15.05.13 16:03 Uhr
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Volksrepublik China zweifelt Japans Anspruch auf Okinawa an

Der Konflikt zwischen der Volksrepublik China und Japan über die Senkaku-Inseln spitzt sich weiter zu. In der führenden Zeitung der kommunistischen Führung Chinas, der "People´s Daily", wurde von hochrangigen Akademikern bezweifelt, dass Japan tatsächliche Ansprüche auf Okinawa habe.

Der Anspruch Japans auf die Senkaku-Inseln wird von Japan vor allem damit begründet, dass das nahe Okinawa seit 1879 vorläufig und ab 1895 vollständig zu Japan gehörte. Davor war Okinawa ein chinesischer Vasallen-Staat, welcher wiederum Teil des Territoriums Taiwan war.

In Japan wird der starke Nationalismus und die deutlich erhöhte militärische Präsenz der Volksrepublik China in Bezug auf die Senkaku-Inseln und Okinawa äußerst kritisch beurteilt. Es wird vermutet, dass die Stimmungsmache der Volksrepublik China gegen Japan in der Zukunft weiter zunehmend wird.


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WebReporter: Perisecor
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, Japan, Anspruch, Okinawa
Quelle: www.navytimes.com

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35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.05.2013 16:03 Uhr von Perisecor
 
+4 | -9
 
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Ein äußerst komplexes Thema, welches einen ernsten Kalten Krieg beinhaltet, der in Europa in der Bevölkerung nahezu völlig unbekannt ist. Dass die

Volksrepublik China überhaupt nicht der de jure Nachfolger der damaligen chinesischen Regierung ist, scheint in Peking niemanden zu interessieren.

Es ist ein wenig wie hier in den Kommentaren: Große populistische Worte sind wichtiger als ernsthafte Quellen und die Wahrheit.

Ziemlich schade eigentlich.
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15.05.2013 16:05 Uhr von FrankCostello
 
+1 | -0
 
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Feuer !!!
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15.05.2013 16:19 Uhr von Perisecor
 
+2 | -7
 
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Die obligatorischen Wikipedia-Artikel:

http://de.wikipedia.org/... (Okinawa)
http://de.wikipedia.org/... (Geschichte Okinawas)
http://de.wikipedia.org/... (Senkaku-Inseln)

Der de jure Nachfolger des damaligen Vasallen-Staates ist übrigens Nationalchina ( http://de.wikipedia.org/... ), welches - welch Ironie - heute nurnoch über Taiwan herrscht.

Die Volksrepublik China, welche keine de jure Ansprüche auf Senkaku oder gar Okinawa hat, erhebt dafür aber wiederum Ansprüche auf ihre Vorgängerregierung, der Republik China auf Taiwan ( http://de.wikipedia.org/... ).



News wie diese sind übrigens das perfekte Beispiel dafür, warum neben Russland auch die Volksrepublik China ganz sicher kein Freund Deutschlands oder Europas ist und auch niemals sein wird.
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15.05.2013 16:36 Uhr von Perisecor
 
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@ benjaminx

Kannst du diese Behauptungen auch nur ansatzweise irgendwie belegen?

Und damit meiner Argumentation widersprechen, dass die 1949 gegründete VR China garnicht de jure Nachfolger des noch existenten Nationalchinas sein kann?


Bereits vor 1879 hat Okinawa immer mal wieder zu Japan gehört. Hier nun willkürlich an irgendeinem Datum einen Strich zu ziehen und zu sagen, stopp, ab hier war das eine illegale Okkupation, ist lächerlich - gerade auch, wenn man bedenkt, dass es damals noch kein Völkerrecht gab.


Schön aber, dass du hier sogar noch irgendwie die USA verwursteln konntest. Die haben damit zwar garnichts zu tun, aber dir ist ja eine US-Schuld, egal bei was, immer wichtig.
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15.05.2013 17:56 Uhr von Suffkopp
 
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Der will doch wie imemr nur die USA bashen.
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15.05.2013 22:35 Uhr von ErnstU
 
+3 | -1
 
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"Davor war Okinawa ein chinesischer Vasallen-Staat, welcher wiederum Teil des Territoriums Taiwan war. "

Ein Vorschlag: Da Okinawa ja nach dieser Aussage eigentlich zum Gebiet des heutigen selbstständigen und anerkannten Staates Taiwan und nicht zu China gehört gibt Japan Okinawa an Taiwan zurück. Aufgrund der inzwischen wohl ausschliesslich japanischen Bevölkerung erklärt Taiwan darauf Okinawa zur territorialen Schenkung an Japan ... damit ist der geschichtliche/rechtliche Status geklärt, China kann nichts mehr sagen und Taiwan wäre es wahrscheinlich ein inneres Schlachtfest, China so ein Schnippchen zu schlagen.

