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Ab wann spricht man von Depressionen?

In Kürze wird die sogenannte Bibel der Psychiatrie, das DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), erscheinen und schon jetzt scheiden sich die Geister. Viele Psychologen sehen die Inhalte kritisch.

So werde in diesem Handbuch allzu schnell von einer Depression gesprochen und ein Medikamenten-Einsatz vorgeschlagen. So soll schon eine zweiwöchige Trauerphase nach dem Tod eines Freundes oder Familienangehörigen eine Depression sein.

So kritisiert Alexander Marcus, Chef der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Trierer Mutterhaus, dass eine normale Trauer zu Depression erklärt werde. Auch andere Psychologen sehen den neuen Ratgeber kritisch, da mittlerweile normales Verhalten als psychisch krank eingestuft werde.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Depression, Trauer, Diagnose, Handbuch
Quelle: www.volksfreund.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2013 01:16 Uhr von ms1889
 
+0 | -2
 
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dsm ist fachlich nicht qualifiziert irgendetwas zu diagnostizieren. nach dsm müste JEDER eine pschische krankheit haben.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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19.05.2013 03:11 Uhr von helldog666
 
+6 | -1
 
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Warum? Da steckt schließlich eine Menge Geld für die Pharmaindustrie mit drin!
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19.05.2013 12:18 Uhr von Hugh
 
+2 | -0
 
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@ ms1889 :

Es kann sein, dass Du das System hinter DSM schlicht falsch verstanden hast. So wie von Dir formuliert, ist das DSM ganz klar nicht zu verstehen (nur, weil es Multiaxial ist...).

Davon ab (zur News) ist das DSM keine "Bibel der Psychiatrie". Wer ist auf diese Nonsens-Formulierung gekommen?
Ich komme aus der Psychologie, bin also in den Abläufen der Psychatrie nicht ganz so bewandert, aber ich meine, dass in der Psychiatrie dann doch immer noch das ICD-10 über allem steht, und das wäre auch richtig so, wie ich finde. ICD-10 ist ein Meilenstein der Medizingeschichte und vereinheitlicht anhand objektiver Kriterien Diagnosen.
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19.05.2013 13:47 Uhr von Lord_Veritas
 
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@3Pac
Wenn du nicht einmal den Sinn eines so kurzen Textes verstehen kannst bezweifle ich stark, dass du es mit der Bibel aufnehmen kannst.
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19.05.2013 13:54 Uhr von Fiona-Berlin
 
+1 | -0
 
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Der Tod eines nahestehenden Menschens ist eine äußerst traumatische Erfahrung. Vor allen Dingen dann, wenn es sich dabei um einen noch recht jungen Menschen gehandelt hat. So etwas löst Depressionen aus! In dieser Trauerzeit brauchen die Betroffenen Hilfe, um damit klar zu kommen. Es kann ja wohl nicht sein, dass man die Diagnose Depression, und damit auch Therapie ausgerechnet dann nicht bekommen soll, wenn man wirklich einen Grund dazu hat.
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19.05.2013 17:11 Uhr von Katatonia
 
+3 | -0
 
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1. In Deutschland gilt der ICD-10.
2. Es bleibt abzuwarten. Die Diagnose Depression kann zudem nur gestellt werden, wenn eine bestimmte Anzahl an Kriterien erfüllt werden.
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02.06.2013 19:53 Uhr von Peter-Karol
 
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