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Zeitarbeitsfirmen: Deutsche Langzeitarbeitslose werden kaum berücksichtigt

Der Kampf um die besten Mitarbeiter hat nun auch die Branche der Zeitarbeit erreicht. Während einheimische Langzeitarbeitslose kaum noch berücksichtigt werden, schaut die Branche verstärkt im Ausland nach Fachkräften.

Mit guten Erfahrungen polnischer Mitarbeiter wirbt die Branche nun gezielt in Italien und Griechenland und lockt die Fachkräfte mit renommierten Unternehmen. Ingenieure, Architekten und Bauzeichner werden gesucht. Meist scheitert es aber an den Deutschkenntnissen.

Langzeitarbeitslosen stehen viele Unternehmen eher skeptisch gegenüber und haben Vorbehalte. In der Zeitarbeitsbranche will man diese wachsende Herausforderung daher mit dem Schritt ins Ausland entgegentreten.


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WebReporter: George Taylor
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Ausland, Deutsche, Langzeitarbeitslose, Fachkräftmangel
Quelle: www.welt.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2013 10:09 Uhr von Lucianus
 
+55 | -2
 
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Die "Branche" der Zeitarbeit sollte es grundsätzlich nicht mehr geben ... zumindest nicht so wie bisher.
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03.06.2013 11:32 Uhr von GulfWars
 
+20 | -2
 
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Zeitarbeit = moderne Sklaven
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03.06.2013 12:15 Uhr von erw
 
+13 | -2
 
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Man halte sich die alten Vorurteile der Arbeiterklasse vor Augen, dass Fremde (ob nun von der anderen Seites des Landes oder aus dem Ausland) uns die Arbeitsplätze klauen. Die Nazis machen damit ja gerne Werbung...
Nur... langsam stimmt es?! Diese Zeitarbeitsbranche ist ein Versuch gewesen, Langzeitarbeitslose oder schwer vermittelbare Arbeitsplätze zu vermitteln. Mittlerweile ist unsere Arbeitswelt aber so verseucht von Billigstellen, dass es an der Zeit wäre, das Modell neu zu überdenken. Man kann nicht mehr von Billigkräften sprechen, die zu zweit/dritt ganze Stellen auskleiden, ganze Branchen arbeiten mit Aufstockern oder Zeitarbeitskräften. Selbst die Automobilindustrie gehobener Klasse (Daimler vom Bericht gestern) arbeitet mit solchen Arbeitskräften und heult geheichelt einen vor, sie würden ohne sie nicht mehr überleben, während da Gewinne eingefahren werden ohne Ende.

Mich werden keine 10 Pferde dazu bringen, die Parteien im Parlament in den nächsten Jahren zu wählen... höchstens noch die Linken (selbst wenn sie populistisch sind). Ansonsten nur noch auf Protest.

Das alles kann doch nicht deren Ernst sein?!

[ nachträglich editiert von erw ]
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03.06.2013 12:31 Uhr von jens3001
 
+8 | -2
 
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Ja klar. Ausländische Fachkräfte sind auch billiger und motzen weniger rum als Deutsche.

Und anstatt faire Löhne zu zahlen und so gute deutsche Arbeitskräfte zu überzeugen will man es sich nun einfach machen.


Und das Schlimmste ist.... die EU gibt Recht. Man wird bereits nicht mehr als "Deutscher" oder "Franzose" gesehen, sondern als Europäer.
Und so genötigt sich woanders eine Arbeit zu suchen, wenn man in seinem Heimatland keine mehr findet.
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03.06.2013 13:32 Uhr von Shampoochan
 
+9 | -1
 
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Inzwischen geht Zeitarbeit doch eh völlig an dem vorbei was mal geplant war. Ursprünglich sollten damit Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen hatten, in Firmen vermittelt werden mit dem Ziel nach einer gewissen Zeit eine Festanstellung zu erhalten.

