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Holocaust-Opfer erhalten mehr Geld: Zentralrat der Juden begrüßt den Beschluss

In den nächsten Jahren werden zahlreiche Überlebende des Holocaust mehr Geld für die häusliche Pflege, die Versorgung mit Essen oder für Transporte bekommen. Aktuell hat das deutsche Bundesfinanzministerium mitgeteilt, dass für die Jahre 2014 bis 2017 insgesamt 772 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Im laufenden Jahr stellt die Bundesregierung 135 Millionen Euro für das Home-Care-Programm zur Verfügung. In den nächsten Jahren wird sich der Betrag jährlich erhöhen. 2014 werden es 142 Millionen Euro sein und 2017 gut 215 Millionen Euro. Der Zentralrat der Juden begrüßte die Entscheidung.

Nach Angeben der Jewish Claims Conference erhalten im Rahmen des deutschen Home-Care-Programms weltweit gut 56.000 Opfer des Dritten Reichs Hilfen für die häusliche Pflege und weitere 90.000 Holocaust-Überlebende bekommen finanzielle Hilfen für die Essensversorgung und Transporte.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Opfer, Holocaust, Zentralrat, Beschluss, Zentralrat der Juden
Quelle: www.sueddeutsche.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.05.2013 18:41 Uhr von HeiligerSchnitter
 
+22 | -5
 
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@nochmalblabla

Ähnlich habe ich auch gedacht.
So innerhalb der nächsten 20 Jahre müssten doch die Zahlungen an die Überlebendenden fast eingestellt sein, oder?
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31.05.2013 18:45 Uhr von Reape®
 
+18 | -8
 
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juhu, noch eine milliarde in den arsch geblasen!
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31.05.2013 19:04 Uhr von cefirus
 
+16 | -5
 
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Immer noch? Mei o mei. Das ist doch schon fast 100 Jahre her.

Wie wäre es mit Zahlungen an "Überlebende" die der Sklaverei in USA zum Opfer fielen?
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31.05.2013 20:34 Uhr von all_in
 
+7 | -16
 
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@nochmalblabla

"wie viel Überlebende gibt es denn????
Und wie lange leben die?"

Wahrscheinlich leben die in deinen Augen zu lange oder wie soll man das interpretieren?

@kafir

"Ich denke das ist an die Folgegenerationen vererbbar. Wir zahlen bis zum jüngsten Tag."

Schwachsinn.

@Reaper

"juhu, noch eine milliarde in den arsch geblasen"

Diese 772 Millionen sind weit besser angelegt als in Drohnen, die keine Flugerlaubnis bekommen.

@BastB

"So langsam sollte mal Schluss sein.
Wer jetzt noch lebt, war im Krieg noch recht jung und sollte hinterher eigentlich selbst ausreichend finanzielle Mittel erarbeitet haben."

Achja? Die erlebten Grausamkeiten in den KZs, zu sehen wie die eigenen Verwandten, Mutter, Vater, Schwester, Bruder, die Großeltern, Tanten und Onkel ins Gas getrieben oder erschossen wurden, die seelischen Schäden, die die Überlebenden dadurch erlitten haben und die niemals verheilen können, sind im deinen Augen also nicht Grund genug, um diesen Menschen zu versuchen ein würdevolles Leben und einen würdevollen Lebensabend zu ermöglichen?

@Mabeuter

"Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen!"

Korrekt.

@cefirus

"Das ist doch schon fast 100 Jahre her"

Entweder bist du keine große Leuchte in Mathe oder in Geschichte oder in beidem.

@Gothminister

"Damit dürfte es ihnen im Alter besser gehen, als vielen anderen unser Rentner."

Es waren auch "unsere" Rentner, die die Juden entweder ins Gas getrieben haben oder weggeschaut haben als die Juden ins Gas getrieben wurden (die Mehrheit, Ausnahmen bestätigen die Regel).

Im übrigen bist du wohl kaum in der Lage zu beurteilen wie "gut" oder "schlecht" es den Überlebenden im Alter geht.

[ nachträglich editiert von all_in ]
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31.05.2013 20:46 Uhr von all_in
 
+3 | -11
 
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@newsleser54

"Jetzt werden die erst Recht was neues Fordern, ja vielleicht sogar sagen, dass sei zu wenig geld PLUS eventuell Enkel oder so, erzählen und verlangen das die auch entschädigung bekommen, dafür, dass die Großeltern ja sowas schlimmes widerfahren sind. *kotz*"

Achso, wenn ich das richtig interpretiere, sagst du, dass die Juden wiedermal den Hals nicht vollbekommen können, richtig?