[ nachträglich editiert von ErnstU ]
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15.05.2013 22:48 Uhr von Perisecor
 
+3 | -3
 
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@ ErnstU

Das wäre natürlich genial. :) Problematisch ist hier nur, dass die Volksrepublik China 1974 viele Rechte Nationalchinas übernommen hat - u.a. den Sitz im UN-Sicherheitsrat und daraufhin viele diplomatische Beziehungen mit der chinesischen Regierung auf Taiwan abgebrochen wurden.

Der von dir vorgeschlagene juristische Zug könnte u.U. de jure korrekt sein, die Volksrepublik China würde das aber schlicht nicht akzeptieren und u.U. sogar militärisch darauf reagieren.


Dennoch, wie gesagt, es wäre für eine Weile sicher sehr lustig. :D
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16.05.2013 01:03 Uhr von Peter323
 
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@Perisecor

de jure ist völlig egal bei Staatskonflikten, auch bei Grenzkonflikte.

In der Regel gewinnt einfach der wirtschaftlich oder militärisch stärkere Staat oder Staatsgemeinschaft. Kein Staat ist wirklich an Verträge oder Gesetze international gebunden. Es schadet nur dem Ansehen bzw. wird nicht gern gesehen, wenn Staatsverträge gebrochen werden.
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16.05.2013 01:30 Uhr von Perisecor
 
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@ Peter323

In einer globalisierten Welt ist natürlich auch der de jure Status relevant, gerade dann, wenn ein Land stark auf den Export setzt - so wie Japan und auch die Volksrepublik China.


Spinnen wir das Thema doch einfach mal weiter. Japan ist technologisch in der Lage, innerhalb von 3-6 Monaten Atomwaffen inkl. ausreichender Transportmöglichkeiten zu bauen - genau so lange, wie es dauert, den Atomwaffensperrvertrag aufzukündigen.

Gleichzeitig hat Japan genug Macht und vor allem Rückhalt durch andere Staaten, um seine Rechte auch durchzusetzen. Die USA stehen zu Japan - und im Fall der Fälle auch viele andere Staaten.
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16.05.2013 01:47 Uhr von Peter323
 
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@Peri
das stimmt, aber trotzdem würde sich niemand gegen China erheben.
Nahezu jedes Land heutzutage ist völlig abhängig von China, vorallem die USA.
Auch die Deutsche Wirtschaft ist abhängig von China, z.B. die deutsche Autoindustrie.
Die Chinesen haben z.B. Dollar Reserven in einem Umfang, der so gewaltig ist, dass in etwa fast die Gesamtschuldenquote von einem Land wie Frankreich, Deutschland oder Italien entspricht.
Allein eine solche Macht über den Dollar ist mehr Wert als jede Atombombe.
Der nächste Angriff wird eher wieder auf irgend ein netter kleiner isolierter Staat mit wenig Macht ausgeführt werden, aber sicherlich nicht auf China.

Es ist übrigens immer wieder lustig wie verkrampft die deutsche und US Führung mit den chinesischen Regierungschefs umgehen: Auf der einen Seite werden sie landesintern gedrängt deutliche Kritik zu äußern und auf der anderen Seite wissen sie, dass sie abhängig von China sind und zusätzlich noch gerne weitere Investitionen im eigenen Land von denen sehen wollen. Wie verkrampft Obama und Merkel da immer wirken ist mehr als lustig.
Aber man sieht klar, dass China die Unterhosen an hat und alle anderen einfach nur was vom Kuchen abhaben wollen.
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16.05.2013 02:28 Uhr von Perisecor
 
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@ Peter323

Sind die USA denn tatsächlich Abhängig von der Volksrepublik China, Peter323? Oder auch andere Länder wie z.B. Deutschland?


Ja, die VR China hat große Dollarreserven. Und zwar so groß, dass ein Abstoßen dieser Reserven die VR China stärker treffen würde als die USA oder andere Industriestation - denn unsere Technologie, unsere Infrastruktur, unsere Gesellschaftsordnung kann uns niemand nehmen. All das hat aber die VR China noch nicht.

