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Zum ersten Mal Streik bei Amazon Deutschland

Der Druck auf Amazon steigt: Die Gewerkschaft Ver.di hat die Mitarbeiter des Versandriesen an deutschen Standorten zu Streiks aufgerufen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di rief die Arbeiter der Frühschicht in den beiden größten deutschen Logistikzentren in Leipzig und im hessischen Bad Hersfeld zum Streik auf.

Ver.di und Amazon streiten seit Monaten über die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Informelle Gespräche an beiden Standorten blieben bislang ergebnislos: Ver.di möchte erreichen, dass die Arbeitnehmer gemäß des Tarifvertrags des Einzel- und Versandhandels bezahlt werden.


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WebReporter: Katastrophenschutz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Streik, Amazon, Verdi
Quelle: www.noz.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.05.2013 09:17 Uhr von BoltThrower321
 
+3 | -19
 
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14.05.2013 09:26 Uhr von kostenix
 
+8 | -4
 
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und in den lokalen shops ists besser?
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14.05.2013 10:13 Uhr von BoltThrower321
 
+4 | -6
 
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@kostenix

Ja, den ich tu was für mein Gewissen. Jeder muss bei sich anfangen.

Ich unterstütze kein Lohndumping!!!
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14.05.2013 10:32 Uhr von Djerun
 
+4 | -5
 
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tja, ich hoffe das verdi auf die fresse fällt
logistiker, und was anderes sind die mitarbeiter in den versandzentren zum größtenteil eben nicht, werden eben anders bezahlt als einzelhändler

und das ist kein lohndumping, immerhin geht es hauptsächlich um paket-packer

(die leiharbeiter lasse ich außen vor, das ist ein anderes thema)
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14.05.2013 11:19 Uhr von a.j.kwak
 
+1 | -2
 
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djerun:
"...werden eben anders bezahlt als einzelhändler"

da steht ja auch einzel- und VERSANDHANDEL und ich würde schon sagen dass amazon ein versandhandel ist. ab und zu versenden die schonmal was...
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14.05.2013 11:22 Uhr von Hidden92
 
+10 | -2
 
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Einfach nur lächerlich, Amazon zahlt einen Grundlohn von 9,60€ die Stunde zum Pakete packen und die beschweren sich noch? Das ist verdammt viel fürs einpacken von Zeug in Kartons. Dazu gibts noch eine Staffelung für länger beschäftigte (nach einem Jahr irgendwas mit 10,XX€ usw.)
Das ist definitiv keine Abzocke sondern relativ gut bezahlt.
Nur weil andere nach einem anderen (falschen) Tarif bezahlen muss Amazon das noch lange nicht. Dass verpacken eher Einzelhandel als Logistik ist soll mir mal einer logisch begründen.
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14.05.2013 11:25 Uhr von HackeSpeck
 
+4 | -0
 
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Ach stimmt Amazon...da war ja was....
hatte sich ganz schön totgelaufen.
ich bestell weiter dort...wenn keine bestellungen mehr reinkommen, dann wird erst recht die knute rausgeholt....
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14.05.2013 11:26 Uhr von newschecker85
 
+5 | -1
 
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@ BoltThrower321

schon mal so überlegt: Die Ware, die in den lokalen Märten ausgestellt ist, muss vorher noch zusammen gestellt sprich kommissioniert werden.

Ich komme aus der Branche, es macht kaum einen relevanten Unterschied, ob du es im Internet kaufst oder im Laden. Das einzigste was im Laden anders ist, es ist teurer, weil da die Vertriebswege bis zum Endverbraucher länger sind, selbstverständlich auch die Beratung.

Und das Verdi erreichen will, dass die AN nach TV des Einzel- und Versandhandels bezahlt werden soll, find ich richtig so.

