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"Hartz-IV-Schnösel": Provokateur Ralph Boes kandidiert für Bundestag

Ralph Boes wurde in den Medien als "Hartz-IV-Schnösel" bekannt, weil er mit provokanten Thesen zum Thema Arbeitslosigkeit polarisierte.

Boes, der zugibt, auf Staatskosten zu leben und wegen Arbeitsverweigerung vom Jobcenter auf 37,40 Euro im Monat gestutzt wurde, will das System verändern und Hartz IV abschaffen.

"Ich kandidiere als Direktkandidat", so der 55-Jährige aus Berlin-Wedding, der derzeit seine Kampagne ausarbeitet.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Hartz IV, Kandidatur, Provokateur, Ralph Boes
Quelle: www.n-tv.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.05.2013 15:32 Uhr von keakzzz
 
+17 | -5
 
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Das Absurde ist ja, daß diejenigen, die sich darüber empören, daß er nicht arbeitet, eigentlich froh darüber sein müßte, daß er versucht, an einen gut bezahlten Job zu kommen.
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16.05.2013 15:37 Uhr von ~frost~
 
+14 | -30
 
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16.05.2013 15:45 Uhr von Knopperz
 
+32 | -7
 
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Er hat sich bewusst sanktionieren lassen von der ARGE, und ist anschliessend in den Hungerstreik getreten, weil er aufzeigen will das Sanktionen nicht rechtens sind. Kürzungen der Grundleistungen führen unweigerlich dazu, das man sich nichts mehr zu essen kaufen kann.

Darüber hinaus setzt sich R.Boes u.a. für das uneingeschränkte Grundeinkommen ein, worüber jeder mal nachdenken sollte.

Und zuguter letzt, was bei uns das soziale Netz/Hartz4 ist... ist bei den Amerikanern das Justizvollzugssystem, und das kostet pro Sträfling circa 3000 Dollar pro Monat. Die kriegen da drüben keine Stütze vom Staat...also werden sie straffällig, und wandern auf Staatskosten in den Knast, wenn sie erwischt werden....wo man immer noch ein besseres Leben hat, als auf der Strasse.

[ nachträglich editiert von Knopperz ]
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16.05.2013 15:50 Uhr von ~frost~
 
+9 | -25
 
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16.05.2013 16:19 Uhr von Knopperz
 
+21 | -6
 
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~frost~
Es gibt 80000 offene Stellen... auf 3000000 Arbeitslose.

Ich find deine Einstellung gut, das jeder in Lohn und Brot stehen sollte...warum gehst du nicht mit guten Beispiel vorran, gründest eine Firma mit 100 Angestellten, und holst somit 100 Leute aus der Misere?

Und zu deinem letzten Absatz habe ich bereits was gesagt. Gäbe es das Soziale Netz / Hartz4 nicht, würde die Kriminalität sprunghaft steigen in Deutschland. Im Knast, mit 3 warmen Mahlzeiten, TV, Playstation, Fitness etc lebt es sich alle mal besser als auf der Strasse. Denk mal drüber nach, und geh vielleicht mal zu einem Tag der offenen Tür in einer JVA und schau dich dort um. Fuck, die Sträflinge haben heutzutage ein besseres Leben als die Alten im Altenheim.
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16.05.2013 16:34 Uhr von ~frost~
 
+3 | -23
 
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16.05.2013 16:36 Uhr von generalviper
 
+13 | -4
 
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In einem Land wo ein großer Teil der Produktion immer mehr von Maschinen, Computern, usw übernommen wird, kann es niemals eine (sinnvolle) Vollbeschäftigung geben.

Und der Stellenabbau wird noch weiter voran gehen. Maschinen wie Computer können immer komplexere Aufgaben übernehmen.

Briefe werden maschinell sortiert, Rechnungen automatisch verschickt, am Fließband werden einfache Arbeitsschritte von Maschinen erledigt, in der Logistik wird immer mehr auf automatische Stapler umgerüstet, nur um ein paar Bereiche zu nennen.

