeit

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts für Demoskopie Allensbach gehen immer weniger Bürger zur Wahlurne, um ihre Stimme abzugeben. Aber weder Protest oder Frust sind dabei der Hauptgrund, sondern die wachsende Gleichgültigkeit.

Einkommensschwache und bildungsferne Menschen möchten mit der Demokratie anscheinend nichts mehr zu tun haben. "Je geringer der Sozialstatus und je größer das politische Desinteresse im Freundeskreis, desto weniger wahrscheinlich wird der Gang zur Wahlurne", heißt es in der Studie.

Weiterhin ein Grund: Die Deutschen sind mit dem System zufrieden. Besonders im Osten stieg die Zustimmung. Vor zehn Jahren waren lediglich 47 Prozent der Ostdeutschen zufrieden. Mittlerweile ist die Zahl auf 74 Prozent gestiegen.


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WebReporter: George Taylor
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Studie, Wahl, Demokratie, Wahlbeteiligung
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2013 12:07 Uhr von Borgir
 
+11 | -1
 
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Nein. Wahlmüdigkeit entsteht nicht aus Gleichgültigkeit sondern aus dem immer mehr schwindenden Vertrauen in die Verbrecher in Berlin. Lügen über Lügen, Betrügereien, Geld wird zum Fenster rausgeworfen, das eigene Volk wird vergessen. Das sind die Gründe, warum die Leute nicht wählen gehen.
Dass sozial benachteiligte oder schwache Menschen nicht wählen dürfte doch auch klar sein: Die werden als erstes von den Verbrechern vergessen oder besser noch ignoriert. Stichwort: Keine Ausbildung für die Menschen hier sondern Fachkräfte aus dem Ausland holen.

Schön, wenn man dem Volk die Schuld geben kann, dass es nicht wählen geht. Vor allem schön einfach!!
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10.06.2013 12:13 Uhr von stoske
 
+2 | -2
 
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Solange ich lebe, habe ich noch nicht gewählt. Das ist mir auch nicht möglich, da ich nur aus einem halben Dutzend fauler Früchte vom selben Strauch wählen darf, und ein Nichtwählen letztlich die automatische Auswahl derselben Dinge bedeutet. Der einzig richtige Ausdruck, und zugleich die einzige Reaktion die da bleibt, ist nicht zu wählen. Ich kann erst dann wählen, wenn auch die Leute zu wählen sind, die tun würden, was zu tun ist. Das ist leider noch nicht der Fall, dazu muss die Wahlbeteiligung wahrscheinlich erst auf einstellige Werte fallen und sich selbst ad absurdum führen. Erst dann entstehen neue Möglichkeiten.

[ nachträglich editiert von stoske ]
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10.06.2013 13:21 Uhr von wrazer
 
+1 | -2
 
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@ Borgir
"Lügen über Lügen, Betrügereien, Geld wird zum Fenster rausgeworfen, das eigene Volk wird vergessen"

Das sind eigentlich Gründe zu wählen, nämlich jemand anderes.
Aber generell ist es mir auch lieber wenn weniger wählen. Das steigert meinen prozentuallen Einfluss, bzw. den der "interessierten/Stammwähler/kleine Parteien".

Viel schlimmer ist es doch wenn Leute wählen, ohne zu wissen was sie da Wählen, nur Weil Mama und Papa das wählen, nur weil die Medien das sagen....etc.

Nichtwählen bedeutet "Ich lasse andere entscheiden" egal welcher Grund dafür dahinter steht. Manche Menschen machen das bewusst und bei manchen Menschen ist es auch gut, dass sie nicht ohne Partei-Wissen ein Kreuz auf einen Zettel machen.
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10.06.2013 13:39 Uhr von a_gentle_user
 
+1 | -0
 
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es stimmt schon, was wähle ich, sodom oder gomorrha?
Kaum einer Partei traue ich zu das sie meine interessen vertrifft, viel eher das sie voll mit Politikern ist die sehr bemüht sind sich schnell eine goldene Nase zu verdienen.
Und die wenigen idealisten sind in solchen Randparteien ...
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10.06.2013 16:11 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -1
 
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Sollte die Studie recht haben, und danach sieht es aus, da andere Studien zu ähnlichen Ergebnissen kommen, ist das eine bittere Erkenntnis. Denn damit schneiden sich die "präkeren Bevölkerungsteile" schließlich ins eigene Fleisch.
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13.06.2013 21:08 Uhr von TiOne
 
+1 | -0
 
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Ich glaube auch, dass es weniger Gleichgültigkeit, als Hilflosigkeit ist. Bestimmt haben wir über unsere Bildungspolitik und dem Fernsehprogramm (ich bin mir noch nicht sicher, was von beiden die deutsche Jugend mehr verdummen lässt) auch eine Generation geschaffen, der es nur noch ums feiern, Image, dem neusten IPhone und Markenklamotten geht, aber der Großteil der deutschen Wähler weiß einfach nicht wen er wählen soll.
Die großen Parteien, die etwas verändern könnten tun nur das was die Lobbyisten von ihnen verlangen. Die kleinen Parteien verkünden popilistisch Dinge, von denen jeder weiß, dass sie nicht bezahlbar sind.
Doch zum Glück gibt es ja wenigstens eine Alternative mit den Piraten, die wenigstens zugeben noch nicht auf alles eine Antwort zu haben, aber gerne bereit ist an Lösungen zu arbeiten und deren Ansichten nicht aus dem 19. Jahrhundert stammen (Internet, Urheberrecht, Datenspeicherung, Wasserprivatisierung, Legalisierung von THC, Homoehe,usw).

Meine Hoffnung ist zwar genaus so gering, wie die letzten Jahre, die ich wählen gegangen bin, dass sich wirklich mal etwas ändert, aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt ;)

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