Inzwischen ist Zeitarbeit zu einer Art Sklavenhandel verkommen. Viele Firmen machen sich ja nicht mehr die Mühe freie Stellen überhaupt auszuschreiben, da wird gleich bei der nächsten Zeitarbeitsfirma angefragt, die sollen einen suchen. Ist billiger und man wird sie schnell wieder los.

Das Zeitarbeitsfirmen irgendwelche Vorteile bringen ist doch genauso ne Lüge wie der angebliche Fachkräftemangel. Den gibt es auch nicht in dem Ausmaße wie immer behauptet wird, das wird nur als Grund vorgeschoben billige ausländische Arbeiter anzuwerben.
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03.06.2013 13:56 Uhr von fuDDel@
 
+2 | -0
 
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Das nennt man dann Fachkräftemangel ;-)
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03.06.2013 14:43 Uhr von Strassenmeister
 
+2 | -0
 
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@ DasBesteVon
Grab dich ein und spiele Maulwurf!
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03.06.2013 17:01 Uhr von generalviper
 
+8 | -0
 
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"Mit guten Erfahrungen polnischer Mitarbeiter wirbt die Branche nun gezielt in Italien und Griechenland und lockt die Fachkräfte mit renommierten Unternehmen."

Klar. Vergleich: Der Arbeitslose Grieche oder Italiener hat ohne Arbeit meistens nichts zu futtern. Ergo arbeitet er in Deutschland zu "Traumpreisen" für die Unternehmen.


@ Schlottentieftaucher:
"Das hat doch sicher berechtigte Gründe, dass die Unternehmen viel eher fleißige Ausländer und eben keine deutschen Langzeithartzer einstellen! Mit Sicherheit sind aber daran auch wieder die Mitarbeiter der Jobcenter und nicht die Betroffenen selbst, die einmal anfangen müssen, ihr Verhalten zu ändern, schuld! "

Der einzig berechtigte Grund für JEDES Unternehmen ist: Geld. Jedes Unternehmen stellt die Leute ein, die am billigsten sind. Der Deutsche ist nun einmal gewohnt, mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder Studium, von der Arbeit leben zu können, und noch ein wenig Luxus zu haben.

Griechen, Spanier, Portugiesen, Rumänen usw gehen arbeiten, um am leben zu bleiben.

Natürlich spielt da unser Sozialsystem mit eine Rolle. Wer geht denn freiwillig arbeiten, nur um seine Miete und seine Nahrung zu bezahlen und dann bleibt nichts über?

Aber das wird sich schon irgendwann selbst regeln. Sollen ruhig alle Unternehmen auf Leiharbeiter umsteigen, die für wenig Geld arbeiten. Mal sehen, wer dann die "unnützen" Produkte noch kaufen wird, wenn am Ende des Geldes noch 2 Monatswochen übrig sind...

Wenn das noch 10 Jahre so weiter geht mit der Lohndrückerei, werden Handys, Computer, Autos bald wirklich zum Luxusgut.
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03.06.2013 17:07 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -10
 
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Das Problem könnte darin liegen, dass die deutschen Langzeitarbeitslosen keine einzige Eigeninitiativ-Bewerbung schreiben - sondern sich über das Arbeitsamt (bitte bewerben sie sich bei ...) vermitteln lassen.
Während die Ausländer direkt in das Büro der Zeitarbeitsfirmen gehen und auf den Tisch hauen und nach Arbeit drängen.
Wenn man dort nämlich dreimal am Tag nach einem Job nervt, hat man ihn nach 14 Tagen.