Zu der Reportage, weswegen du aus Protest nicht mehr bei Amazon kaufst (wegen der Behandlung der ausländischen Mitarbeiter), glaub mir da dürftest du in so manch anderen Online-Shops oder gar lokalen Geschäften einkaufen, weil mehr und mehr Logistikzentren holen sich Mitarbeiter aus den Osteuropäischen Raum. Wo ich arbeite, waren es bis vor 2 Monaten so, das der Anteil der ausländlischen Arbeitskollegen bei 80 bis 90% betrug. Jetzt sind es "nur" noch 50%.
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14.05.2013 11:27 Uhr von Djerun
 
+9 | -1
 
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@Hidden92
das will nur keiner wissen

ich als unternehmer würde auch mit aller kraft versuchen ver.di aus meinem unternehmen herauszuhalten
ansonsten streiken das ganze jahr irgendwelche teile der firma für einen eigenen tarifvertrag
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14.05.2013 11:38 Uhr von waulmurf
 
+1 | -5
 
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Was im Kleinen gilt, gilt genauso auch im Großen.
Ein großes Unternehmen sehe ich sogar noch mehr in der Pflicht auf seine Kostenstruktur zu achten und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Und dazu gehören gerade in der BRD die Arbeitskosten, da sie in der Regel mit Abstand den größten Kostenblock darstellen und damit den Endverbraucherpreis maßgeblich beeinflussen.

Die Debatte wird leider fast immer einseitig geführt, vermeintlich pro Arbeitnehmer. Es wird immer wieder vergessen, dass gerade der Arbeitnehmer als Konsument auch ein Interesse daran haben sollte, dass ein Produkt möglichst günstig hergestellt und abgeboten wird. Denn dann hat sein Lohn wiederum eine höhere Kaufkraft. Diese ewige inflationäre Lohnstreikspirale löst hingegen keine strukturellen Probleme. Sie nutzt vor allem nur den Gewerkschaften.

Es ist sicherlich verständlich, dass man für sich einen möglichst hohes Arbeitseinkommen erzielen will. Aber man sollte sich bei dieser Streikerei auch klarmachen, dass jede Lohnerhöhung vor allem andere Arbeitnehmer als Konsumenten bezahlen werden.
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14.05.2013 11:48 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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@waulmurf

"Es wird immer wieder vergessen, dass gerade der Arbeitnehmer als Konsument auch ein Interesse daran haben sollte, dass ein Produkt möglichst günstig hergestellt und abgeboten wird. Denn dann hat sein Lohn wiederum eine höhere Kaufkraft."

Ein brillanter, makroökonomischer Zusammenhang, den du da aufstellst! Am besten ist es übrigens für die Arbeitnehmer, wenn sie demnächst völlig kostenlos arbeiten! ;-)
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14.05.2013 12:16 Uhr von Perisecor
 
+8 | -2
 
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@ xmaryx

Die Leute bei Amazon werden bereits nach Tariflohn bezahlt, sogar besser. Nur eben nach dem Tarif für Logistiker.


Was das Arbeiten bei Amazon mit Einzelhandel zu tun hat, weiß ich aber nun auch nicht. Im Lager hier in der Nähe kann man jedenfalls keine Produkte abholen oder zur Reparatur/zum Austausch abgeben.



Und für eine Arbeit, die prinzipiell ein dressierter Affe durchführen könnte, für die man absolut keinerlei Wissen braucht und für die auch, außer der Möglichkeit zu gehen, keinerlei körperliche Anforderungen gelten, ist das, was Amazon bereits zahlt, nunmal ein durchaus respektabler Lohn.
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14.05.2013 12:50 Uhr von PeterLustig2009
 
+4 | -3
 
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Wie sweet dass hier einige den großen Moralapostel raushängen lassen und offensichtlich keine Ahnung haben worum es überhaupt geht!!

Amazon zahlt Tariflohn nur gemäß Logistiker und nicht Einzelhandel (warum auch)

Ver.di möchte ganz gerne dass Amazon den Tariflohn des Einzelhandels zahlt (hat eher was damit zu tun den Tarifverbund Einzelhandel zu stärken als mit Logik)

Und alle die meinen Amazon zahlt Dumpinglöhne...
erst informieren dann Klappe auf!!!
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14.05.2013 12:54 Uhr von Suffkopp
 
+4 | -1
 
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Denke auch das es ver.di eher um ver.di geht als um Arbeitnehmer bei Amazon.

Hab gerade wieder bei Amazon bestellt.
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14.05.2013 13:16 Uhr von Perisecor
 
+1 | -5
 
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@ xmaryx

Ich bin kein Arschkriecher irgendwelcher Obrigkeit, ich informiere mich nur schlicht über Themen und habe deshalb eine Ansicht, die in vielen Fällen über populistischen Schmodder, wie er sich gerade hier bei Shortnews oft findet, hinausgeht.


Du hast ja bis vor ein paar Minuten nichtmal gewusst, dass Amazon bereits übertariflich zahlt.