Wenn man deine Aussage noch mit der Tatsache kombiniert, dass die Schrecken, die Verluste und der Schmerz, die diese Menschen durch das deutsche Volk erlitten haben, niemals mit Geld aufgewogen werden kann, tja, dann lässt das tief in dich blicken hinsichtlich deiner Einstellungen und moralischen Vorstellungen. Und das Bild, das sich da eröffnet, ist wirklich nicht das beste.
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01.06.2013 00:00 Uhr von RickJames
 
+6 | -6
 
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135 Millionen Euro klingt nach viel Geld... ist es aber nicht. Nicht für 146.000 Menschen.

135.000.000 / 146.000 = 924 Euro pro Überlebender pro Jahr.

Für mich klingt das nicht gerade nach viel Geld und ich kann mir vorstellen dass es für viele der Opfer eine Schande darstellt auf Gelder aus Deutschland angewiesen zu sein.
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01.06.2013 00:21 Uhr von CrazyWolf1981
 
+10 | -3
 
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Ich wäre dafür dass die Gelder von den Leuten bezahlt werden, die das damals mit den Juden verbrochen haben. Sofern da noch einer lebt. Und da auch nur an die Juden, die damals direkt betroffen waren.
Warum soll ein Staat bzw. Menschen dafür zahlen, die damit nichts zu tun hatten, nichtmal die Eltern oder Großeltern?
Ich glaub bei sowas steigt in den Deutschen auch immer mehr Wut auf, und diesmal mit gutem Grund. Und heute das von Damals, wo keiner von uns was für kann, immer wieder vorwerfen, aber ihre eigenen Untaten aus der heutigen Zeit vertuschen und schönreden. Wenn ich nur an die Kinder denke die jährlich wegen des Judentums teils qualvoll genital verstümmelt werden. Wer fordert da Entschädigung / Schmerzensgeld von den Juden oder hält ihnen sowas vor?
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01.06.2013 02:09 Uhr von ElChefo
 
+1 | -7
 
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kafir

"Ich denke das ist an die Folgegenerationen vererbbar. Wir zahlen bis zum jüngsten Tag."

Zum Denken haben wir allerdings Pferde. Die haben grössere Köpfe.

Fürs Wissen gibts dann auch google. Dann hättest du gewusst, das der einzig wirklich vererbbare Status der des "Palästinaflüchtlings" ist.


[email protected]

Die Leute, die das verbrochen haben, leben grösstenteils nicht mehr, werden aber abgeurteilt, so sie denn noch greifbar sind.

Die Leute, die allerdings leiden mussten unter der Ägide eines Staates, der sie vernichten wollte, leben noch. Denen kann der Staat, der ihre Vernichtung befohlen hat, durchaus auch heute mal unter die Arme greifen und sie versorgen. Es gibt absolut keinen verständlichen, vernünftigen Grund dafür, diese Mindestleistung auch zu begrüssen.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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01.06.2013 09:33 Uhr von DichteBanane
 
+2 | -1
 
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Hallo ... das wird natürlich an die Kinder und deren Kinder und ich vergass wieder deren Kinder ausgezahlt um dann wiederum deren Kinder zu versorgen... also irgendwann langst es mal oder ....
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01.06.2013 14:16 Uhr von all_in
 
+1 | -3
 
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@BastB

Einmalzahlung, wie bitte? Also einfach Mal von der Verantwortung freikaufen, stimmts? Wie stellst du dir das vor? Für jeden ermordeten Verwandten nen 100er und für jedes Jahr im Lager noch mal 50? Und im Nachhinein kann man dann ruhigen Gewissens sagen man hat seine Schuld ja getilgt, was soll man sich also noch um die Menschen scheren, die wegen den Deutschen damals durch die buchstäbliche Hölle gegangen sind. Nene, Deutschland hat so lange diese Menschen leben eine Verantwortung für sie. Zumindest erkennen das auch die führenden deutschen Politiker, bei denen scheint der moralische Kompass in dieser Hinsicht in Ordnung zu sein.
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02.06.2013 13:39 Uhr von Schlauschnacker
 
+2 | -1
 
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"juhu, noch eine milliarde in den arsch geblasen"

Diese 772 Millionen sind weit besser angelegt als in Drohnen, die keine Flugerlaubnis bekommen."

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

"Es waren auch "unsere" Rentner, die die Juden entweder ins Gas getrieben haben oder weggeschaut haben als die Juden ins Gas getrieben wurden"

Also auch Deine Eltern oder Oma und Opa, je nach Alter. Schon mal mit denen über deren Leben und Erfahrungen im Dritten Reich gesprochen? Waren das auch Nazis, haben die auch mitgemacht oder weggesehen?
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03.06.2013 00:10 Uhr von all_in
 
+1 | -1
 
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@Schlauschnacker

"Was hat das eine mit dem anderen zu tun?"