Das weiß ich von einer Dame die dreimal am Tag die Zeitarbeits-Agentin angerufen hat. Man muss sich dort dauernd ins Gedächtnis bringen.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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03.06.2013 18:33 Uhr von Crazy84
 
+1 | -3
 
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So als Erstes:
Zeitarbeitsfirmen sollen der Wirtschaft helfen,produktionsspitzen abzufangen.
Da haben wir aber ein Problem, den nicht die Zeitarbeitsfirmen nutzen die Arbeiter aus sondern die Unternehmen.
Zweitens:
Wir brauchen die Ausländer, weil wir zu blöde sind :-)
soll heissen das unser Bildungssystem fürn Arsch ist, die Anforderungen an den Berufen ist gestiegen, während das Bildungssystem geschlafen hat.
Drittens:
Es gibt auch schwarze Schaffe bei den Zeitarbeitsfirmen, wenn man dort ist sollte man sich ein anderes Unternehmen suchen
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03.06.2013 19:18 Uhr von Götterspötter
 
+4 | -1
 
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Zeitarbeit ja .... aber nur zum selben Lohn wie den des Festen Mitarbeiter denn man ersetzt !!!!!!!!! .... bzw. den Durchschnittslohn der gesamten Belegschaft !

und !! es sollte Zeitarbeitsfirmen nur noch möglich sein unbefristet Verträge abzuschlissen ...

ansonsten sofort abschaffen den Sklavenbetrieb !!

[ nachträglich editiert von Götterspötter ]
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03.06.2013 20:58 Uhr von DigitalKeeper
 
+3 | -1
 
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Verfluchte Kagge aba auch :-))

Mehr als 30 Jahre Berufserfahrung - 4 (in Worten VIER) Berufe mit qualifiziertem Abschluss - und ich werde als Sklave mit Hungerlohn in Zeitarbeit abgespeist.

Jaja, diese Boshaften lügen "wir hätten keine Fachkräfte" - die werden auch noch geschürt. Klar, schnell mal die Leute aussem Ausland holen, die arbeiten ja nur fürN Drittel; iss klar: kann man die Löhne hier weiter drücken.

Und diese Betrüger UND Lügner - und damit meine ich nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Politiker, sowie die ansässigen "Vermittler" vom "Arsch"beitsamt machen alle fleissig mit.

Warum? Ganz einfach:

Weil solche "Unternehmen" wie die Banken, Autobauer, etc. direkt DIKTIEREN was hier wer machen soll.

Die "Abhängigkeiten" der Politik sind mittlerweile nicht mehr Relevant; es zählt nur noch "schnell abgreifen" bevor es soweit ist.

Bevor WAS soweit ist? Na, dann schaut doch mal in die Türkei, nach Frnakreich, nach Portugal, nach Italien, nach Zypern....hab´ noch was vergessen??? Wahrscheinlich!
.
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03.06.2013 21:21 Uhr von Plazebo2
 
+1 | -0
 
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@Shampoochan
"Inzwischen geht Zeitarbeit doch eh völlig an dem vorbei was mal geplant war. Ursprünglich sollten damit Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen hatten, in Firmen vermittelt werden mit dem Ziel nach einer gewissen Zeit eine Festanstellung zu erhalten."

Das siehst du und leider auch der größte Teil völlig falsch. Ziel war es den kompletten Arbeitsmarkt zu liberalisieren und damit den größten Niedriglohnsektor in Europa zu errichten.

Der Beweis ist das Gerhard Schröder es selbst in einer Rede gesagt hat.

aus Gerhard Schröders Rede Zitat:
…Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. ….

Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt. Es hat erhebliche Auseinandersetzungen mit starken Interessengruppen in unserer Gesellschaft gegeben. Aber wir haben diese Auseinandersetzungen durchgestanden. Und wir sind sicher, dass das veränderte System am Arbeitsmarkt erfolgreich sein wird. …

Hier die komplette Rede:
http://www.gewerkschaft-von-unten.de/...

[ nachträglich editiert von Plazebo2 ]
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03.06.2013 21:35 Uhr von Plazebo2
 
+4 | -0
 
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@ ThomasHambrecht
"Wenn man dort nämlich dreimal am Tag nach einem Job nervt, hat man ihn nach 14 Tagen."

Das KANN sein MUSS aber nicht sein. Die Regel ist es jedenfalls nicht da oft überhaupt keine Absicht besteht jemanden fest zu übernehmen.