Tatsache ist doch, dass die USA den Dollar regieren. Wenn es sein müsste, wäre die Währung morgen wertlos und durch eine andere Währung ersetzt. Die USA sind ein Staat, welche zum Großteil auf den Binnenmarkt setzt. Eine solche Aktion wäre schmerzhaft, aber verkraftbar.

Nur - was macht die VR China dann? Dort würde alles zusammenbrechen.



Der Westen ist auch beim Thema Rohstoffe nicht auf die VR China angewiesen. Nehmen wir doch mal das Monopol auf seltene Erden: Ein Inbetriebnehmen der Minen in westlichen Staaten würde 1-10 Jahre dauern. Unter zivilen Gesichtspunkten. Im Notfall können dafür aber Soldaten herangezogen werden, was die Inbetriebnahme extrem verkürzt.

Und letztlich können wir unsere Produkte überall herstellen lassen. Ob das iPhone und die Plastikente aus der VR China, aus Indien, aus Indonesien oder eben doch aus Deutschland oder den USA kommen ist letztlich egal.



Der Status quo ist einfach für alle bequem und hat sich bewährt. Er ist aber nicht in Stein gemeißelt.


Eine militärische Reaktion Japans habe ich weiter oben beschrieben. Japan wird sich, egal was passieren sollte, nicht unter chinesische Herrschaft begeben.
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16.05.2013 03:36 Uhr von juggernaut1234
 
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@ benjaminx

du vergisst das die nationalchinesen unter tschiang kai schek zu den allierten gehörten undeigentlich stalin für die teilung koreas verantwortlich war. ohne general macarthur und den einsatz der atombombe hätten die sowjets sogar die teilung japans forciert, sowjetische soldaten standen schon bereit um stalin eine besatzungszone in japan zu sichern. höchstwahrscheinlich wäre japan dann heute so abgewirtschaftet wie es ostedeutschland war, geteilt wie korea oder ein drittweltland wie vietnam.
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16.05.2013 03:51 Uhr von Peter323
 
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@Perisecor

Wenn der Dollar ersetzt werden würde durch die USA, wären sämtliche Groß-Industriellen in den USA praktisch auch entwertet und die haben traditionell in einem so kapitalistischen Land enormen Einfluss und werden das zu verhindern wissen. Niemand der Reichen will dort auch nur 1mio Dollar verlieren aufgrund irgend ein Konflikt, den niemand will.

Noch dazu würden weitere Länder wie viele mächtige Länder in Europa massiv geprellt werden, weil diese auch Dollar Reserven haben. Die Folge wäre, dass diese Länder massives Misstrauen gegenüber den USA hätten. Die Saudis und die anderen Emirate würden ebenfalls massiv geprellt mit ihren Dollar Reserven, sie würden ihr Öl in Zukunft lieber in Euro handeln, damit wäre der Import von Ressourcen mit dem Neu-Dollar unbezahlbar.

Auch in den USA würde alles zusammenbrechen. Eine Währungskrise ist immer auch eine Wirtschaftskrise und damit eine Staatskrise die fast immer auch Volksaufstände nach sich ziehen.

Ich bin weiß Gott kein China Fan, aber du unterschätzt den Globalismus der heutzutage herrscht und damit die generelle Abhängigkeit untereinander.

Schon kleine Länder haben enormen Einfluss auf die globale Wirtschaft und bringen größere Wirtschaftsmächte ins wanken. Alleine China in den Mund zu nehmen lässt die Börsen bis unters Dach wackeln. Krieg + China allein auszusprechen, kannste gleich alles verkaufen was du hast.


Ich denke nicht, dass irgendwas eskalieren wird, davon profitiert am Ende niemand. China hat genausoviel wie Japan und die USA zu verlieren, falls es zu einem Konflikt kommen sollte.

Fazit: Man kann heute nur noch mit wenigen Ländern wirklich Krieg spielen, hauptsächlich 3. Welt Länder oder halt völlig isolierte Länder, die vorher fast vollständig vom Welthandel ausgeschlossen worden sind.

Man merkt deutlich wie bedeutungslos heutzutage das Militär geworden ist und wie wichtig die Wirtschaft.
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16.05.2013 04:02 Uhr von Norbert1981
 
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@ Perisecor

Lächerlich, welche Infrasturktur hat China noch nicht?