Zudem werden noch viele Jobs wegfallen, an die momentan noch gar keiner denkt. Nehmen wir als Beispiel das Internet, was sich immer mehr im Bereich des Journalismus in den Vordergrund drängt: Zeitungen und Bücher werden immer weniger gedruckt, sondern Digital vertrieben. Hier werden in verschiedenen Bereichen auch wieder Arbeitsplätze entstehen, aber niemals in der Zahl wie sie wegfallen (Papierherstellung, Druckerei, Kiosk, Zeitungsbote, Büchereifachläden)

Wie also soll man in einem Land, in dem die Produktion immer effektiver gestaltet wird, noch zusätzliche 4-5 Millionen Menschen in Arbeit vermitteln (Wer mit 3 Millionen Arbeitslosen rechnet, soll sich bitte einmal auf der offiziellen Seite anschauen, welche Leute aus dieser Statistik schon alles rausgerechnet wurden)
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16.05.2013 16:39 Uhr von ~frost~
 
+3 | -17
 
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16.05.2013 16:50 Uhr von generalviper
 
+17 | -2
 
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@ ~frost~ :

Jeder der in Deutschland 40 Stunden die Woche arbeiten geht, und dafür einen Lohn bekommt, bei dem er zusätzlich noch aufstocken muss, zerstört das ganze Lohnsystem in Deutschland mit.

Erstens scheint es sich bei solchen Jobs für den Arbeitgeber gar nicht zu rentieren, diese Arbeiten überhaupt ausführen zu lassen, denn ansonsten könnte er seinen Arbeitnehmern Löhne zahlen, von denen er leben kann. Also muss in diesem Unternehmen schon einmal irgendetwas falsch laufen.

Zweitens kann es nicht sein, dass es ein 2 Klassen System in Deutschland gibt:
Der Festangestellte Mitarbeiter, mit einem Stundenlohn von 15,- Euro, und dem Leiharbeiter, mit einem Stundenlohn von 7,50 Euro.
Beide an der gleichen Arbeitsstelle, beide mit demselben Arbeitspensum, Qualifikation, usw.
Da zieht das Argument "Hauptsache Arbeit" überhaupt nicht mehr.

Drittens frage ich mich, wie weit wie dieses Thema "Hauptsache Arbeit" in Deutschland führen können. Wieviel Menschen, die unter 8,- Euro die Stunde verdienen, können wir uns denn leisten? Wieviel Menschen wollen die Unternehmen denn in den nächsten 10 Jahren mit dieser Argumentation noch in den Niedriglohnsektor drücken?

Die Zahl der 400,- Euro Jobber und Leiharbeiter wächst doch kontinuierlich an, unterstützt durch diesen Wahnsinn, dass der "faule und unproduktive" Hartz IV Empfänger bloss irgendeinen Dienst an der Gesellschaft ausübt, und sich nicht weiter in der sozialen Hängematte "ausruht".

Bis jetzt konnte jedoch noch nicht ein einziger Politker, Wirtschaftsökonom, oder Hellseher auch nur ansatzweise ein Konzept vorlegen, wie wir 4 Millionen Menschen in Arbeit bringen wollen. Und das obwohl unsere Frau Merkel behauptet, wir seien bestens aufgestellt und haben Hochkonjunktur...
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16.05.2013 16:56 Uhr von ~frost~
 
+3 | -12
 
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Bei dem Zweiklassensystem geb ich dir Recht.
Das ist unfair und dabei trägt die (soziale) Politik die meiste Schuld.

Wenn sie aufstocken können, wieso meckern?
Ich musste für meine Ausbildung von Zuhause ausziehen und Miete (300€) bei einem Azubigehalt von 450€ zahlen. Leider hatte ich auch Bußgelder in Höhe von 100€ monatlich zu zahlen. Gut, Kindergeld gab es auch noch 150€.
Ich hab kein BAB vom Staat bekommen, weil ich keine Auskünfte über mein Vater treffen konnte.
Ich hätte dann auch meckern können wie unfair das ist und nicht arbeiten gehen. Hätte mehr Geld übrig gehabt.
Aber ich habe weiter gearbeitet, mich hochgearbeitet und es hat sich schon seit langem ausgezahlt, dass ich es so gemacht habe.

Und um mehr Arbeitsplätze zu schaffen, träume ich von einer 4 Tage Arbeitswoche bei gleichbleibenden Lohn. Dafür weniger Sozialabgaben (gut, das ganze wird dann noch komplizierter, aber einfach mal als Gedanke)
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16.05.2013 17:00 Uhr von generalviper
 
+16 | -2
 
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~frost~:
"Also hättest du gerne als Briefsortierer gearbeitet, Briefmarkenlecker oder als x-Zähler?"