Der Niedriglohnsektor inkl. die vielen Leiharbeiter sind wie gesagt von Anfang an Absicht.
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03.06.2013 22:46 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ schlotte
Tja, nur will das hier kaum jemand lesen ;)

@ lucianus
Der Hauptgrund, warum es Zeitarbeit gibt: Unternehmen wird es sehr schwierig gemacht, fest angestellte Mitarbeiter in Zeiten schwächerer Auftragslage zu entlassen. Das Ausweichen auf Zeitarbeit ist die logische Konsequenz.

@ Wolfsburger
"Nicht um die besten sondern um die billigsten Arbeitssklaven wird hier gebuhlt."
Ach ja? Was hat ein Unternehmen von jemand, dessen Arbeit man genausogut gleich jemand anders hätte machen lassen können?

@ mary
"Und nicht selten kommen solche Arbeitnehmer aus dem Arge-Kreislauf dennoch nicht raus..."
Und andere schaffen es anscheinend doch. Wie machen die das nur? Schauen die sich am Ende selbst nach besseren Möglichkeiten um? ;)

@ erw
"Diese Zeitarbeitsbranche ist ein Versuch gewesen, Langzeitarbeitslose oder schwer vermittelbare Arbeitsplätze zu vermitteln."
Wer sagt das denn? Das wäre mir neu.

@ jens3001
"Und anstatt faire Löhne zu zahlen und so gute deutsche Arbeitskräfte zu überzeugen..."
Die allermeisten guten deutschen Arbeitskräfte haben Jobs. Sollten insbesondere Arbeitslose nicht eher die Unternehmen von sich überzeugen als darauf zu warten, dass ein Unternehmen kommt und ihnen den Traumjob, natürlich bei toller Bezahlung, anbieten?

@ shampoochan
" Ursprünglich sollten damit Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen hatten, in Firmen vermittelt werden mit dem Ziel nach einer gewissen Zeit eine Festanstellung zu erhalten."
Auch an dich die Frage, woher das kommt.

@ generalviper
"Jedes Unternehmen stellt die Leute ein, die am billigsten sind. "
Die meisten Unternehmen achten zunächst mal darauf, dass derjenige willens und in der Lage sein wird, seine Arbeit gut auszuführen.

"Wer geht denn freiwillig arbeiten, nur um seine Miete und seine Nahrung zu bezahlen und dann bleibt nichts über?"
Jemand, der nicht der Gesellschaft auf der Tasche liegen will?
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03.06.2013 23:32 Uhr von Plazebo2
 
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@ TheRoadrunner
Es geht nicht um einen Fachkräftemangel sondern darum das Lohnniveau zu drücken. Im Ausland gibt es genug für den sind z.B. 1000 Euro Brutto ein sehr hoher Lohn.
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04.06.2013 10:01 Uhr von jens3001
 
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ThomasHambrecht:

Blödsinn. Dein Beispiel ist bestenfalls eine von mehreren Gründen / Möglichkeiten.

Den Hauptgrund weshalb Ausländer aggressiver auf den deutschen Arbeitsmarkt zugehen ist eher, dass sie erstmal überhaupt nach Deutschland wollen.
Egal unter welchen Bedingungen. Denn hier geht es ihnen grudnsätzlich besser als in ihrem Heimatland. sogar mit einem Sklavenlohn aus Zeitarbeit noch.
Dazu dann noch H4, Sozialleistungen, usw.



@Roadrunner:
"Der Hauptgrund, warum es Zeitarbeit gibt: Unternehmen wird es sehr schwierig gemacht, fest angestellte Mitarbeiter in Zeiten schwächerer Auftragslage zu entlassen. Das Ausweichen auf Zeitarbeit ist die logische Konsequenz."

