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Leinefelde: Mann wird fremdenfeindlich beleidigt und sticht zu

Am vergangenen Donnerstag ereignete sich vor einem Supermarkt eine Messerstecherei nach einer fremdenfeindlichen Äußerung. Ein 39-jähriger Dingelstädter soll einen 29-Jährigen mit türkischem Migrationshintergrund rassistisch beleidigt haben.

Ein Sprecher der Polizei teilte mit: "Dieser eskalierte wenig später in der Bachstraße in einem Handgemenge, wobei der Jüngere auf den 39-Jährigen mit einem Küchenmesser einstach." Der vermeidliche Messerstecher floh nach seiner Tat. Eine Augenzeugin alarmierte die Rettungskräfte.

Dann wurde der Schwerverletzte mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Göttingen geflogen. Der Tatverdächtige stellte sich einige Stunden später selbst bei der Polizei. Ihm droht nun ein Verfahren wegen versuchten Totschlages. Gegen den Verletzten wird ebenfalls ermittelt, wegen dem Verdachts der Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund.


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WebReporter: Captain-News
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Supermarkt, Messerstecherei, Fremdenfeindlichkeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.06.2013 12:31 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -8
 
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@ kafir
Wenn, dann wegen versuchten Totschlags.
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01.06.2013 12:40 Uhr von mennse
 
+3 | -7
 
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Na hoffentlich war es ihm eine Lektion.
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01.06.2013 12:54 Uhr von erw
 
+5 | -3
 
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ich glaube erst, dass der eine den anderen einfach so "fremdenfeindlich" beleidigt hat, wenn es mehrere unbeteiligte zeugen bestätigen. die reaktion ist schon ein wenig zu heftig, als dass es sich um eine normale auseinandersetzung mit provokation und reaktion handeln könnte.
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01.06.2013 14:16 Uhr von damien2003
 
+6 | -2
 
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wenn er den Türken beleidigt hat, hat er eins aufs Maul verdient, aber bitte nicht mit einem Messer oder einer anderen Waffe. Und der Türke müsste schon eingeschlossen werden weil er ein Messer dabei hatte. Wer eine Waffe bei sich trägt will sie auch irgendwann benutzen. Und jetzt komm mir bitte keiner mit "brauch ich zur Selbstverteidigung", dann können wir uns ja alle bewaffnen, was wahrscheinlich zu Chaos führen würde, gerade am Wochenende wenn unsere versoffenen jugendlichen unterwegs sind.
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01.06.2013 15:52 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -4
 
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@ santamaria57
"Wie hat er ihn eigentlich fremdenfeindlich beleidigt?
"""Ich mag euch Türken nicht besonders, weil einige von euch für viele gemeinschaftliche Vergewaltigungen verantwortlich sind."""???"
Ich vermute, dass es etwas direkter, weniger sachlich und differenziert formuliert war ;)
So hätte man wohl eher lachen müssen, weil jemand unter so dümmlichen Vorurteilen leidet.

@ fox70
"hmm, wenn ich raus gehe habe ich nie ein Küchenmesser dabei"
Ich auch nicht. Leider gibt es immer mehr Menschen verschiedenster Herkunft, die sich in irgendeiner Form bewaffnen.

@ Presseorgan
"Wahrscheinlich so ein Vorurteil[,] das[s] alle Türken immer mit Messern rumlaufen"
Richtig, es ist ein Vorurteil, wenn man von einem oder wenigen auf alle schließt. Schön, dass du das begriffen hast, jetzt müsstest du es nur noch abstellen.

Im übrigen sollten sich die sieben Minus-Klicker mal den Unterschied zwischen Mord und Totschlag erklären lassen.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
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01.06.2013 18:16 Uhr von Hebalo10
 
+2 | -4
 
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@Fox70, es gibt noch einige Leute, die mit Küchenmessern durch die Gegend laufen, auch Deutsche: http://www.shortnews.de/...
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01.06.2013 18:23 Uhr von Hebalo10
 
+2 | -3
 
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@santamaria: "Schade dass Deutsche sich so selten mit dem Messer wehren. Mit einem Ärmeldolch kann man manch einen Konflikt lösen bevor er eskaliert wie hier:.."

