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Traditionsverlag Suhrkamp steht offenbar kurz vor der Insolvenz

Der traditionsreiche Suhrkamp-Verlag musste beim Amtsgericht Charlottenburg eine Art Insolvenzverfahren beantragen. Das von Frankfurt nach Berlin übergesiedelte Verlagshaus schlüpft jetzt unter einen Schutzschirm. Damit kann das Geschäft unter eigener Regie ohne Insolvenzverwalter fortgeführt werden.

Das bewahrt den Verlag vor allem davor, Anteilseigner auszuzahlen. Denn seit Längerem streiten Ulla Unseld-Berkéwicz (hält 61 Prozent) und Hans Barlach (39 Prozent) um Gewinnausschüttungen. Ein Frankfurter Gericht hatte kürzlich eine Auszahlung von 2,2 Millionen Euro verfügt.

Der Verlag wird somit zunächst liquide bleiben und kann Lieferanten und Mitarbeiter bezahlen. Der vom Gericht bestellte Sachwalter glaubt, dass das Suhrkamp-Verfahren "innerhalb weniger Monate erfolgreich abgeschlossen" sein könnte.


WebReporter: knollenbovist
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Insolvenz, Verlag, Schirm, Suhrkamp
Quelle: www.spiegel.de

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