Ach. Menschen sind keine Maschinen die man beliebig ausbeuten darf und dann in die Ecke stellen kann.
Eine Firma erwirtschaftet aus den Fähigkeiten, Kenntnissen und der Arbeitskraft eines Mitarbeiters ein Vielfaches dessen was er bezahlt bekommt.
Daher sehe ich Firmen auch in einer sozialen Verantwortung. übrigens sehe das nicht nur ich so. Schlag mal unter "Kompetenzen" nach. Auch da wird von sozialer Verantwortung gesprochen.


"Ach ja? Was hat ein Unternehmen von jemand, dessen Arbeit man genausogut gleich jemand anders hätte machen lassen können?"

Eine Firma ist nur so gut wie ihr eigener Qualitätsstandard. Wenn es dir Firma wurscht ist ob sie B oder C-Ware produziert hast du Recht.
Allerdings denke ich nicht, dass sich diese Firma lange halten wird.


"Und andere schaffen es anscheinend doch. Wie machen die das nur? Schauen die sich am Ende selbst nach besseren Möglichkeiten um? ;)"

Ja, manche tun das. Allerdings haben wir soviele Arbeitslose, dass die Personalabteilungen der Firmen geradezu zugespamt werden mit Bewerbungen.
Was meinst du wie sehr diese sich jede einzelne ansehen?
Deine Pauschalisierung verbitte ich mir hier :)


"Wer sagt das denn? Das wäre mir neu."
Dann hast du dich nicht intformiert. Arbeitnehmerüberlassung sollte die Chancen auf eine direkte Übernahme bei einer Firma erhöhen.
Neben anderen Gründen natürlich.

"Die allermeisten guten deutschen Arbeitskräfte haben Jobs. Sollten insbesondere Arbeitslose nicht eher die Unternehmen von sich überzeugen als darauf zu warten, dass ein Unternehmen kommt und ihnen den Traumjob, natürlich bei toller Bezahlung, anbieten?"
WAs hat das eine mit dem anderen zu tun? Als Fachkraft für einen Bruchteil dessen arbeiten was man im Durchschnitt bekommen würde macht keinen Sinn.
Ich verkaufe auch keinen wertvollen Oldtimer für unter Wert nur um ihn los zu sein.
Erst billig anfangen und dann mehr bekommen ist eine Utopie. Sehr sehr selten, dass das funktioniert.
Ich würde selbst auch keine billige Stelle annehmen nur um etwas zu haben. Vor allem nicht wenn ich dafür mein gesamtes Wissen und Können einbringen muss aber nicht angemessen entlohnt werde.
Alles hat einen Preis. Und der ist meistens gerechtfertigt und keine Verhandlugnssache.


"Die meisten Unternehmen achten zunächst mal darauf, dass derjenige willens und in der Lage sein wird, seine Arbeit gut auszuführen. "
Das ist in deiner Traumwelt so. in der Realität wird der Günstigere eingestellt und wenn er nicht passt, wird er halt in der Probezeit entlassen und der nächste Billig-arbeiter kommt dran.
In gewissen Schlüsselpositionen hast du sicher Recht. Nicht aber in der Produktion, als Sachbearbeiter, etc.



"Jemand, der nicht der Gesellschaft auf der Tasche liegen will? "
Nein. Jemand der der Gesellschaft etwas gutes tun will und Geld haben möchte um seine Kaufkraft zu entfalten.
Wer nur knausern muss um gerade so am Leben zu bleiben trägt nahezu nichts zum Wirtscahftskreislauf bei.
Noch dazu macht er den Arbeitsmarkt für andere kaputt.


Deine Einstellung ist sehr stark pro-Arbeitgeber geprägt. Ich rate dir mal die andere Seite objektiv zu betrachten.
Deinen Horizont zu erweitern wüde dir nicht schaden :)
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04.06.2013 20:16 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Plazebo2
Wenn ein Ausländer aber kaum Deutsch spricht, werden die wenigsten Arbeitgeber Freude an ihm haben.
Wenn er gut Deutsch spricht und seine Arbeit gut macht, wird er es i.d.R. nicht lange akzeptieren, schlechter als andere bezahlt zu werden.