Erst einmal waren diese Jobs für gering qualifizierte Menschen eine sehr gute Geldquelle, denn vor rund 20 Jahren konnte man von diesen Jobs ohne Aufstockung leben.
Und man überlege, die Firmen haben trotzdem überlebt.
Heutzutage gibt es solche Jobs nicht mehr.


"Außerdem, werden in diesen "effizienten Land" wie du sagst, viele Pflegekräfte gebraucht. Eben weil es so effizient ist und die Leute immer älter werden."

Öhm. Nein. Es werden Pflegekräfte gebraucht / gesucht, die sich 12 Stunden am Tag den Arsch aufreissen (Entschuldigung die Wortwahl), und das für so um die 7-8 Euro Stundenlohn. Die Überstunden natürlich sollen oder werden dann nicht bezahlt. Denn vernünftig bezahlen kann oder will man diese Pflegekräfte nicht. Und 4 Millionen Menschen bekommst du damit immer noch nicht von der Straße.

"Dafür haben Computer und Maschinen neue Jobs erschaffen. Wieviele Arbeitsplätze werden von IT Firmen erschaffen?"

Nicht in derselben Anzahl, wie sie Stellen vernichtet haben. Wo früher 10 Leute am Fließband standen, steht heute 1 Techniker, welcher die Maschinen überwacht.
Wo früher 10 Sekräterinnen saßen, ist heute 1 Systemadministrator dafür zuständig, dass System zu warten.

Es ist nun einmal Fakt, dass wir Stellen für Niedrig-, und Unqualifizierte immer mehr abbauen.
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16.05.2013 17:02 Uhr von Knopperz
 
+9 | -3
 
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~frost~
Du vergleichst die Nachkriegszeit mit der modernen Welt in der wir heute leben. Es gibt keine Trümmer mehr die weggeräumt werden müssen.

Und natürlich werden Stellen vermittelt über die ARGE.
Aber du vergisst zu erwähnen, das die einzelnen Stellen an teilweise über 200 Arbeitssuchende vermittelt werden. So, wenn dann wirklich einer Glück hat und die Stelle bekommt, sind trotzdem noch 199 Arbeitssuchende über.
Und wenn von den 199 sagen wir mal 10 keine Lust haben zu Arbeiten...ja und?
Ist doch besser für die anderen 189.

Mein Lebenslauf ist auch nicht Lückenfrei, und ich war auch schon in der Situation mich an das Amt wenden zu müssen.
Das was dort teilweise abgeht ist reine Beschäftigungstherapie die unser aller Geld frisst. Maßnahmen, Bewerberzentren, erzwungene Fortbildungen, 1€ Jobs (die auch nicht für alle zur Verfügung stehen) und alles in grosser Kooperation mit Zeitarbeitsfirmen die so wenig zahlen, das man anschliessend trotzdem seine Familie nicht ernähren kann und aufstocken muss.

Lang lebe die (von der Politik so hochgelobte) Argenda 2010.

[ nachträglich editiert von Knopperz ]
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16.05.2013 17:09 Uhr von generalviper
 
+11 | -2
 
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@~frost~:

"Ich musste für meine Ausbildung von Zuhause ausziehen und Miete (300€) bei einem Azubigehalt von 450€ zahlen"

Auszubildenengehalt kann man kaum mit einem "normalen" Gehalt gleichsetzen.

"Wenn sie aufstocken können, wieso meckern?"
Weil wir irgendwann soviel Aufstocker haben, dass das ganze System zusammenbricht. Denn es werden jedes Jahr mehr Aufstocker, weil die Firmen erkennen, dass sie diese Löhne zahlen können, ohne Konsequenzen.

"Aber ich habe weiter gearbeitet, mich hochgearbeitet und es hat sich schon seit langem ausgezahlt, dass ich es so gemacht habe."

