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AfD und Eurokrise: Regierung hat kaum Ökonomen zur Verfügung

In der grössten europäischen Finanzkrise seit dem zweiten Weltkrieg hat die deutsche Regierung kaum ökonomischen Sachverstand in Kanzleramt und den Spitzen ihrer Ministerien. In den oberen Etagen agieren vorwiegend Juristen, zum Beispiel im Finanzministerium.

Selbst der für wirtschaftliche Fragen in vorderer Linie zuständige Bundeswirtschaftsminister ist selbst Arzt und hat als Staatssekretäre eine Romanistin, einen Verwaltungswissenschaftler und einen Kartellexperten zur Verfügung.

Die vorwiegend von Wirtschaftsexperten unterstützte neue Partei "Alternative für Deutschland" legt diesen Mangel - nach eigener Sichtweise - offen.


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WebReporter: niederntudorf
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, AfD, Verfügung, Eurokrise
Quelle: www.zeit.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2013 07:05 Uhr von Tauphi
 
+8 | -2
 
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Da ist schon wieder dieses Wort "Wirtschaft" - Welch grausige Konstellation mit Politik.

Kann eine Partei nicht einfach mal von normalen Menschen mit gesundem Menschenverstand unterstützt werden? Ich weiß über meinen eigenen Scheisshaufen vermutlich mehr als diese sogenannten Wirtschaftsexperten über Wirtschaft.
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30.05.2013 07:20 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -6
 
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"Regierung hat kaum Ökonomen zur Verfügung"

Soll heißen, man soll die Eurokrise noch rationaler behandeln, immer den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Was im Umkehrschluss auch bedeutet, dass die Angelegenheit noch unmenschlicher wird, was eigentlich kaum möglich ist.

Ökonomen sind eine ähnliche Pest wie Unternehmensberater. Die sehen maximal blanke Zahlen und jonglieren damit. Das da auch andere Komponenten mitspielen, das können diese Menschen gar nicht sehen. Die agieren wie Banker, jene die uns erst in die Probleme manövriert haben, was ja auch nicht von ungefähr kommt. Ökonomen = Banker!

Echt ekelhaft, und nur ein weiterer Grund diese Bauernfängerpartei nicht zu wählen, als hätte es nicht bereits sowieso schon mehr als genug Gründe gegeben.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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30.05.2013 07:26 Uhr von Phyra
 
+5 | -1
 
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@Tauphi
klar, lass uns eine regierung ohne sachverstand waehlen, die oma von nebenan, die nette verkaeuferin vom tante emma laden etc...

ist ja so einfach ein land zu regieren, komplexe fragen und probleme die sachverstand erfordern gibt es ja nicht...

genau wegen solchen waehlverhaltens ist deutschland heute in der scheiße, kein sachverstand in der politik fuehrt zwangsweise zu subjektiven und populistischen entscheidungen, die nichts mit dem besten weg zu tun haben.

@bildungsminister
genau, jeder ökonom denkt nur an den profit, jeder politiker nur an sein schwarzgeldkonto, jeder deutsche nur an sein naechstes bier, jeder türke an die nächste schlägerei etc. verallgemeinerungen sind schoen nicht wahr?
Lieber das land mit wenigen opfern retten als wegen ein paar populistischen maßnahmen, die schoen klingen aber den karren in den dreck reiten, das ganze land zu zerstoeren.

[ nachträglich editiert von Phyra ]
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30.05.2013 07:38 Uhr von Bildungsminister
 
+1 | -9
 
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@ Phyra

Der einzige, der hier mit Populismus um sich wirft bist du. Naturgemäß merken das Menschen wie du aber eher selten.

Also, Deutschland steckt also in der scheiße. Na, dann fange mal bitte an. Ist ja ein durchaus beliebtes Argument, leider meist ohne fundierte Interpretation. Wo genau steckt Deutschland denn in der Scheiße? Bei den niedrigen Arbeitslosenzahlen, bei der hervorragenden Wirtschaftsleistung, bei der Sozialpolitik?

