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NSU-Prozess: Verteidigung von Beate Zschäpe kann "Himmelfahrtskommando" sein

Die Verteidiger von Beate Zschäpe, der Angeklagten im NSU-Prozess, haben ihre Aufgabe wohl unterschätzt. Die drei jungen Anwälte müssen sich gegen vier ausgebuffte Kläger und insgesamt 50 Nebenklägeranwälte behaupten. Dazu kommt die Belastung durch politischen Druck und die Medien.

Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm hatten sich in einem Bericht im "Spiegel" als "neue Generation der Strafverteidiger" dargestellt. Nun befinden sich die drei Verteidiger von Anfang des Prozesses an in der Defensive und Anträge wurden durch den Richter abgewiesen.

Beate Zschäpe hatte anfangs noch öfter mit Verteidiger Stahl gesprochen und war ihm nah zugewandt. Nun hält sie Abstand und ist mit ihrem Stuhl weggerückt. Vor der Verhandlung hatten erfahrene Verteidiger noch gewarnt, dass die Verteidigung von Zschäpe ein "Himmelfahrtskommando" sein könnte.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Verteidigung, Beate Zschäpe, NSU-Prozess
Quelle: www.welt.de

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19.05.2013 17:52 Uhr von ErnstU
 
+11 | -3
 
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Ein reiner Showprozess ... die Angeklagten sollen von Anfang an keine Chance haben weil das Urteil schon fest steht, da kann man dann auch drei jungen Juristen, die man als Pflichtverteidiger zugeteilt hat, als Bauernopfer zum Wohl des deutschen Rechtsstaates opfern.

Niemand sagt das die NSU-Idioten unschludig sind, aber das was da momentan abläuft ist ein politisches Standgericht, eine Showprozess, an dem ein Roland Freisler seine reine Freude gehabt hätte ...

@ BastB

Du weisst aber schon das Zschärpes Anwälte Pflichtverteidiger sind die von er Justiz ausgewählt und zugeteilt wurden. Wahrscheinlich wurden sie also wirklich wegen ihren Namen und ihrer Unerfahrenheit ausgesucht um noch mehr Ansatzpunkte für mediale Hinrichtung und Hetze zu schaffen ... also ausgesucht ja, aber nicht von Zschäpe, sondern vom Oberlandesgericht München:

"Das Oberlandesgericht München hat vergangene Woche den Beschluss gefasst, die Berliner Anwältin Anja Sturm und ihren Koblenzer Kollegen Wolfgang Stahl als weitere Pflichtverteidiger beizuordnen."

http://www.tagesspiegel.de/...

[ nachträglich editiert von ErnstU ]
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22.05.2013 08:40 Uhr von ElChefo
 
+0 | -1
 
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Es zeichnet ein sehr bedenkliches Bild der Rechtstaatlichkeit und noch mehr vom rechtstaatlichen Selbstverständnis, das hier durch die Berichterstattung in den Medien, Interviewaussagen und Kolumnen präsentiert wird. Kommentatoren wie "troja-pferd", die sich dabei dazu hinreissen lassen, gleichmal das "dumme Volk" zu Verehrern der Angeklagten zu verklären, tun ihr übriges.

Selbst wenn der Teufel persönlich vor einem deutschen Gericht stehen würde, so würde ihm die bestmögliche Verteidigung, die ein Pflicht- oder Wahlverteidiger leisten kann, zustehen.


...und @troja-pferd direkt:
In diesem Prozess wird es - so enttäuschend das jetzt auch für dich sein mag - um die Feststellung der Schuld oder Unschuld der Angeklagten gehen. Das ist so ziemlich die einzige Wahrheitsfindung, die (hoffentlich) zu erwarten steht. Einzig und allein wegen Menschen wie dir - und ausgesuchten anderen Kommentatoren, die hier bestimmt auch noch ihren Auftritt haben werden sowie der Presselandschaft, die ihr Urteil ja schon gefällt hat - ist der Zweifel sehr groß, das es tatsächlich ein Prozess sein wird, der erschöpfend die juristischen Normen eines Rechtstaates erfüllen wird.
Stell dir vor, die Beweise reichen im Falle der Angeklagten - nach "normalen" Maßstäben - nicht für eine Verurteilungen. Frage: Wird es einen Freispruch geben?

Wie wünschenswert ist ein Prozess, der mit diesem Makel leben muss?

Natürlich wünsche ich mir auch eine Verurteilung dieser mutmaßlichen Verbrecher - aber das muss absolut wasserdicht, hieb- und stichfest nachgewiesen werden, das eben kein rechtsextremer Fanatiker am Ende irgendwelche Verschwörungstheorien kolportieren kann. Wollen wir hoffen, das es dafür noch nicht zu spät ist.

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