"Und deine spöttische Beschreibung des Arbeitsverlaufs eines Amazonsmitarbeiters ist einfach nur schlecht und zeigt, wie weltfremd du bist."

Dann werde doch einfach mal konkret:

Welche speziellen Fähigkeiten braucht man dafür? Und in welchem Punkt war meine Aussage oben falsch?




"Kannst ja mal für einen Tag in einem Unternehmen als Komissionierer arbeiten, dann weißt auch du mal was körperliche Arbeit ist."

Habe ich während meiner Jugend als Schülerjob gemacht.




"Ich bin grundsätzlich dafür dass JEDER Mitarbeiter das bekommen sollte was ihm rechtlich auch zusteht."

Die rechtliche Situation bei Amazon ist einwandfrei.



"Dazu gehören im übrigen auch Feiertags-, Nachtschichtzulage etc., was laut Quelle bei Amazon wohl auch nicht gegeben ist."

Zahlt Amazon natürlich. Nur eben nicht in der Tarifgruppe, die Verdi gerne hätte.
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14.05.2013 13:26 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Komisch.
Wenn ich bei Amazon bestelle kommt immer alles von irgendeinem Einzelhändler der die Ware bei sich verpackt und selber versendet. Oft von Einzelselbständigen oder kleinen Ladenketten.

Kaufe ich bei Mercateo (für Gewerbetreibende) bekomme ich ein Gerät für 270.- Euro. Das kommt dann von genau demselben Händler (Conrad Elektronic), der im eigen Internetshop 420.- verlangt.
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14.05.2013 13:31 Uhr von BoltThrower321
 
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Heuchler...es geht nicht mal um Tariflohn...es geht davon, das Menschen in unseren Land für so einen Job zu wenig Geld bekommen, und Amazon macht Milliarden....wenn ich es schaffe, eine Putze besser zu bezahlen als das, was Amazon da verzapft....dann muss das hallt bekämpft werden.

Die Menschen müssen von Ihrem Lohn leben können und ganz wichtig, auch wirtschaften!


Ich boykottiere den Laden, genau so wie ich jeden Asi
Chef zur Sau mache, wenn dieser seine Leute vor Publikum anschnauzt....ich zahle Trinkgeld, ich scheiss auf die FastFood Ketten wo es nur geht.

Ich bezahle lieber etwas mehr um beim Thai Restaurant gut zu essen, anstatt bei McD...

Reisst euch mal zusammen, und versucht es wenigstens....aber Ihr deutsche macht ja eh nichts....Bäh...wie diese Scheinheiligkeit verachte.
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14.05.2013 14:27 Uhr von Perisecor
 
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@ BoltThrower321

Amazon erwirtschaftet einen extrem überschaubaren Gewinn.


"...ich scheiss auf die FastFood Ketten wo es nur geht...."

Dabei bieten gerade McDonalds und Burger King nicht nur ein vergleichsweise gutes Gehalt, sie bieten auch Aufstiegs- und vor allem Bildungsmöglichkeiten.

Wie auch bei Amazon arbeiten bei diesen Ketten vor allem Leute, die keinen irgendwie nützlichen schulischen Abschluss haben und höchstwahrscheinlich nie in ihrem Leben einen Job finden, den sowohl du als auch ich als "gutbezahlt" bezeichnen würden.


Mit deinem Boykott nimmst du diesen Leuten ihre einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen und das auch noch bei den Konzerne, die nunmal deutlich besser zahlen als andere Firmen.




Die Alternative zu einer Arbeit bei Amazon oder McDonalds o.ä. ist eben nicht für 80€ die Stunde bei VW am Band zu stehen, sondern Hartz IV oder für 3€ die Stunde schwarz zu putzen.
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14.05.2013 15:26 Uhr von BoltThrower321
 
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@perisecor

Zitat "Dabei bieten gerade McDonalds und Burger King nicht nur ein vergleichsweise gutes Gehalt, sie bieten auch Aufstiegs- und vor allem Bildungsmöglichkeiten."

Du disqualifizierst dich gerade selbst mit dieser Aussage....Besonders McD ist bekannt für absolute Sklavenlöhne...mach das mal da 2 Tage mit, und du wirst schnell merken das deren 7,40€ brutto ein Witz sind!!!

Kann es sein, das du von VWL null plan von hast???

