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NATO Drohne "Global Hawk": Abgeordnete empfehlen Ausstieg

Immer mehr Stimmen werden laut, das NATO-Drohnen-Programm "Global Hawk" soll endgültig einer Prüfung unterzogen werden und anschließend soll man aussteigen.

Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP, Hoff, sagte bei unüberwindbaren Problemen mit der Zulassung dürften keine weiteren Steuergelder mehr für das Programm zur Verfügung gestellt werden. Die SPD Rüstungsexperten forderten ein neues Konzept für den Einsatz von Drohnen vorzulegen.

Deutschland hat bereits mehr als 480 Millionen Euro in das Projekt "Global Hawk" investiert, laut NATO wolle man fünf Drohnen zur Aufklärung einsetzen.


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WebReporter: TheTruthSlave
Rubrik:   Politik
Schlagworte: NATO, Abgeordnete, Drohne, Ausstieg
Quelle: www.dradio.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2013 18:09 Uhr von TheTruthSlave
 
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Das ist wohl der größte nur erdenkliche Witz schlechthin. 480 Millionen Euro? Dafür bauen 100 Hobbybastler aus Deutschland 5000 Drohnen mit weitaus besseren Eigenschaften als die "Global Hawk" und jetzt kommt noch das Beste: "Wir kaufen nicht unsere eigene Drohnen, nein das Projekt wird eingestampft und die Amis bekommen einen neuen Milliardenauftrag für ihre Drohnen nachdem sie unseres an die Wand gefahren haben! Sag mal gehts noch???? Das ist doch nicht normal!
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25.05.2013 20:33 Uhr von HelgaMaria
 
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Wozu zur Hölle brauchen wir diese elend teuren Scheissdinger überhaupt???

Lieber Gott wirf Hirn vom Himmel, mir fallen zahlreiche Möglichkeiten ein wie man diese ungeheuren Summen besser investieren kann.

Das Volk will doch diesen Blödsinn garnicht, es hat ja nichts davon. Müssen wir den Amis jeden Blödsinn nachmachen? Sollen nun auch deutsche Drohnen rumfliegen und ferngesteuert Zivil...sorry, Terroristen abschiessen?


[ nachträglich editiert von HelgaMaria ]
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25.05.2013 23:25 Uhr von Perisecor
 
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@ TheTruthSlave

Die Euro Hawk ist sowieso eine US-amerikanische Entwicklung, die Basis ist nämlich die Global Hawk von Northrop-Grumman - und nicht "unseres", was wohl auf irgendeine Art deutsches Projekt anspielen soll.

Dass ein paar deutsche Hobbybastler auch nur eine Drohne mit besseren Eigenschaften bauen, ist außerdem extrem unwahrscheinlich - wäre dem so, würden sie das wohl machen und damit viel Geld verdienen.





"Das ist doch nicht normal!"

Das denke ich mir bei dem Mist, den du inhaltlich hier als Kommentare verbreitest, auch ziemlich oft.

Wie viele andere Kommentatoren hier zählt bei dir wohl auch: Große Worte, kleines Wissen. Vgl. hierzu auch http://www.shortnews.de/...
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26.05.2013 00:47 Uhr von hofn4rr
 
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@Perisecor
wirklich interessant an der sache ist doch das die drohnen offenbar absichtlich so in auftrag gegeben wurden, so das
sie nicht den anforderungen entsprechen, um im europäischen luftraum operieren zu können.

in der hinsicht sind die angaben des amerikanischen rüstungskonzerns wesentlich glaubhafter, das die entsprechend fehlende elektronik gleich einem cd-wechsler, mit relativ kleinem aufwand nachgerüstet werden könnte.
und die angegebenen mehrkosten (unserer regierung) völlig übertrieben sind.

weshalb versucht man so stümperhaft aus so einem projekt auszusteigen?

entweder hat man selbst etwas besseres in der entwicklung, oder man hat komplett überhaupt kein politisches interesse mehr daran, den wehrauftrag sinnvoll zu erfüllen.
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26.05.2013 03:34 Uhr von Perisecor
 
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@ hofn4rr

Ich verfolge die Medienberichte nicht wirklich, das Problem ist aber doch nicht, dass die Drohne fehlerhaft ist, sondern dass deutsche Luftfahrtgesetze - die noch aus früheren Zeiten stammen - keine so großen unbemannten Flugkörper erlauben.