Genau das ist das Problem. Es wird in Deutschland selbst für gut Qualifizierte immer schwieriger sich hochzuarbeiten. Ich arbeite als Servicemonteur fast wöchentlich in verschiedenen Industriebereichen, und bei fast jeder Unterhaltung kristallisiert sich heraus, dass die Unternehmen statt auf Einstellungen auf Leiharbeiter setzen. Teilweise sind diese Leiharbeiter so gut, dass sie schon 4-7 Jahre in den Betrieben arbeiten. Aber Festanstellung? Zu teuer.
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16.05.2013 17:29 Uhr von generalviper
 
+2 | -2
 
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http://www.shortnews.de/...

Passend zu der Diskussion:
Verwaltung zu teuer, ab nach Polen...
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16.05.2013 23:42 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -6
 
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@ knopperz
"Darüber hinaus setzt sich R.Boes u.a. für das uneingeschränkte Grundeinkommen ein, worüber jeder mal nachdenken sollte."
Klar setzt er sich dafür ein, weil ihn dann nie wieder jemand zu Arbeit drängt.
Ich habe darüber nachgedacht und halte es für nicht finanzierbar. Man darf ja nun nicht davon ausgehen, dass bisher normal arbeitende Menschen das auch weiterhin in dieser Form machen würden, wenn sie auch ohne Arbeit ein gutes Auskommen hätten. Ich würde mir das jedenfalls spätestens ab 55 sehr gut überlegen.

"Die kriegen da drüben keine Stütze vom Staat...also werden sie straffällig, und wandern auf Staatskosten in den Knast, wenn sie erwischt werden....wo man immer noch ein besseres Leben hat, als auf der Strasse."
Woher hast du das denn bitte? Einzelne Obdachlose mögen das vielleicht machen, aber das war´s dann auch.
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17.05.2013 01:30 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+7 | -1
 
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@BastB

"Die Ansprüche werden allerdings höher, die Zeiten, wo man mit einem Hauptschulabschluss und eine Lehre als Lagerarbeiter gut ausgekommen ist, sind endgültig vorbei. "

Also wir "die Gesellschaft / Verbraucher / Wirtschaft" kommt ohne Lagerarbeiter aus? So das diese auch kein Lohn erhalten brauchen der zum Leben reicht, denn wenn die ihren Job nicht machen ist es eh egal?

Habe ich das richtig interpretiert?
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17.05.2013 01:54 Uhr von Knopperz
 
+4 | -1
 
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@TheRoadrunner
> Woher hast du das denn bitte?
> Einzelne Obdachlose mögen das vielleicht machen, aber das war´s dann auch.

1% der Amerikaner sitzen im Knast.
http://www.t-online.de/...
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17.05.2013 08:31 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -6
 
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@Knopperz
[...]arüber hinaus setzt sich R.Boes u.a. für das uneingeschränkte Grundeinkommen ein, worüber jeder mal nachdenken sollte.[...]

Meine persönliche Meinung, grundsätzlich gute Idee darf nur nie kommen weil sonst die Leistungsgesellschaft komplett abgebaut wird.

Wozu soll jemand für 1400€ arbeiten gehen wenn er fürs nichtstun 1000€ bekommt?

Hartz4 erfüllt seinen Zweck und zu nichts anderem ist es da!!


Deine Aussage dass das Hartz4 das gleiche wie das Justizvollzugssystem der USA wäre versteh ich nicht?

Weder wirst du gezwungen kriminell zu werden wenn du hartz4 bekommst (ja man kann mit Hartz4 leben) noch sonstwas
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17.05.2013 09:07 Uhr von Marco Werner
 
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@generalviper
Was mich an den vielen Minijobs nervt, ist die Tatsache,daß die Jobcenter diese auch noch ausnutzen,um ihre Vermittlungszahlen zu schönen (nicht mit den Arbeitslosenzahlen verwechseln !). Denn wenn schon nicht für jeden ein sozialversicherungspflichtiger Job da ist, wäre es doch die simpelste Lösung, erstmal die in Arbeit zu kriegen, die wirklich gar nichts zu tun haben, sozusagen "vollzeitarbeitslos" sind. Aber was machen die Jobcenter ? Sie forcieren so eine Art "Aufrückprinzip",d.h. der Minijobber wird in Richtung sozialversicherungspflichtiger Job gedrängt,während der "Vollzeitarbeitslose" seinen Minijob übernehmen soll. Im Endeffekt kommt also das Gleiche raus, allerdings kann sich das Jobcenter mit letzterer Methode dann mit 2 "Vermittlungen" schmücken, nicht nur mit einer.