Deine genannten Fähigkeiten bezüglich Amazon...sorry, viele Leute sind gezwungen dort zu arbeiten, trotz top Ausbildung.
Es ist ethisch nich vertretbar, wenn ein Unternehmen das dicke Geld macht, aber die Mitarbeiter zu wenig verdienen um an Wirtschaftskreislauf teilzunehmen.
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14.05.2013 15:47 Uhr von Perisecor
 
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@ BoltThrower321

7-8€ für eine Arbeit, die weder Intelligenz noch Ausbildung voraussetzt ist doch in Ordnung. Bei McDonalds kommen hier die Aufstiegschancen und die Ausbildungsmöglichkeiten hinzu - da ist man dann schon bei 9-12€ pro Stunde und braucht trotzdem nur Mindestqualifikationen.


Was für Vorstellungen hast du denn? Dass Leute ohne (ansatzweise guten) Schulabschluss und ohne Fähigkeiten 30€ die Stunde verdienen?



Immer dieses "mach das doch mal mit". Jeder Job hat Vor- und Nachteile. Bei McDonalds steht man viel und muss, je nachdem, wo man eingesetzt wird, entweder die ganze Zeit zwanghaft freundlich sein oder seine Hände halbwegs fix bewegen können.

Und nun? Ist halt so. Dafür braucht man dafür weder Schulabschluss noch Ausbildung UND bekommt genug Geld, mit dem leben kann.



"Kann es sein, das du von VWL null plan von hast???"

Nein.




"Deine genannten Fähigkeiten bezüglich Amazon...sorry, viele Leute sind gezwungen dort zu arbeiten, trotz top Ausbildung."

Ich kann mich hier nur auf das Pforzheimer Amazon-Lager beziehen, weil es bei mir in der Nähe ist und ich dort Leute kenne;
Angestellt wurden hauptsächlich Langzeit-Arbeitslose, die meisten davon ohne anderweitige Perspektive, weil sie keine Ausbildung haben und in vielen Fällen auch nur einen leidlichen Schulabschluss.


Auch gerne an dich nochmal die Frage:
Welche speziellen Fähigkeiten braucht man für die Arbeit bei Amazon (oder McDonalds)?

Und warum waren meine obigen Aussagen sachlich falsch?





"Es ist ethisch nich vertretbar, wenn ein Unternehmen das dicke Geld macht, aber die Mitarbeiter zu wenig verdienen um an Wirtschaftskreislauf teilzunehmen."

Du wirfst mir vor, ich hätte keine Ahnung von VWL und kommst dann mit Ethik an?

Sieh es mal so: Amazon und McDonalds beschäftigen Menschen, die rein von der Sache her (ohne das jetzt werten zu wollen) ohne unsere Gesellschaft Opfer des Darwinismus geworden wären.
Gescheiterte Existenzen und Menschen, die einfach nicht intelligent genug für einen besseren Job sind.

Gleichzeitig bieten diese Firmen aber auch diesen Menschen die Möglichkeit auf Aufstieg an - bei Amazon z.B. verdienen Mitarbeiter deutlich mehr, wenn sie nur zwei Jahre im Unternehmen waren. Bei McDonalds können selbst Menschen, die aufgrund ihrer geringen Intelligenz im gesellschaftlichen Leben benachteiligt werden, aufsteigen und mehr verdienen.




Was du hier durch die Blume forderst sind extrem gut bezahlte Jobs für Menschen, die diese Jobs schlicht nicht ausführen können oder wollen. Und damit hätte ein Boykott o.ä., wie bereits gesagt, zur Folge, dass diese Leute überhaupt keinen Job mehr haben.



Aber auch hier erneut:
Amazon macht kaum Gewinn. Bei einem Umsatz von $13 Mrd ein Gewinn von $60 Millionen ist quasi garnichts.
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14.05.2013 16:32 Uhr von waulmurf
 
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@artefaktum

Dann begreifst du den feinen, aber wichtigen Unterschied zwischen "so günstig wie möglich" und 0 nicht ;).

Sry, aber ein Unternehmen, dem seine Kostenseite egal ist, ist ein denkbar schlechtes Unternehmen, das bald gar keinen Nutzen haben und zu Recht verschwunden sein wird.

[ nachträglich editiert von waulmurf ]
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14.05.2013 16:52 Uhr von BoltThrower321
 
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@perisecor

Das Amazon auch in letzter Zeit massive Investitionen verbuchte, wegen dem Kindle....das vergiss mal nicht! Entsprechend geringer fällt -erstmal- der Gewinn aus.

