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Berlin: Prozess gegen die mutmaßlichen Totschläger von Jonny K. geplatzt

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Totschläger, welche beschuldigt werden, im Oktober letzten Jahres den 20-jährigen Jonny K. auf dem Berliner Alexanderplatz zu Tode geprügelt zu haben, ist geplatzt. Grund war die Äußerung eines Schöffen (ShortNews berichtete).

"Sind Sie zu feige, eine Aussage zu machen? Oder wollen Sie uns verarschen", soll der Laienrichter zu einem Zeugen gesagt haben, welcher sich angeblich an nichts erinnern konnte. Bei der Polizei hatte er noch detaillierte Angaben zu der Prügelorgie gemacht.

Die Verteidiger der Angeklagten hatten daraufhin einen Befangenheitsantrag gestellt. "Die Kammer ist sich einig, dass der Prozess in momentaner Besetzung nicht fortgesetzt werden kann", so der Vorsitzende Richter Helmut Schweckendieck. Der Prozess muss nun neu aufgerollt werden.


WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Prozess, Totschläger, Schöffe
Quelle: www.bild.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2013 12:50 Uhr von Boon
 
+7 | -11
 
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Laienrichter waren noch nie sinnvoll, oder würdet ihr eure Nachbarn darüber abstimmen lassen welche Behandlungsmethode ein Arzt wählen soll?
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03.06.2013 12:52 Uhr von Bildungsminister
 
+14 | -4
 
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Man muss sich manchmal echt fragen, was in deutschen Gerichten für Deppen arbeiten. In München schaffen sie es nicht einen von langer Hand geplanten Prozess vorzubereiten, und in Berlin kommen Totschläger und Kriminelle frei.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es da nur nach Vetternwirtschaft geht, nicht nach Qualifikation. Wenn du den Bruder vom Bruder seine Tante kennst, die irgendwo im Rathaus, Landtag, oder wo auch immer sitzt, dann wirst du auch Richter.

Es drängt sich der Eindruck, dass nur solche Leute ans Gericht gehen, die als Anwalt grundsätzlich versagt haben. Anders ist das nicht zu erklären.

Und wenn dann mal einer verurteilt wird, gibts den Wink mit dem Zeigefinger, und eine Bewährung. Das ist nicht nur unwürdig den Angehörigen solcher Straftaten gegenüber, es motiviert auch andere Verbrecher, die so glauben, dass sie eh nichts zu befürchten haben. Wohl zu Recht!

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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03.06.2013 12:56 Uhr von Lucianus
 
+11 | -3
 
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Und deswegen darf ich niemals nicht Schöffe oder gar Richter werden, ich finde den zitierten Satz sogar noch sehr nett.
Wieso ist der "Löwenanteil" bei unseren Gerichten, zeitlich gesehen bis zu einem Urteil, eigentlich das Hinauszögern, Verlegen, irgendwelche Anträge bearbeiten (Befangenheit usw.) die, die Verteidiger Stellen ... kurz gesagt es geht mir auf den Sack.
Für jeden Verzögerungsversuch der nichts mit dem Fall an sich zu tun hat, der abgewiesen wird, direkt mal 1 Jahr länger Knast für den Angeklagten im Fall der Schuldigsprechung.

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