17.05.13 15:23 Uhr
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Hartz-IV-Empfänger erleidet durch Arbeitszwang dritten Herzinfarkt

Einen 48-jährigen Hartz-IV-Empfänger aus Essen hätte die Angst vor Sanktionen fast das Leben gekostet. Trotz 100 Prozent Schwerbehinderung, zwei erlittenen Herzinfarkten und einem Arbeitsverbot des Hausarztes, beugte sich Paul M. den drohenden Worten, mit Verweis auf Sanktionen, der Sachbearbeiterin.

Die Sachbearbeiterin berief sich auf die Ergebnisse einer Untersuchung des Ärztlichen Dienstes, der M. leichte Tätigkeiten attestierte. Vier Stunden täglich seien zumutbar. Kurz nach Tätigkeitsaufnahme als Hausmeister-Helfer erlitt der Essener einen Herzinfarkt, seinen dritten.

Das Jobcenter bedauert den Fall und rechtfertigt sich mit dem Attest der Amtsärzte. Paul M. gibt sich damit nicht zufrieden und will nun wegen Körperverletzung im Amt gegen seine Fallmanagerin vorgehen.


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WebReporter: dapeppi
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hartz IV, Herzinfarkt, Empfänger
Quelle: www.hartz-iv.info

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57 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.05.2013 15:23 Uhr von dapeppi
 
+137 | -15
 
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Für mich ein klarer Skandal, ohne Rücksicht auf die Gesundheit des Betroffenen. Wenn der Hausarzt eine Beschäftigung ausschließt, gibt es zunächst keine Zweifel. Und wenn der MDK etwas anderes bescheinigt, hätte man einen Dritten zur Begutachtung heranziehen müssen. Stattdessen setzt man Menschenleben für die Quote aufs Spiel.
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17.05.2013 15:34 Uhr von Sir.Locke
 
+40 | -7
 
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@dapeppi

wenn der mann gegen irgendwen klagen will, dann gegebenenfalls gegen den amtsarzt. der hausarzt kann bescheinigen was er will, bei öffentlichen institutionen zähl ausschließlich das ergebnis des amtsarztes auf dessen entscheidung hin auch wie hier die entsprechende öffentliche institution und deren mitarbeiter reagieren (müssen).
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17.05.2013 15:38 Uhr von FrankCostello
 
+4 | -9
 
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Mehr geht nicht ...
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17.05.2013 15:40 Uhr von dapeppi
 
+42 | -9
 
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Naja, Ansichtssache. Wenn der Hausarzt 100% Beschäftigungsverbot ausspricht, dann ist das kein Husten oder Schnupfen, zumal der Betroffene eine Vorgeschichte hat. Eine dritte Meinung hätte hier nicht geschadet, soweit hätte die Sachbearbeiterin (logisch) mitdenken können.
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17.05.2013 15:53 Uhr von Pils28
 
+68 | -8
 
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Millionen fähiger Arbeitsloser und man zwingt jemanden nach mehreren Herzinfarktken zur Arbeit? Zuz mir leid, da fehlt mir jegliches Verständnis für!
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17.05.2013 16:04 Uhr von Humpelstilzchen
 
+44 | -7
 
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Wahrscheinlich hat ihn weniger die Arbeit verängstigt, sondern mehr die gnadenlose Härte seiner "Sachbearbeiterin", von der er sich hat einschüchtern lassen! Da sitzen teilweise schon "Fachkräfte", die einen das Gruseln lernen können! Vielleicht drohen die ja auch bald noch die "Standrechtliche Erschießung" an, um Drückeberger zum Arbeiten zu bekommen! Wird sowieso bald angebracht sein, da garnicht mehr so viele Arbeitsplätze anfallen, wie Arbeitslose da sind! Vielleicht auch wieder Mal den "Arbeitsdienst" einführen, wie es vor ca. 75 Jahren der Fall war! (Sarkasmus zu Ende)!
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17.05.2013 16:13 Uhr von blaupunkt123
 
+37 | -11
 
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In diesem Fall ein wirklicher Skandal.