Das chinesische Autobahnnetz ist das am schnellsten wachsende Autobahnnetz der Welt und seit 2011 auch das weltweit längste vor dem amerikanischen Interstate Highway-System.

http://de.wikipedia.org/...

Zugnetz von China:
http://commons.wikimedia.org/...

Seit Einführung der neuen Technologie vor fünf Jahren ist das chinesische Hochgeschwindigkeitsnetz bereits auf mehr als 9300 Kilometer angewachsen.

Bereits bis Ende 2014 will das chinesische Eisenbahnministerium das Netz auf 19 000 Kilometer ausweiten, bis 2020 gar auf die gigantische Zahl von 50.000 Streckenkilometern.

http://www.tagblatt.de/...

Reisegeschwindigkeit 300 Kilometer pro Stunde, 2300 Kilometer in acht Stunden (das gibt es in Europa noch nicht):
http://www.focus.de/...

6 der 10 größten Hafen der Welt liegen ebenfalls in China:
http://de.wikipedia.org/...

Also, besser zu informieren ist viel besser
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16.05.2013 04:07 Uhr von Perisecor
 
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@ Norbert1981

Das chinesische Autobahnnetz ist aber weit von einer Komplettierung entfernt. Oft genug ist eine Autobahn dort, mal von ganz wichtigen Verbindungen abgesehen, eine mehr oder weniger gut geteerte Straße mit einer Spur in jede Richtung.


Beim Schienennetz sieht es ähnlich aus.



Da helfen auch diverse Prestigeobjekte nicht weiter.


Infrastruktur beinhaltet aber weit mehr. Die Universität von Hong Kong z.B., eine der besten und prestigeträchtigsten Universitäten des ganzen Landes schafft es bis heute nicht, ihren Studenten vernünftige Räume zur Verfügung zu stellen.

Ja, die Fassade ist schick. Hochgeschwindigkeitszug hier, 14-Spurige Straße durch Shanghai und Peking dort. Davon lebt ein Land dieser Größe und dieser Einwohnerzahl aber nicht.



Gleichzeitig sind viele dieser Bauprojekte indirekte und direkte Subventionen durch die Politik, welche auf Pump durchgeführt werden. Bricht der Handel zusammen, haben auch diese Bauprojekte ein sofortiges Ende.
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16.05.2013 04:16 Uhr von Norbert1981
 
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@ Perisecor

Technologie?

Ja, China hat viel kopiert und aber gleichzeitig durch Technologie-Transfer eine ganz Menge Know-How erhalten.und weiter entwickelt.

Beispiel: Chinesischer Konzern Huawei und ZTE.

Noch vor 10 Jahren waren diese beiden Firma kaum bekannt, heute kontrollieren sie beide einen Viertel des europäischen Marktes.

Auch weitere Quellen:

Maschinenbau, IT, Solar: Deutsche Branchen zittern vor der China-Bedrohung

Werkbank des Westens, Billiglohnland – das sind gängige westliche Klischees über China. Doch der Arroganz könnte schon bald ein böses Erwachen folgen.

Denn nun setzt die Volksrepublik zum direkten Angriff auf die Industrienationen an und will die etablierte Konkurrenz auch bei Spitzentechnologien das Fürchten lehren.

http://www.focus.de/...

Machtdemonstration ganz oben und ganz unten: Chinas Staatsmedien bejubeln zwei technologische Erfolge.

Raumfahrern gelang ein historisches Manöver im Erdorbit. Gleichzeitig stellte die Crew eines Tiefseefahrzeugs einen neuen Rekord am Ozeanboden auf (das kann Deutschland leider noch nicht).

http://www.spiegel.de/...


Chinas Positionssystem ist schon einsatzbereit

Das amerikanische Navigationssystem GPS hat zumindest in Fernost einen ernstzunehmenden Konkurrenten.

Chinas Beidou-Satelliten arbeiten bereits regional, während Europa weit hinterherhinkt(Galileo-System von EU bleibt bis heute noch auf der Erde).

http://www.handelsblatt.com/...

Ich bin ziemlich sicher, dass du die obigen Nachrichten noch niemals gehört hast.

Also, noch einmal: besser zu informieren ist besser
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16.05.2013 04:17 Uhr von Perisecor
 
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@ Peter323

"Niemand der Reichen will dort auch nur 1mio Dollar verlieren aufgrund irgend ein Konflikt, den niemand will."