@Knopperz
Solche Maßnahmen sind in 9 von 10 Fällen wirklich nur Beschäftigungstherapie, durfte sowas damals in Zeiten meiner eigenen Arbeitslosigkeit auch mehrfach mitmachen. Man muss sich eigentlich nur mal am 1.Tag die Teilnehmerstruktur anschauen, um das Ergebnis so einer Maßnahme abschätzen zu können. Wieviel kommt wohl raus, wenn die Teilnehmer z.B. für einen Bürojob fitgemacht werden sollen, aber die Hälfte davon nichtmal weiß, wie man den Computer anschaltet ? Und wieviel kommt dabei raus, wenn jemand, der ganz offensichtlich 2 linke Hände hat, für einen Hausmeisterjob "vorgesehen" ist ? Will sagen: Man kann nicht einfach jeden Menschen für jeden Job "einplanen",das funktioniert aufgrund der unterschiedlichen Begabungen und Talente nicht.

Was die Vermittlung in Arbeit angeht, so hat die Agentur für Arbeit m.E. einen nur sehr geringen Anteil daran. Das sieht man besonders gut,wenn man sich mal die Zahl von Arbeitslosen und freien Jobs für seine Region anschaut (auf statistik.arbeitsagentur.de abrufbar).
Um es mal an Zahlen zu verdeutlichen: Hier im LK hatten wir im März 5552 Arbeitslose und 633 freie Jobs. Im April waren es 5351 Arbeitslose (also 201 Leute weniger als im März) und 655 freie Jobs (+22 Jobs). Wären diese 201 Leute weniger ein Erfolg der BA,dann müsste sich das eigentlich in der Zahl der freien Jobs niederschlagen...tut es aber nicht. Im Gegenteil, es wurden sogar noch 22 freie Jobs mehr. Es ist halt unwahrscheilich,daß die BA in diesem einen Monat 201 Leute vermittelt und "zufällig" noch mehr freie Jobs wieder hinzukommen.
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17.05.2013 14:42 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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@ PeterLustig2009

"Wozu soll jemand für 1400€ arbeiten gehen wenn er fürs nichtstun 1000€ bekommt?
"

Weil er dann 2.400€ bekommt


Gegenfrage: Wozu soll Jemand für 900€ arbeiten gehen wenn er 877€ Alg II bekommt?


"Weder wirst du gezwungen kriminell zu werden wenn du hartz4 bekommst (ja man kann mit Hartz4 leben) noch sonstwas "

Wenn man von Alg II lebt, dann einen VOLLZTEIT-JOB annimmt und alles ordnungsgemäß dem Jobcenter weiter gibt, muss man für den Monat indem das erste Gehalt kam sein Alg II-Satz zurück zahlen.

Angenommen Du hast im Mai dein Gehalt aber das Jobcenter hat dir im April für Mai Alg bezahlt so wird das verrechnet. Blöd ist wenn man dann nach 3 Monaten seinen Job verloren hat und noch blöder ist es wenn das gleich 2X im Jahr passiert dann hat man je nach Alg II Satz gleich 1600 - 2400€ Schulden. weil man ARBEIT angenommen hat!

Diese Probleme hat, der der erst gar nicht Arbeiten ging und Zuhause bleibt erst gar nicht. Super durchdachtes System:-)

Dieses System bestraft den fleißigen Hartz IV Empfänger und belohnt den der wirklich nicht arbeiten will!

Wieder ein Grund mehr für das BGE, da werden die Fleißigen belohnt! Die dann arbeiten gehen haben gleich einen Tausi mehr. Die die nicht arbeiten gehen, merken kaum ein finanziellen Unterschied.
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17.05.2013 19:38 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Knopperz
Ja, 1% klingt erstmal viel. Der Anteil der Arbeitslosen ist aber bei ca. 7,5%, der Prozentsatz der Gefängnisansassen also deutlich geringer.
In dem von dir verlinkten Artikel steht kein Wort davon, dass Leute bewusst Verbrechen begehen, um ins Gefängnis zu kommen, und schon gar nicht, dass diese Leute einen signifikanten Anteil der Gefängnisinsassen stellen.
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18.05.2013 00:29 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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"wenn derjenige wieder arbeitslos wird, bekommt er vom ersten tag an alg2"

Nein, erst im dem Monat wo kein Gehalt geflossen ist, es geht nach "Bedürftigkeit" nicht nach der Gehaltsabrechnung, darum werden Kontoauszüge verlangt.