ElChefo, der vom Fach ist, hat das in einer anderen News ausführlich erklärt - und auch zu einem Transponder verlinkt, der 2000€ kostet.


Eine Änderung der Bundesluftfahrtordnung ist allerdings ein langwieriger Prozess und wird vielleicht deshalb gescheut.

So lange diese Änderung aber nicht erfolgt ist, darf keine einzige Drohne dieser Welt über einer gewissen Gewichtsgrenze im regulären Dienst fliegen - egal ob das nun Global Hawk ist, Euro Hawk, X-47, Barracuda (die für jeden Testflug Ausnahmegenehmigungen braucht), ANKA oder auch Heron.



Wie gesagt - das Problem ist hier nicht das Fluggerät, das ist erprobt und - mit Verlaub - die USA haben es nicht nötig, irgendeinen Scheiß einzusetzen, das Problem sind die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland.
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26.05.2013 08:04 Uhr von hofn4rr
 
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@Perisecor

damit war wohl lange zeit im vorhinein klar, dass das projekt aufgrund der eindeutigen gesetzeslage zum scheitern verurteilt war.
ein umstand, der unweigerlich die frage aufkommen lässt, weshalb man dann solange nichts hinsichtlich der gesetzeslage unternommen hat.

ginge es um diäten oder ein weiteres rettungspaket, wäre das eine sache von wenigen nachtsitzungen.

dummheit als ursache für das dilettante verhalten der politik kann man ja wohl aufgrund der klaren gesetzeslage ausschließen.

meine frage an dich und EIChefo wäre daher, wem nützt es, sich aus dem wichtigen projekt zurückzuziehen und wieder mal milliarden in den wind schießen zu wollen?
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26.05.2013 15:32 Uhr von Perisecor
 
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@ hofn4rr

Ob absehbar war, dass es keine schnelle Änderung der Gesetzeslage gibt, weiß ich nicht.

Ich halte das Projekt auch nicht für gescheitert. Der größte Teil der Summe ging in den Ausbau von ein oder zwei Fliegerbasen - die dort installierten Einrichtungen und Drohnenbunker werden ja jetzt nicht gesprengt, sie bleiben vorerst wohl unbenutzt, zumindest von großen Drohnen.

Die eine gekaufte Euro Hawk kann nun erstmal nur mit Ausnahmegenehmigungen genutzt werden - trotzdem fand ein Kompetenzgewinn statt, des Weiteren kann sie als realer Übungsplatz für Mechaniker etc. dienen.

Die erworbenen Simulatoren können problemlos genutzt werden.



Der tatsächliche Verlust ist hier aus meiner Sicht der, dass Deutschland nach wie vor nicht auf Drohnen zur Gefechtsfeldüberwachung mit großer Reichweite zurückgreifen kann. Aber auch das ist, wo der Abzug aus Afghanistan bevorsteht, erstmal nicht so tragisch.


Eine Änderung der Luftfahrtbestimmungen halte ich in wenigen Sitzungen auch für nicht möglich - alleine Gutachten und Anhörungen dürften ewig dauern. Diese sind z.B. bei einer Diätenerhöhunh nicht nötig.
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26.05.2013 22:47 Uhr von hofn4rr
 
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@Perisecor

erstmal danke für deine kompetente antwort.

>> Der tatsächliche Verlust ist hier aus meiner Sicht der, dass Deutschland nach wie vor nicht auf Drohnen zur Gefechtsfeldüberwachung mit großer Reichweite zurückgreifen kann. Aber auch das ist, wo der Abzug aus Afghanistan bevorsteht, erstmal nicht so tragisch. <<

erstmal nicht weiter tragisch, sicherlich ^^

was denkst du, wie weit wir vor der teilablösung von kampfjets oder bombern durch drohnentechnologie stehen?

meinem gefühl nach, und wohl auch der logik ist, das man da schon weiter ist, als der öffentlichkeit bewußt sein dürfte.

solche entwicklungen dürfte die landesverteidigung revolutionieren, in dem bei konflikten lediglich materielle ressourcen auf dem spiel stehen.

eine jahrelange und intensive ausbildung der piloten ist
nicht so leicht zu kompensieren gegenüber kriegsparteien, die nicht von demographischen problemen geplagt sind.
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26.05.2013 23:24 Uhr von Perisecor
 
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@ hofn4rr

Ich persönlich glaube nicht, dass wir in absehbarer Zukunft (<2050) komplett auf Drohnen setzen können.

