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Krawalle in der Türkei: Ministerpräsident Erdogan räumt Fehler der Polizei ein

Nach den jüngsten Krawallen in der türkischen Metropole Istanbul hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan das Fehlverhalten der Polizei kritisiert. Laut Erdogan habe die Polizei in manchen Fällen "extrem" auf die gewaltsamen Demonstranten reagiert.

"Es stimmt, dass es Fehler und extreme Aktionen bei der Reaktion der Polizei gab. Der Einsatz von Pfeffergas durch die Sicherheitskräfte war ein Fehler. Ich habe das Innenministerium angeordnet, dies zu untersuchen", so Erdogan.

Nachdem es am vergangenen Samstag noch einige Krawalle gab, zog sich die Polizei vom Taksim-Platz zurück. Erdogan verlangte von den Demonstranten die Beendigung der Krawalle. Gegen Polizisten, die unverhältnismäßig agierten, würde es laut Erdogan Folgen geben.


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Polizei, Türkei, Fehler, Ministerpräsident, Krawalle
Quelle: www.focus.de

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03.06.2013 10:41 Uhr von Graf_Kox
 
+8 | -0
 
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Bei allem Respekt aber in meinen Augen ist Erdogan ein Dummkopf dass er einen Streit um einen Park zu europaweiten und vor allem innertürkischen Protesten gegen seine Regierung eskalieren lässt. Die Leute haben keine Lust mehr auf die schleichende Islamisierung die seit Jahren stattfindet und auch international kritisiert wird. So verbaut sich die Türkei jegliche Zukunftsperspektive, auch aber nicht nur bzgl. eines EU-Beitritts.

[ nachträglich editiert von Graf_Kox ]
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03.06.2013 10:54 Uhr von sooma
 
+6 | -1
 
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Vorbei? Mitnichten!

"Demonstranten durchbrechen mit einem Bagger eine Polizeiabsperrung in Istanbul, die Polizei stürmt ein Einkaufszentrum in Ankara: In der Nacht ist es in mehreren türkischen Städten erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften gekommen. EU und US-Regierung verurteilen die Härte der Polizeieinsätze."

http://www.sueddeutsche.de/...

Auch das AA warnt nach wie vor vor Reisen in die Türkei.
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03.06.2013 11:25 Uhr von Bildungsminister
 
+8 | -2
 
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Es echt spannend zu sehen, wie Haberal sich als Propagandaminister versucht. So etwas kennt man ja normalerweise nur aus eher zwielichtigen Staaten. Wider jedweder Realität versucht er mit allen Mitteln das Bild der perfekten Türkei zu erhalten, obgleich es an allen Ecken und Kanten bröckelt.

Entgegen jedweder anderer Berichterstattung will er den Leuten hier erzählen, dass die Proteste längst vorbei seien, obgleich etliche Quellen berichten, dass die Demonstrationen auch in dieser Nacht wieder auf andere Städte übergegriffen haben.

Was sich mir nicht erklärt - Warum sind seine Quellen nun wahr, vor allem seine Staatsmedien (freie Medien in der Türkei gibt es nicht, und auch ausländische türkische Medien würden nie kritisch berichten), und alle anderen unwahr?

Ich finde das was da nun passiert sehr interessant. Die durchaus gebildete und junge Elite des Landes hat endlich genug von der Autokratie Erdgans und der unter Gül immer massiveren Islamisierung, und Haberal stellt sich hier gegen seine vermeintlichen Landsleute, anstatt sie bei ihrem Kampf für die Einführung der Demokratie in der Türkei zu unterstützen. Wenigstens zeigt er damit deutlich wo er politisch steht.

Davon ab - Und wenn du noch 100 Mal sagst, dass die Proteste vorbei seien, macht es das weder wahr, noch wird es dir irgendwer glauben. Du kämpfst da gegen Windmühlen!

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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03.06.2013 11:50 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -1
 
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Nun, da ich selbst kein Deutscher bin, soll mir das Recht sein. Vor allem ist es ein extrem schlechter Stil, und billiges Diskutieren, wenn man immer auf andere Probleme verweist, um von den eigenen Problemen abzulenken, anstatt sich mit ihnen zu beschäftigen.

