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USA kann Schweizer Banken ausschalten

Wenn die USA Schweizer Banken wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eines US-Bürgers zu einer Geldbuße verurteilen, die Bank aber mangels Kapitalvermögen nicht bezahlen kann, gibt es zwei Möglichkeiten der Schweizer Bankaufsicht (FINMA): Die Bank sanieren oder liquidieren.

In jedem Fall sind jedoch Nachteile für die Anleger zu erwarten. Sei es der bei Kleinanlegern mit bis zu 20 Tagen verzögerte Zugriff auf ihre Konten oder bei einer Liquidation, wenn die Summe der Konteneinlagen die Vermögenswerte der Bank übersteigt.

In dem letzteren Fall würden die Konteneinlagen vor Auszahlung entsprechend gekürzt werden.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Bank, Schweizer, FINMA
Quelle: www.blick.ch

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.06.2013 20:47 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -5
 
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Der entscheidende Satz aus der Quelle:
"Sollte die US-Justiz einer Schweizer Bank eine Busse aufbrummen, die so hoch ist, dass sie die Bank nicht bezahlen kann, [...]"
und das halte ich nun für eher unwahrscheinlich.
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07.06.2013 20:53 Uhr von montolui
 
+6 | -1
 
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Roadrunner: Du kennst doch bereits die immensen Schadenersatz-Summen der Ami´s, z.B. am heissen Kaffee verbrannt usw.
Das wird bei den Bussgeldern auch nicht anders sein.
.....
Verzeihung ich habe kein sz auf meiner spanischen Tastatur....
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07.06.2013 23:17 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -2
 
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@ montolui
Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wenn, dann solltest du man schon eher auf HSBC verweisen, die immerhin 2 Milliarden Dollar zahlen mussten.
Welches Interesse sollten die USA aber daran haben, eine Bank in die Pleite zu schicken?
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08.06.2013 00:32 Uhr von Bierpumpe1
 
+4 | -3
 
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Mir wäre lieber die Schweizer Banken schalten die Amis aus.....
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08.06.2013 02:19 Uhr von montolui
 
+4 | -2
 
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The Roadrunner: sieh dir mal den Link an

http://www.zeit.de/...

Da gehts, um nur ein Beispiel zu nennen, um 58 Millionen Dollar Bussgeld fuer die Schweizer Bank Wegelin. Und das ist nur das Bussgeld.
Die hinterzogenen Steuern werden auch aus dem dort bestehenden Konten des Steuerhinterziehers
in die USA abgezweigt.

Und das Eine: Schadenersatz,
und das Andere: Bussgelder fuer Firmen,
haben beide gemeinsam, dass beide in den USA immens viel hoeher ausfallen, als in jedem anderen Land.

Eine schweizer Bank in die Pleite zu schicken ist denen vollkommen egal. Wichtig ist, Gelder aus dem Ausland in die USA zu bringen, um da die marode Wirtschaft wieder anzukurbeln.

[ nachträglich editiert von montolui ]
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08.06.2013 10:47 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -1
 
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Ich finde es schon erstaunlich. Die Banken erfahren ja normalerweise nicht gerade Sympathie, aber die Abneigung gegenüber den USA - einem Land, das die meisten wohl nur aus Medienberichten oder bestenfalls einem Urlaub kennen - scheint so groß zu sein, dass sogar Sympathie mit Banken entsteht, die zugeben, dass sie illegal gehandelt haben.

@ montolui
Das musst du mir jetzt erklären. Was willst du mir mit dem Beispiel von 58 Millionen sagen, wenn ich schon auf ein Beispiel verwiesen habe, in dem es um 2 Milliarden, also 30 Mal soviel geht?

Aber gut, schauen wir uns den Wegelin-Fall an:
"Wegelin hatte sich zusammen mit dem Schuldeingeständnis Anfang Januar bereit erklärt, die Millionenzahlung zu leisten."
Eine Bank wird es eher auf einen Prozess ankommen lassen als sich zur Zahlung einer Summe bereitzuerklären, die sie in den Ruin stürzt. Wenn man sich ansieht, dass die Wegelin-Bank sogar einen großen Teil ihres Geschäfts für 500-600 Mio. Franken verkauft hat (http://www.handelszeitung.ch/...), um Rücklagen für eine zu erwartende Geldbuße zu schaffen, erscheinen die insgesamt 76 Mio. Dollar, auf die man sich geeinigt hat, im Verhältnis sogar gering.
Vielleicht ein wenig Hintergrund dazu: 1990 hatte Wegelin 30 Mitarbeiter. 2011 hatte die Bank 700 Mitarbeiter. Das ist schon ein extremes Wachstum, meinst du nicht? Wie schafft es eine kleine Privatbank schafft, in so kurzer Zeit so stark zu wachsen? Kleiner Tipp: Wegelin hat über 10 Jahre (!) hinweg US-Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen - und das ist nur das, was Wegelin nun zugegeben hat.