Hat man am 02.05.13 das Gehalt vom April, so ist man im Mai nicht Bedürftig und bekommt Ende Mai das Alg II für Juni.

Würde das April Gehalt am 30.04.13 gezahlt werden, so bekommt man schon für Mail Alg II und am Ende Mai nochmal für Juni Alg II usw.

Bei Alg I sieht das anders aus.


"das problem entsteht also bei der jobaufnahme und nicht, wenn man hinterher wieder arbeitslos wird."

Richtig!

Aber wenn Du wieder Arbeitslos wirst dann wünscht Du dir das Du den Job nicht aufgenommen hättest, weil Du dann mit Schulden dastehst.

Somit kann man mit einer ehrlichen Arbeit in finanziellen Schwierigkeiten kommen. (Um nicht Existenznot zu sagen)

Und genau das soll doch angeblich nicht passieren? Arbeiten soll sich doch lohnen und nicht Arbeiten soll doch weh tun?

Ich kann aus DIESEM Grund wirklich Jeden verstehen der nicht mehr Arbeiten gehen will auch wenn er könnte. (Wenn man es sich nicht finanziell leisten kann?)

Ich habe bei meinem aktuellen Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch gefragt ab das erste Gehalt ein paar Tage später gezahlt werden kann, hätte er das verneint dann hätte ich die Stelle nicht angenommen, da eine 30%ige Kürzung dann angenehmer wäre als eine komplette Rückzahlung weil man arbeiten geht.
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18.05.2013 10:20 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ capitalism
"Hat man am 02.05.13 das Gehalt vom April,..."
Ich persönlich habe ja bei meinen bisherigen Arbeitgebern das Gehalt immer spätestetens am Monatsende des betreffenden Monats, nie danach bekommen.
Sagen wir mal, dass dem nicht bei allen so ist und dass auch die anderen Schilderungen so richtig sind: dann *könnte* es also mal *unter widrigen Umständen* wohl tatsächlich so sein, dass man durch Aufnahme eines Jobs schlechter gestellt ist als wenn man diesen nicht angenommen hätte.
Bei Leuten, die diese Eventualität als Grund anführen, eine längerfristige oder unbefristete Stelle gar nicht erst anzunehmen, habe ich dann eher Zweifel an der generellen Arbeitswilligkeit.
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18.05.2013 10:30 Uhr von Maaaa
 
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Ralph Bös - der nächste, den sie als
" geistesgestört" abstempeln.
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19.05.2013 00:43 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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@TheRoadrunner

"Ich persönlich habe ja bei meinen bisherigen Arbeitgebern das Gehalt immer spätestetens am Monatsende des betreffenden Monats, nie danach bekommen.
"

Ich persönlich nicht und jetzt?

Soll damit jetzt angedeutet werden das ich hier Quatsch schreibe? Oder wozu das Beispiel, diese Andeutung?

"Sagen wir mal, dass dem nicht bei allen so ist und dass auch die anderen Schilderungen so richtig sind: dann *könnte* es also mal *unter widrigen Umständen* wohl tatsächlich so sein, dass man durch Aufnahme eines Jobs schlechter gestellt ist als wenn man diesen nicht angenommen hätte.
"

Ja könnte (das reicht aber schon), bei den einen mehr bei den anderen weniger.

besonders wenn das 2X im Jahr passiert ist man in Schwierigkeiten, somit haben diese sozialistischen Hartz IV Gesetze allein schon deswegen versagt weil der Arbeitende nicht prinzipiell besser gestellt ist, als der vom Staat versorgte Arbeitslose.


"Bei Leuten, die diese Eventualität als Grund anführen, eine längerfristige oder unbefristete Stelle gar nicht erst anzunehmen, habe ich dann eher Zweifel an der generellen Arbeitswilligkeit."

Verschulde Dich doch! Unbefristeter Arbeitsvertrag hin oder her, es gibt eine Probezeit.

Deshalb habe ich als Tipp gesagt, das man das vorher im Vorstellungsgespräch abklären sollte, damit so was nicht passiert.

[ nachträglich editiert von Best_of_Capitalism ]

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