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1.181 Euro für´s Tür-Öffnen: Schlüsseldienst-Chef musste vor´s Düsseldorfer Amtsgericht

Der Chef eines Schlüsseldienstes musste sich jetzt wegen Wucher vor dem Düsseldorfer Amtsgericht verantworten. Einer Rentnerin wurde nach der Öffnung einer Tür eine Rechnung von 1.181 Euro präsentiert.

Die Rentnerin sagte: "Obwohl es sich um eine alte Holz-Tür handelt, bekamen die Zwei die Tür zunächst nicht auf. Sie hantierten hilflos herum. Schließlich kam ein dritter Kollege, der die Tür mit einer Flex einfach auffräste." Die Reparatur der Tür kostete der 74-Jährigen noch einmal 1.575 Euro.

Das Urteil des Gerichts war für die Beteiligten dann aber doch überraschend. Der Chef des Schlüsseldienst wurde freigesprochen. Das Gericht sah den Tatbestand des Wuchers als nicht erfüllt an. Die Frau hätte sich in einer Notlage befinden müssen. Sie hätte aber wohl die Terrassentür nutzen können.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Düsseldorf, Tür, Amtsgericht, Wucher, Schlüsseldienst
Quelle: www.bild.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.06.2013 17:57 Uhr von real.stro
 
+12 | -0
 
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Mittelalter!

Ciao
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01.06.2013 17:59 Uhr von ZzaiH
 
+25 | -0
 
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was für ein richterspruch...
1200€ fürs türöffner kein wucher? wann geht der denn dann los?
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01.06.2013 18:00 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+17 | -0
 
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Geht noch weiter:

"Der Richter zum Freispruch: „Die Sache ist damit nicht erledigt.“ Er verwies auf die Möglichkeit, den Schlüsseldienst zivilrechtlich zu verklagen. Und da hat sie wohl beste Chancen, Schadenersatz zu bekommen."

Das steht auch in der Quelle!

1.181€ sind Wucher, aber was wir den Bereichern hier durchgehen lassen?

Aber das sind die Fachkräfte die wir uns wünschen, ne?
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01.06.2013 18:05 Uhr von Perisecor
 
+3 | -4
 
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http://dejure.org/...

Die alte Dame war wohl noch geistig fit, damit ist der Straftatbestand nicht erfüllt.

Das Strafgericht konnte also nicht anders, als freizusprechen.


@ ZzaiH

So lange keine der Bedingungen erfüllt ist ("Zwangslage, die Unerfahrenheit, den Mangel an Urteilsvermögen oder die erhebliche Willensschwäche"), gibt es im Strafverfahren schlicht keine Obergrenze.


Anders sieht das natürlich im Zivilverfahren aus, hier ist u.a. folgender Paragraph einschlägig:
http://dejure.org/...
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01.06.2013 18:22 Uhr von shadow#
 
+15 | -0
 
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Insgesamt 3 komplett dilletantische Vollidioten haben keine Ahnung von ihrem Job und flexen mal eben die von beiden Seiten zugängliche Tür in Stücke anstatt das Schluss aufzubohren...

Wow.

@ Perisecor
Die Unerfahrenheit hätte man leicht konstruieren können, da ich davon ausgehe dass der alten Dame die Detailinformationen zur Türöffnung insoweit fehlen, dass sie nicht wusste dass niemand der auch nur irgendetwas von der Profession versteht in diesem Fall eine Flex zur Hand genommen hätte.

[ nachträglich editiert von shadow# ]
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01.06.2013 18:38 Uhr von Perisecor
 
+1 | -3
 
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@ shadow#

Die Unerfahrenheit bezieht sich nicht auf technisches Verständnis, sondern allgemeine Lebenserfahrung.

Alte Dame. Lebenserfahrung. :)
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02.06.2013 08:35 Uhr von BoltThrower321
 
+1 | -1
 
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Quelle lesen...

Ich sehe da wenig Chancen, den die Frau hat die Rechnung bezahlt und somit die Bedingungen akzeptiert.

Andererseits, wissen wir nicht, wie Mustafa und seine Gruppe die Oma unter Druck gesetzt hat...zumal ich meine! ( nicht explizit weiss ), dass der Handwerker den Kunden vor grösseren Schäden aufklären muss, hab da mal ein Urteil gehabt...

Prinzipiell eine Sauerei...typisch für diese Branche....oh je, der Mustafa...Karl-Heinz hätte mich auch gewundert...
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02.06.2013 20:23 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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@ BoltThrower321
"Karl-Heinz hätte mich auch gewundert..."
Das ist allerdings ein Trugschluss, da die komplette Branche durch und durch verkommen ist - zumindest die Dienste, die du mit ihren Callcenternummern auf den ersten 3 Seiten Online und in einschlägigen Branchenbüchern findest.
Die Besonderheit hier war nur, dass sie nicht nur unverschämt teuer sondern auch noch komplett unfähig waren.

Für die letzte zugefallene Tür die ich geöffnet habe, habe ich übrigens nur eine Flasche Wein und eine Umarmung bekommen, während im Hintergrund wohl der Schutzgott der Türfallen auf Russisch verflucht wurde :)

[ nachträglich editiert von shadow# ]
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03.06.2013 18:13 Uhr von BoltThrower321
 
+0 | -1
 
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@shadow

Also habt ihr auch massiv mit den dubiosen zu kämpfen?

So wie bei mir in der Kfz Branche???
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03.06.2013 19:54 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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@ BoltThrower321

Bitte wie? Geht´s noch???
Erstens sind meine Nachbarn (denen die Tür zugefallen war) nicht dubios sondern ziemlich nett und zweitens arbeite ich in einer Branche in der ich mit Türen nur insoweit zu tun habe, dass ich eine am Büro habe.

[ nachträglich editiert von shadow# ]

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