Im Fall der Fälle gibt es darüber aber keine Diskussionsmöglichkeit.

Viele Handelspartner der USA haben überhaupt keine Alternative. Europa braucht schlicht nicht so viel Öl, dass es den Verlust des US-Marktes ausgleichen könnte.

Dazu kommt, dass die USA theoretisch von Ölimporten unabhängig sind. Ausländisches Öl ist jedoch günstiger - und es ist strategisch nicht unklug, die eigenen Reserven unangetastet zu lassen.


Ein Ausweichen auf den Euro-Raum wäre sowieso unwahrscheinlich. Fällt der Dollar, fällt die komplette Welt. Länder wie die VAE, aber auch teilweise Saudi-Arabien und Venezuela existieren nur in dieser Form, weil der Westen Ressourcen kauft. Lieber tauscht man in Dubai amerikanischen Weizen gegen Öl, als zu krepieren.



"Auch in den USA würde alles zusammenbrechen."

Das ist äußerst unwahrscheinlich. In den USA herrscht eine Aufbruchsmentalität wie sie in Europa völlig unbekannt ist, dazu kommt, dass die USA autark sind. Den starken Binnenhandel, der viel wichtiger als das Exportgeschäft ist, habe ich ja bereits angesprochen.




"China hat genausoviel wie Japan und die USA zu verlieren, falls es zu einem Konflikt kommen sollte."

Die VR China führt zur Zeit mehrere Kalte Kriege. Gegen Russland, gegen Indien, gegen Japan, gegen Taiwan und teilweise gegen die USA.

Dazu kommen Wirtschaftskriege in Afrika und Asien und das Aufbauen von Stellvertretern in Kriegen - nicht grundlos ist Pakistan der beste chinesische Verbündete.



Ob es knallt? Keine Ahnung. Das war schon zu Zeiten des Kalten Krieges kompliziert, und da gab es nur zwei große Spieler. Im Pazifikraum haben wir fünf große Spieler und mehrere Kleine, z.B. Taiwan und Südkorea. Diese sind untereinander durch verschiedenste Bündnisse, aber auch Hass gekennzeichnet. Die beiden US-Verbündeten Japan und Südkorea z.B. können sich absolut nicht riechen, gleichwohl arbeiten sie gegen die VR China zusammen.




"Man merkt deutlich wie bedeutungslos heutzutage das Militär geworden ist und wie wichtig die Wirtschaft."

Wenn dem so wäre, würde die VR China nicht seit vielen Jahren US$300-600 Millionen pro Jahr über verschiedenste Budgets in sein Militär stecken.


Die VR China verhält sich aktuell ruhig, weil ihr Militär Schrott ist und eine nukleare Zweitschlagfähigkeit quasi nicht existiert.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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16.05.2013 04:22 Uhr von Norbert1981
 
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@Perisecor

Bist du schon mal in China geworden?

Eine viel interessantere Meldung: im letzten Jahr baute China 11.000 km neue Autobahn, soviel wie das ganze deutsche Autobahnnetz zusammen.

Habe ich in Shandong-Provinz von China bereits erlebt. Die Trassenführung ist vorzüglich, besonders angesichts der äußerst dichten Besiedlung Chinas.

Äußerlich sehen die Pisten fast wie deutsche Autobahnen aus. Nur was den äußerst wichtigen Untergrund angeht, kann ich das nicht beurteilen, aber insgesamt erschien mir die Qualität an Erstweltländer heranzukommen.

In Shandong tummeln sich 90 Mio. Menschen, also mehr als in der gesamten BRD, auf gerade mal der doppelten Größe Bayerns.

Und trotzdem bauen die Chinesen Autobahnen ohne ingenieurstechnische Kompromisse quer hindurch, sogar mit durchgehenden, begrünten Lärmschutzstreifen, die doppelt so breit wie unsere sind.

Das mal für die, die immer noch glauben, die Chinesen würden keinen Wert auf Qualität legen - das war einmal.

Deswegen ist deine Aussage für mich einfach eine Frechheit.
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16.05.2013 04:27 Uhr von Perisecor
 
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@ Norbert1981

Die VR China kann diesen Technologie-Transfer aber nicht umsetzen, anders als z.B. die Japaner oder die Südkoreaner.