Sicher, ich bin mit Flugzeugen groß geworden und finde sie faszinierend - objektiv bin ich also nicht. Gleichzeitig sind wir einer der führenden Drohnenentwickler und und -bauer und ich kenne vor allem die Limitationen recht gut.



Der Wunde Punkt ist letztlich der, dass oft die Übersicht fehlt - und zwar nicht nur, aber auch teilweise, auf den Boden, vor allem aber in der Luft.

Der Luftkampf, aber auch die Luftverteidigung, sind Punkte, welche Drohnen schlicht nicht wirklich beherrschen. In Tests haben Drohnen via AIM-9X Sidewinder stationäre bzw. langsam fliegende Luftziele erfolgreich bekämpft.


Damit kann man zwar Helikopter ausschalten, aber auch nur dann, wenn diese bestimmte Parameter erfüllen - z.B. nicht äußerst wenig sind (und damit fallen quasi alle Kampfhelikopter weg). Der limitierende Faktor ist hier nicht die Rakete, sondern die schlechte Beweglichkeit der Drohne.

Gegen schnelle Ziele, die auch dreidimensional ihren Standpunkt wechseln können (also durchaus auch wirklich alte Jagdflugzeuge á la MiG-17, MiG-21, theoretisch aber auch eine Me 262 oder eine P-51D...), fehlt die Übersicht, die Wendigkeit und die Geschwindigkeit.


... ich könnte das nun noch weiter ausführen, aber ich bin mir sicher, dass du auch so weißt, worauf ich im Gesamten hinaus möchte.

Bei der Luftnahunterstützung gibt es ähnliche Limitationen - die Übersicht aus einer Super Hornet oder Strike Eagle ist einfach deutlich besser - und sie sind durch ihre Geschwindigkeit, Wendigkeit und die bessere Reaktion und Einschätzung des Piloten vor Ort vor feindlichem Feuer besser geschützt.



In der Theorie soll das irgendwann so ablaufen, dass Sekundärsysteme (AEGIS, AWACS...) die Ziele erfassen und Drohnen einfach nur als Abschussbasis agieren und die Ziele bekämpfen.

Diese Idee hat im Kalten Krieg schon nicht richtig funktioniert - als z.B. jeweils ein führender strategischer Bomber (bzw. ein Marschflugkörper á la AS-6, AS-22 etc.) das Ziel (meist ein feindliches Schiff...) beleuchten sollte, während auch Bombergeschwader aus anderen Anflugrichtungen bzw. Flugkörper dieses Ziel angreifen konnten.

Auf NATO-Seite ist hier vor allem die Trägerverteidigung gegen eben jenes System via F-14 in Verbindung mit AWACS (E-2, E-3) zu nennen, die zwar besser funktioniert hat, in der Regel haben die Tomcat-Piloten aber trotzdem bevorzugt ihr eigenes Radar genutzt.

Seit dem Ende des Kalten Krieges leiten AWACS zwar noch immer, die einzelnen Kampfflugzeuge sind aber weit mehr als blinde Abschussplattformen.



Jetzt habe ich dich ziemlich zugespammt, das Thema ist aber komplex (und teilweise nicht für öffentliche Diskussionen bestimmt).

Kurz:
Nein, ich glaube nicht, dass Drohnen in absehbarer Zeit Kampfflugzeuge verdrängen. Sie werden eine Ergänzung sein - vor allem im Aufklärungs- und Luftnahunterstützungsbereich und dort auch Flugzeuge mit Piloten weitgehend ersetzen. Nicht nur beim Militär, sondern vor allem auch bei Küstenwachen.

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