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USA: Wiederholungstäter stahl Spareribs und muss nun 50 Jahre ins Gefängnis

2011 versuchte der vorbestrafte Willie Smith W. in einem Laden Spareribs zu stehlen. Der Wert der Ware lag bei 35 US-Dollar. Als ein Angestellter des Ladens W. auf dem Parkplatz stellte, sagte der Dieb, er habe ein Messer und man solle ihn in Ruhe lassen.

In Waco fand nun die Gerichtsverhandlung statt. Diese dauerte nur wenige Minuten. Die Geschworenen berieten sich anschließend etwa eine Stunde. Er wollte sich zuvor mit dem Staatsanwalt auf 20 Jahre einigen, aber dies scheiterte. Willie W. wurde zu einer 50-jährigen Haftstrafe verurteilt.

Die Strafe fiel so hoch aus, weil W. bereits mehrfach im Gefängnis für Verbrechen wie Einbruch, Diebstahl und Drogenbesitz war. Das Gericht entschied zudem, dass W. ein Viertel der Strafe absitzen muss, ehe er eine vorzeitige Haftentlassung beantragen kann.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Gefängnis, Diebstahl
Quelle: www.format.at

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.05.2013 17:10 Uhr von SpankyHam
 
+1 | -4
 
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sack reis und so
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31.05.2013 17:25 Uhr von Nebelfrost
 
+3 | -2
 
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auch wenn er vorher schon mal wegen drogenbesitz, einbruch und diebstahl eingesessen hat, rechtfertigt der erneute spareribs-diebstahl dennoch keine 50 jahre knast. da gibts woanders mehrfachmörder, die weniger bekommen. kein wunder, dass in amiland die knäste so hoffnungslos überfüllt sind, wenn die jeden kleinkriminellen und jeden zweiten verkehrssünder für jahrzehnte einbuchten. in amiland läuft echt gewaltig was schief. mit gerechtigkeit hat das amerikanische rechtssystem nicht viel zu tun.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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31.05.2013 17:44 Uhr von kingoftf
 
+4 | -0
 
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Im Strafrecht versteht man unter dem Three strikes law, dass nach zwei Verurteilungen für als Verbrechen („Felony“) definierte Delikte beim dritten Mal eine lebenslange Haftstrafe verhängt wird. Eine vorzeitige Entlassung bei guter Führung im Gefängnis ist meistens erst nach 25 Jahren möglich. Solche Gesetze gibt es heute in 25 US-Staaten und auch im US-Bundesstrafrecht; das Gesetz ist vor allem wegen seiner Anwendung in Kalifornien bekannt. Solche Three-Strikes-Regelungen sind nicht neu; schon seit dem späten 19. Jahrhundert bestand im Bundesstaat New York die Möglichkeit, Straftäter wegen „Unbelehrbarkeit“ für eine längere Zeit in ein Gefängnis einzuschließen (Persistent Felony Offender Law)
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31.05.2013 18:25 Uhr von Perisecor
 
+2 | -5
 
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@ Nebelfrost

Und weil irgendwo anders andere Strafen herrschen, ist das US-Rechtssystem natürlich Mist.

Da ist das Rechtssystem in Deutschland weit besser - hier können Leute 120-150 Straftaten verüben und es passiert überhaupt nichts. Kannst ja mal den Shopblogger fragen, wie er Ladendiebstahl im gewerblichen Stil und die Nullreaktion der Behörden darauf findet.


Und natürlich ist das System gerecht. Während Deutschland mehr oder weniger hoffnungslos auf Resozialisierung setzt, setzt das US-Rechtssystem auf den Schutz der Opfer. Niemand wird dazu gezwungen, drei Straftaten zu verüben. Das System ist sogar so nett und erlaubt zwei leichte Straftaten, bevor der große Hammer kommt.

Da du das ja als überzogen empfindest, frage ich mich: Wie viele Straftaten hast du bereits in deinem Leben begangen, Nebelfrost, dass du die Three Strikes-Regelung als zu hart empfindest?



@ Ghost-Rider

Und wieder eine News, die du inhaltlich nicht verstanden hast, weil dir Hintergrundwissen fehlt.
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31.05.2013 19:07 Uhr von katorn
 
+2 | -0
 
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@kingoftf
@Perisecor

Sehr gut erklärt, auch wenn manche das hier nicht verstehen(wollen/können). Für Beide jeweils ein dickes +

So ein Gesetz fehlt leider in Deutschland. Niemand wird gezwungen, eine Straftat zu begehen, wer es trotzdem tut, 2 Chancen, beim dritten Mal wegsperren und für die Haftkosten arbeiten lassen.
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31.05.2013 22:37 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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@Perisecor
Gilt der Three Strikes kram durchschnittlich(ist ja eh überall anders) für alle Verbrechen oder nur für besondere?
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01.06.2013 00:47 Uhr von Perisecor
 
+0 | -1
 
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@ Dracultepes

Ohne nun auf Details der einzelnen Staaten einzugehen;

die Regelung gilt für alle Straftaten, wobei die Strafzumessung der ersten und zweiten Verurteilung unterschiedlich ist.