Ich glaube das sollte ersichtlich sein, der kleinste gemeinsame Nenner springt einem doch prakitisch ins Gesicht.

"Also auch Deine Eltern oder Oma und Opa, je nach Alter. Schon mal mit denen über deren Leben und Erfahrungen im Dritten Reich gesprochen? Waren das auch Nazis, haben die auch mitgemacht oder weggesehen? "

Meine Großeltern waren damals Kinder, die mit ihren Müttern vor den Deutschen fliehen mussten. 3 der 4 meiner Urgroßväter sind im Kampf gegen das 3. Reich gefallen, der vierte hatte überlebt.

Im übrigen wussten die deutsche Bevölkerung und insbesondere die deutschen Soldaten bei der Wehrmacht recht gut, was mit den Juden geschah, nicht unbedingt wie es geschah, aber was geschah.
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03.06.2013 00:57 Uhr von ElChefo
 
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DichteBanane (....und alle Minusgeber, nicht das die Bewertung mich kümmern würde...)

Natürlich ist der einzig vererbbare Status der des Palästinaflüchtlings. Ob es dir (euch) passt oder auch nicht, egal. Ist so.

"UNRWA´s services are available to all those living in its area of operations who meet this definition, who are registered with the Agency and who need assistance. The descendants of the original Palestine refugees are also eligible for registration."
http://www.unrwa.org/...

"Any Jew who lived for any period of time in a country that was ruled by the Nazis or their allies is called a Holocaust survivor (by DellaPergola) or a Nazi victim (by Ukeles)."
http://www.haaretz.com/...

NATÜRLICH gibt es keinen erbbaren Anspruch für Holocaust-Überlebende.
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31.10.2013 12:06 Uhr von psycoman
 
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Warum sollte man Holocaustopfern mehr Geld für Pflege geben als anderen Menschen?

Wenn die Pflegebedürftigkeit als direkte Folge der KZ-Haft anzusehen ist, etwas weil sie sich dort chronische Krankheiten geholt haben oder das psychatrische Pflechte ist, dann gerne, ansonsten ist das Unsinn.

Die meisten Leute werden einfach alt sein und daher alterstypische Krankheiten haben, daher sollten sie genauso viel oder wenig wie jeder andere bekommen.

Oder bekommen das Geld alle, die Kriegsfolgeschäden haben? Erhalten ehemalige zwangsverpflichtete Soldaten, Gefangene, Zwangsarbeiter, Mitglieder des Widerstandes usw. auch Geld. Mein Opa wurde mit 16 zwangsweise zur Wehrmacht eingezogen, und durfte sich dann von den Allierten beschießen lassen, was sicher nicht so gut für physische und geistige Gesundheit war, bekommt der dann auch etwas, er war schließlich auch Opfer?

Sonst wird doch immer nach Gleichbehandlung im Gesundheitswesen gerufen und dort sollte man ganz klar mehr fördern, weil Pflege einfach unglaublich teuer ist, was aber alle Menschen betrifft.

KZ-Gefangene sollten doch so oder so eine Entschädigung erhalten.
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31.10.2013 23:48 Uhr von Novaspace
 
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Holocaust und kein Ende...irgendwann ist mal gut....dumm gelaufen alles ...nur irgendwann muss man den Deckel mal draufmachen...
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01.11.2013 07:46 Uhr von maxi91
 
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es wird immer wieder vergessen, das in anderen ländern (während des 2. wk) die juden auch verfolgt wurden und da waren nicht nur deutsche daran beteiligt
aber da lese ich nichts davon das diese länder renten oder entschädigungen bezahlen
deutschland zahlt für alle und jeden
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06.11.2013 15:01 Uhr von merjon
 
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Meine Großeltern waren damals auch noch Kinder und mußten vor Russen und Tschechen fliehen (Sudetendeutsch) um nicht vergast oder erschossen zu werden. Ja, nicht nur Deutsche haben Kriegsverbrechen begangen, auch wenn es die Siegermächte jetzt gern unter den Tisch fallen lassen und lieber darüber schweigen.
Dürfen meine Eltern jetzt auch Forderungen stellen?! Oder lieber schweigen. Denn es sind ja trotzdem "scheiß Nazis die die Juden ins KZ getrieben und vergast haben"
Ich könnt langsam das kotzen bekommen.

[ nachträglich editiert von merjon ]

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