Und wenn du mir dann deine Argumente lieferst, dann erwähne bitte auch direkt, ob die Ursache für die (deine) vermeintlichen Probleme wirklich etwas mit dem Euro und der Eurokrise zu tun haben, oder es dann doch eher systemische Probleme sind.

Parteien wie die AfD, und natürlich ihr treu ergebenes Fußvolk, werfen sehr gern mit mächtigen Schlagworten um sich, aber dem folgt meist nur heiße Luft. Jetzt würde mich mal interessieren, ob da wirklich etwas dahinter steckt! Wo geht es Deutschland schlecht, vor allem auch mit Blick auf unsere unmittelbaren Nachbarn. Wie definiert sich das?

Ich bin gespannt!
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30.05.2013 10:53 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -5
 
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Dieses Guerilla-Marketing für die AfD (Alternative für Dummköpfe?) von immer den gleichen "News-Autoren" nervt langsam etwas.

Über die wirtschaftliche und fiskalische "Kompetenz" dieser Partei kann man z.B. hier etwas nachlesen:

"Die (In)Kompetenz der AfD": http://www.nachdenkseiten.de/...

Und gerade die wollen die ökonomische Kompetenz der Regierung beurteilen können?

(Daß sie m.E. dennoch Recht haben, ist wohl eher auf das "Blinde-Huhn-findet-Korn" Prinzip zurückzuführen. Im Grunde kritisieren sie sich damit als Ultramarktradikale aber ohnehin selber... ;-)
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30.05.2013 12:27 Uhr von realdexter
 
+3 | -0
 
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Ich sehe kein Problem damit, hier (des öfteren) News über diese Partei zu posten. Wen sie nicht interessiert, der klickt sie nicht an, so einfach ist das. Klar will man den Bekanntheitsgrad steigern, dass ist aber legitim.

Zur angeblich mangelnden Kompetenz (@ArrowTiger):
Diese Partei wird von sehr vielen nahmhaften Experten unterstützt, Herr Lucke ist Ökonom.
Ich maße mir nicht an zu entscheiden, ob nun seine Thesen oder die der Regierung oder "Opposition" richtig sind. Herr Lucke hat jahrelang studiert, das ist ganz klar ein Thema, wo man kontrover diskutieren kann. Fakt ist aber:
- Es wurde von Seiten der Politik bisher nichtmal eine Diskussion über Euro zugelassen oder geführt! Durch die AfD wird sich dies hoffentlich ändern
- Wenn man mal Interviews oder Talks ganz neutral mit Herrn Lucke anschaut, so fällt einem etwas auf: Der Mann hat definitiv Ahnung (oh Wunder) und hat bisher immer die besseren Argumente! Ich habe nie gesehen, dass er irgendwo kleinbei geben musste. Es kommen solche "Argumente" wie "ohne Euro gibt es Krieg" (!!!), "Schon wieder ein Professor", ohne Euro geht es mit Deutschland bergab. Einer wirklichen sachlichen Diskussion mit Herrn Lucke hält aber keiner Stand
- So viele Menschen sind unzufrieden mit der Politik, auch immer wieder hier auf SN. Entweder ihr wählt jetzt mal anders als die Standarparteien oder haltet doch einfach mal die F*****, beschweren ist dann nämlich nicht. Der frische Wind durch die AfD wird sicher nicht schaden. Ich bin der Meinung, die Politiker und die EU (die ich übrigens nicht für demokratisch legitimiert halte) haben sich zu weit vom Volk enfernt. Es gab ja nichtmal ein Abstimmung!

MfG

[ nachträglich editiert von realdexter ]
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30.05.2013 12:31 Uhr von realdexter
 
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@Bildungsminister
Wir stecken bei den Bürgschaften richtig tief in der Scheisse. Wir stecken bei den Target2 Salden richtig tief in der Scheisse. Wir stecken bei den Renten richtig tief in der Scheisse. Wir stecken durch die aufkommenden Feindschaften und alten Klischees in der Scheisse.