Du malst das alles auch so schön kunterbunt aus, meine Erfahrung nach, werden eben doch die gut ausgebildeten Menschen für diese Tätigkeiten genommen.

Stell dir vor, Du wirst erwerbslos, bekommst trotz deiner Qualifikation keine passende Anstellung...bums landest du früher oder später in Zeitarbeit oder Amazon.

Ich will dich nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit sehen, wie viele Unternehmer versuchen den Perisecor nur überm Tisch zu ziehen und du in Hartz4 fällst...dein Erspartes geht weg und du landest vor lauter Verzweiflung bei McD...
Das ist doch genau das Problem, die mangelnde Wertschätzung der Fachleute. Ich könnte dir Stories erzählen, wo du garantiert das kotzen bekommst!

Wo ist das Problem, den Leuten etwas mehr zu zahlen? Das der gering qualifizierte nicht bei 20€ brutto/h liegt ist logisch....doch 11-12€ sollte für niemanden ein Problem darstellen, alles andere ist falsch kalkuliert.

Lieber einen vernünftigen Lohn bezahlen, als sich den medialen Shitstorm auszusetzen.

Erkläre mir mal, warum ausgerechnet McD in Bangkok nur den Mindestlohn von ca.200€ bezahlt, die Produkte jedoch preislich gleichauf mit den USA Preisen sind und der Laden 24/7 berstend voll ist?!

Gleiche mit der deutschen Zeitarbeit, oftmals agieren diese Unternehmen an der Grenze der Legalität, stets ca 30% unter normalen Tarif und an der ALG 1 Zumutbarkeitsgrenze.

Stell doch mal einen simplen Haushaltsplan auf, mit den 9,xx€ Stundenlohn...dann rechne mal ein, was übrig bleibt um sich weiterzubilden....
Kurzer Tipp: Amazon Rheinberg, dort gibt es so ziemlich nichts, wo man sich lokal weiterbilden kann...jedenfalls nichts, was einen weiter bringt.

Die Thematik ist deutlich komplexer als es uns lieb ist.
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14.05.2013 17:20 Uhr von Perisecor
 
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@ BoltThrower321

Amazon kann einem Raketenwissenschaftler doch nicht 250.000€ pro Jahr zahlen, nur weil er eben Raketenwissenschaftler ist und jetzt dort arbeitet und rumläuft und Produkte in Körbe legt.

Amazon stellt Leute für eine bestimmte Tägikeit ein. Sind diese in anderen Gebieten Fachleute ist das zwar toll für die Personen, bringt Amazon aber nichts, wurde auch nicht gesucht, wird also auch nicht finanziell honoriert.


Wenn jemand gut qualifiziert ist und es nur daran mangelt, dass er aufgrund der Arbeitslosigkeit zu wenig Arbeitspraxis hatte, dann gibt es zwei Möglichkeiten;
1) Die Person arbeitet sich bei McDonalds oder Amazon hoch.
2) Die Person arbeitet dort für ein paar Wochen oder Monate und findet dadurch einen Job im angestammten Berufsfeld.



"...die Produkte jedoch preislich gleichauf mit den USA Preisen sind..."

Die Produkte sind in Thailand deutlich günstiger.
http://bigmacindex.org/...
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14.05.2013 17:43 Uhr von BoltThrower321
 
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@peri

eggmcmuffin dort 1€, hier in Deutschland mit Kaffee 1,49€ beides Promo Angebote.


Der Bigmac...gut, da hast du recht...doch den bekommt man im Promo Angebot hier auch für ca. 2.50€. Wirklich viel tut sich da nicht. Jedenfalls ersehe ich keinen Grund, um die Leute nur den Mindestlohn zu bezahlen...


Dein gelobtes Hocharbeiten, das hab ich in Deutschland noch nicht erlebt...vergleiche nicht die USA mit Deutschland.

Das System an prekären Beschäftigungen stinkt und gehört überholt. Du hast es übertrieben, mit dem Raketenwissenschaftler...komm, argumentiere mal, warum die Leute keine 11-12€ verdienen sollen?
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14.05.2013 17:51 Uhr von certicek
 
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Die komplette Argumentation von VERDI findet man hier:

http://www.amazon-verdi.de/...

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