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Nazivorwürfe gegen Niedersachsens ersten Ministerpräsidenten Heinrich Wilhelm Kopf

Am gestrigen Donnerstag stellte die historische Kommission Niedersachsen ein Buch über das Leben des 1961 gestorbenen ersten Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf vor.

In dem Buch wird Kopf eine Nazivergangenheit vorgeworfen. Ende der dreißiger Jahre verkaufte seine Firma jüdisches Vermögen und er verwaltete nach dem Einmarsch in Polen das Vermögen der geflüchteten Polen und Juden im Osten.

"Es handelte sich um einen systematischen Raub gegenüber Juden und Polen - daran ist nichts zu bemänteln", so Niedersachsens Ministerpräsident Weil. Weil stellt nun die Frage auf, was dies nun für viele Schulen und Straßen, die Kopfs Namen tragen, bedeutet.


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WebReporter: 3Pac
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schule, Niedersachsen, Ministerpräsident, Kommission
Quelle: www.sn-online.de

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08.06.2013 13:41 Uhr von erw
 
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Bei all den ernsthaften Fällen in der Vergangenheit, kommt es einem doch mittlerweile so vor, als ob es zum festen Bestandteil der zweiten Republik geworden ist, die eigene Nazivergangenheit aufzuarbeiten. Die werden noch in 300 Jahren neue Nazis finden...

Woran mag das liegen? Naja, wir haben bestimmte Behörden, die eigens dafür ins Leben gerufen wurden. Was sollen die bloß machen, wenn alle Nazis aufgespürt wurden? Dann haben die keinen Job mehr und das wissen die ganz genau... es muss also dauerhaft ein Grund geschaffen werden zur eigenen Darseinsberechtigung. Das gleiche Problem mit Organen wie den öffentlich-rechtlichen Sendern. Soviel Transparenz der politischen Bildung in Form der Information aus dem Internet konnte man sich noch vor kurzem gar nicht vorstellen. Und im Hinblick dessen wird es zunehmend fragwürdiger, wieso wir alte Kraken bezahlen sollen, die gar keinen Stellenwert mehr haben.

Als sehr moderater und reflektierter Mensch mit viel Buchwälzerei habe ich nach 20 Jahren politischer Bildung persönlich die Nase voll von diesen Meldungen. Nicht nur, dass Aktionismus mittlerweile Tagesgeschäft von Regionalbehörden geworden ist (mal eben alte Straßen umbenennen und damit Werbung für die eigene progressive Haltung machen), es werden immer abstrusere Storys aus dem Nähkästchen gesucht. Der Koch letztens, der als Ausländer von Nazis zum Küchendienst im KZ gezwungen wurde und nun wegen Beihilfe zum Massenmord herangezogen werden soll mit seinen guten 90 Jahren war schon der Oberhammer.

Langsam ist´s einfach genug. Die Älteren haben die Nase voll. Bringt den Leuten unter 20 mal lieber bei, was Ausschwitz heißt, das vergessen die nämlich... man mags kaum glauben.

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