Du meinst etwa so:

http://www.shortnews.de/...
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01.06.2013 23:33 Uhr von ElChefo
 
+2 | -2
 
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Roadrunner

Der Unterschied liegt im Detail.

Allerdings: Einem erwachsenen Menschen ist klar, das er mit einem Stich in den Bauch den Tod des Opfers billigend in Kauf nimmt. Das erfüllt schon mal die Prämisse "direkter Vorsatz", mindestens jedoch den "bedingten Vorsatz". Beides qualifiziert bei Eintreten des Todes die Tat als Mord. Ohne den Tod des Opfers bleibt es beim versuchten Mord. Totschlag scheidet aufgrund dessen aus, da ein Stich in den Bauch des Opfers wohl kaum ein "Unfall" sein kann, bei dem ungewollt eine potentiell tödliche Verletzung auftreten kann. Die Verletzung wurde ja bewusst herbeigeführt - mit dem "niedrigen Beweggrund" der Rache.

Einfach genug, oder?
(Nur mal so als Anstoss zu einer sachlichen, wertungsfreien Diskussion...)

PS:
Die These "Totschlag" steht so oder so auf äusserst wackligen Füssen, da nur Totschläger sein kann, wer einen Menschen umbringt, ohne Mörder zu sein. Dazu siehe oben.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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02.06.2013 10:36 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -1
 
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@ elchefo
Das mag deine persönliche Auffassung sein, aber ist meines Wissens (juristischer Laie) nicht die des deutschen Rechts. Bei den Abstufungen "Körperverletzung mit Todesfolge" (es war eine Verletzung beabsichtigt, aber nicht der Tod), "Totschlag" (Tötung war vorsätzlich, aber keine Mordmerkmale) und "Mord" wäre meine Einschätzung, dass die Tat zwischen den ersten beiden anzusiedeln ist.

Aus http://de.wikipedia.org/... :
"Die Mordmerkmale müssen auf Grund der absoluten Strafandrohung aus Absatz 1 sehr restriktiv, also eng, ausgelegt werden."
Das einzige, was überhaupt auch nur annähernd zutrifft, wäre Rache als niederer Beweggrund.
"Darunter fallen fraglos unter anderem Motive wie Neid, Rache oder Wut, kein begreiflicher Anlass zur Tat geboten ist (etwa durch konkrete Lebensumstände)."
[In dem Satz fehlt wohl ein ´wenn´ vor dem ´kein´.] Allerdings ist das meines Erachtens in diesem Fall eine recht weite Auslegung. Dann wäre wohl quasi letztlich jede vorsätzliche Tötung Mord, und das sieht das Gesetz so nunmal nicht vor (siehe erstes Zitat).

Aus http://de.wikipedia.org/... :
"Die Tat selbst muss dieses Merkmal erfüllen, und zwar indem sie entweder heimtückisch, grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln durchgeführt wurde."
Wenn du dir die folgenden Beschreibungen durchliest, sollte klar sein, dass das auf diese Tat nicht zutreffend ist.

"Ermöglichung oder Verdeckung einer anderen Straftat" trifft ebenfalls nicht zu.
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02.06.2013 15:18 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Roadrunner

Natürlich ist das "meine" Auffassung. Im Strafrecht bin ich - genauso wie du - Laie.

Es gibt jedoch auch eine juristische Lehrauffassung, die den Totschlag als "Grunddelikt" und Mord als "weiter qualifizierte" Totschlagshandlung identifiziert. Eine weitere Meinung vertritt die Auffassung zweier verschiedener Delikte - was durch die Reihenfolge im StGB auch naheliegt, da normalerweise das Grunddelikt zuerst genannt und dann in Folge "höherwertige Abstufungen" genannt werden, etwa Diebstahl, Raub, schwerer Raub etc.

