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IWF warnt Deutschland: Rigorose Sparpolitik falsch

Die OECD hatte in der letzten Woche gefordert, dass in Deutschland höhere Löhne gezahlt werden müssten. Der IWF hat nun nachgelegt und hat Deutschland vor einer zu rigorosen Sparpolitik gewarnt. Außerdem sehe man die wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland eher negativ.

"Mit höheren Löhnen und einer stärkeren Liberalisierung der Produktmärkte in den Überschussländern könnte für einen symmetrischeren und wirkungsvolleren Ausgleichsprozess gesorgt und zugleich das Wachstum gefördert werden", so OECD-Chefvolkswirt Pier Carlo Padoan.

Dabei forderte die OECD höhere Löhne für alle exportstarken Nationen. Deutschland ist eines der Länder, die den höchsten Exportüberschuss aufweisen können.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Kritik, IWF, Sparpolitik
Quelle: www.handelsblatt.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2013 21:01 Uhr von shadow#
 
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Höhere Löhne?
An denen spart die Union lieber.
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04.06.2013 14:21 Uhr von ArrowTiger
 
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Wow! Wenn sich sogar der mehrheitlich neoliberal regierte IWF zu solchen Aussagen bemüßigt fühlt, ist "Fünf-vor_Zwölf" schon überschritten!

Mal sehen, wie Merkel oder Shcäuble darauf reagieren werden. Aussitzen oder rausreden? Oder doch die Ratschläge, die von allen Seiten in ähnlicher Form auf sie einprasseln, endlich mal ernst nehmen und aktiv werden?

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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04.06.2013 16:31 Uhr von Thimphu2003
 
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evtl. könnte man langsam mal wieder die Alternative wählen, die uns nach 16 Jahren Kohl´schem Stillstand aus der Schei... geholt hat.

Die SPD
Mit einem Finanzfachmann Steinbrück, der nicht nur Finanzen kann, sondern auch mit der Basis zusammen vernünftige Gesellschaftspolitik betreibt.
Eine Politik, die wieder mehr Ausgleicht schafft als nur die zu pimpern, die eh´ genug haben.
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04.06.2013 16:40 Uhr von ArrowTiger
 
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@Thimphu2003:

Nee, nee! Bloß nicht Steinbrück, der der irren Spekulation damals überhaupt erst Tür und Tor geöffnet hat.

Solange die SPD vom marktliberalen Seeheimer Kreis geführt wird, hat die für mich den gleichen Stellenwert, wie CDU, FDP und dieser neuen AfD.

Ich frage mich eh, warum die SPD-Basis ihre Führungsspitze nicht längst schon zum Teufel gejagt hat...
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05.06.2013 08:41 Uhr von Thimphu2003
 
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@ArrowTiger
also ich denke, den Seeheimer Kreis kann man nun nicht gerade als marktliberal mit dem ideologischen Stellenwert einer FDP vergleichen.
Und die SPD wird auch nicht von ihm geführt.

Die Agenda ist natürlich mit einigen Fehlern behaftet gewesen. Das war aber doch von vornherein klar. Bei einem solch komplexen Machwerk geht nie etwas ohne Anfangsfehler.
Deshalb sagte Schröder ja damals auch, daß man sich das ein paar Jaher anschaut und dann sehen muß wo und wie an den Stellschrauben nachjustiert und korrigiert werden muß.

Der CDU/FDP ging das alles damals ja noch nicht weit genug.
Wer weiß wie schlimm heute die Verfehlungen wären, hätte man damals auf die CDU gehört.
Und deshalb muß die SPD nun ran, um die nötigen Korrekturen durchzuführen.
Unter schwarz/gelb wird soetwas sicher nicht passieren. Das ist klar.
Unter Steinbrück schon.
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05.06.2013 10:23 Uhr von ArrowTiger
 
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@Thimphu2003:

Natürlich ist die SPD Seeheimer-lastig - schau dir doch die Zugehörigkeit der Führungsriege an. zusammen mit den Netzwerkern sind diese Gruppen sehr neoliberal ausgerichtet. Was hat so etwas in der SPD zu suchen, die sich originär angeblich den Arbeitnehmern verpflichtet fühlt?

Schröder & Co haben mit der Agenda gezielt einen Billiglohnmarkt einführen wollen, und dies mit verfassungswidrigen Mitteln (z.B. Arbeitszwang durch Sanktionen unter das Existenzminimum, Medienhetze gegen Arbeitslose, etc.) auch umgesetzt. (Dies grenzt in meinen Augen immer noch an Hochverrat.) Für mich ist die SPD daher auf lange Zeit unwählbar geworden.

