29.05.13 19:39 Uhr
 1.071
 

Japanischer Politiker Hashimoto: "Auch die Deutschen hatten Sexsklavinnen im Krieg"

Als der japanischen Politiker Toru Hashimoto, Bürgermeister von Osaka, vor Kurzem sagte, dass Sexsklaverei während des Krieges "notwendig" gewesen sei, war die Welt empört. Nun hat der Politiker nachgelegt.

So sagte er, es sei falsch, "wenn Japans Verletzung der Würde von Frauen durch Soldaten als isolierter und einzigartiger Fall" behandelt würde.

Schließlich habe es auch in anderen Ländern so etwas gegeben, wie zum Beispiel in den USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der früheren Sowjetunion. Daher könne Hashimoto die Aufregung nicht verstehen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Haberal
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Sex, Japan, Krieg, Politiker, Sklaverei
Quelle: www.focus.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Donald Trump lädt umstrittenen philippinischen Staatschef ins Weiße Haus ein
Niederlande: Einwandererpartei "Denk" propagiert Integrationsverweigerung
Nordkorea: Kim Jong Un simuliert die Zerstörung von Südkoreas Hauptstadt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
29.05.2013 19:51 Uhr von CroNeo
 
+13 | -5
 
ANZEIGEN
Der Unterschied ist:
Deutschland hat sich (mehrmals) _direkt_ und _unmissverständlich_ für diese Taten entschuldigt. Japan nicht.
Kommentar ansehen
29.05.2013 19:54 Uhr von Bildungsminister
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Ich hätte bald gesagt, dass es im Krieg normal ist, aber das wäre würdelos. Dennoch muss man wahrscheinlich erkennen, dass gerade Moral und zivilisierte Normen im Krieg mit am schnellsten leiden und abgeschafft werden.

Die Gründe sind da sicherlich verschieden, auch von Krieg zu Krieg, und von Land zu Land. Es diente in der Vergangenheit nicht zuletzt der Demoralisierung des Feindes, aber eben auch der Moralerhaltung der eigenen Truppen. Mitunter im Vietnam-Krieg ein beliebtes Stilmittel.

Im Krieg geht es nicht zuletzt um den Kampf um die Vormachtstellung und damit auch um Stärke, und da kommen Frauen, gerade dann wenn Staat und Recht nicht mehr funktionieren, ganz schnell unter die Räder.

Man wollte nun sagen, dass man so etwas mit allen Mitteln verhindern müsste, vor allem für die Zukunft. Aber realistisch betrachtet ist das wohl reine Utopie, eben auch weil es im Krieg nur wenige Regeln gibt.

Eine Schande ist es allemal. Obgleich ich davon Abstand nehmen würde es als "notwendig" zu bezeichnen. Notwendig ist es bestimmt nicht. Maximal aus Sicht derer die einen Krieg führen oder gewinnen wollen. Unter zivilisierten Normen betrachtet ist es bestimmt nicht notwendig, und gewiss auch nicht normal.

Es ist aber falsch, dass auf eine Nation zu münzen. Solche Dinge passieren in jedem Krieg der aus dem Ruder läuft. Ich will z.B. nicht wissen wie es aktuell in Syrien aussieht, oder man sehe sich nur mal die ganzen Bürgerkriege in Afrika an. Im Balkankrieg war es auch die "Norm". Als Fazit kann man wohl festhalten, dass Krieg primär von Männern geführt wird, und diese a) die Regeln aufstellen, und sich b) in solchen Situationen schnell auf ihre Urinstinkte reduzieren.

Eine Entschuldigung soll all das aber gewiss nicht sein!
Kommentar ansehen
29.05.2013 20:42 Uhr von pest13
 
+9 | -2
 
ANZEIGEN
@haberal

Und du solltest dich beim Herrn Hashimoto entschuldigen. Ich zitiere den letzten Absatz:
"Was Japan den Frauen angetan habe, sei eine „unverzeihliche Tat, die die Würde und Menschenrechte der Frauen verletzte“, fügte der 43-Jährige Anwalt hinzu. Japan müsse den Betroffenen eine „tief empfundene Entschuldigung und Bedauern“ zum Ausdruck bringen."
Kommentar ansehen
29.05.2013 20:53 Uhr von Joeiiii
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@CroNeo
>>Der Unterschied ist: Deutschland hat sich (mehrmals) _direkt_ und _unmissverständlich_ für diese Taten entschuldigt. Japan nicht.<<

Eine Entschuldigung ändert aber nichts an der Tat. Was geschehen ist, ist geschehen. Auch 1.000 Entschuldigungen ändern daran nichts. Ein Toter bleibt tot, eine Vergewaltigte bleibt vergewaltigt, egal wie oft man sich entschuldigt.
Kommentar ansehen
29.05.2013 21:46 Uhr von Rechthaberei
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
Bei der Roten Armee fanden 1945 Massenvergewaltigungen an Deutschen statt, aber die Opfer wurden nicht als Trostfrauen angesehen, sondern als Freiwild.


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
Kommentar ansehen
30.05.2013 08:28 Uhr von erw
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Der scheint die Weltkriegsgeschichte nicht gut genug zu kennen. Deutsche werden wegen ihrer KZs hochgehalten, als seien sie die einzigen mit solchen gewesen (USA hatte sogar extra für Japaner welche), die ganze Welt war damals rassistisch, aber Nazis stehen für Rassismus usw. ... man nimmt sich immer Beispiele und tut so, als ob man sich immer widersetzte.
Kommentar ansehen
30.05.2013 09:38 Uhr von psycoman
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Die US-Lager waren zwar auch Sammellager und auf die Bürgerrechte der Insassen wurde auch nicht viel gegeben, aber es waren, soweit ich weiß, keine Vernichtungs- oder Arbeitslager.

Toll waren die natürlich deswegen nicht. Leute, die nichts verbrochen hatten, einzusperren, aufgrund ihrer Herkunft, ist falsch.

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

impressum | agb | archiv | <