Das betroffene Amt und die Bearbeiter sollten verklagt werden.


Tausende Jugendliche und Migranten sitzen teilweise mutwillig zuhause und lassen es sich gutgehen.

Und einem Kranken droht man ?
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17.05.2013 16:32 Uhr von call_me_a_yardie
 
+8 | -33
 
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17.05.2013 16:38 Uhr von Bud_Bundyy
 
+4 | -32
 
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17.05.2013 16:45 Uhr von Klopfholz
 
+24 | -5
 
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Ich lese die News und frage mich:
Warum ist jemand mit 100% Schwerbehinderung eigentlich Hartz IV Empfänger und nicht Frührentner?
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17.05.2013 16:47 Uhr von ruhland938
 
+33 | -6
 
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aaalso....lieber Schlottentieftaucher ich habe nicht die geringste ahnung, was du so im lauf eines tages einschwirfst oder rauchst, ist auch egal..ich muss dir aber den freundschaftlichen rat geben, lass ab von diesem tun, es wird dich sonst zerstören - du redest jetzt schon ganz schön babydurchfallmäßig...gehe in dich, lebe gesund und dann hast du vielleicht die chance gesund zu werden...merke: ein herzinfarkt ist erst mal ein so genanntes vernichtendes ereignis..entgegen deinem, auf grund deiner aussage, zu vermutenten drogenkonsum, der zwar auch krankheiten hervorbringt - in deinem fall der zwang edelgülle zu reden - ist dies eine ernstzunehmende körperliche beeinträchtigung..und der mann hatte derer zwei davon..also nochmal, finger weg von den drogen und vor dem posten ein bischen hirn einschalten..und nicht immer in deckung gehen, wenn gott hirn vom himmel fallen läßt..

aber mal grundsätzliches zu HARTZ IV...ich kenne HARTZ IV empfänger..die meisten davon würden liebend gern wieder auf eigenen füßen stehen - daß die gründe bei der ARGE liegen, daß dies nur selten gelingt, will ich jetzt hier mal unkommentiert lassen...kommen wir nun zu den HARTZ IVern die der meinung sind, daß dies ihr leben ist und die somit auf "kosten der allgemeinheit" leben...ehrlich, ich bewundere diese menschen...ich bin selbständig, betreibe eine kleine firma mit 15 angestellten, arbeite im schnitt 12 stunden am tag, dies sieben tage die woche (nun, sonntags ist es manchmal weniger)...meinen letzten urlaub hatte ich in einem anderen jahrhundert (ok, ich bin ein workaholic reinsten wassers), zahle pünktlich die sozial- und sonstigen abgaben für meine angestellten und mich, zahle steuern auf heller und pfennig....von meinen steuern finanziere ich bestimmt einige HARTZ IVer.....und ich tue es gern, wenn eine gesellschaft sich sozial schimpft muß sie einfach auch diese aussteiger aushalten und finanzieren - dies ist einfach eine frage der solidarität, der menschlichkeit...mir ist es doch lieber, ich finanziere diese aussteiger, diese so genannten "HARTZ IV SCHMAROTZER" und gönne denen ihre freiheit und ihr nichtstun, als daß mit meinen steuern weltweite schuldenberge von banken und ländern abgebaut werden, daß militäreinsätze der bundesregierung davon bezahlt werden...ich will auch den deutschen und europäischen bürokratismus nicht mit meinen steuern finanziert wissen...für so einen scheiss will ich nicht arbeiten...aber ein paar HARTZ IV "drückeberger" und"asoziale" und "arbeitsunwillige" die finanziere ich gerne und mit freuden...insgeheim, wenn ich manchmal so richtig kaputt bin, wünsche ich mir, so leben zu können...
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17.05.2013 16:55 Uhr von Yoshi_87
 
+3 | -23
 
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17.05.2013 16:58 Uhr von -Count-
 
+27 | -1
 
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@ Schlottentieftaucher

"Was hat denn ein Grad der Behinderung mit der Rente zu tun, absolut überhaupt nichts!"