So versucht man dort z.B. seit über 30 Jahren verzweifelt, ein eigenes Jet-Triebwerk zu entwickeln oder wenigstens die sowjetischen (russischen) Triebwerke zu kopieren.
Und was ist Anfang des Jahres passiert? Die VR China musste zähneknirschend weitere Triebwerke in Russland einkaufen.

Die neuen Jets an sich der Volksrepublik wurden zum Großteil von Sukhoi entworfen. Die Kampfpanzer basieren auf T-62, T-64 und T-80, wenngleich es Neuentwicklungen sind.


Im Maschinenbau wird weiterhin auf westliche Technologie gesetzt. Ein nicht unerheblicher Teil meines Bekanntenkreises ist mehr oder weniger ständig auf dem Weg in die Volksrepublik, weil selbst kleinste Probleme an Maschinen nicht behoben werden können.



Die Solarbranchen weltweit wurden durch illegale Subventionen der chinesischen Regierung zerstört - und nicht weil die chinesischen Produkte besser sind oder tatsächlich günstiger.



"(das kann Deutschland leider noch nicht)."

Natürlich kann Deutschland das. Es gibt nichts, was Deutschland nicht könnte. Deutschland könnte auch in überschaubarer Zeit eine ständige Basis auf dem Mond errichten.

In Deutschland wird dafür aber kein Geld investiert. Es wird schlicht nicht gemacht. Das hat aber absolut nichts mit Wissenskompetenz zu tun.



Compass (Beidou) ist im Testbetrieb. 14 Satelliten sind oben, davon funktionieren 12. GLONASS hat ~24 Satteliten, GPS 30.

Die Genauigkeit ist deutlich schlechter als bei militärischem GPS und schlechter als GLONASS, auf welchem das System in Teilen basiert.




"Ich bin ziemlich sicher, dass du die obigen Nachrichten noch niemals gehört hast."

Ich mache nicht den Fehler und lasse mich von der Aussicht blenden, wenn ich in Shanghai lande. Interessant sind die Dinge, die hinter der Fassade lauern - z.B. die massiven Probleme bei nahezu jeder Militärtechnik. Militärtechnik ist der Maßstab, an dem große Länder gemessen werden, denn sie stellen in nahezu allen Bereichen den größten Fortschritt dar. So ist Compass (Beidou) ein primär militärisches System, genauso wie GLONASS und GPS.
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16.05.2013 04:27 Uhr von Norbert1981
 
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"Auch in den USA würde alles zusammenbrechen."

Das ist äußerst unwahrscheinlich.

Aber der Zusammenbruch von China ist äußerst wahrscheinlich-

Sorry, das ist einfach kein Argument sondern ein einseitiges Wunschdenken von dir.
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16.05.2013 04:34 Uhr von Perisecor
 
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@ Norbert1981

"Bist du schon mal in China geworden?"

Mehrfach.


"Eine viel interessantere Meldung: im letzten Jahr baute China 11.000 km neue Autobahn, soviel wie das ganze deutsche Autobahnnetz zusammen."

Die Volksrepublik ist ja auch 26x größer als Deutschland. Seit den 80er Jahren werden in Deutschland außerdem vermehrt autobahnähnliche Bundesstraßen gebaut, welche in der VR China ebenfalls als Autobahnen gelten, in der deutschen Statistik aber nicht mitgezählt werden.



"...besonders angesichts der äußerst dichten Besiedlung Chinas."

Die Einwohnerdichte ist in der VR China deutlich geringer als in Deutschland. 140 Einwohner pro km im Vergleich zu 230 Einwohner pro km.



"Nur was den äußerst wichtigen Untergrund angeht, kann ich das nicht beurteilen, aber insgesamt erschien mir die Qualität an Erstweltländer heranzukommen. "

Das ist unwahrscheinlich und widerspricht allem, was ich bisher im Zusammenhang mit der VR China erlebt habe. Ja, die Pisten sehen gut aus und werden auch ein paar Jahre halten. Ausgelegt auf 30-50 Jahre wie in Deutschland sind sie aber nicht.




"Und trotzdem bauen die Chinesen Autobahnen ohne ingenieurstechnische Kompromisse quer hindurch, sogar mit durchgehenden, begrünten Lärmschutzstreifen, die doppelt so breit wie unsere sind. "

Dagegen gibt es in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Staaten, eine Menge Gesetze.