@ Jens3001
"Menschen sind keine Maschinen die man beliebig ausbeuten darf und dann in die Ecke stellen kann."
Natürlich nicht. Was den Kündigungsschutz angeht, sind die Gesetze in D allerdings sehr streng und damit leider insofern kontraproduktiv, dass kaum eine Firma mehr Leute fest einstellt.
"Eine Firma erwirtschaftet aus den Fähigkeiten, Kenntnissen und der Arbeitskraft eines Mitarbeiters ein Vielfaches dessen was er bezahlt bekommt."
Das hängt sehr stark von der Art der Firma, der Tätigkeit und dem Mitarbeiter ab. Pauschalisieren lässt es sich jedenfalls nicht.

"Eine Firma ist nur so gut wie ihr eigener Qualitätsstandard. Wenn es dir Firma wurscht ist ob sie B oder C-Ware produziert hast du Recht."
Genau falsch. Recht habe ich im Fall einer Firma, die auf Qualität achtet. Denn dann ist ein unfähiger Mitarbeiter nämlich absolut nutzlos, egal wie billig er ist, weil er nicht die benötigte Qualität liefert.

"Dann hast du dich nicht intformiert."
Sagt jemand, der das Wort nicht mal schreiben kann. Aber zur Erklärung: es mag sein, dass Politiker sowas irgendwann mal von sich gegeben haben. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass dies je die Sicht der Zeitarbeitsbranche auf sich selbst war.

"Als Fachkraft für einen Bruchteil dessen arbeiten was man im Durchschnitt bekommen würde macht keinen Sinn."
Und warum nicht? Man sammelt Berufserfahrung, und die ist für den Arbeitnehmer wichtig.

"Ich verkaufe auch keinen wertvollen Oldtimer für unter Wert nur um ihn los zu sein."
Ich dachte, Menschen sind keine Maschinen? Und doch, wenn du sonst nichts mehr zu essen hast, wirst du einen wertvollen Oldtimer auch unter Wert verkaufen.

"Erst billig anfangen und dann mehr bekommen ist eine Utopie. Sehr sehr selten, dass das funktioniert."
Es funktioniert sehr gut, wie ich bei mehreren Leuten in meinem Umfeld inkl. mir selbst feststellen konnte. Natürlich kann es nur klappen, wenn man es versucht.
Wessen Bewerbungen meinst du, dass eher gelesen werden? Von Herrn A., der sich aus einer Stelle heraus bewirbt, für die er überqualifiziert und/oder unterbezahlt ist, oder von Herrn B., der seit Jahren nicht gearbeitet hat?

"Das ist in deiner Traumwelt so."
Das ist in der Firma so, in der ich arbeite. Bis jemand wirklich produktiv ist, dauert es i.d.R. mehrere Monate und viel Zeit der Kollegen zur Einarbeitung. Wenn man aus Kostengründen jemand nehmen würde, der nicht geeignet ist, würde man sich selbst ins Knie schießen.

"Wer nur knausern muss um gerade so am Leben zu bleiben trägt nahezu nichts zum Wirtscahftskreislauf bei."
Da gebe ich dir recht. Allerdings trägt man, wenn man gar nicht arbeitet, nicht nur genausowenig bei, man kostet auch noch.
Was spricht dagegen, zunächst eine nicht so gut bezahlte Stelle anzunehmen und sich aus dieser heraus auf besser bezahlte Stellen zu bewerben?

"Deine Einstellung ist sehr stark pro-Arbeitgeber geprägt. Ich rate dir mal die andere Seite objektiv zu betrachten."
Ähm... ich bin Angestellter. Ich kenne die "andere Seite" also sehr gut, denn es ist meine eigene. Allerdings schaue ich gerne über den Tellerrand, um größere Zusammenhänge zu erkennen. Dies würde dir nicht schaden :)

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