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Streit: Christliche Sekte "Zwölf Stämme" verweigert Dialog mit Ministerium

Die fundamentalistische christliche Gruppe "Zwölf Stämme" hat die vom Ministerium gesetzte Frist zur Frage verstreichen lassen, ob ihre religiöse Privatschule die Vorgaben erfüllt.

In Klosterzimmern bei Deiningen (Landkreis Donau-Ries) unterhält die Gruppe eine Schule, in der knapp 20 Kinder unterrichtet werden. Aufgrund der Unklarheit, ob ausreichend qualifiziertes Lehrpersonal vor Ort ist, ist das Ministerium aktiv geworden. Die Frist ist am 1.Juni verstrichen.

Die Gruppe weigerte sich Anfang des vergangenen Jahrzehnts über Jahre, ihre Kinder in eine staatliche Schule zu schicken - unter anderem wegen des Sexualkundeunterrichts. 2004 waren mehrere Väter in Erzwingungshaft gekommen, weil sie die Schulpflicht seit Jahren missachtet hatten.


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WebReporter: Einaudi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Sekte, Ministerium, Dialog, Zwölf Stämme
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2013 21:06 Uhr von hede74
 
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Der Staat sollte endlich eingreifen und Kinder aus den Händen solcher Sekten und Fundamentalisten befreien. Egal welcher Religion diese Extremisten angehören. Jeder hat ein Recht auf seine Religion und kann diese auch an seine Kinder weitergeben, aber wer seine Kinder vor der Welt abschottet und nur das eigene Gedankengut wie eine Gehirnwäsche eintrichtert, der macht sich der Kindesmisshandlung schuldig.
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04.06.2013 09:13 Uhr von psycoman
 
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Was hat denn Sexualkunde damit zu tun, Kinder zu Huren zu erziehen? Also ich halte es für sinnvoll Kindern zu erklären was mit ihrem Körper passiert, und wie Sex funktioniert, damit sie zukünftig nicht völlig planlos dastehen, wenn sich alles verändert. Pubertät ist schon schwer genug, da sollte man zumindest gehört haben, was mit einem passiert.

Da kann man gleich moralisches Verhalten lernen, also eben nicht mit jedem ins Bett zu springen, sondern Sex erst in der Ehe usw. Dazu gehört zum Beispiel auch der Gebrach von Kondomen oder der Pille, denn Kinder, gerade in der Pubertät, halten sich nicht an gut gemeinte Vorschriften und wollen neues ausprobieren. Damit man nicht ungewollt Kinder zeugt, sollte man wissen, wie Verhütung funktioniert.

Komischerweise waren in meiner Jugend gerade die Mädchen die streng christlich erzogen wurden, diejenigen die heimlich Sex hatten, sich betranken und illegale Drogen konsumiert haben, eben weil es neu und verboten war. Und dann wird herumgeheult, wenn die "kleinen Engel" auf einmal schwanger sind, weil sie nicht wussten, wie Verhütung funktioniert.

Ich finde es überdies anmaßend, Sexualkunde abzulehnen. Gott hat uns Verstand gegeben, damit mir seine Schöpfung verstehen können, daher sehe ich auch keinen Widerspruch zwischen Glaube und Wissenschaft bzw. hier sexueller Aufklärung.

Den Leuten sollte man die Kinder wegnehmen, denn offensichtlich sind sie nicht an einer Mitarbeit oder dem Wohl ihrrer Kinder interessiert.
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04.06.2013 13:30 Uhr von psycoman
 
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Abtreibungen kommen vermutlich daher, dass die Jugendlichen entweder vergewaltigt wurden, und somit eine Schwangerschaft unzumutbar ist, oder schlicht zu blöd zur Verhütung sind, etwa, weil niemand das vermittelt hat.

Jugendliche, die laut Gesetz ab 14 Jahren Sex haben dürfen, sollten eben etwas darüber gelernt haben, am besten schon als Kinder, auch wenn dieser Unterricht natürlich altersgerecht stattfinden muss. Der Instikt und die körperliche Reife sorgen eben dafür, dass das andere Geschlecht eben auf einmal interessant ist, das lässt sich auch durch Erziehung oder Verschweigen nicht verhindern.

Auch Kinder fragen von sich aus woher denn Kinder kommen und interessieren sich auch für den Körper, Stichwort: Doktorspiele. Ebenso mögen die meisten Kinder Zärtlichkeiten, auch wen diese eben aus Kuscheln, Streicheleinheiten und Küsschen bestehen und keine sexuelle Komponente haben.

Daher muss man Kindern eben auch zeigen, was davon normal ist und was nicht. In meiner Grundschule gab es etwa, im Rahmen der Sexualkunde, ein Projekt "Mein Körper gehört mir", indem man eben lernte, dass einem nicht jeder und überall anfassen darf. Da lernte man, wie die Fortpflanzung prinzipiell funktioniert. In der weiterführenden Schule lernte man dann eben mehr Details, Kondome, Verhütung, biologischer Hintergrund et cetera.

Auch hier waren die muslimischen oder streng christlichen Kinder, denen die Teilnahme am Unterricht durch die Eltern nicht erlaubt wurde und daher extra Unterricht erhielten, besonders neugierig auf den Inhalt, den die anderen hatten.

Eltern die ihren Kindern das verbieten sind auch manchmal naiv. Kinder bzw. eher Jugendliche tauschen sich doch über solche Themen aus, erfahren also so oder so davon.

Natürlich brauchen Kinder und Jugendliche Rahmenbedinungen. Grenzen austesten und neue Erfahrungen sammeln gehören zum Erwachsenwerden.

Eltern zwingen Kindern und Jugendlichen eben auch ihre Moralvorstellungen auf, die diese nun naturbedingt, meist nicht teilen. Als Jugendlicher empfindet man das auch als Einschränkung, auch wenn man dies später vielleicht als vernünftig ansieht und bei seinen Kindern auch so verfährt.

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