Was du bildlich sagst ist: "Es ist egal wenn hier Kinder hungern, weil es in Afrika ja viel schlimmer ist." Es mag also sein, dass es hier auch Defizite bei den Ordnungshütern gibt, dass macht aber die Sache in der Türkei nicht besser. Zumal es überhaupt nicht das Thema ist.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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03.06.2013 13:03 Uhr von Graf_Kox
 
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Buergerschreck

Deine kleine alberne Verschwörungstheorie scheitert schon daran dass die USA kein Interesse an islamistischen Regierungen haben. In den Ländern in denen es nach dem arabischen Frühling dazu gekommen ist haben die Islamisten einfach die Gunst der Stunde genutzt und sich an die Macht "geputscht". Das hat nichts damit zu tun dass die bösen USA das gesamte Weltgeschehen steuern. Was glaubst du warum nicht nur der BND davor warnt die Rebellen in Syrien zu unterstützen. Der Westen ist sich dieser Gefahr sehr wohl bewusst aber die Welt ist nunmal etwas komplizierter. Der Westen kann es sich leider nicht leisten dass, was die radikalen Religiösen als Freiheitskampf der Bevölkerung tarnen, zu ignorieren. Wir erleben momentan ein Weltweites Wiedererstarken des salafistischen Islam und es ist der Westen der verarscht wird. Unsere Nachrichtendienste wissen es zwar aber uns sind die Hände gebunden, denn wer will sich schon gegen das Freiheitsstreben der Bevölkerung richten? Auch wenn es dir lieber wäre dass es nur einen bösen gibt, nämlich die USA. Wir sind hier nicht im Kino. Hohle Phrasen wie "wacht auf" wirken übrigens nur albern.
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03.06.2013 14:57 Uhr von sooma
 
+2 | -1
 
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Nicht nur, dass die Proteste bei Weitem nicht "vorbei" sind, nun verliert Herr Erdowahn auch sein Gesicht:

"Der Polizeieinsatz gegen Demonstranten am Taksim-Platz bringt Premier Erdogan an den Rand des Rücktritts. Erdogan zeigt deutliche Anzeichen von Realitätsverlust. Die Türkei taumelt am Rand des Bürgerkriegs."

"Am gefährlichsten ist für Erdo?an die Zusammensetzung der Demonstranten: Es sind nicht mehr die linken und militant kemalistischen Gruppen, die gegen den Premier aufbegehren, sondern ganz normale Bürger – junge wie alte, Frauen, Männer, Akademiker, Arbeiter, Studenten."

"Von einem EU-Beitritt hat sich die Türkei in ihrer derzeitigen Verfassung deutlich entfernt. Menschenrechte, Pressefreiheit und Bürgerrechte sind ständigen Aushöhlungs-Bestrebungen unterworfen, wie etwa die groteske Verurteilung des weltberühmten Pianisten Fazil Say zeigt. Say wurde wegen einiger ironischer Tweets verurteilt, weil ihm die religiösen Fundamentalisten Gotteslästerung vorgeworfen hatten."

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/... (02.06.2013)

Dort auch zu lesen:

"Die türkische Wirtschaft ist überhitzt: Zahlreiche Blasen drohen, vor allem im Immobilien-Sektor. Die türkische Lira wird fortlaufend abgewertet. Zwar hat die Türkei wegen der jungen Bevölkerung immer noch viel bessere Wachstumsraten als andere Volkswirtschaften. Aber die Türken sind vor allem im Handel tätig. In der Produktion, etwa im Textilbereich, weichen türkische Unternehmen längst auf billigere Arbeitsmärkte in Asien und Afrika aus. Daher sind die Job-Chancen für junge Türken längst nicht mehr so prickelnd wie vor einigen Jahren. Sollte sich wirtschaftliche Lage in Europa und in Asien weiter verschlechtern, dürfte die türkische Wirtschaft sehr schnell unmittelbar betroffen sein."

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