Wirklich nichts? Wenn der GdB hoch genug ist, kann man in Frührente gehen, eventuell sogar ohne Abschläge...
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17.05.2013 17:10 Uhr von Suffkopp
 
+9 | -8
 
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Also - auch wenn ich zwiespältig bin, aber auch ich verstehe nicht wie einer mit 100% Arbeitsunfähigkeit nicht in Frührente begibt.

Und Amtsarzt mäßig gesehen hat die Tante vom Jobcenter wohl gemäß ihren Richtlinien gehandelt. Und ich versteh echt nicht warum dann einer mit 100% AU sich nicht einfach ins KH begiebt. Dann hätt er Zeit gehabt und hätte es gleich mit dem KH-Ärzten besprechen können.

Irgendwie ist die Sache so oder so komisch - finde ich jedenfalls.
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17.05.2013 17:12 Uhr von Bud_Bundyy
 
+6 | -8
 
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@Yoshi_87
" Wer arbeiten will muss das allein schaffen!
Es reicht doch Sozialhilfe zu zahlen, um da wieder von weg zu kommen muss sich eben jeder selbst kümmern."

Du würdest lieber die "unmotivierten" bedingungslos subventionieren, während du denen die dahinein geraten und wieder heraus wollen würdest du jegliche Hilfe verwähren?
Finde ich eine sehr schräge Einstellung und zutiefst unsozial!
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17.05.2013 17:17 Uhr von Tanzbaer77
 
+25 | -3
 
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17.05.2013 16:23 Uhr von Schlottentieftaucher

Da erleidet der Mann bei der von dir ihm als akzeptabel unterstellten Tätigkeit einen Herzinfarkt, ist mit seiner Krankengeschichte zu 100% arbeitsunfähig nach SGB, und dir ist das egal, weil eine Sachbearbeiterin und ein Amtsarzt etwas anderes sagten, was schließlich zu diesem dritten Herzinfarkt führte?

Die Sache ist ganz einfach: Der Amtsarzt hat sich nicht auf die Krankengeschichte verlassen, sondern eine eigene Diagnose gestellt. Das darf er, jeder Arzt darf das, und zwar ohne Konsequenzen. Bis aus dieser Diagnose etwas passiert.
Und genau dazu ist es jetzt gekommen. Die Rechtslage ist in diesem Fall eindeutig. Jeder Arzt kann ihm nun weiter eine Arbeitsfähigkeit bescheinigen. Nur sollte ihm dann etwas passieren, greift automatisch der versuchte Totschlag durch unterlassen. Und den Sachbearbeiter bzw. Arzt will ich sehen, der sich darauf einlässt.

Sei doch froh, dass dieser Mann "nur" Hartz 4 kassiert. Würde er abschlagsfrei in Rente gehen, und mit dieser Erkrankung darf er das, steht ihm deutlich mehr zu als Hartz 4. Wir leben hier nicht in einem diktatorischen Land, in welchem jeder, der nicht nützlich für die Gesellschaft ist, euthanasiert wird. Der Hauptpunkt dieser sozialen Marktwirtschaft ist immer noch das Soziale. Und nicht jeder, der nicht arbeitet, ist faul.
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17.05.2013 17:43 Uhr von Trottel48
 
+14 | -1
 
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beugte sich Paul M. den drohenden Worten, mit Verweis auf Sanktionen, der Sachbearbeiterin.

wenn ich krank bin , bin ich krank. Und wen se sich aufen Kopf stellen würden, hatte auch son Fall, hab den aber mit einem 3ten Gutachten angefochten, und schon bin ich in Rente ;)
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17.05.2013 18:12 Uhr von Denisa
 
+15 | -3
 
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Macht man auch sowas mit den jährlich million zugewanderten aus der EU und aus dem Ostblock oder nur mit den Deutschen?
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17.05.2013 18:16 Uhr von HeltEnig
 
+14 | -3
 
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Richtig so, und ich hoffe das dieser sogenannte Amtsarzt entlassen und angeklagt wird.
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17.05.2013 19:14 Uhr von mueppl
 
+6 | -10
 
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Vorweg, ich habe nicht alle Kommentare durchgelesen.