"Wichtig ist, Gelder aus dem Ausland in die USA zu bringen, um da die marode Wirtschaft wieder anzukurbeln."
Das Bruttosozialprodukt der USA betrug 2012 rund 15,7 Billionen US-Dollar und war damit real im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% gewachsen. Zum Vergleich: das BSP in der EU ist real leicht geschrumpft. Auch aktuell werden gute Zahlen gemeldet (http://www.shortnews.de/...). Sooo marode ist das nun also nicht. Die Geldbuße für die Bank betrug rund 0,0005% des BSP. Wenn man die Wirtschaft so sanieren will, hat man einen sehr langen Weg vor sich ;)

@ zeus35
Im Falle von Wegelin beispielsweise ein Gericht in New York.
"In der Anklage wird der Fall eines Kunden geschildert, der sowohl deklarierte als auch ein undeklariertes Konto bei Wegelin hatte. Von einem der deklarierten Konti sollen diesem Kunden 16 000 $ aus der Schweiz auf ein Konto in den USA überwiesen worden sein. Dieses Geld habe der Klient abgehoben und nach Manhattan gebracht, wo er sich mit einem der angeklagten Banker zum Mittagessen getroffen habe. Während des Mittagessens habe sich der Banker kurz entschuldigt und einen zweiten Kunden getroffen, der ebenfalls ein nicht versteuertes Konto bei Wegelin unterhalten habe. Diesem habe er die 16 000 $ ausgehändigt. Anschliessend seien dem ersten Kunden die 16 000 $ auf dem undeklarierten Wegelin-Konto in der Schweiz wieder gutgeschrieben worden. Mit dieser Technik habe man Geld verschieben wollen, ohne Spuren zu hinterlassen."
"Wegelin hat keine Filialen ausserhalb der Schweiz. Um trotzdem Zugang zum amerikanischen Finanzmarkt und zu den dortigen Kunden zu haben, unterhielt die Privatbank bei der UBS in den USA ein Konto."
http://www.nzz.ch/...
Wer so handelt, verstößt bewusst gegen Gesetze und sollte sich nicht wundern, wenn man irgendwann dafür belangt wird.

Wenn ein Unternehmen in einem Land Geschäfte macht, dann kann es auch dort vor Gericht gestellt werden. Logisch, oder? Dass dazu nicht unbedingt eine Niederlassung in diesem Land notwendig ist, sollte im Internet-Zeitalter nicht weiter verwundern.
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08.06.2013 15:11 Uhr von montolui
 
+1 | -0
 
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TheRoadrunner:
Ich koennte jetzt auf jeden einzelnen deiner Punkte eingehen, aber...

....in dem Artikel, geht es nicht darum, ob Schweizer Banken legale oder illegale Geschaefte durchfuehren, sondern das aus den USA Bussgelder auferlegt werden koennen, die auch den legalen Anlegern (und das duerfte immer noch die Mehrheit sein) schaden.
Fuer das gesetzwidrige Treiben der Schweizer Banken kannst du gerne eine eigene News schreiben....
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08.06.2013 16:06 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -1
 
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@ montolui
"Ich koennte jetzt auf jeden einzelnen deiner Punkte eingehen, aber..."
Warum tust du´s dann nicht? ;)

Im vorliegenden Fall war es sehr unwahrscheinlich, dass Anleger unter der Strafe leiden. Schließlich hatten die (haftenden) Gesellschafter von Wegelin ein Rücklagen geschaffen, die dem 10fachen der Strafe entsprachen. Selbst wenn (!) die Strafe voll auf die Anleger umgelegt worden wäre, hätte das bei Einlagen von 21 Milliarden Dollar gerade mal 0,28% ausgemacht. Ich glaube, das hätten die Anleger verschmerzt.

Der Artikel ist meines Erachtens schlicht und einfach Panikmache. Ich persönlich würde mich bei ernsthaften Themen jedenfalls nicht auf eine Boulevard-Zeitung verlassen. Das Risiko, das in Europa bedingt durch PIIGS (+Zypern) besteht, ist ungleich größer.
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08.06.2013 18:55 Uhr von montolui
 
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TheRoadrunner
<br>
...du solltest dich mit deinem fundiertem Wissen bei der Financial Times bewerben, dies hier sind shortnews, wie der Name schon sagt....
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08.06.2013 19:40 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -1
 
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@ montolui
Danke, aber ich habe einen guten Job :)

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