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Geht die deutsche Sprache unter? - Anglizismen halten weiter Einzug

Die deutsche Sprache wird immer mehr von englischen Wörtern "unterwandert". Außerdem wird sie zunehmend aus verschiedenen Feldern der Kommunikation herausgedrängt. Bereits 1996 hatte Jil Sander in einem Gespräch einige Anglizismen von sich gegeben.

So äußerte Sander unter anderem: "Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden". Diese Worte gefielen dem Verein Deutsche Sprache damals nicht.

1997 machte der Verein Sander zum "Sprachpanscher des Jahres". Jedoch würde laut dem Linguisten Rudi Keller die Sprache nicht verfallen, sondern sich verwandeln. Dabei würden auch viele Wortimporte wieder aussortiert.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Sprache, Kommunikation, Einzug, Anglizismen
Quelle: www.20min.ch

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2013 18:10 Uhr von Borgir
 
+16 | -5
 
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Veränderung ist ja im Allgemeinen nichts schlechtes. Jedoch nervt mich diese Verenglischung maximal an. Deutsch ist eine schöne Sprache und sie kann sehr viel mehr ausdrücken, als es zum Beispiel englisch je können wird.
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19.05.2013 18:29 Uhr von GaiusBaltar
 
+4 | -10
 
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@Borgir
Und warum benutzt du dann andauernd lateinische Wörter, wie z. B. "maximal" oder "Anglizismus", anstatt sich in schönem Deutsch auszudrücken?
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19.05.2013 18:31 Uhr von Again
 
+3 | -7
 
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@ Borgir:
"Deutsch ist eine schöne Sprache und sie kann sehr viel mehr ausdrücken, als es zum Beispiel englisch je können wird. "
Warum sollte Englisch in dieser Hinsicht schlechter sein?
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19.05.2013 18:38 Uhr von AdiSimpson
 
+3 | -3
 
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beim jour fix network meeting morgen, wird der gap zwischen den important points näher beleuchtet.

ich freu mich schon...

[ nachträglich editiert von AdiSimpson ]
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19.05.2013 18:58 Uhr von Finalfreak
 
+6 | -0
 
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Bestes Beispiel ist "Shitstorm", das hatte man die Tage zur Genüge gelesen.
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19.05.2013 19:02 Uhr von One of three
 
+3 | -4
 
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@ GaiusBaltar

Borgir: "Jedoch nervt mich diese Verenglischung"

GaiusBaltar "Und warum benutzt du dann andauernd lateinische Wörter"

Bist Du einfach nur dumm oder wolltest Du mal so richtig meckern?
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19.05.2013 19:14 Uhr von Slyzer
 
+3 | -1
 
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So what, Sprachen ändern sich und es wäre schön, wenn die Menschheit eines Tages EINE Sprache sprechen würde, damit wir uns alle gegenseitig verstehen können.
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19.05.2013 19:14 Uhr von Joeiiii
 
+3 | -0
 
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Mich regt es im Fernsehen auf, wenn es z.B. bei Fußballspielen nur noch Corner gibt statt Eckball oder Hands statt Handspiel. Die Nachrichten heißen allzu oft News und auch sonst gibt man sich nicht allzu oft Mühe die deutsche Sprache der Englischen vorzuziehen.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen Anglizismen, wenn sie maßvoll genutzt werden. Aber in den letzten 5 Jahren stieg die Häufigkeit deutlich an. Tendenz steigend.
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19.05.2013 19:14 Uhr von bassmensch
 
+5 | -2
 
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Wenn ich in Walldorf - Baden (ich wohne in der Nähe) an der Firmenzentrale der SAP vorbeifahre und das Riesenschild " SAP HEADQUATERS" lese kommt mir jedes mal das große kotzen..........
armes deutschland .........

[ nachträglich editiert von bassmensch ]
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19.05.2013 19:57 Uhr von Lornsen
 
+3 | -2
 
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wenn Deutschland verschwinden soll, denn nur dazu ist die EU erschaffen worden, muß natürlich auch die deutsche Sprache verschwinden.

In spätestens zwanzig Jahren ist diese Aktion abgeschlossen.
Nur unsere Jugend könnte das noch verhindern. Und da sehe ich leider black.
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19.05.2013 19:58 Uhr von Rechthaberei
 
+0 | -0
 
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Besser als chinesisches.
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19.05.2013 20:03 Uhr von Nothung
 
+2 | -0
 
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Gut finde ich, dass die Bachelor-Studenten fleißig Creditpoints sammeln und Soft Skills erwerben, damit ihre Employability steigt.
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19.05.2013 21:08 Uhr von Jarmo1
 
+3 | -0
 
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Vom Untergang der deutschen Sprache zu reden, ist sicherlich verfrüht. Noch zählt Deutsch zu den zehn meistgesprochenen Sprachen der Welt.