Ich gebe dir aber in sofern recht, als dass wir davon momentan noch nichts merken. Aber das wird nicht mehr lange dauern, wenn dieses Kartenhaus zusammenfliegt. Der Deutsche denkt erst nach, sobald er unmittelbar betroffen ist.

[ nachträglich editiert von realdexter ]
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30.05.2013 12:33 Uhr von realdexter
 
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und unsere Sparer werden enteignet durch die Niedrigzinspolitik. Ganz nebenbei.. das ist übrigens einer der wenigen Punkte, die man jetzt schon merkt

[ nachträglich editiert von realdexter ]
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30.05.2013 12:46 Uhr von hofn4rr
 
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@realdexter
>> und unsere Sparer werden enteignet durch die Niedrigzinspolitik. <<

bei 12 billionen euro schulden in der eurozone fallen derzeit ca. 500 milliarden euro zinsen jährlich an (bei 4% -5% zins).

ein prozentpunkt machen glatt 120 milliarden euro aus.

ich fürchte, das man auf seiten der schuldner überhaupt keine erhöhung schultern kann, weshalb man die leistungslosen zinseinkünfte kritischer betrachten sollte.

für die sparer gibt es sehr gute alternativen, um die eigenen vermögen zu schützen und sogar zu mehren, selbst wenn der euro baden gehen sollte.
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30.05.2013 13:10 Uhr von ArrowTiger
 
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@realdexter:

-- "Ich sehe kein Problem damit, hier (des öfteren) News über diese Partei zu posten. [...] Klar will man den Bekanntheitsgrad steigern, dass ist aber legitim."

Legitim schon, aber leider auch sehr penetrant. Die Assoziation von aufgerüschten Prostituierten am Straßenstrich kommt mir dabei in den Sinn... ;-)

Gut, die FDP wurde bei der letzten Wahl von den Medien auch über die 5%-Hürde geschrieben. Was denen recht ist...

-- "Diese Partei wird von sehr vielen nahmhaften Experten unterstützt, Herr Lucke ist Ökonom."

Ich weiß, ein marktradikaler Ideologe, wie der Rest der AfD-Ökonomen. Die haben in der Ökonomenzunft aber schon lange nicht mehr den besten Ruf. Leider bedienen sie ideologisch aber vorrangig einer Klientel, die deren Fortbestehen daher medial und politisch sichert. Anders ist deren Einfluss trotz über 30 Jahren Fehlschlägen nicht zu verstehen.

Natürlich werden Leute wie Lucke, Sinn, o.ä. daher medial als "Experten" oder "Top-Ökonomen" verkauft...

-- "Es wurde von Seiten der Politik bisher nichtmal eine Diskussion über Euro zugelassen oder geführt!"

Eine wirklich neutrale und sachliche Diskussion wäre tatsächlich wünschenswert, scheitert aber an dogmatischen Schranken. Diejenigen, die eine möglichst sachliche Berechnung der Ausstiegs- oder Beibehaltungsszenarien wagten, gehen jedoch derzeit davon aus, daß der Euro besser bestehen bleibt, jedoch hierzu weitergehende Änderungen der EU-Politik zwingend stattfinden müssen.

Passiert dies nicht, ist ein kontrollierter Ausstieg vorzuziehen, bevor der Euro unkontrolliert zusammenbricht. Letzteres wäre auf Jahrzehnte fatal!

-- "Wenn man mal Interviews oder Talks ganz neutral mit Herrn Lucke anschaut, so fällt einem etwas auf: Der Mann hat definitiv Ahnung (oh Wunder) und hat bisher immer die besseren Argumente!"

Gegenüber wem? Die meisten nicht-markradikalen Ökonomen zerreißen Lucke locker in der Luft - und müssen dazu nicht mal auf anerkannte wirtschaftstheoretische Grundsätze zurückgreifen, sondern nur auf die tatsächlichen Gegebenheiten (heute und in der Vergangenheit) verweisen.

-- "Einer wirklichen sachlichen Diskussion mit Herrn Lucke hält aber keiner Stand"

Einer Diskussion mit Sarah Wagenknecht oder z.B. den Ökonomen Flassbeck, Krugman, Jahnke oder ähnlichen Kalibern sehe ich interessiert entgegen. ;-)

-- "So viele Menschen sind unzufrieden mit der Politik, auch immer wieder hier auf SN."