Einige Dinge lassen mich an dem Wahrheitsgehalt der Nachricht zweifeln.

1. >>Vier Stunden täglich (arbeiten)seien zumutbar.
2. >>Die Sachbearbeiterin berief sich auf die Ergebnisse einer Untersuchung des Ärztlichen Dienstes, der M. leichte Tätigkeiten attestierte.<<
3. >>Trotz 100 Prozent Schwerbehinderung, zwei erlittenen Herzinfarkten und einem Arbeitsverbot des Hausarztes,..<<

zu Punkt 1:
mir 4 Stunden arbeiten täglich hätte er Anspruch auf Erwerbsminderungsrente (volle oder teilweise). Falls er nur teilweise erwerbsgemindert ist, hat er Chancen auf eine Arbeitsmarktrente.
Sozialverbände wie Vdk hätten ihn beraten.
Hausarzt hätte ihn auch beraten.

zu Punkt 2:
§ 278 StGB
Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse

Ärzte und andere approbierte Medizinalpersonen, welche ein unrichtiges Zeugnis über den Gesundheitszustand eines Menschen zum Gebrauch bei einer Behörde oder Versicherungsgesellschaft wider besseres Wissen ausstellen, werden mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

zu Punkt 3:

Tätigkeiten die unzumutbar sind dürfen abgelehnt werden.

Entsprechende Gesetze und Urteile gibt es zu genüge.



Warum Schlottentieftauche Minusse kassiert, obwohl er den Sachverhalt richtig darstellt verstehe ich nicht.

[ nachträglich editiert von mueppl ]
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17.05.2013 19:35 Uhr von mueppl
 
+8 | -3
 
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@mcmoerphy

>>Antwort: weil er mit Hartz IV mehr in der Tasche hat als mit EU Rente!<<

Bullshit!!

Eine EU-Rente kann genauso aufgestockt werden wie Hartz 4, nur eben aus dem Sozialhilfetopf.

Ganz eng gesehen ist der Mann sogar verpflichtet EU-Rente zu beantragen. Jeder Hartz 4 Empfänger verpflichtet sich alles erdenklich mögliche zu tun,um aus dieser Situation zu entkommen.

[ nachträglich editiert von mueppl ]
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17.05.2013 19:46 Uhr von keineahnung13
 
+16 | -3
 
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naja leichte arbeiten...
aber als Hausmeisterhelfer können das niemals leichte Arbeiten sein...
leichte Arbeiten sind das was die auf dem Amt machen... Leute belabern und Kaffe trinken und dratschen gehen
(gibt aber auch Ausnahmen)
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17.05.2013 19:57 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -6
 
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Ich hab mal grad in das Video geschaut auf der Quelle. Da sagt er selber "die Arbeit war versuchsweise". Warum er dann nicht "versuchsweise mit ärztlicher Unterstützung" die nicht kann?

Irgendwie ist das alles trotzdem komisch.
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17.05.2013 20:00 Uhr von Danymator
 
+15 | -4
 
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Da wundern sich die Leute, wenn betroffene durchdrehen und solchen "Menschen" auf den Tisch springen!? Abschaum...
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17.05.2013 20:03 Uhr von Floppy77
 
+9 | -2
 
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Das Jobcenter ist dafür da Leute in Arbeit zu vermitteln und für die Zeit ohne Arbeit finanzielle Unterstützung zu gewähren. Wer dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht, der geht in die Frührente.

Es gibt genug Leute, bei denen das so läuft.

Hausmeistergehilfe war vielleicht auch etwas heftig, da kann man bestimmt ganz schön zu tun haben. Besser wäre vielleicht ein Pförtnerposten gewesen, ob der nun zu Hause hockt und TV schaut oder dies in einer Pförtnerloge tut ist ja nun egal...

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