Was die Motive angeht, nennst du selbst ein Weiteres: die Wut. Der Messerstecher muss ziemlich in Wut gewesen sein, wenn wir davon ausgehen, das er sich ja rassistisch beleidigt sah, in einem Maße, das es nach Streit zum Handgemenge und schliesslich zur Messerstecherei gereicht hat. Meines Erachtens passt beides "recht gut": Wut wegen der Beleidigung, Rache für die Unverschämtheit.

Was die weiteren Tatmerkmale angeht, so halt ich doch die Grausamkeit für deutlich erfüllt. Eine ("schwere", Zitat Quelle) Stichwunde in den Bauchraum finde ich dann schon recht grausam.

Ob eine derartige Argumentation automatisch jeden Totschlag zum Mord qualifizieren kann, weiss ich nicht, dafür bin ich dann doch zu sehr Laie. Ich kann das halt nur versuchen, am konkreten, vorliegenden Fall für mich stimmig zu erörtern. Die Ermittler gehen laut Quelle von "versuchtem Totschlag" aus. Die Merkmale, die ich oben angebracht habe, legen mir - ja, als Laien - jedoch eher den "versuchten Mord" nahe.
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04.06.2013 20:35 Uhr von TheRoadrunner
 
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ElChefo (sorry für die verspätete Antwort)

Da wir beide Laien sind, können wir vermutlich noch lange diskutieren, ohne auf einen Nenner zu kommen.

Wut ist neben Rache ein weiteres Motiv, stimmt. Um als Mordmerkmal zu dienen, dürften diese jedoch nicht begreiflich sein. Meiner Ansicht nach gibt es überhaupt kein Motiv außer Notwehr oder Nothilfe, die eine Tötung begreiflich machen. Insofern muss die Messlatte, um aus einem Totschlag einen Mord zu machen, entsprechend niedrig liegen.

"Was die weiteren Tatmerkmale angeht, so halt ich doch die Grausamkeit für deutlich erfüllt."
Gibt es eine nicht-grausame Art, jemanden umzubringen?
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04.06.2013 23:08 Uhr von ElChefo
 
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Roadrunner

Verspätungen machen nichts. Sind ja alle nicht hauptberuflich auf SN ;-)

Was die Motive angeht, es gibt da so einige Motive. Oder zumindest Ursachen. Fahrlässigkeit zum Beispiel. Wenn ich etwa mit einer legalen Schusswaffe oder auch nur einem Auto vorsätzlich fahrlässig umgehe, plane ich ja keine Tötungshandlung. Gibt es allerdings eine Tötung infolge meiner Nachlässigkeit im Umgang mit derlei gefährlichem Gut, sind wir schon im Bereich der unterhalb dieser - hoffentlich - niedrigen Messlatte liegt.

...natürlich ist jeder Tod eines Menschen ein grausamer Verlust. Insofern kann eine Tötung wohl kaum in grausam und weniger grausam unterteilt werden. Man mag aber bei der Intention unterscheiden. Ein Auto, das bei unverantwortlichem Rasen ausser Kontrolle gerät und dabei ein Mensch getötet wird hat - juristisch - eine andere Qualität, als wenn ein Mensch einem anderen ein Messer in den Bauch rammt.
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05.06.2013 20:39 Uhr von TheRoadrunner
 
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ElChefo

Ich hatte mich genau verschrieben. Ich meinte, dass die Messlatte, um aus einem Totschlag einen Mord zu machen, hoch sein muss. Ansonsten wäre im Grunde jedes vorsätzliche Handeln mit tödlichem Ausgang Mord.
Die Tatbestände "Körperverletzung mit Todesfolge" und "Totschlag" gibt es ja nun nicht ohne Grund.

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