In der VR China sind Enteignungen, auch mit brutalen Mitteln, allerdings staatlich gewollt und an der Tagesordnung.

Wäre mir völlig egal was die Bevölkerung denkt, weil ich als Politiker nicht gewählt werden müsste, und hätte ich die absolute totalitäre Macht über Polizei und Militär, könnte ich dir auch innerhalb kurzer Zeit eine 20 spurige Autobahn einmal quer durch Berlin bauen.
Dafür braucht man keine Ingenieurskunst, dafür braucht man Skrupellosigkeit der eigenen Bevölkerung gegenüber.
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16.05.2013 04:36 Uhr von Norbert1981
 
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"(das kann Deutschland leider noch nicht)."

Natürlich kann Deutschland das. Es gibt nichts, was Deutschland nicht könnte.

Dafür hast du Quelle?

Ansongsten wieder eine vermeintliche und arrogante Behauptung von dir.

Deutschland könnte auch in überschaubarer Zeit eine ständige Basis auf dem Mond errichten.

Quelle?

Nach meinem Wissensstand hat China bereits längst Mondbasis geplant:

http://www.stern.de/...

Und: Arroganz macht man engstirnig
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16.05.2013 04:39 Uhr von Perisecor
 
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@ Norbert1981

"Aber der Zusammenbruch von China ist äußerst wahrscheinlich-

Sorry, das ist einfach kein Argument sondern ein einseitiges Wunschdenken von dir."

Der Lebensstandard in den USA ist deutlich höher, die USA sind deutlich unabhängiger von der Weltwirtschaft.

Die VR China hingegen ist tagesaktuell abhängig von der Weltwirtschaft. Die kleine Krise in Europa hat das Wirtschaftswachstum halbiert und Millionen Jobs vernichtet.

Dazu kommt, dass die VR China sich nicht autark mit Nahrungsmitteln versorgen kann! Die USA können das.



Die VR China ist ein Gebilde aus verschiedenen Stämmen und Abzweigen früherer Dynastien, in mehreren Provinzen herrscht quasi ein militärisch unterdrückter Bürgerkrieg (Tibet, Xinjiang), die Schwere zwischen arm und reich ist unvorstellbar.


Dazu kommen andere Kleinigkeiten. Die USA haben ihre Immobilienblase hinter sich, der VR China steht sie noch bevor. Dazu kommt eine sich anbahnende Goldblase.

Und das Ganze unter einer totalitären Herrschaft. Im Vergleich hierzu gibt es in den USA auf allen Ebenen, vor allem aber auf Kommunalebene, fast ausschließlich gewählte Ämter. Im Fall der Fälle werden also deutlich mehr US-Amerikaner auf ihren Sheriff hören, als Chinesen auf den örtlichen KPCh-Vertreter.
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16.05.2013 04:45 Uhr von Perisecor
 
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@ Norbert1981

Eine Quelle für eine theoretische Überlegung habe ich natürlich nicht.

Es ist aber dumm anzunehmen, eine der Top 3 Industrie- und Forschungsnationen dieses Planeten wäre dazu nicht in der Lage.



Aber wenn du unbedingt einen Argumentationsstrang für etwas Offensichtliches brauchst:
Deutschland hat an der ISS einen bedeutenden Anteil. Deutschland hat einen bedeutenden Anteil an der Raumfahrttechnik der ESA.
Deutsche Firmen wie Rexroth waren entscheidend am Space Shuttle Programm der USA beteiligt.

Und selbst die Sowjetunion hat in den 70er und 80er Jahren mit weit weniger Technologie eine Raumstation zusammengezimmert.


Ja, ich behaupte ganz arrogant, dass Deutschland (oder auch die USA oder Japan) bei unlimitiertem Budget solche Projekte durchführten könnten. Die Kerntechnologie ist längst vorhanden, die Forschungsbasis ebenfalls. Was fehlt sind Geld und Notwendigkeit.
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16.05.2013 04:48 Uhr von Norbert1981
 
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Solarbranchen?

Meinst du, dass Huawei und ZTE Solarfirmen sind???

Ach, das ist mir neu.

Du weisst sogar noch nicht, dass zu welcher Branche momentan zwei der größten und bekanntesten Firmen von China gehören.

Aber trotzdem kannst du schon die gesamte Situation des ganzen Chinas beurteilen.

Das ist auch einfach frech.

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