Steinbrück hat den Kurs immer unterstützt - ich wundere mich daher, warum du glaubst, daß es heute anders laufen würde. Seinen aktuellen Aussagen kann ich das jedenfalls nicht entnehmen.

Einzig eine Rot-rot-grüne Koalition kann ich mir vorstellen, die hier eventuell in der Lage wäre, den Kurs der Schwarz-gelben umzukehren. Und das auch nur, wenn die Linke hierin ausreichend Druck machen kann. Da die SPD aber weiterhin wie ein Kleinkind auf die Linke reagiert, werden wir uns wohl auf eine weitere Runde Merkel-Schrott einstellen müssen. Die wird wohl eher vom Ausland gebremst werden können...
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05.06.2013 12:26 Uhr von Thimphu2003
 
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Ich denke wie du, daß es zu keiner rot/rot/grünen Regierung kommen wird/kann.
Und ich finde das auch gut so. Sorry, aber manche der Wagenknecht-Ideen gehen mir dann doch etwas zu weit. Wenn ich sie auch mag und vieles ok finde. Aber da gibt es ja welche, die noch weiter links stehen. Und das will schon was heißen ;-)

Ich denke, Steinbrück und die SPD wird mit Sicherheit etwas an der Agenda ändern. Wer soll es denn sonst machen?
Und man muß natürlich die Gelegenheit und das Recht haben, etwas zu ändern, wenn man Fehler gemacht hat. und diese Fehler gibt die SPD doch zu! Also...

Unter schwarz/gelb wird die Schere immer weiter auseinendergehen und die unteren Einkommen zu gunsten der angeblichen Leistungsträger nie entlastet werden.
Die Löhne halten mit den Kostensteigerungen nicht Schritt. Die einzigen, die das nicht kratzt sind Leute mit hohem Einkommen. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.

Der Geringverdiener bekommt evtl. 32,- € (x12= 384,-/anno)
Die Kosten/Versicherungen/Abgaben usw. steigen aber um 550,- €/anno
Der Gutsituierte muß diese Kostensteigerung zwar auch berappen, aber bei einer Einkommens-Steigerung von 16.000,- €/anno kratzt ihn das nicht wirklich. Hat aber die Lobby, um am lautesten zu jammern.
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05.06.2013 12:38 Uhr von ArrowTiger
 
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-- "Sorry, aber manche der Wagenknecht-Ideen gehen mir dann doch etwas zu weit."

Welche denn?

Die Frau hat sich sogar bei ihren Gegnern Respekt erarbeitet.

Naja, man wird sehen. Sollte es die SPD schaffen (vielleicht wählen viele ja taktisch), bin ich gespannt, was nachher wirklich umgesetzt wird. Leider sind Wahllügen in Deutschland ja nicht strafbewehrt.

Und solche Aussagen von Steinbrück, wie z.B. gegen die Kindergelderhöhung, damit Hartz-IV Empfänger dieses Geld nicht in Zigaretten investieren, zeigen doch, welch Geistes Kind er tatsächlich ist. So jemand will die soziale Schieflage der Agenda-Politik korrigieren? Ich halte das für äußerst fragwürdig.

Auch unterscheiden sich Steinbrücks Positionen kaum von denen Merkels. Die SPD täte jedenfalls gut daran, sich kurzfristig einen anderen Kanzlerkandidaten zu suchen.
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05.06.2013 16:51 Uhr von Thimphu2003
 
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Naja... jetzt auf Steinmeier oder sonstwen umzuschwenken wäre reiner Selbstmord.
In 4 Jahren evtl. Hannelore Kraft, wenn´s dieses Mal nix wird, ok. Aber jetzt...

Es wird mit Sicherheit nicht alles umegsetzt, was im Wahlprogramm steht. Alleine schon wegen möglicher Koalitionsverhandlungen.
Aber bei weitem wird mehr sozialer Ausgleich umgesetzt, als bisher. Und das ist zunächst wichtig für die Menschen und die Gesellschaft in unserem Land.
4 weitere Jahre Merkelsche Politik heißt 4 Jahre Stillstand und das Versäumen von wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft. So wie unter Kohl. Der hat zum Schluß auch nichts mehr gemacht und nur ausgesessen.
Und wer hat´s rausgerissen? Den kranken Mann Europas wieder nach vorne gebracht? Die rot-grüne Regierung.

[ nachträglich editiert von Thimphu2003 ]

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