Und deshalb sollten sie die mehrheitlich neoliberale aktuelle Regierung gegen eine paläolibertäre, noch deutlich marktradikalere tauschen? Das macht m.E. nicht den geringsten Sinn.

Würde man die aktuellen EU-Probleme tatsächlich im Sinne der weltweit vorgeschlagenen Maßnahmen angehen wollen, käme man, rein rational betrachtet, um die Wahl der Linken derzeit kaum herum, die diese Rezepte ja ebenfalls vorschlagen. Nur sind diese hier in DE ja quasi mit einem Bann belegt, daher kann man davon ausgehen, daß wir bis zum Exitus werden "Merkeln" müssen.

Mich wundert das ein wenig. Denn wenn man die damaligen Aussagen von Lafontaine, Flassbeck und Co. zum Regierungskurs (Agenda2010, etc.) ansieht, hatten sie mit fast allen Kritikpunkten fast schon beängstigend Recht. Nicht allein aus diesem Grunde scheint mir tatsächliche Wirtschaftskompetenz zumindest derzeit eher im linken Lager zu liegen. (Eine Rot-rot-grüne Mehrheit wäre z.B. problemlos zu erreichen, wenn die SPD denn wirklich in die Regierungsverantwortung wollte.)

Die AfD kann es jedenfalls nicht sein, da sie nur noch mehr der falschen Medizin in das System einbringen würde...
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30.05.2013 21:15 Uhr von Phyra
 
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@bildungsminister
dein name ist wohl sarkasmus,
"Also, Deutschland steckt also in der scheiße. Na, dann fange mal bitte an. Ist ja ein durchaus beliebtes Argument, leider meist ohne fundierte Interpretation. Wo genau steckt Deutschland denn in der Scheiße? Bei den niedrigen Arbeitslosenzahlen, bei der hervorragenden Wirtschaftsleistung, bei der Sozialpolitik?"

Niedrige arbeitslosenzahlen? Wir haben aufstocker ohne ende, hundertausende arbeitslose die in "fortbildungen" stecken um sie aus der statistik raus zu hauen, haufenweise unbezahlte praktikanten etc.

hervorragende wirtschaftsleistung? das einzige was hervorragend ist, ist unser exportmarkt, der aber fuer die derzeitige krise mit verantwortlich ist (verbunden mit unserer billiglohnpolitik), unser binnenmarkt liegt verkrueppelt am boden, sollte der eu exportmarkt wegfallen, werden wir sehr lange nur noch rote zahlen sehen, sowohl in den steuereinnahmen, als auch bei der arbeitslosenzahl

und von unserer sozialpolitik will ich garnicht sprechen, die ist eine katastrophe.

Unsere renten sind im ausland angelegt, was denkst du, welches geld da verloren geht, wenn mal wieder ein land ein schuldenschnitt bekommt? natuerlich merkst du das nicht sofort. Durch die geplanten eurobonds kann unsere regierung ganz schnell die hoheit ueber unseren staatshaushalt verlieren, da dann eine institution aus nicht gewaehlten , strafimmunen ökonomen einfach geld fuer andere staaten einfordern kann und deutschland sogar strafe zahlen darf, wenn es dem nicht nachkommt.

niemand hat gesagt, dass europa an sich, oder der euro an sich an der jetzigen situation schuld ist, ich persoenlich unterstuetze den euro, aber die umsetzung der waehrungsunion sowie die versuche diese jetzt zu stabilisieren sind lachhaft.
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31.05.2013 01:57 Uhr von epidiaskop
 
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Gut, dass die AfD auf diesen Kompetenzmangel mal aufmerksam macht ! Alle merken doch, dass die Karre voll in den Dreck gesetzt worden ist - von Leuten, die keine Ahnung haben und den Banken folgen müssen, weil die die Staaten am ausgestreckten Arm verhungern lassen könnten. So sieht es doch aus.

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