09.06.13 12:04 Uhr
 655
 

Studie: Fast jeder Vierte Arbeitnehmer in Deutschland bekommt nur Niedriglohn

Zwei Millionen weniger Arbeitslose seit 2005, wegen dieser erfreulichen Nachricht wäre, laut einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, eigentlich ein Rückgang der Lohndifferenzen zu erwarten gewesen.

Das dies aber nicht geschehen ist, liegt den Erkenntnissen der Studie zufolge an der Tatsache, dass mindestens 22,2 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland mit einem Niedriglohn auskommen müssen, das heißt, ihnen stehen weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns von elf Euro im Westen und 8,30 Euro im Osten zur Verfügung. Damit hat die Bundesrepublik den siebtgrößten Niedriglohnsektor in der EU.

Der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Gustav Horn, sagte dazu: "Deutschland hat in den letzten beiden Jahrzehnten ein Maß an Ungleichheit erreicht, das sowohl sozial als auch wirtschaftlich hochproblematisch ist". Im Einzelhandel arbeitet bereits ein Drittel aller Beschäftigten für weniger als zehn Euro.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: hoenipoenoekel
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Studie, Einkommen, Niedriglohn
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bahn verschenkt kostenlose Fahrkarten
Bundesanleihe: Negativer Zinsrekord
Airline mit Kranich im Logo: Lufthansa steigt aus Kranichschutz aus

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
09.06.2013 12:14 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -8
 
ANZEIGEN
@ hoenipoenoekel

Was sind denn deine realistischen Alternativvorschläge? Meckern kann ja jeder, aber denn sollte man auch Lösungen anbieten.

Nicht, dass ich es gut finde, dass der deutsche Erfolg darauf basiert, dass wir Löhne wie im alten China bezahlen. Das war ja nun ein Konzept, dass seinerzeit in der Agenda 2010 vorbereitet wurde, und das durch alle Parteien getragen wurde.

In der aktuellen Situation wüsste ich persönlich aber auch nicht, wie die Alternative aussehen könnte. Würde man entsprechende Löhne für alle haben, was durchaus erstrebenswert ist, hätten wir heute wahrscheinlich Zustände bei der Arbeitslosigkeit wie in Spanien oder Griechenland.

Oder habe ich etwas verpasst? Und jetzt bitte keine Verschwörungstheorien. Wir leben nun mal im hier und jetzt. Klar ist, dass man versuchen sollte langfristig etwas daran zu ändern, aber aktuell sehe ich da wenig Spielraum. Eventuell sehe ich es aber auch nur nicht.
Kommentar ansehen
09.06.2013 12:31 Uhr von Ines1981
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Stundenlohn 7,34€
Kommentar ansehen
09.06.2013 12:59 Uhr von El_kritiko
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Das wird alles noch extremer werden denn Arbeit für alle in Vollzeit ist ein Mythos. Die fortschreitende Automatisierung sorgt dafür dass immer weniger Menschen für die Produktion benötigt werden. Foxconn z.B. rüstet seine Fabriken schon mit Robotern auf, da wird es bald mehrere 10.000 Chinesen weniger in Lohn & Brot geben. Weitere Beispiele sind die führerlosen Fahrzeuge, Verschiebung von einfachen Bürotätigkeiten in die Cloud (heute schon erfassen günstige Inder die Steuerbelege von Unternehmen hierzulande), das langsame Sterben der Print-Branche (Digital auf das Tablet ist einfach günstiger). Die auf der Strecke bleibenden Arbeitskräfte dürfen sich dann im Stundenlohn unterbieten um an die wenigen verbliebenen Jobs zu gelangen. Ein Paradies für Arbeitgeber, die Hölle für alle Abhängigen.

[ nachträglich editiert von El_kritiko ]
Kommentar ansehen
09.06.2013 13:15 Uhr von grandmasterchef
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Der Geburten Rückgang wird das in 20-30 Jahren regeln.

Mal abgesehen davon, gibt es irgendwann keine Leute die die produzieren Waren auch kaufen können bzw. Leisten. Wo will man was vertickern, wenn die Leute nicht Kohle haben. Irgendwo ist das Ende der Spirale erreicht.
Kommentar ansehen
09.06.2013 16:07 Uhr von Bud_Bundyy
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@autor
"das heißt, ihnen stehen weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns von elf Euro im Westen und 8,30 Euro im Osten zur Verfügung."

Bei dir klingt das so als wäre der mittlere Stundenlohn 11 €.

in der Quelle:
"Sie verdienten weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns, also im Westen knapp elf Euro und im Osten 8,30 Euro."
Kommentar ansehen
09.06.2013 20:39 Uhr von Bud_Bundyy
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
Mindestlohnjobs sind immer Mau bezahlt und sorry, Reinigungskraft gehört da halt dazu.

Ich finde Ausbildung muss sich auch lohnen.
Kommentar ansehen
10.06.2013 17:32 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Zeus35
Ich glaube ja nicht das du es verstehst, aber zwischen den Ausbildungen gibt es Unterschiede!

Ich persönlich finde die Gehaltsunterschiede zwischen Hauswirtschaftshelfern, Piloten und Ärzten durchaus für gerechtfertigt.


PS: Das dummschwätzen kannst du dir sonst wohin schieben!

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nachrichtensender N24 ab 2018 mit neuem Namen
Flüchtlingsmädchen soll abgeschoben werden, obwohl es 14.000 €uro-Fund abgab
Chemnitz: Leopardin verletzt Tierpfleger


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?