Dennoch kann man nicht achselzuckend über einen schleichenden Verfall unser Muttersprache hinwegsehen. Da wäre zum einen die ständig anschwellende Flut von Anglowörtern, die vor allem seit den 1980er Jahren unserer Wortschatz durchdrungen hat. Und das in einem Maß, das weit über die Fremdwortzuwächse hinausgeht, die wir gemeinhin als normalen Sprachwandel bezeichnen. Betroffen davon sind nahezu alle Lebensbereiche. Die Schwerpunkte liegen auf Kommunikations-IT, Sport, Mode, Kunst, Touristik, Popularmusik. So kenne ich keine neuere Sportart, die, selbst wenn in Deutschland erfunden, einen deutschen Namen trüge.

Sicher, auch in anderen europäischen Sprachen haben sich vermehrt Anglizismen eingenistet. Doch nirgends so ungebremst und ungefiltert wie bei uns. Entweder haben andere Länder Sprachgesetze eingeführt, die zumindest für den behördlichen Bereich Übersetzungsvorschläge für neue Fremdwörter vorschlagen. Dazu zählen neben Frankreich fast alle osteuropäischen Staaten. Die Südländer unterhalten Sprachakademien und die skandinavischen Länder Sprachräte, die diese Aufgabe wahrnehmen.

Deutschland ist das einzige Land in Europa ohne (halb)staatliche Instutition für Sprachpflege. Diese Lücke füllt bei uns eine Bürgerinitiative mit derzeit 35 000 Mitgliedern, der Verein Deutsche Sprache http://www.vds-ev.de/...
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19.05.2013 22:20 Uhr von Rychveldir
 
+1 | -1
 
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Vor zweihundert Jahren wars Französisch, vor tausend Jahren Latein, jetzt halt englisch. Solange eine Sprache benützt wird, verändert sie sich...

Untergehen tut sie deswegen nicht.
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20.05.2013 00:12 Uhr von Leeson
 
+1 | -0
 
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Eigentlich ist es eine Wiedervereinigung, weil u.A. die englische Sprache ihren Ursprung im Germanischen hat. (4.-5. Jahrhundert)
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20.05.2013 00:13 Uhr von Pixwiz
 
+6 | -1
 
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Wenn die deutsche Sprache untergehen sollte, dann nur, weil die aktuellen Generationen meistens keinen vernünftigen Satz am Stück mehr hinbekommen. Da braucht´s noch nicht mal Fremdsprachen dazu. DAS macht mir eindeutig mehr Sorgen....
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20.05.2013 00:29 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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@ Borgir
"Deutsch ist eine schöne Sprache und sie kann sehr viel mehr ausdrücken, als es zum Beispiel englisch je können wird."

Das stimmt so nicht, da es in beiden Sprachen genügend Ausdrücke gibt, die keine eindeutige, teilweise gar sinnvolle Entsprechung haben. Manchmal fallen sie einem auch einfach nicht ein.
Das fällt einem allerdings nur auf, wenn man die Sprache auch benutzt.
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20.05.2013 10:11 Uhr von Lornsen
 
+0 | -0
 
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zB. "Heimweh" gibt es nur in der deutschen Sprache, bzw. kann nur in seiner Bedeutung, seinem Schmerz in der deutschen Sprache eingesetzt werden.

Auf der anderen Seite: Wenn ein Amerikaner das Wort "Staubsauger" hört, rollt er sich weg vor lachen.
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20.05.2013 10:23 Uhr von memo81
 
+0 | -0
 
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Und viele fürchten sich vor einem schleichendem Islamismus (ca.: 2-5% Muslime in Deutschland), während amerikanisches Denken und sprechen nach dem 2. Weltkrieg längst das Land der Dichter und Denker assimiliert hat.

Jetzt will die EU-Mafia uns trockenmelken, während ihr euch tagtäglich mit Türken bzw. Muslimen beschäftigt, das Ass im Ärmel dieser Verbrecher
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20.05.2013 13:03 Uhr von Jarmo1
 
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@Lornsen
Auf der anderen Seite: Wenn ein Amerikaner das Wort "Staubsauger" hört, rollt er sich weg vor lachen.

Warum sollte er? Da hätten wir schon eher Grund zur Heiterkeit, wenn wir den Amerikaner bei dem Versuch ertappen, mit seinem "Vacuum Cleaner" ein Vakuum zu reinigen :-)

Staubsauger, Heizlüfter oder Hubschrauber sind gute Beispiele für eine Stärke der deutschen Sprache: So können wir mit zusammengesetzten Wörtern beliebig viele neue, anschauliche Begriffe bilden.
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20.05.2013 20:44 Uhr von Jarmo1
 
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@Joeiiii
"Mich regt es im Fernsehen auf, wenn es z.B. bei Fußballspielen nur noch Corner gibt statt Eckball oder Hands statt Handspiel."

Das ist umso bedauerlicher, als der Fußball die einzige aus England stammende Sportart ist, deren Regeln schon den 1870er Jahren eingedeutscht wurden. Und zwar von dem Gymnasiallehrer Konrad Koch http://www.braunschweig.de/...

Die ach so modernen "Corner" und "hands" sind mithin ein Rückfall ins 19. Jahrhundert und verdrängen eingebürgerte deutsche Begriffe.

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