Beispiele mit absolut frei erfundenen Zahlen;
A)
1. Verbrechen: 50 Liter Diesel geklaut, 3 Jahre Haft
2. Verbrechen: Autoradio geklaut, 8 Jahre Haft (3 Jahre für das Verbrechen + 5 Jahre weil 2. Verbrechen)
3. Verbrechen: Einbruch, 50 Jahre Haft (5 Jahre für das Verbrechen an sich, 45 Jahre wegen 3. Verbrechen)

B)
1. Verbrechen: Vergewaltigung, 20 Jahre Haft
2. Verbrechen: Körperverletzung mit Todesfolge, 30 Jahre Haft
3. Verbrechen: Schwere Körperverletzung, 50 Jahre Haft


Der Gedanke ist der, dass die 2. Strafe schon abschreckend wird. Die 3. Strafe soll diese Menschen tatsächlich für sehr lange Zeit oder gar immer aus dem Zivilleben entfernen - eine Resozialisierung ist nicht mehr das Ziel.

Das System schreckt auf jeden Fall mehr Leute ab, als die Todesstrafe. Es erwischt hier nämlich idR nicht Leute, die im Affekt handeln, sondern Berufs- und Gelegenheitskriminelle.
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01.06.2013 00:49 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -0
 
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@Perisecor

Ah danke. Ich finde die Regelung auch sehr gut.

Ich hab mich nur eben gefragt ob der Typ der das Kind ins Krankenhaus gefahren hat wegen der 3 Fahrt ohne Führerschein auch solange eingewandert wäre ;)
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01.06.2013 01:13 Uhr von Perisecor
 
+0 | -1
 
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@ Dracultepes

Das ist eine richtig schwierige Frage. :) Nach Bundesrecht wäre ihm das wahrscheinlich passiert, ja. In manchen Staaten haben Richter und/oder Geschworene aber die Möglichkeit, in einem solchen Falle eine, ich sage jetzt mal "individuelle" Entscheidung zu treffen.
Auf solchen Ebenen kann es auch sein, dass sich kein Staatsanwalt findet, der Anklage erhebt.

In manchen Staaten gibt es auch sicherlich Gesetze, die das Verhalten an sich legitimieren - gerade dort, wo viel Fläche auf wenig Bevölkerung trifft und entsprechend auch keine deutschen Hilfsfristen eingehalten werden könnten.


In aller Regel wird hier aber nur die Tat an sich bestraft, nicht deren Umfang - also auch ein Kaugummi-Diebstahl oder der Typ, der Geld unterschlagen hat, damit er seine Familie ernähren kann.
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01.06.2013 01:27 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -0
 
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@Perisecor

Alles hat vor und Nachteile. Ich finde die Vorstellung hat das Leute für so was leichtes solange einfahren, komisch. Und peinlich wieviel man sich in Deutschland erlauben kann.
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01.06.2013 01:46 Uhr von Perisecor
 
+1 | -1
 
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@ Dracultepes

Nunja, das Three Strikes Law verurteilt ja nicht die Straftat an sich, sondern die Unbelehrbarkeit des Individuums.


Deutschland und die USA haben einen völlig anderen Rechtsansatz. Deutschland setzt auf bedingungslose Resozialisierung, die USA setzen auf bedingungslosen Opferschutz.

Beides sind in der kultivierten Rechtsordnung Extreme - mit anderen Ländern deutlich weiter in der Mitte. Beide Systeme haben auch ganz klare und weniger klare Vor- und Nachteile. Ich persönlich fände schön, wenn man die Vorteile stärker miteinander verknüpfen würde.

Für "besser" halte ich keines der Systeme. Und im Gegensatz zu den meisten Internettrollen oder Berufshatern wie Nebelfrost, habe ich in beiden Ländern fachspezifisch studiert. ;)
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02.06.2013 15:30 Uhr von Perisecor
 
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@ Ghost-Rider

Nö.

Private Gefängnisse machen nur einen kleinen Teil des Gefängnissystems aus und nicht alle dieser Gefängnisse sind profitabel.


Welche Arbeiten lässt denn "die Militärindustrie" dort ausführen, hm?




"... und gleichzeitig hat die USA auch noch ein gigantisches Kriminalitätsproblem..."

Nö. Seit Mitte der 90er Jahre sind die Kriminalitätszahlen extrem gesunken.


Mal wieder eine Glanzleistung von Unwissenheit dein Kommentar. Wenig verwunderlich - du warst offensichtlich noch nie in den USA und hängst, statt auf Internetseiten, die Wissen vermitteln oder auf denen man sich Fakten anlesen kann, ja nur auf irgendwelchem Verschwörungsshit herum.

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